Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Natur Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Bist du bereit für dein Farbenspiel?

Auf die Farbenvielfalt des Herbst freue ich mich immer wie ein kleines Kind, das sich auf Weihnachten freut und geduldig auf das Christkind wartet, und sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sein Wunsch erfüllt wird. Der Sommer und all seine Intensität und die Aktivität gehen langsam zu Ende. Wir verabschieden uns von lauen Sommerabenden, Festen, die wir feierten, der starken Sonne auf unserer Haut und den Cocktails, die wir mit freien Köpfen am Strand genossen haben. Wir heißen die Zeit willkommen, die uns in unser Inneres lockt und fordert, dass wir beginnen uns mit uns selbst zu beschäftigen. Sie fordert uns regelrecht dazu auf, uns selbst zu einem Projekt von oberster Priorität zu nominieren.

So sehr ich mich darauf gefreut habe, so sehr war ich in diesem Jahr enttäuscht, als ich merkte, dass ich noch nicht bereit war für den Umschwung, die Aktivität fallen zu lassen und mich mit meinem Innersten zu beschäftigen und die Wundpflaster von halb verschlossenen Wunden abzureißen. Für mich gab es kaum einen Übergang und nun fühle ich mich überfordert und unwohl. Wie gelingt es mir nun diesen Reflexionsprozess doch anzustoßen und passieren zu lassen?

Ich möchte mich selbst nicht überfordern und mir auch keinen zu motivierten Plan vornehmen, der mich dann letztendlich nur noch weiter stresst. Daher werde ich mich nur auf zwei Hebel konzentrieren, die ich aktuell noch zu wenig betätige und die in meinem Leben einiges positiv verändern könnten.

  1. Unsere Gedankenwelt ist der Rahmen, in dem wir uns Tag ein Tag aus bewegen. Denken wir täglich negativ, verwachsen wir langsam aber sicher mit unseren Gedanken und erbauen uns ein trostloses und düsteres Leben. Wir werden auch danach agieren und auch das ausstrahlen, was wir denken.
  2. Mehr bei mir zu sein und aufzuhören mich und mein Leben mit anderen zu vergleichen. Ich möchte endlich lernen zu akzeptieren, dass jeder Mensch sein Tempo hat und einzigartig ist und demnach auch einzigartige Beziehungen lebt. Vergleichen wir uns ständig mit Freunden, Bekannten oder gar Fremden zieht uns das runter, da wir in Gedanken dabei sind unser Leben klein zu reden. Zudem ignorieren wir die Positivität und Dankbarkeit und konzentrieren uns nur mehr darauf, was wir aktuell in unserem Leben noch nicht begrüßen dürfen.

Wusstet ihr, dass die Blätter sich im Herbst verfärben, weil die Sonne weniger strahlt und so das Grün aus dem Blatt verschwindet und als Resultat darauf die anderen Farben mehr strahlen dürfen? Forme ich diese Information nun in eine Metapher, kann das für mich und meine Situation nun folgendes bedeuten: Auch wenn unser Gehirn viel zu oft in Katastrophen denkt und sich in Negativität viel zu lange badet, ist es unsere Chance aktiv die Perspektive zu wechseln und somit eine Vielfalt an prächtigen und intensiven Farben zu entwickeln, die bereits lange in uns schlummerten und geduldig auf ihren Auftritt gewartet haben.

Alles Liebe,

eure Rox

Foto Credit: Photo by Jeremy Thomas on Unsplash

Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Laufen Natur poesie Selbstliebe Träume veränderung

Plötzlich bebt die Erde

Ich konnte es nicht fassen, wie lange sich diese 60 Sekunden ausdehnten. Die Zeit blieb in meiner Welt kurz stehen, mein Herz klopfte wie wild und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Stressreaktion auf Hochtouren! Kampf oder Flucht war somit die Frage? Mir war nach flüchten zu mute, möglich war es mir jedoch nicht. Nach dieser Minute tickte die Weltuhr zwar weiter, für mich existierte aber in der Blase, in der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand, keine Uhrzeit. Ich wollte die Zeit zurückdrehen, zu dem Moment, in dem alles in Ordnung war. Ich fühlte wie der Stuhl unter mir zu beben begann. Rund um mich herum zitterte und bebte alles. Der Boden unter meinen Füßen brach weg.
Und so entfernte ich mich immer weiter von der Realität – bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich angesprochen wurde, und gezwungen war gesellschaftlich mitzuspielen – „Es geht dir gut, lass dir bloß nichts anmerken und antworte höflich“.

Jede und jeder von uns hat diese niederschmetternden, ja „bebenden“ Situationen schon im Leben erlebt. Für mich kam es letzte Woche sehr unerwartet – nichts kündigt so eine Veränderung an und plötzlich steht sie vor dir und du sollst sie nett grüßen und zum Tee herein bitten? Wollte ich das im ersten Moment? Natürlich nicht! Am besten die Tür vor der Nase zuknallen und Vorhänge zuziehen.
Verschiedene Phasen werden in so einer Situation durchlaufen und meine erste Reaktion war Schock, dicht gefolgt von Trauer und Selbstmitleid.

Natürlich gibt es für die Heilung kein Geheimrezept und in vielen Situationen wird genau dieser Prozess Monate oder Jahre dauern. Gewisse einschneidende Erlebnisse wird man auch sein Leben lang nicht vergessen können, was nicht bedeutet, dass man es nicht verdauen und verarbeiten kann.

Aktuell helfen mir positive Gedanken und der Fokus auf die schönen kleinen Dinge im Alltag. Einen Fuß vor den anderen und in kleinen Schritten wieder meinen Weg aufnehmen. Dankbarkeit ist natürlich im ersten Moment ein konträrer Gedanke – „Warum sollte ich auch noch Danke sagen?“ aber oft hilft es mir aktiv eine andere Perspektive einzunehmen und mich zu fragen, ob es denn auch etwas sehr dick vergrabenes Positives an dieser Situation gab.

Jeden Tag etwas zu tun, das einem Spaß bringt und das eigene Herz höher schlagen lässt, ist auch ein guter Tipp, um sich selbst im Alltag ein wenig zu verwöhnen und aus dem negativen Gedankenkarussell auszubrechen – wenn es auch nicht immer gleich gut funktioniert und lange anhält, aber es wird besser.

Foto Credit: That_Soham/Pixabay

Kategorien
Gesundheit heimat Philosophie poesie schreiben selbstbestimmung selbstoptimierung Träume veränderung

Urlaubs-Modus on

Kennt ihr eure Urlaubs-Persönlichkeit? Fühlt ihr euch auch meist viel entspannter, flexibler, offener und losgelöster? Eigentlich wollte ich es nicht wahrhaben und auch ich habe oft genug Sätze, wie: „Man muss sich den Alltag auch so gestalten, dass man es zu Hause schön hat“ von mir gegeben. Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass der Alltag sich nicht täglich wie Folterei anfühlen sollte. Nach dem Aufwachen sollten wir uns auch nicht in einer Mini-Sekunde die Frage stellen, ob es sich lohnt aufzustehen, da der Tag ohnehin nichts Tolles für uns bereithält. Doch alles in allem ist der Alltag nun mal eines und zwar: alltäglich.

Klar, gesunde Routinen sind gut für uns und auch unser Gehirn ist ein großer Profiteur von unseren alltäglichen Routinen, da es nicht immer Entscheidungen treffen muss und es in gewohnten Bahnen denken kann. Doch wie so oft im Leben kommt es auch hier auf die Balance an. Ist das Gehirn stets auf Autopilot, wird es zu wenig gefordert und beginnt auch dann langsam zu verkümmern. Ab und an mal etwas machen, das wir selten oder noch nie gemacht haben, oder auch alltägliche Dinge einmal anders tun, setzt wieder neue Reize und holt uns aus dem altbewährten Autopiloten.

Auch aus diesem Grund bin ich anders im Urlaub – ich plane relativ wenig und lasse mich treiben – was passieren soll passiert und es wird kaum etwas erzwungen. Das ist dann doch ein ziemlich krasses Alternativprogramm zum ganz gewöhnlichen Alltag, der von Arbeit und anderen Verpflichtungen geprägt ist.
Ich bin nicht nur anders, ich fühle mich auch anders. Mehr mit mir im Reinen, alles in mir wieder stiller und plötzlich genieße ich Momente viel intensiver und fühle mich in Summe näher bei mir.

Warten auf den nächsten Urlaub möchte ich aber nun doch nicht bis sich mein Alter-Ego wieder zeigt – ich bin zuversichtlich, dass ich ein wenig Urlaubs-Personality auch in meinen Alltag bringen kann:

  • ab und zu mal auszubrechen, etwas Spontanes nach der Arbeit zu tun, was wir immer mal tun wollten
  • ein neues Hobby zu lernen, vielleicht als Gegenstück zu (in meinem Fall) Büroarbeit – etwas mit den Händen zu schaffen
  • den Alltag entschleunigen – ja manches muss sein, aber es muss auch nicht alles immer jetzt und sofort passieren. Auch Acht geben auf das Sozialleben, das wird oft vergessen, da es – wenn ausgelebt im Übermaß – auch zu einem Stressfaktor mutieren kann
  • am Tag ein paar Mal innezuhalten und achtsam den Moment genießen, können natürlich auch gerne Meditationen sein, die dann wiederum zu einer neuen Routine werden

Wie gehts euch damit? Ich bin neugierig, ob ihr noch mehr Tipps habt?

Bis dann, eure Rox

Foto Credit: Rox, Urlaub in Malta 2022

Kategorien
Gesundheit heimat Natur Philosophie poesie schreiben Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Das Zitat zum Wochenstart

Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nass.

Bob Marley
Foto Credit: Susnpics/Pixabay
Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Natur Philosophie poesie schreiben selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung veränderung

Weg mit Normen und Formen

Wie in den Formen im Bild abgebildet, wird uns bereits früh genug klar gemacht, in welchen Bahnen wir uns im Leben bewegen sollen und was gut und „richtig“ ist und wo wir besser nicht falsch abbiegen.

Früh werden wir mit Regeln konfrontiert. „Du musst“, „Hör auf“, „Das ist falsch“ „Nein, lass das“. Bereits im Kindesalter wird uns vorgeschrieben, was die Norm ist und wan man brav ist und wann nicht. Es sind keine Empfehlungen, sondern ganz klare Befehle und Regeln.

Was passiert dann? Wir passen uns an, wir möchten „gut“ sein, 100 Punkte erreichen und die Belohnung, die winken mag, abstauben. Wir funktionieren irgendwann nur mehr, uns uns das nächste Lob abzuholen, verbiegen uns und sind unserer Persönlichkeit nicht treu. Die Konsequenz daraus ist, dass wir es nicht gewohnt sind, hier und da mal anzuecken, gegen den Strom zu schwimmen und es anderen nicht immer Recht zu machen.

Wenn wir Glück haben, dann erreichen wir den Punkt im Leben, an dem es uns klar wird – wir haben den Aha-Moment, in dem uns klar wird, dass wir überangepasst sind und unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer dann verraten haben, wenn wir etwas getan haben, hinter dem wir nicht zur Gänze standen oder nur um jemand anders zufrieden zu stimmen.

Wie gehts nun weiter? Ich musste meinen individuellen Weg finden. Genau so wird es euch auch gehen. Sich komplett ins Gegenteil zu entwickeln, rumzulaufen und Menschen zu verletzen und nur mehr an die eigenen Bedürfnisse zu denken, kann auch nicht die Lösung sein.
Aber, ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass wir viel zu schnell agieren und reagieren, in dem wir zum Beispiel Antworten auf Fragen geben. Wir stressen uns fast in jeder Lebenslage und sind es gewohnt rasch aktiv zu werden.

Mehr in mich zu gehen und darauf zu achten, was sich für mich gut anfühlt und was eher nicht, ist ein sehr intensiver Prozess und er bringt mich auch oft in schwierigere Lagen, in denen ich ein „Nein“ formulieren oder so handeln muss, wie es nicht von mir erwartet wird. Es passiert dann, wenn wir mit Enttäuschungen umgehen müssen, und zwar jener Menschen, die uns nahe stehen. Genau das müssen wir auch wieder lernen. Wie bereits in der Einleitung geschildert, ist es jenes Verhalten, das uns von klein auf abtrainiert wurde – meistens wurde ja von unseren Eltern oder nahen Angehörigen bestimmt, was „gut“ war und belohnt wurde.
Was wir daher im Laufe unserer Kindheit und im Teenageralter verlernt haben, dürfen wir uns jetzt mit all der Zeit der Welt wieder erlernen, wir dürfen uns die Zeit nehmen, die wir benötigen, um uns wieder besser zu spüren und zu unseren Entscheidungen zu stehen.

Werde ein Herz oder ein Tannenbaum, wenn du das möchtest, oder jede beliebige Form, die du dir für dich und dein Leben vorstellen kannst.

Alles Liebe dabei, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/LMoonlight