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Hör mir zu

Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du bereits weißt … Aber wenn du zuhörst, lernst du vielleicht etwas Neues.

Dalai Lama

Ich holte Luft, fast verfiel ich in die Schnappatmung. Viel zu oft kam in mir der Impuls hoch, meine Sicht der Dinge zu schildern und meine persönliche Antwort auf das eben Gesagte kundzutun. Wurde ich dazu aufgefordert? Nein. Ist es sinnvoll? Wirklich nicht immer.

Viel zu oft nutzen wir ein Gespräch mit unserem Gegenüber letztendlich dafür, um unsere eigene Geschichte mitzuteilen. Denn: Wir lieben es über uns selbst zu reden und uns mit anderen zu messen. Wir möchten Sieger sein und uns auch so fühlen.

Oft habe ich es bereits geübt, das Aktive Zuhören. Dabei habe ich bemerkt, wie schwer es fällt, die Gedanken zu bändigen und sich wirklich nur auf die neutrale Aufnahme des Erzählten zu konzentrieren. Im Endeffekt könnte man sich innerlich zurücklehnen und einfach dem anderen Menschen lauschen. In der Realität schwanken wir jedoch zwischen: „Hör zu, jetzt erkläre ich dir, wie du es machen solltest“ oder „Oje, das tut mir aber leid“ während wir einen mitleidigen Blick aufsetzen oder aber „Also bei mir war das zuletzt viel schlimmer.“ Unsere Antwortoptionen sind daher zumeist:

  • belehrend
  • bemitleidend
  • egoistisch und Raum einnehmend

Was dann passiert, ist: Es wird kein Gespräch auf Augenhöhe zwischen zwei Personen, sondern aneinander vorbei redende Monologe zweier Personen, die immer wieder Momente der Stille suchen, um das Gesprächsruder an sich zu reißen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es in manchen Situationen durchaus angemessen ist, dies zu tun. Wir kennen sie alle, jene Personen, die man bewusst unterbrechen muss, um auch die Möglichkeit zu ergattern, etwas erwidern zu können.

Wie schaffen wir es nun, ein wertschätzendes Gespräch ohne Vorurteile, Mitleid, Konkurrenz-Denken und Ego-Spielchen zu führen? Ich selbst habe dafür auch noch keine Zauberformel und bin aktuell selbst dabei, mehr Aufmerksamkeit auf meine individuellen Reaktionen zu richten.

Ein paar Gedanken – bzw. Ideen, die uns aber helfen könnten:

  • Ehrliches Interesse ist ein wichtiger Punkt. Nichts vorheucheln und sich ernsthaft dafür zu interessieren, was der Gesprächspartner zu erzählen hat.
  • Aktiv zuhören, ausreden lassen und nicht andauernd bewerten, was man eben gehört hat.
  • Ratschläge sind oft gut gemeint, aber ungefragt sollte man auch nicht permanent andere Menschen belehren und ihnen die persönliche Meinung – die ja in unserem kleinen Universum unsere ultimative Wahrheit ist – aufdrücken.

Viel Spaß beim nächsten Gespräch und all euren Beobachtungen, die ihr vornehmt 🙂

Bis bald. Eure Rox.

Foto Credit: Pixabay / ROverhate

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Der Kreislauf des Lebens

Du kennst sie bestimmt: Jene Phasen, in denen einfach alles läuft wie geschmiert. Wie ein Puzzle, das sich von alleine zu einem mächtigen Bild zusammenfügt. Jedes einzelne Puzzleteil findet seinen Partner wie von selbst, dem Magnetismus komplett ausgeliefert. Alles, was du tust, ist innezuhalten und zu genießen. Du vertraust auf dich und der Einzigartigkeit deines Lebens, souverän und vorausschauend blickst du in die Zukunft.

Yin bedingt Yang – Licht wiederum Schatten und der Tag braucht die Nacht. Auf jede Hochphase in deinem Leben folgt gewiss eine Zeit, in der dein Zug nicht gut auf der Spur liegt und sich holprig auf den Schienen vorwärts bewegt. Du bist froh, dass er dich zumindest von A nach B bringt und hoffst insgeheim auf bessere Zeiten.

Im Laufe unseres Lebens entgleisen wir einige Male, wir erleiden Verluste, verkraften Schicksalsschläge und lernen auch schmerzlich all jene Dinge im Leben zu akzeptieren, die wir aktiv nicht beeinflussen können. Wir stecken fest im Kreislauf – der Spirale des Lebens. Das Leben nimmt uns Menschen, schenkt uns manches Mal wiederum neue, die unser Leben bereichern und zu einem besseren Ort machen. Jobs werden uns genommen und der Kreislauf lässt uns danach wiederum in neue Herausforderungen hineinwachsen. Freundschaften aber auch Partnerschaften, sind oftmals nicht für immer, sie kommen und gehen. Das Leben verlangt von uns Flexibilität, Aktivität und Anpassungsfähigkeit.

Nun denn, wir sitzen alle im selben Boot oder aber auch im Zug, um der Metapher mit der Schiene treu zu bleiben 😉

Wer oder was bringt dich wieder in die Bahn, wenn dein Zug entgleist? (oder kurz davor ist)

Wer ist für dich da, wenn du an dir zweifelst und dir nicht sicher bist, ob du in die richtige Richtung fährst und du bisher die passenden Abzweigungen genommen hast?

  • Steh zu dir selbst und sei dir darüber im Klaren, was du willst und was dich glücklich macht.
  • Akzeptiere das Leben mit all seinen schönen und stürmischen Zeiten.
  • Umgib dich mit Menschen, die dich sein lassen, wie du bist.
  • Bringe Humor in dein Leben und nimm dich selbst nicht zu ernst.
  • Lerne ehrlich und wertschätzend zu kommunizieren. Unsere Egos zu kontrollieren, ist jedoch kein einfaches Unterfangen.

Wie bist du aktuell unterwegs? Hat dein Zug bereits Fahrt aufgenommen? Oder zögerst du noch?

Alles Liebe, eure Rox

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Willkommen und hereinspaziert?

Erst gestern, da war er bei mir und hat mich besucht. Und die woche davor, war er still und heimlich bei dir und du hast geflucht.

Unangekündigt und unhöflich empfand ich sein Kommen. Und fast unmöglich fand ich es ihm zu entkommen.

Als er seine Forderungen und Urteile los wurde, ist es unser Innerstes, das wir aufbäumen. Warum nicht ehrlich und direkt sein, reinen Tisch machen und mehr träumen?

Wenn wir verstehen und realisieren, wer oder was Stress ist, dann wird es uns möglich, ihm zu entrinnen. Haben wir verstanden, dass wir ihn oft selbst heraufbeschwören und zusätzlich nähren, dann können wir nur gewinnen.

Beim nächsten Mal, wenn er zu dir kommt, möchte ich, dass auch du ihn bemerkst und bekämpfst. Dein Lohn sind die Gelassenheit und die Ruhe, die du dadurch empfängst.

Alles Liebe wünsch ich euch ❤️ Rox

Foto Credit: Fam. Linsenbolz

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Wann finden wir die Balance?

„Balance is not something you find, it is something you create.“ Jana Kingsford

Da stand er, ein simpler Spruch in Verbindung mit einem Foto, das für mich eine große Portion Ruhe ausstrahlte. Mir schien, als hätte er nur darauf gewartet, von mir gelesen zu werden. Manchmal werden wir offenbar doch bewusst gefunden oder aber wir interpretieren die Dinge so, wie sie in unser Leben im aktuellen Moment passen.

Starten wir mal ganz vorne, was bedeutet Balance überhaupt für mich? Man könnte mit dem Wort „Gleichgewicht“ eigentlich die Schnittmenge zwischen dem Zu Viel und dem zu Wenig beschreiben. Somit also kurz gesagt ein Status der Zufriedenheit. Ich möchte sie finden und selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass man das Gefühl des Gleichgewichts nicht erzwingen oder herzaubern kann. Nun denn, dann ist es wohl so ähnlich wie mit der Liebe, die ja auch nicht plötzlich unangemeldet vor unserer Tür steht und uns erklärt, wie beschwerlich es war, uns zu finden. Daraus könnte man nun schließen, dass wir alle aktiv werden müssen. Aber ist es dann nicht doch ein erzwungener Zustand? Sollten wir nicht lieber einmal ein wenig die Kontrolle abgeben, um bei uns selbst ankommen zu können? Theoretisch ja, aber es lässt sich doch nicht so einfach beantworten. Ich möchte ein paar Gedanken mit euch teilen, und zwar jene, die ich als sehr wichtig erachte für ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben:

  • Denke gut. Und zwar über dich und auch über andere. Versuche den Hass hinter dir zu lassen.
  • Achte auf deinen Körper und deinen Geist: Dies beginnt bei dem Treibstoff, den du dir selbst zuführst, den Gedanken, die du dir tagtäglich machst und geht bis hin zu den Dingen, die du tust.
  • Nimm deine Bedürfnisse ernst und höre auf deine innere Stimme.
  • Lerne dich von Negativem zu distanzieren. Alles, was dir kein gutes Gefühl gibt, ist Gift für dich.
  • Stehe zu dir und sage Nein, wenn es das Gefühl ist, das in diesem Moment bei dir aufkommt.
  • Nimm nicht alles zu ernst und bringe Humor in dein Leben.

Wir finden unser Gleichgewicht, wenn wir lernen gut für uns zu sorgen und auf verschiedensten Ebenen für uns selbst Partei zu ergreifen. Lassen wir uns fließen, ohne zu reflektieren und ohne uns weiterzuentwickeln, driften wir oftmals ins Ungewisse ab. Oft ist es dann ein Sumpf aus Selbstmitleid, Neid, Unzufriedenheit und Zorn.

Ihr kennt ihn alle diesen einen Satz, der sich für mich eine Zeit lang sehr gehaltlos angehört hat: „Du bist für dein Leben selbst verantwortlich“ Doch zu verstehen, was diese Verantwortung genau für jeden Einzelnen bedeutet und wie es gelingt sein eigenes Seelenheil aufrechtzuerhalten, ist ein schwieriges Unterfangen.

Nun denn, dann versuchen wir auf der Balance zu reiten, wie ein Surfer, beim umbeständigen Wellengang. Gutes Gelingen 🙂

„Without balance, a life is no longer worth the effort.“ Olen Steinhauer

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/ un-perfekt

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Hörst du deinen Motor brummen?

Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag verfasst, in dem es um Rituale ging und deren Notwendigkeit. Nun musste ich feststellen, wie einfach sich all diese Tipps in der Theorie anhören und wie viel Geduld, Fingerspitzengefühl und Energie man letztendlich wirklich benötigt, um neue Routinen aus dem Boden zu stampfen und neue Rituale zu etablieren.

Definitiv kein leichtes Unterfangen, inmitten einer Pandemie einen neuen Job zu starten. Ein neues Kapitel in der Berufswelt aufzuschlagen, war bereits vor 2020 herausfordernd. Das eine ist die neue berufliche Reise, das andere sind die begleitenden Umstände: die neuen Abläufe, der neue Arbeitsweg, die neuen Arbeitszeiten, die neuen Kollegen, das neue Büro. Ganz schön viel ist „neu“ und wir müssen viel Energie aufwenden, um damit klar zu kommen. Eine neue ungewohnte Situation, die überfordert.

Mein „Business Motor“ stand sozusagen still für ca. 5 Monate. Das Auto stand zugedeckt in der Garage, immer bereit für den nächsten Einsatz, aber grundsätzlich bis auf Weiteres stillgelegt. Die letzten Wochen war ich vermehrt damit beschäftigt, potentiellen Arbeitgebern das stillgelegte Gefährt schmackhaft zu machen.

Anfang Juni war es nun so weit. Ich betrat die Garage und setzte mich zaghaft in den Wagen. Ich war überrascht, wie stark der Motor erklang, als ich den Schlüssel umdrehte. Nun denn, es war wohl wie Radfahren oder Schwimmen, man verlernte es nicht, richtig? Trotz alledem verspürte ich ein mulmiges Gefühl, die Ungewissheit kroch langsam aber sicher empor und machte sich bemerkbar. Ich nahm all meinen Mut zusammen und begab mich auf den mir gänzlich unbekannten Weg.

An folgendes möchte ich mich erinnern, um fokussiert bei mir bleiben zu können:

  • Gib dir Zeit und sei nicht zu streng zu dir
  • Vergiss deine Wünsche und dein Wohlbefinden nicht am Weg
  • Überfordere dich nicht – du kannst nicht alles auf einmal erledigen
  • Fokussiere dich und verliere dich nicht in To Dos
  • Sei geduldig
  • Lerne, dass du nicht alles kontrollieren kannst
  • Sei dankbar
  • Steh zu dir, du bist gut, so wie du bist
  • Gib dir den Raum, den du benötigst

Seid ihr auch gerade auf einer Reise und wo gehts bei euch hin?

Alles Liebe, Rox

Foto Credit: Pixabay RonPorter