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Komm, Unikat

Ich schätze du bist mutig und ich könnte Gesellschaft brauchen. Begleite mich in eine Welt, in der Kompromisslosigkeit und Unverständnis regiert – das Reich des Zer.

Dort zerbrechen jeden Tag Millionen von Träumen und Herzen.

Menschen zerstreiten sich aufgrund von Nichtigkeiten, anstelle zu lernen dem Gegenüber zuzuhören. 

Wie wäre wohl eine Welt, in der Gesagtes nicht augenblicklich bewertet wird und die eigenen Emotionen besser in Schach gehalten werden?

Du fragst mich, warum der Ort ist, wie er ist? Ich denke, wir haben nie gelernt adäquat zu kommunizieren. Gespräche finden nicht miteinander statt, sondern unsere inneren, kindlichen Begleiter werfen sich ungefiltert Dinge an den Kopf, um den eigenen Selbstwert zu schützen. Oft versprechen wir uns, in dem wir uns nicht angemessen ausdrücken. Zersprochen haben wir uns wiederum dann, wenn alle verbindenden Brücken für immer gekappt werden.

Millionen von Paare zerlieben sich jeden Tag. Noch vor kurzem war ein Leben ohne den anderen kaum vorstellbar, mittlerweile wird jeder Kontakt vermieden und bereits die bloße Anwesenheit des anderen lässt einen erschaudern. Emotionen bleiben auf jeder Seite zurück: Unverständnis, Enttäuschung, Trauer und oft sogar Hass.

Vielleicht hast du es bereits bemerkt, aber Zer’s Regime ist uneinsichtig und die Interessen jedes Einzelnen zählen mehr, als die Gemeinschaft und das große Ganze. Trostlos ist sie, diese Welt. 

Wie wäre es, wenn wir die alte Gedankenwelt zersprengen und eine neue aufbauen? Ich träume von einem Ort, der bereits sehr bald Wirklichkeit werden könnte.

Komm, Unikat folge mir in eine Welt, in der Über regiert.

Menschen überleben nicht nur, sie sind glücklich und zufrieden.

Es wird übergeliebt und mehr gegeben als genommen. ÜBER-geben nicht aus Schock und Panik, sondern aus Nächstenliebe und Verständnis. Jeder Einzelne wird geschätzt und als Individuum respektiert. 

Millionen von Übereinkünften werden fast täglich getroffen. Es wird wertschätzend miteinander kommuniziert und Kompromisse werden geschlossen.

Liebe und Verständnis regieren an diesem Ort.

Die Bewohner in Über haben gelernt, einander zuzuhören, für sich einzustehen, aber auch auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen Rücksicht zu nehmen. 

Kommt Unikate, lasst uns mutig sein und für eine bessere Welt einstehen. Bauen wir uns die Welt, widde widde wie sie uns gefällt.

Foto Credit: bertvthul/Pixabay

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Y.O.U.

Wenn wir Kinder sind, beschäftigen wir uns nicht mit den großen Fragen des Lebens – es geht nicht darum, wer wir sind, was wir vom Leben möchten oder was die anderen von uns erwarten. Wir SIND einfach – ohne es zu hinterfragen. Beobachte ich heute Kinder, stelle ich immer wieder fest, wie ehrlich sie sind und dass sie auch nur jene Aktivitäten verfolgen, auf die sie Lust haben. Sie tun einfach, was sich für sie in dem Moment gut anfühlt.

Bald werden wir älter und verbringen natürlich die meiste Zeit mit unserer Familie, später dann mit Klassenkameraden, unseren Freunden etc. Unsere Kindheit bringt Glaubenssätze hervor, die sich still und heimlich in uns einpflanzen und uns später – im schlimmsten Fall – beginnen von Innen aufzufressen. Sie prägen uns und auch unser weiteres Leben.

Wenn wir erwachsen sind, dann sind wir es rein körperlich und im Äußeren, im Inneren sind wir alle verletzte und gekränkte Kinder. Die Ausprägung sieht wohl bei jedem ein wenig anders aus. Ich staune immer wieder, wenn ich öfter im Alltag innehalte und meine Reaktionen hinterfrage, wie oft ich mich im Autopiloten befinde. Dann reagiere ich kindlich, ohne es zu merken.
Ich merke auch, wie ich gemäß bestimmter Glaubenssätze handle, die bei vielen oft sogar für lange Zeit im Verborgenem bleiben. „Sei perfekt“, „Mach es allen recht“ oder etwa „Streng dich an“ sind nur einige von ihnen. Das sind nicht nur Sätze, an die wir denken und die uns vertraut vorkommen. Sie lenken unser Leben, weil sie unser Denken und unser Handeln leiten. Damit will ich jetzt nicht aussagen, dass wir alle nur die Summe unserer Glaubenssätze sind, aber ich denke wir sind uns dessen nicht bewusst, wie viel sie unser Leben beeinflussen. Denn – und das ist ein Trugschluss – wir sind erwachsen und haben die Kontrolle über unser Leben und die Kindheit ist vorbei und abgehakt.

Es gibt auch viele Situationen, in denen wir gelernt haben, dass es angemessener ist, sich zu verstellen und entgegen unserer Natur zu reagieren. Da greift dann weder das Kind, noch die Erwachsenen, die wir sind. Wir kopieren ein Verhalten um am Ende unser gewünschtes Ziel zu erreichen. Wenn du zB das Gefühl hast, du kommst im Beruf in einer bestimmten Firma nur voran, wenn du mit Ellbogen und stark ausgeprägtem Konkurrenzdenken agierst und plötzlich zu einem Menschen wirst, der du nicht bist.

Dass wir realisieren, was uns ausmacht, wer wir wirklich sind – wird für mich immer wichtiger und es stellt sich heraus, dass der Prozess wohl auch nie abgeschlossen sein wird. Wir verändern uns konstant, werden uns immer mal wieder überraschen und bestimmt auch mal wieder enttäuschen. Das gehört zum Leben. Zu uns zu stehen, unsere Gefühle anzunehmen, unsere Vergangenheit zu akzeptieren und beginnen unsere Gegenwart und Zukunft selbstbestimmt zu leben – und die düsteren Wolken der Vergangenheit abzuschütteln, das ist eine hohe Kunst. Tja, nichts leichter als das 😉
Auch hier ist es wieder wichtig, dass wir uns Zeit geben – erlernte Glaubenssätze und Verhaltensweisen sind ja auch nicht über Nacht entstanden und begleiten uns zum Teil schon unser ganzes Leben.

Wenn wir uns kennengelernt haben, wie wir wirklich sind und wissen, was uns ausmacht, dann ist es uns auch gelungen, unser Altes Ich und das neue Ich zu vereinen. Der Gedanke hat mich übrigens heute auch auf den Blog-Titel gebracht, passt leider im Englischen sehr viel besser als im Deutschen: Y (Young). O (Old). U (Unite). Vereinen wir also unsere Lebensziele und Wünsche mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit und schließen wir mit dem, was war, Frieden, dann haben wir endlich genug Energie ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ich mach mich auf den Weg, wie gehts euch?

Foto Credit: Geralt / Pixabay

Alles Liebe, eure Rox

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Was wir von Giraffen lernen können

Sie verbindet eine unglaublich enge Freundschaft. Manches Mal fragt sich jedoch die Giraffe, warum sie sich das antut, kann sie doch rein gar nichts vom Elefanten lernen und er zapft permanent ihre Energie an mit seiner schlechten Stimmung. Von einem positiven Gesichtspunkt gesehen, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Elefant seine Sichtweise verändert, wird er doch rund um die Ohr von Positivität in Form der Giraffe umgeben.

Es genügt meistens nur eine Kleinigkeit und der Elefant ist schlecht gelaunt und diese Stimmung hält meistens an. Im Laufe des Tages bestätigt er sich dann mit vielen weiteren Situationen, dass das Leben schlecht ist und er immer als Opfer auserkoren wird.

„Hast du diesen Blick gesehen? Ich glaube die wollen uns hier nicht haben.“ „Warum muss so etwas immer mir passieren?“ „Das Leben ist ungerecht.“ „Ich kann ihr Gequatsche nicht mehr hören, sie glauben, sie sind etwas Besseres und behandeln mich ständig von oben herab.“ „Ich gehöre nirgends dazu.“

Das sind nur einige der Sätze, die die Giraffe wie eine hängen gebliebene Schallplatte immer und immer wieder hört. Ein negatives Mantra sozusagen. Zudem ist es auch eine selbsterfüllende Prophezeiung, glaubst du nur lange genug an das System-Update, das du dir einprogrammierst, wird sich deine Wahrnehmung verändern, da du deine Meinung das Update wird dir helfen, bestätigt sehen willst. Oft versucht die Giraffe die negative Gedankenspirale des Elefanten zu durchbrechen, da es für einen Außenstehenden irrsinnig gut sichtbar ist, wie sich das Gedankenknäuel an Negativität zu einem großen Ganzen zusammenrollt und so an Größe und Schwere gewinnt.

Der Elefant ist wiederum dankbar für seinen loyalen Freund und er beschreibt die Giraffe, als das Beste in seinem Leben. In ganz hellen Momenten ist ihm klar, dass er anderen mit seiner Art viel zumutet. Schon des Öfteren hat er versucht sich zu verändern. Doch es ist so schwer, warum ist die Giraffe wie sie ist. Er hat doch sogar das Privileg von einem Profi zu lernen. Der Elefant hat einmal gelesen, dass das Herz einer Giraffe viel auf sich nehmen muss, um das Blut etliche Meter hoch in den Kopf zu pumpen. Das ist die eine Seite der Medaille und die andere, dass sie sich dadurch auch länger Zeit für ihre Reaktionen und in vielen Fällen auch Bewertungen nehmen kann. Der Organismus ist so gebaut, dass viele Prozesse nicht blitzschnell ablaufen und so Handlungen besser überlegt werden können, vor allem dann, wenn Emotionen im Spiel sind.

Der Elefant merkt schon einen Unterschied zwischen sich selbst und seinem meterhohen Freund. Während er recht schnell über Leute urteilt und Bewertungen anstellt, beobachtet die Giraffe und versucht das große Ganze zu sehen, was ihr aufgrund ihrer Größe auch gut gelingt.

Ganz fest glaubt er dran, dass er noch in Ausbildung ist und irgendwann dann kann er beginnen ein wenig wie sein Freund zu werden. Ein Versuch war es wert, glücklicher zu werden.

Während der Elefant seinen letzten Gedanken zu Ende denkt, seufzt die Giraffe, sieht ihn an und beginnt herzhaft zu lachen. „Bist du endlich so weit den dicken, schwarzen Mantel abzulegen?“

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Unsplash/Thomas Evans

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Dienstagsweisheit

Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.

Ödön von Horváth

Foto Credit: Johannesbayer0 / Pixabay

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Märchen oder bloß Geschichte?

Unlängst hab ich über Märchen nachgedacht und welch grausame Geschichten sie doch meistens erzählen. Doch eines haben sie all gemein: Sie schließen mit einem Happy End und lassen die Guten gewinnen. Als Leser freut man sich dann umso mehr über das positive Ende, sah es doch so ganz und gar nicht gut aus im Laufe der Geschichte.

Woher kommt die Faszination?

Das Märchen entführt uns meist in eine andere Welt, in der oft auch Übernatürliches geschieht – in Form von Taten oder Gestalten. Gerade, dass in diesen Erzählungen Magisches, wie zum Beispiel Zauberei vorkommt, macht es auch so faszinierend. Es ist etwas Neues und Spannendes für uns und insgeheim trachten wir auch danach, dass die Guten gewinnen.

Woher jedoch die überwiegend positive Assoziation mit Märchen kommt, verstehe ich nicht. „Ein Leben wie im Märchen“ zu haben, erscheint mir nicht als erstrebenswert 😉 Aber woher kommt die Faszination dafür? Hat es etwa damit zu tun, dass wir das Happy End mehr schätzen, wenn wir zuvor „dem Tode geweiht“ waren oder schwer zu kämpfen hatten? Das wäre die einzige logische Erklärung, die mir dazu einfällt.

Doch wie siehts mit unserer eigenen Geschichte aus? Fühlt auch sie sich zeitweise an wie ein Märchen, das nicht wirklich auf ein Happy End zusteuert?

7 Fragen, die wir uns zu unserer eigenen Geschichte stellen sollten:

  1. Wie oft erzählen wir anderen aus unserem Leben? Erzählen wir gerne davon?
  2. Wie oft lassen wir all das, was passiert ist, revue passieren und nehmen uns genug Zeit um die Handlung zu verstehen?
  3. Wie würde jemand Außenstehendes unsere Geschichte erzählen?
  4. Welch negativen Begebenheiten gab es in unserer Geschichte bisher und wie sind wir damit umgegangen?
  5. Welche schönen Momente haben wir erlebt, die auch in anderen Menschen positive Gefühle hervorrufen, wenn sie sie hören?
  6. Bist du in negativen Gefühlen deines eigenen Märchens gefangen? Willst weder du darüber nachdenken, noch jemand anders daraus „vorlesen“?
  7. Wie oft vergleichst du deine Geschichte mit anderen und stellst fest, dass deine Erlebnisse kaum mit anderen mithalten können?

Für mich ist es wichtig, über diese Fragen nachzudenken und jeder sollte für sich Antworten darauf finden. Jeder von uns hat schon seine eigenen individuellen Horror-Momente oder gar -kapitel erlebt und dann gab es aber auch jene ausgleichenden Momente, die ewig andauern könnten, da wir innerlich in uns ruhen und es uns gut geht. Unser Leben, unsere Geschichte und unser Weg ist völlig individuell. Auch ich hadere immer noch damit, mein Leben und meinen Weg nicht noch ständig zu vergleichen und in Frage zu stellen. Tja, es ist eben ein Prozess. Ich wünsche euch alles Liebe,

eure Rox

Foto Credit: Dlee / Pixabay

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730 Tage

Sie irrte umher, lautlos gefangen in einer Blase, die sie umhüllte und zugleich abschirmte. Wann wurde ihre Welt zu einer dumpfen Welt ohne Freude? Fast fühlte sie sich wie in einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannte und zu der sie sich nicht zugehörig fühlte.

Wann sich ihre Welt verändert hatte, wusste sie: Vor genau 730 Tagen begann die Transformation in ein neues Leben. Zu gut hatte sie noch all jene Ratschläge von Personen im Kopf, die meinten, es würde schon wieder alles besser und das gehörte zum Leben dazu. Theoretisch wusste sie es, aber praktisch half es ihr nicht, ihre Gefühle davon zu überzeugen. Es war wie ein Kampf auf verlorenem Posten.

Geht es uns allen so? Ja, all unsere Leben verändern sich, wir, unser Umfeld, die Gesellschaft, vieles verändert sich für jeden einzelnen von uns. Die Zeitpunkte variieren natürlich und auch die Transformation in ein neues Leben ist für jeden anders. Positiv, neutral und negativ könnte man den Wandel vereinfacht unterteilen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob eine rasche Bewertung in jedem Fall angemessen ist. Oft benötigen wir Zeit ins neue Leben zu schreiten und dort auch anzukommen und mir fällt auch des Öfteren auf, dass es den jeweiligen Personen selbst schwer fällt, ihre positive Veränderung und die Entwicklung selbst zu würdigen.

Wie ging es ihr nun damit und wie gestaltete sie ihr Leben?

Etwas fehlte, da war sie sich sicher, es fühlte sich nach wie vor so an, als wäre ein Teil ihres Herzens abgestorben und ihr Sinn im Leben verloren gegangen. Doch sie entschied sich dafür Sinn im neuen Leben zu finden, positiv und voller Zuversicht die schöne Seite des Lebens zu sehen. Insgeheim hoffte sie, dass es dann auch irgendwann ihre Realität wurde und sie sich wieder vollständig fühlte.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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Mittwochsweisheit

Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.

John Steinbeck
Aus dem Urlaub ganz ohne Kalender und Termine