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Vom Halbmarathon auf die Couch

Es startet mit einer zündenden Idee. „Lass uns doch einen Halbmarathon gemeinsam laufen“. Zuerst starrt dich deine Freundin unglaubwürdig an, du kannst es selbst kaum glauben, dass dieses ehrfürchtige Wort „Halbmarathon“ über deine Lippen kam. Nach dem kurzen Schockmoment findet man die Vorstellung immer besser, mit der Freundin auf deiner Seite bekommt es dann schön langsam Hand und Fuss. Wir brauchen ein Ziel!

Zweifel kommen auf: Können wir das? Wir sind doch keine Hardcore-Wind & Wetter Läufer und außerdem ist es auf der Couch nach der Arbeit doch auch oft so verlockend 🙂 Der Berg ruft bei vielen oder sagen wir realistischerweise eher bei wenigeren 😉 bei den meisten ruft oder besser gesagt schreit sich die Couch heiser.

Außerdem kommt ja noch dazu, dass es dann ernst wird, es gibt dann sowas wie Trainingspläne und irgendwie hinterlässt es einen bitteren Nachgeschmack.

Wie gehts dann weiter? Man motiviert sich gegenseitig, schwitzt, mal flucht man selbst, mal sieht man die Freundin verzweifeln, eines kann mit Sicherheit gesagt werden, die Freundschaft erreicht ein neues Level.

Endlich kommt der Tag der Wahrheit. Wir verbinden den Tag des Halbmarathons meistens mit einem Mädelswochenende, das gibt dem Ganzen zusätzlich noch einen netten Touch. Am Vortag wird Sightseeing light gemacht oder gar die Therme besucht und am Tag darauf geht’s dann los, das Adrenalin und die Vorfreude steigen ins Unermessliche.

Während der 21 km kämpfst du mit dir selbst, lachst du in dich hinein und manches Mal therapierst du dich im Schnelldurchlauf. Das Gefühl ist unglaublich, das Ziehen in den Beinen dann meistens auch 😉

Die Endorphine sprühen aus dir raus und du fühlst dich sonderbar ausgelaugt danach, aber du spürst dich definitiv. Das Gute daran: Hast du dich richtig verausgabt, macht das Faulenzen und Essen erst doppelt so viel Spaß. Unsere Festmahle danach sind fast schon legendär.

Der Punkt ist: Entschleunigung ist gut und muss passieren. Doch auch das Auspowern, sich spüren und ab und an ein persönliches Ziel zu verfolgen ist wichtig. Beweis dir, dass du es kannst. Sei zugleich dein wachsamster Kritiker und dein bester Freund.

Viel Spaß. Eure Roxy

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Aufs Gas bis zum Wochenende und dann wird entschleunigt

Ihr kennt sicher alle dieses Gefühl oder den Ausspruch: „Wie freu ich mich aufs Wochenende“ – es fühlt sich oft an, als leben wir alle nur für zwei Tage die Woche. Hört sich hart an und etwas dramatisch, aber bei vielen ist das wohl wirklich der Fall. Ich muss sagen, ich zähle mich nicht mehr zu dieser Gruppe. Fixe Hobbies, die unter der Woche ausgeübt werden, Treffen mit den Freundinnen oder einfach nur chillen vorm Fernseher, für alles muss es Zeit geben und das ist auch gut so!

Zurück zur Headline – irgendwie ist es ein Widerspruch in sich, fünf Tage die Woche wird das Gaspedal durchgetreten und am Wochenende wollen wir alle zu uns finden und die Ruhe genießen. Wo finden wir die Gelassenheit, die wir die ganze Woche links liegen lassen? Die Frage ist, können wir sie auf Knopfdruck wiederherstellen? Ich würde sogar so weit gehen, die Gelassenheit mit einer schmollenden Katze zu vergleichen, die tagelang keine Zuneigung erhalten hat und uns jetzt aus dem Weg geht.

Aber überlegt doch, ist was Wahres dran für euch? Wer tingelt denn nicht von einem Termin zum nächsten? Die Arbeit fordert uns, das Stresslevel ist permanent hoch, auch das Privatleben wird im selben Tempo fortgesetzt, wir kommen nie zu Ruhe. Vielleicht ist auch das der Grund, warum Sportarten wie Yoga derzeit so boomen. Ich buche fixe 90 Minuten die Woche, an denen ich mir „erlaube“ zu entspannen und mich zu spüren. Nichts gegen Yoga, ich praktiziere es selbst, bin auch eine der Personen, die sich einmal die Woche auf die Matte legt und aktiv entspannt. Die Frage, die ich mir stelle: „Ist das richtig?“ Ist es künstliche Entspannung oder ehrlich gespürt? Ich weiß es nicht und kann euch das definitiv nicht beantworten. In einem bin ich mir jedoch sicher: Wir benötigen tägliche Rituale, die uns kurz zu Ruhe kommen lassen und nicht gebündelt einmal die Woche und am Rest der Woche wird wieder Vollgas gegeben.

Was können wir tun? Hört sich doch alles einfach an – zur Ruhe kommen, setz dich einfach hin, denk an nichts und spüre ich dich rein. Tja, die erste Reaktion ist zumeist, dass wir uns drüber lustig machen, da es uns unangenehm ist. Es hört sich vielleicht wie ein Klischee an und ihr hört es nicht gerne und habt es schon zig Mal gelesen, aber es sind wie immer, die wirklich KLEINEN Dinge im Leben, die helfen.

Was mir persönlich hilft, zu entschleunigen: (ein Auszug)

  • neue Musik entdecken – es gibt nichts gegen eine neue Stimme, die dir durch Mark und Bein geht
  • Zeit in der Sonne und im Grünen
  • Lachkrämpfe mit meinen Liebsten
  • Neues entdecken, Neues probieren, kauf dir eine Leinwand und beginne zu malen – kein Wunsch nach Perfektion – so entdeckst auch du neue Facetten von dir.
  • Handy zur Seite legen – obwohl es mir leider auch oft schwer fällt. Sich daran hindern, regelmäßig auf den Display zu schauen, hat ein bisschen was von, sich davon abzuhalten nach der Weinflasche zu greifen 😉 Ist wohl auch eine Art von Sucht dieses Gerät.

Das ist nur ein Auszug davon. Das Thema „Entschleunigung“ beschäftigt uns seit Längerem. Wir möchten für euch regelmäßig über Themen schreiben, die uns helfen zu entschleunigen, mal kann es ein Foto sein und ein kurzer Text, mal ein Gedicht, das wir uns von der Seele getextet haben und mal ein Denkanstoß.

Wir freuen uns darauf 🙂 Bis demnächst.