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Blumiger Duft sagt Hallo

Kennst du das Gefühl, langsam kriecht dir ein betörender, frischer und blumiger Duft in die Nase, der sich vertraut anfühlt und dir ein gutes Gefühl vermittelt? Die letzten Wochen habe ich ihn immer mal wieder wahrgenommen, doch so schnell er da war, entwich er mir auch wieder.

Bereits im Frühling und im Sommer letzten Jahres begann ich sensibel auf den Duft zu werden. Ich wusste nicht, wie ich ihn einordnen soll, nicht was er zu bedeuten hatte, noch wie ich angemessen darauf reagieren konnte. Wurde ich aufgefordert zu handeln? Als ich mich langsam an den Geruch gewöhnte, entschwand er mir wieder.

10 Tage ist es nun her, dass er permanent an mir klebt, ich rieche gut und mein Umfeld stellt dies ebenso fest. „Du wirkst verändert und glücklich“ Ja das bin ich und ich bin froh, dass ich das auch ausstrahle.

Der Duft der Veränderung hatte mich besucht, kroch durch die Nase in mein Innerstes und begann dort die Chemie wirken zu lassen. Wie ein Zauber wirkt er und sortiert vieles in uns neu.

Wann hast du diesen Duft zuletzt aktiv wahrgenommen? Hast du ihn ernst genommen und an dir gehalten oder ihn wieder verloren?

Alles Liebe, eure Rox ❤

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Cool bleiben, es wird schon wieder

Foto Credit: Pixabay / Alexas_Fotos

Da hatte er ja ganz schön zu tun mein innerer Therapeut. 5 Tage war es nun her, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde. Lange war ich nicht mehr glücklich im Job. Meine Energie, Motivation und meine Ideen fanden keinen Platz mehr und ich fühlte mich planlos. Trotz allem war ich nicht bereit diese einschneidende Entscheidung zu fällen. In Partnerschaften hätte man es wohl wie folgt formuliert: „Wir haben uns auseinandergelebt.“

Klar, war ich geschockt und fühlte mich irgendwie wie vor den Kopf gestoßen. Doch die Erleichterung überwog.

Sie wollen dich nicht mehr.

Du bist nicht genug und wirst ersetzt.

Jemand besseres kommt nach.

Du passt nicht mehr ins Team.

Deine Kollegin macht einen besseren Job als du.

Ich habe es ja gleich gewusst, dass du nichts taugst.

All die oben beschriebenen Sätze kamen mir nicht in den Sinn. Ich dachte einfach an nichts, ich ließ den Moment passieren und war mit jeder Faser meines Körpers im Hier und Jetzt. Vor einem halben Jahr hätte ich mich bestimmt innerlich kritisiert und in Gedanken all jene Situationen durchgespielt, die mir bewiesen hätten, warum die Kündigung gerechtfertigt war. Ich war stolz auf mich, dass ich zu mir stand und mich nicht von meinem Weg abbringen ließ. Nachdem es ausgesprochen war, fühlte ich mich, als hätte mir jemand einen 20 Kilo schweren Rucksack, den ich die letzten Monate – wie selbstverständlich – mit mir mitschleppte, abgenommen.

Vor Kurzem habe ich von der Kunst des Nicht-Reagierens gelesen, es nennt sich im Chinesischen Wu-Wei und bedeutet, nichts zu erzwingen, es einfach passieren zu lassen. Ich denke, dass der Mensch es gewohnt ist, rasch zu reagieren. Wiederum einmal nicht zu reagieren oder später, verunsichert oder verärgert gar unsere Mitmenschen. Wir erleben oder erhalten etwas, sei es beispielsweise eine bestimmte Situation oder eine Nachricht, soll sie sofort bewertet und beantwortet werden. Gib mir ein Herz, gib mir einen Daumen hoch oder ein Happy Smiley – und zwar jetzt sofort!

Die Situation, in der ich mich vor ein paar Tagen befand, habe ich nicht bewertet, sondern lediglich gefühlt.

Etliche Male habe ich mir im letzten Jahr gesagt, dass es mittlerweile für mich kein Schock mehr wäre, wenn sie sich von mir trennen würden, ich war nun jemand anderes und nicht mehr bereit, mich so behandeln zu lassen. Trenne dich von schlechter Energie und vor allem, dann, wenn es die Führungsebene betrifft, auf der ich relativ wenig ändern konnte.

2021 kann kommen und der erste Schritt geht zumindest in eine Richtung, die mir spannend erscheint. Die Vorstellung arbeitslos zu sein, ohne einen neuen Job zu haben, hat mich wohl zu sehr verunsichert und abgeschreckt, um den endgültigen Schnitt zu machen.

Solltet ihr merken, dass der Job euch mehr von eurer Freude und Energie nimmt, als er gibt, dann entscheidet auch ihr. Treffen wir Entscheidungen für unser Leben, denn sonst macht es jemand anders und wir werden augenblicklich zum Statisten.

Bis bald.

Eure Rox.

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Follow the sun

Dieses Bild verbinde ich mit einer sehr starken Erinnerung aus dem letzten Jahr. Es war Juni und ich fühlte mich ausgelaugt, traurig, schwach und leer. Ich wollte einfach weg, raus aus dem Chaos, abschalten und zu mir finden.

Diese Erinnerung verbinde ich mit einer sehr nährenden Emotion, die ich auch jetzt noch fühle, wenn ich das Bild betrachte.

Folge der Sonne:

  • Es ist ok zu fallen, wenn du wieder gestärkt aufstehst
  • Es ist der Lauf des Lebens, verspüre Dankbarkeit für all die positiven Erinnerungen, die du mit dir trägst
  • Das Leben ist zu schön und kostbar, um es nicht zu genießen und wertzuschätzen
  • Bleib stark, kopiere niemanden, sei du selbst und verfolge deinen Weg

Ich lauschte dem Meeresrauschen, schloss meine Augen und spürte die Wärme der Sonne, die mein Gesicht umgab. Ich spürte Zuversicht für all das, was noch kommen mochte. Mit einer großen Portion Mut möchte ich positiv in die Zukunft schreiten.

Bis dann, alles Liebe

Eure Rox

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Warum sind meine Notizen eigentlich violett? (purplenotes)

Ich kann es kaum glauben, dass ich den Blog nun schon seit Mai 2017 betreibe. Begonnen hat er ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt, wir waren zu dritt und irgendwie hat er sich dann in mein Baby entwickelt. Lange habe ich drüber nachgedacht, warum ich ihn weiter betreiben möchte und was mein persönliches Ziel damit ist. Für mich ist es eine Art Tagebuch, ich verarbeite, was ich erlebe oder was mich beschäftigt. Daher habe ich auch rasch den Gedanken verbannt, den Blog zu bewerben und ihn aktiv zu promoten – zu viel Persönliches, das mich verletzlich macht, steckt da drin. Letztes Jahr habe ich mich für eine eigene Domain entschlossen und lange überlegt, wie ich ihn nenne, den Blog. Im Nachhinein hätte ich nicht lange überlegen müssen und der Name macht definitiv Sinn 😊 Purple = meine Lieblingsfarbe und Notes = tja, meine Gedanken, sozusagen Notizen davon.

Das neue Jahr hat begonnen und heute ist bereits der 8. Tag des neuen Jahrs und ich musste schockierender Weise feststellen, dass ich – obwohl ich es gerne tue – noch nie über das Schreiben an sich berichtet habe. Ich nutze zwar den Akt des Schreibens als Art Befreiungsschlag, werde hilfreiche, notwendige, aber auch lästige Gedanken für einen Moment los und es geht mir dadurch besser, aber wirklich gehuldigt habe ich dem Schreiben dafür nie. Somit möchte ich die nächsten Zeilen dafür verwenden.

Während meiner Laufrunde gestern habe ich mir die Frage gestellt, was ich mit „Purple Notes“ verbinde und ob der Blog auch noch im neuen Jahr für mich eine große Bedeutung hat.

  • Für mich bedeutet das Schreiben Magie, es sind nicht nur irgendwelche bedeutungslosen Wörter aneinandergereiht und auf ein Blatt Papier gekritzelt. Meist sind es Gefühle aus meinem tiefsten Inneren, oft sind es Zeilen oder Emotionen, derer ich mir noch gar nicht richtig bewusst gewesen bin und die erst durchs Niederschreiben für mich zur Realität werden. Es ist die Magie, meinen Geist zu reinigen.
  • Was für mich einerseits Magie bedeutet, bedeutet auf der anderen Seite – harte Realität. Oft stelle ich während ich schreibe fest, dass mich ein Thema nach wie vor belastet oder ich in Wahrheit auf meinem Weg gar noch nicht weiter bin und immer noch feststecke, verwirrt und ohne zu wissen, wo der Pfad für mich weiter verläuft.
  • Ich reflektiere sehr viel und bin mir höchstwahrscheinlich schon vielen Themen bewusst, bevor ich sie in einen Blogbeitrag verfasse. Dennoch tue ich das nicht mehr nur für mich. Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen Leser da draußen, zum Denken anrege oder inspiriere – es reicht mir aber auch vollkommen, wenn meine Beiträge einfach nur gerne gelesen werden.

Was bedeutet für euch das Schreiben und wie fühlt ihr euch währenddessen oder danach?

„Ich schreibe, weil ich nicht weiß, was ich denke, bis ich lese, was ich zu sagen habe.“ Flannery O’Connor

Bis dann, eure Rox

Bild: SamuelFrancisJohnson /pixabay

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My fall and rise of 2020

Foto Credit: Couleur / Pixabay

“We may stumble and fall but shall rise again; it should be enough if we did not run away from the battle.” Mahatma Gandhi

Wie viele unter uns zähle ich bereits die Tage – 3 sind es noch bis 2020 für immer seine Augen schließt. Ich kann es kaum erwarten, die 12 Monate hinter mir zu lassen und voller Hoffnung und Energie ins neue Jahr zu schreiten. Es war gewiss nicht mein Jahr, war es doch mein schlimmstes bisher. Der Großteil meines Jahres war geprägt von Abschied und Akzeptanz hat den letzten Monaten noch ein bisschen Würze verliehen. Veränderung, Trauer, Verlust – es waren durchwegs starke Emotionen, die meine bisher recht sichere Zufluchtsstätte – mein inneres Haus – zum Einstürzen gebracht hatten.

Voller Zuversicht und Hoffnung bin ich ins Jahr 2020 gestartet. Im Januar hatte ich mich noch gegen eine Geburtstagsfeier entschieden – im Nachhinein wohl schon der erste Fehler, den ich im neuen Jahr begangen hatte. Februar und März waren jene Monate, in denen Corona langsam in unsere Leben schlich. Nicht annähernd hätte ich mir damals erwartet, dass der Virus uns das gesamte Jahr an der Backe klebt und wir ihn auch Ende des Jahres noch immer nicht abschütteln können. Es war März als sich der Gesundheitszustand meiner Oma rapide verschlechterte.

Die darauffolgenden drei Monate haben mir wohl alles abverlangt. Ich war für meine Oma stark und habe ihr auf ihrem letzten Weg die Hand gehalten und sie begleitet. Denke ich heute zurück, füllen sich meine Augen mit Tränen, ich bin so glücklich, dass ich ihr all die Worte, die aus meinem tiefsten Inneren stammten, zum Abschied sagen konnte. Mitte Mai hat sich mein Leben neu geordnet – mein inneres Haus, das bisher gewackelt hatte und instabil stand, war eingestürzt.

Als ich gefühlte Wochen später unter den Trümmern begraben, aufwachte, fühlte ich mich wie erschlagen. Mein Kopf brummte und hämmerte und als ich mich umsah, gab es nicht viel, das ich erkannte. Rückblickend gab es nichts, was mir half. Wie so oft im Leben war etwas passiert, das einen Stein ins Rollen brachte: Menschen hatten ihr wahres Gesicht gezeigt, Fassaden waren gefallen und plötzlich konnte ich deren Fratzen sehen. Auch ein wenig Wehmut kam manches Mal auf, ich wollte sie hätten weiterhin ihre Masken an und all das wäre nie passiert. Wenn Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, und du ganz still bist, dann hörst du ihn – den Signalton. Du hast es verstanden und kennst nun die Wahrheit. Du bist im nächsten Level angekommen.

Den Sommer war ich mit dem Neuaufbau meines Hauses beschäftigt, doch bevor ich das machen konnte, wurde vieles von mir in Frage gestellt – brauche ich ein Haus? Wenn ja, welches Haus? Bin ich bereit für einen Neuanfang und warum fällt es so schwer endlich loszulassen und mich neu zu formen? Viele Helfer waren es nicht, die mich begleitet hatten, doch es waren immer dieselben, die mir bei Tag und Nacht zur Seite standen. Ich bin in diesem Jahr durch meine persönliche Hölle gegangen und für jeden meinen Begleiter dankbar. Danke, dass es dich gibt und ich drücke dich in Gedanken.

Die Tage wurden kürzer und dunkler und – gerechnet hatte ich nicht damit – aber mein Gemüt wurde positiver und mein Innenleben heller. Mein Haus stand kurz vor der Fertigstellung, ich war zufrieden und finde sogar, dass es meiner Persönlichkeit nun mehr entspricht.

Ich bin mir noch nicht sicher, wann ich für die Schlüsselübergabe bereit bin, sie wird wohl irgendwann im neuen Jahr stattfinden – ich freue mich darauf.

Bis dann, eure Rox