Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Mehr Meer sehen

Es ist ein heißer Tag auf der Insel, die Sonne strahlt und begrüßt uns mit einem hellen Guten Morgen – ich stehe auf, ein Blick auf die Uhr ist nicht notwendig. Heute steht nichts an, außer glücklich sein und in den Tag hineinleben. Der Alltag ist deaktiviert und Freude und Flexibilität sind dabei, unsere kleine Welt zu erobern. Mein Plan für den Vormittag? Gemütlich frühstücken, die Insel erkunden und mit einer Wanderung den Nachmittag abschließen. Der Abschluss des Tages? Ein schickes Restaurant fürs Abendessen aufsuchen und in die laue Sommernacht bei einem Abendspaziergang eintauchen. Es fehlt uns an nichts und uns gehts gut.

Wehmütig denke ich an dieses „Urlaubsgefühl“ zurück und frage mich, warum es uns so schwer fällt, unseren Alltag mit einer Prise dieser Einstellung zu würzen? 

Mir kommt gerade eine Begegnung vor ca. einem Monat mit einer Zugbegleiterin in den Sinn. Besonders beim Zug Fahren, merke ich mir positive und angenehme Begegnungen, denn zumeist wird man am Morgen nicht mit allzu großer Freundlichkeit beschenkt. Sie öffnete das Abteil, blieb stehen, blickte aus dem Fenster und sprach zu uns vier Damen: „Sehen Sie sich dieses Bild an, der Sonnenaufgang – ist das nicht ein wahnsinnig schöner Anblick? Als wäre das Meer in der Ferne bereits wage zu erkennen.“ Sie blieb stehen, genoss den Moment und ließ uns gemeinsam mit ihr in die Welt der Fantasie abtauchen. Noch lange nachdem Sie das Abteil verließ, lächelte ich und fand die Vorstellung schön, im Hier und Jetzt das Meer zu erblicken. 

Wir sind es gewohnt, dass unser Berufsleben uns alles abverlangt. Mindestens 40 Stunden die Woche wird geschuftet, Erwartungen werden erfüllt und der Stress wird  aufgesogen … Wann ist endlich Freitag?

Der Feierabend wird auch nicht für uns genutzt, da es genügend Rollen gibt, die wir außerhalb der Arbeit inne haben: Wir sind Mütter, Partnerinnen, Freundinnen, Kinder – und in viele dieser Rollen schlüpfen wir und meistens bereits innerhalb eines Abends.

Uns bleiben oft nur 3-5 Stunden des Tages, um uns um Alltägliches zu kümmern, aber auch um den Abend ausklingen zu lassen und es uns gut gehen zu lassen. Wobei – wenn wir ehrlich sind – letzteres ist für viele unter uns gleichzusetzen mit: Wir lassen uns völlig erledigt und gestresst auf die Couch fallen und starren teilnahmslos in den Fernseher, bis uns die Augen signalisieren, dass es Zeit wird, für unsere tägliche Schlafdosis. Ist das gesund? Definitiv nicht.

Wir haben gelernt mit Stress umzugehen und zu funktionieren und zwar auf höchstem Niveau und unter Hochdruck. Nach einem anstrengenden Arbeitstag gibt es kein Ausrasten und Runterfahren – das können wir uns nicht leisten, bzw. gelingt die Vollbremsung oft nicht mehr.

Wo hin mit all dem Stress? Stress ist Gift für unseren Körper, der ihn non-stop in Alarmbereitschaft versetzt und wir müssen Wege finden, um ihn aus unserem angreifbaren System zu leiten.

Eventuell bilde ich es mir mittlerweile ein, aber wenn ich einen stressigen Tag habe, dann schreit mein Körper förmlich nach Bewegung. Ich bekomme Kopfweh, bin gereizt und unruhig und meine Füße beginnen zu kribbeln. „Los, raus mit dir.“

Wie sehen unsere Wochenenden aus? Tja, ich persönlich habe mir angewöhnt, viele Tätigkeiten aufs Wochenende zu schieben, denn da hab ich ja Zeit dafür. Diese Verhaltensweise hinterfrage ich aktuell. Alles mit Maß und Ziel sollte die Devise sein – klar, wird vieles am Wochenende erledigt, aber es sollte zumindest Zeitfenster geben, die wir nur uns und unseren Interessen widmen. Kopf ausschalten und einfach nur sein.

Lange Zeit war es auch für mich so – ich habe auf den nächsten Kurztrip oder die nächste Reise ungeduldig hingefiebert. Nun hat uns Corona seit fast einem Jahr fest im Griff und ich beginne dieses Konzept zu hinterfragen. Plötzlich gibt es ganz VIEL von MIR und UNS. Wie möchten wir unsere Tage verbringen? Was macht uns Spaß und womit vertreiben wir uns am liebsten die freie Zeit?

Es wird Zeit, dass wir unsere Leben und unseren Alltag neu genießen lernen. Wozu immer auf den nächsten Urlaub warten? Machen wir das nächste Meer für uns sichtbar 🙂

Alles Liebe, eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur poesie schreiben selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung veränderung

Warum blühst du nicht?

Wie ihr wisst, liebe ich bildhafte Vergleiche und erst heute während meiner Laufrunde ist mir wieder einer eingeschossen.

Eine Yucca benötigt ein wenig Wasser und einen hellen, halbschattigen Platz um zu wachsen und zu gedeihen. Sie ist im Grunde fähig dazu, an Größe zu gewinnen und ihre Besitzer zum Staunen zu bringen, benötigt dafür jedoch die richtigen Bedingungen. Stellst du sie an einen schattigen Platz und gießt sie 2 Mal die Woche, wirst du sehen wie schnell sie zu leiden beginnt und immer schwächer wird, bevor sie verendet.

Stell dir nun einen Raum vor mit mehreren Yucca Palmen. Da gibt es jene, die beim Fenster stehen und moderat gegossen werden und den Rest, der wie oben beschrieben, nicht gemäß Bedienungsanleitung behandelt wird. Die Yuccas im Schatten beginnen, an sich zu zweifeln, die anderen wachsen in die Höhe und sehen gesund aus. Woran liegt es, dass die Yuccas im Schatten es nicht schaffen ihren jetzigen Zustand beizubehalten? Sie beginnen sich in Frage zu stellen und vergleichen sich ständig.

Wie sieht es mit uns Menschen aus und den Bedingungen, die wir benötigen, um zu erblühen?

Viel zu oft verbiegen wir uns. Wir verbiegen uns für Menschen, die wir lieben und auch im Job um anderen zu gefallen oder die Erwartungen zu erfüllen, die an uns gestellt werden. Das Schlimme daran? Es fällt uns nicht auf. Wir sind gefangen im Kreislauf: Andere sind im Recht und ich stelle mich und mein Handeln permanent in Frage, um gut genug zu sein.

Mir ging es seit vielen Monaten in meinem Job so. Die Bedingungen, die mir zu Wachstum verholfen hätten, ließen zu wünschen übrig. Stattdessen bekam ich all das, was mich schwächer werden lässt. Mein Perfektionismus und die Erwartungen, die ich an mich selbst gestellt habe, haben das nur nicht verstanden. „Blüh doch endlich und hör auf so zimperlich zu sein.“ 

Irgendwann passiert etwas Unerwartetes und du gehst ein paar Schritte zurück, nimmst dich selbst raus und reflektierst. Bin ich mir überhaupt selbst darüber im Klaren, welche Pflege ich benötige? Dann beginnt ein sehr wertschätzender Prozess, du beginnst für dich selbst einzustehen und auch die daraus resultierenden Konsequenzen hinzunehmen.

Was ich sicher weiß: ich bevorzuge einen sonnigen Platz, der positive Stimmung ausstrahlt und umgebe mich gerne in der Nähe anderer Zeitgenossen. 

Wir sollten verstehen, dass die Umgebungen, in denen wir viel Zeit verbringen, uns enorm prägen, sie können uns zerstören oder uns zu Wachstum verhelfen. Wir entscheiden darüber. 

Alles Liebe, Rox.

Foto Credit: Pixabay / sspiehs3

Kategorien
Allgemein Gesundheit Philosophie poesie selbstbestimmung Selbstliebe Träume

Die Überraschung im Rechteck

Bereits vor ein paar Tagen kam mir der Gedanke, einen Blog Post zu einem Thema zu verfassen, das mir Anfang der Woche in den Kopf schoss. Schnell hab ich mich von der Idee wieder entfernt. Ich war mir nicht sicher, ob es denn das Teilen wert wäre.

Ich habe das Auto meiner Oma übernommen und mit ihm jede Menge Erinnerungen. Anfangs war es natürlich schmerzhaft, mittlerweile kann ich es genießen und werde nur mehr sehr selten von meinen Emotionen überrumpelt.

Etwas ganz Alltägliches ist mir Anfang der Woche passiert. Ich habe den Wocheneinkauf erledigt und mich wie viele unter euch über die Papiertüten geärgert, die man an der Kasse erhält um den Einkauf einzupacken. Beim Auto angelangt, merkte ich bereits, dass ich den Einkauf wohl nicht heil nach Hause bringen würde. Ich kam zu Hause an und überlegte, wie ich das nun anstellen sollte, ohne meine Lebensmittel am Weg zu meiner Haustür zu verteilen. Dann kam mir der Gedanke: Es ist das Auto meiner Oma und sie war zumeist auf alles gefasst, für jede erdenkliche Situation gewappnet, dachte immer voraus und war strukturiert und ordnungsliebend. Kurzerhand entschloss ich, den Kofferraum zu öffnen und dort nachzusehen, vielleicht hatte er ja eine Lösung parat. Und da war sie: eine mittelgroße, weiße Tasche aus Plastik mit einem Muster aus roten, blauen und schwarzen Strichen. Sie lag sorgfältig gefaltet inmitten des Kofferraums und wartete förmlich nur darauf, eingesetzt zu werden. 

Diese Geschichte muss sich für euch sehr lapidar anhören und manch einer fragt sich vielleicht, warum ich diese Geschichte mit euch teile. Ich erinnere mich gerne an den Moment zurück, ich lächelte und bedankte mich in Gedanken bei meiner Oma. Mir kamen in dieser Situation ihre vielen positiven Eigenschaften in den Sinn, die ich jetzt schmerzlich vermisse. Auch musste ich an all jene Dinge denken, die mir meine Großmutter beigebracht hatte. Letztendlich war sie bestimmt stolz, dass sie mir selbst in diesem Moment noch aus der Patsche helfen konnte 🙂

Was ist die Essenz der Geschichte?

  • Jeder von uns ist besonders.
  • Jeder von uns kann etwas besser als jemand anders.
  • Jeder von uns hat Ängste und Schwachpunkte.
  • Jeder von uns bereichert die Leben anderer und wird irgendwann für seine Persönlichkeit – mit allen Stärken und Schwächen -vermisst.

Es ist gut so wie wir sind und wir sollten beginnen uns als einzigartige Personen zu akzeptieren. Und lassen wir es zu, dass wir unsere Leben gegenseitig bereichern. 

Klar, ist es oft mühsam und wir ärgern uns viel zu oft über unsere Mitmenschen. Doch trotzdem bleibt es spannend und wir können lernen, vielen Situationen im Leben mit einem Augenzwinkern zu begegnen.

Bis bald, alles Liebe. Eure Rox

Foto Credit: Pixabay: BRRT

Kategorien
Allgemein Gesundheit Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Meine Heiligen Drei – Kritiker, Helfer & Diplomat

Nein, ich bin eigentlich nicht schizophren höre ich selbst zu mir sagen. So richtig überzeugt fühle ich mich jedoch nicht. Bin ich mir da wirklich ganz sicher? Es gibt Tage, an denen ich mich selbst kritisiere, hart mit mir ins Gericht gehe, Perfektionismus erwarte und keine noch so kleine Schwäche akzeptiere oder gar toleriere. Warum lernen andere immer meinen Helfer und Diplomaten kenne, während ich im Umgang mit dir selbst, des Öfteren nur den Kritiker kennenlerne? Ist es, um sicherzustellen, dass alles in geregelten Bahnen verläuft?

Wir sind eben alle wie wir sind. Oft denken wir nicht viel darüber nach, welche Stärken uns ausmachen und was wir eventuell besser beherrschen als unsere Mitmenschen. Viel zu oft möchten wir sein wie jemand anders und unsere lästigen Schwächen ablegen. Warum fällt es mir beispielsweise so schwer, mich zu orientieren? Andere schaffen es im Handumdrehen, warum bereitet es mir solche Mühen? Das ist nur eine meiner Schwächen, die mich schon des Öfteren verzweifeln hat lassen. Nicht nur, dass man von vornherein Puffer mit einberechnet, wenn man neue Routen befährt, man macht sich auch jedes Mal wieder Vorwürfe: „Trotz Navi hast du es wieder nicht hinbekommen.“ „Das kann doch nicht so schwer sein, du bist wirklich dumm.“ Man beginnt an sich zu zweifeln… Du möchtest etwas erzwingen, dass dir viel schwerer fällt, als anderen Menschen. Du möchtest dich verbiegen und verändern. Stattdessen hab ich begonnen diese Schwäche zu akzeptieren. Ich bereite mich eben besser vor als andere Menschen. Ich bin dann öfter zu früh an verabredeten Orten und habe dort mehr Zeit mich zu akklimatisieren 😉 Ich versuche es mit einem Augenzwinkern hinzunehmen, das macht mich aus und ich verurteile mich dafür nicht mehr. Viel zu oft sind wir zu hart zu uns. Hätte mir jemand, der mir nahe steht, von dieser Schwäche erzählt, hätte ich versucht die Person aufzumuntern und ihr vor Augen gehalten, was sie stattdessen alles gut kann und ihr diese eine Sache eben nicht so liege. Mit mir selbst gehe ich nur oft nicht so wertschätzend um.

Der Kritiker in mir ist oft unzufrieden, auch, weil er in letzter Zeit eher ruhig gestellt wird. In letzter Zeit hat er nicht mehr viel zu melden. Mitunter versteht er nicht, warum mit ihm nicht mehr gesprochen wird. Plötzlich wird er nicht mehr ernst genommen und nicht mehr angehört. Schon längst hat er mich verteufelt und mich wohl schon versucht zu verhexen.

Mein Diplomat und ich, wir leben schon lange zusammen, wir sind sozusagen Lebenspartner. Ich sehe auf ihn auf und verdanke ihm viel in meinem Leben. Doch gerade in den letzten Monaten habe ich ihn oft um mehr Freiraum gebeten, ich wollte alleine sein, auch mal meine Wut in die Welt hinausschreien oder Personen in meinem Leben mal ganz undiplomatisch sagen, dass sie bleiben können, wo der Pfeffer wächst. Doch so richtig trennen, werden wir uns nie, wir werden immer verbunden sein und er beeinflusst mein Leben enorm – und zwar auf positive Weise.

Mein Helfer und ich, wir schwingen gut miteinander. Ich hab aber auch das Gespräch mit ihm gesucht, er solle doch ab und an auch mal mir helfen und nicht immer nur anderen Menschen, die mich brauchen oder bei denen ich mir einbilde, sie bräuchten meine Unterstützung. Vom „Nein“ sagen haben wir auch gesprochen und anfangs hat er es kaum verstanden, was ich ihm damit nahelegen wollte. Doch nach einiger Zeit und nach etlichen Beispielen hat es wohl Klick gemacht und er meinte, er würde sich das mal „ansehen“. Ich für meinen Teil, versuche mit positiven Gefühlen an ihn zu denken. Die letzten Monate, aber auch Jahre habe ich ihn verurteilt – ich habe ihn innerlich schwach geschimpft und nicht wirklich auf ihn aufgesehen, noch habe ich etwas Positives an ihm finden können, außer, dass man benützt wurde und auf kurz oder lang ins Burnout schlitterte. Das Helfer-Gen ist ein unglaublich schönes Geschenk – man muss nur lernen, es zu dosieren, richtig damit umgehen und auf sich selbst achten. Es macht sich bei vielen Menschen erstmal selbstständig, die meisten können es nicht kontrollieren, mich eingeschlossen. Wie wenn du in einem Porsche sitzt, der in Sekundenschnelle mit dir im Schlepptau davon rast, innerhalb weniger Sekunden weißt du weder wo du bist, noch wo es hingeht, du bist gefangen, kannst nicht mehr aussteigen und lässt es einfach mal geschehen.

Mir gehts gut, ich akzeptiere sie alle und da gibt es noch viele „Alter-Egos“, die mich wohl auch ab und an besuchen, doch mein Kritiker, der Diplomat und mein Helfer das sind jene, die ein eingeschweißtes Team bilden und für mich in ihrer Einheit zusammengehören. Nur ab und zu, muss ich ihnen einfach mal mitteilen, wer bei uns die Hosen anhat 😉

Bis bald. Eure Rox.

Foto Credit: Einfach-Eve / pixabay

Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Natur Selbstliebe selbstoptimierung veränderung

Blumiger Duft sagt Hallo

Kennst du das Gefühl, langsam kriecht dir ein betörender, frischer und blumiger Duft in die Nase, der sich vertraut anfühlt und dir ein gutes Gefühl vermittelt? Die letzten Wochen habe ich ihn immer mal wieder wahrgenommen, doch so schnell er da war, entwich er mir auch wieder.

Bereits im Frühling und im Sommer letzten Jahres begann ich sensibel auf den Duft zu werden. Ich wusste nicht, wie ich ihn einordnen soll, nicht was er zu bedeuten hatte, noch wie ich angemessen darauf reagieren konnte. Wurde ich aufgefordert zu handeln? Als ich mich langsam an den Geruch gewöhnte, entschwand er mir wieder.

10 Tage ist es nun her, dass er permanent an mir klebt, ich rieche gut und mein Umfeld stellt dies ebenso fest. „Du wirkst verändert und glücklich“ Ja das bin ich und ich bin froh, dass ich das auch ausstrahle.

Der Duft der Veränderung hatte mich besucht, kroch durch die Nase in mein Innerstes und begann dort die Chemie wirken zu lassen. Wie ein Zauber wirkt er und sortiert vieles in uns neu.

Wann hast du diesen Duft zuletzt aktiv wahrgenommen? Hast du ihn ernst genommen und an dir gehalten oder ihn wieder verloren?

Alles Liebe, eure Rox ❤