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Ihr Gedanken, so kommet doch all

Sobald du dich aus dem Traumland entfernt hast, wach geworden bist und kurz auf den Wecker schaust, durchströmen dich bereits einige Gedanken: „Was, wenn ich einfach liegen bleibe?“ „Doofer Gedanke, ich muss jetzt los, sonst verpass ich noch den Zug.“ Die Jalousien werden nach oben gezogen und der nächste Gedanke steht in den Startlöchern: „Nebelig und finster, wie sehr hätte ich mir heute ein paar Sonnenstrahlen gewünscht.“ Die Morgenroutine ist meistens eine, die automatisch passiert, es wird nicht viel nachgedacht und jede Entscheidung, die getroffen werden müsste, nimmt uns unser Ritual ab. Schon während wir frühstücken, fließen sie weiter unsere Gedanken. Halten wir einen Moment inne, dann realisieren wir, welcher Natur sie meistens entstammen – Zweifel, Angst, Stress und Unsicherheit.

Mein Tag geht weiter und als ich mein Auto abschließe, schießt mir der nächste Gedanke ein: „Ich muss mich beeilen, 7 Minuten hab ich noch, sonst fährt der Zug ohne mich.“ Schnell noch die Maske aufsetzen und zum Zug hasten. Im Zug denke ich bereits an die Arbeit und die To-Dos, die mir bevorstehen. Ich befinde mich bereits 40 Minuten in der Zukunft und lasse es passieren, 40 Minuten meines Tages habe ich im Endeffekt verloren, ohne es zu merken. Und so schreitet mein Tag voran und auch auf der Arbeit befinde ich mich zeitweise mit den Gedanken bereits im Feierabend.

Am Weg nach Hause, beobachte ich meine Mitmenschen, wie sie ihre Social Media Apps durchscrollen. Zeitvertreib steht hoch im Kurs, immerhin hat doch jeder sein Smartphone in der Hand. Was sollten wir denn sonst tun? Miteinander sprechen? Sich anlächeln? Hört sich wohl für viele skurril an. Und so wurden uns wieder 40 Minuten unserer Lebenszeit abgezogen. Sind die eigenen Gedanken und das Beschäftigen mit uns selbst, denn wirklich so schlimm?

60.000 Gedanken denkt ein durchschnittlicher Mensch pro Tag. Diese Zahl ist schwer vorstellbar und plötzlich machen die Zeilen Sinn, die ich schon des Öfteren gelesen hatte – Negative Gedanken machen Menschen krank – man übt quasi Psychoterror an einem selbst aus.

Auch der Gedanke an diese 60.000 Gedanken hat mich nicht los gelassen 😉 Zuerst hab ich mich mit meinen Gedanken beschäftigt und deren Zusammensetzung – ich habe mich in einen durchschnittlichen Tag hineinversetzt. Die Gefühle, die bei mir vorherrschen: Stress und Vorausplanen. Viel zu oft bin ich bereits mit dem Kopf wo anders. Anschließend habe ich die Übung fortgesetzt und jene Aktivitäten niedergeschrieben, die mich nicht mehr an Gestern, aber auch nicht an Morgen denken lassen. Ich verliere die Zeit und genieße jede Sekunde – das sind jene Momente, in denen ich glücklich bin.

Möchte ich meine Gedanken abschalten und an nichts mehr denken?

Ja und dies sollte täglich für einen gewissen Zeitraum bei jedem von uns passieren und zwar bewusst herbeigeführt. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass wir den Großteil der 60.000 Gedanken brauchen (bestimmt nicht alle von ihnen), die uns pro Tag besuchen. Wichtig ist die Natur der Gedanken, wie viele davon sind positiv oder aber auch neutral und wie viele von ihnen bereiten uns die Hölle auf Erden?

Sie selbst steuern zu können, sie bewusst wahrzunehmen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und sie wiederum aber auch bewusst leise zu stellen, wenn mir danach ist, ist ein schönes Gefühl. Die Besuche unserer Gedanken können uns auch zu massiven Erkenntnissen führen und die Updates unserer Software anstoßen.

Im Wort „Gedanken“ steckt das Wort „Danke“ und ich bin dankbar für die innere Stimme, die mich lebendig macht – wir müssen nur die Überhand behalten und uns nicht Stück für Stück innerlich selbst verbrennen.

Bis dann, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay/StockSnap

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Blau + Gelb = Grün

In der Farblehre ist es eindeutig, mischt man beispielsweise Blau mit Gelb erhält man Grün. Es gibt kein Ausdiskutieren oder Hinausreden auf Ansichtssache. Mischt du bestimmte Farben miteinander erhältst du ein gewisses, sehr vorhersehbares Resultat – es ist wie das Amen im Gebet.

Der Gedankengang kam mir, als ich mich letzte Woche darüber geärgert hatte, wie sehr ich dieses Jahr überrascht wurde und wie schön es gewesen wäre, Vorwarnungen zu erhalten. Wie dem auch sei, vielleicht gab es sie und ich hab sie nicht bemerkt.

  • Warum kämpfen wir des Öfteren mit unserem sehr unvorhersehbarem Leben?
  • Warum kreuzen immer wieder Menschen unser Leben, die offenbar ihre eigene verdrehte Logik besitzen und uns mit ihren „interessanten“ Sichtweisen überraschen?

Wir lieben unsere Gewohnheiten und unsere Routine und genießen es auch bei all diesen Themen Herr oder Frau der Lage zu sein. Es gibt Momente, in denen wir ausbrechen möchten: einfach mal nichts planen und vorausdenken, einfach mal nicht zuallererst an andere denken und mal ruhigen Gewissens egoistisch sein zu können. Doch im Prinzip sind wir Gewohnheitstiere und werden ziemlich verärgert, wenn das Leben seinen eigenen individuellen Plan mit uns hat. Wie Spielfiguren werden wir oft „genötigt“ und in komplett neue Umgebungen gesetzt, ab und an dürfen wir unseren eigenen Kopf durchsetzen und uns selbst verwirklichen, aber bei vielen Themen wird plötzlich – wie von Geisterhand – eingegriffen. Es sind oft Wege, die wir bestimmt nie eingeschlagen hätten, die uns zu unserem wahren Ich oder näher an unsere Mitte heranführen. Gerade in diesem Jahr muss ich mich – auch jetzt noch beim Schreiben dieser Zeilen – davon überzeugen. Ich bin noch immer innerlich gekränkt und traurig, dass ich einige Prüfungen im Jahr 2020 absolvieren musste, deren Resultate mich sehr überrascht hatten.

Jeder von uns ist einzigartig – keiner gleicht dem anderen. Im Laufe unseres Lebens werden wir viele Gleichgesinnte treffen, aber auch Personen, die uns enttäuschen, verletzen und uns letztendlich zu einem anderen Menschen machen. Zu akzeptieren, dass mein Blau in den Augen jemand anderes ein Grün ist, ist nicht immer einfach.

  • Warum ist dein Glas halb leer während meines halb voll ist?
  • Warum bist du voller Hass und Neid gegen alles und jeden während ich mit offenen Armen und voller Erwartung im Leben stehe?
  • Warum ist deine Realität eine so kalte und von Egoismus geprägte während meine eine harmonische und barmherzige ist?

Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch Abzweigungen im Leben nimmt und damit auch Entscheidungen fällt. Wir können uns aktiv dafür entscheiden, sie zu akzeptieren, auch wenn sie uns missfallen. Oder doch stehen bleiben und die Menschen davon überzeugen, dass die von dir gewählte Abzweigung die richtige ist? Nein, denn sonst schreiten wir auf unserem Weg nicht voran und dort gibt es doch noch so viel zu entdecken.

Bis dann. Eure Rox!

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Zauberschuh simsalasics

Wieder einmal stehts mir bis oben, die Luft bleibt mir weg, ich hab das Gefühl in jeder Sekunde zu explodieren. Mein Blick erspäht meine bunten Asics, bereits in wenigen Sekunden bin ich angekleidet und bereit für den Lauf. Der Lauf – der alles vergessen lässt und der mir beim Abhaken und Runterkommen hilft. Was so dreckige Laufschuhe so alles vollbringen? Mit jedem Kilometer rücken die Problemchen weiter in den Hintergrund und auch für meine Lunge ist es eine Wohltat, dass ich wieder richtig durchatmen kann. Ich trabe mich in Trance, bis ich alles vergessen habe, na ja bis auf meinen Namen und Wohnort und auf ein paar andere Kleinigkeiten 😉 Meine Existenz zu vergessen würde mich dann doch wieder ärgern und dann wären wir wohl auch im klassischen Teufelskreis gefangen.

Doch läuft es wirklich so ab? Ich habe schon öfters von Bekannten und Freunden gehört, dass Läufer ja nur vor etwas davon laufen und sie doch eher mal nach dem tieferen Grund suchen sollten. Ist was Wahres dran frage ich mich?

  • Laufe ich vor meinen Problemen davon oder komm ich einer Lösung einen Schritt näher?
  • Verdränge ich und fressen sich die Gedanken ins Unterbewusstsein oder verarbeite ich dabei?
  • Könnte ich die Zeit womöglich sinnvoller nutzen?

Ich möchte dir erzählen, wie ich mich bei einem Lauf fühle und versuche mich mit recht bildhafter Sprache auszudrücken. Stell dir das Wohnzimmer der Flodders vor. *Simsalasics*

So, nun starte ich meinen Lauf – mit einem Gefühl als hätte ich entweder im Browser unzählige Tabs offen, die es zu schließen galt oder säße mitten im Wohnzimmer der Flodders verwirrt und unentschlossen, welchem Fleck des Chaos ich mich zuerst widmen soll: Der Hundescheiße am Boden oder doch eher den Essenresten am Tisch, auf denen sich bereits das Ungeziefer breit macht? Während meines Laufs beginne ich eine Strategie zu entwickeln, die mir dabei behilflich ist, das Chaos zu beseitigen. Ich beruhige mich und schiebe jegliches Stressgefühl von mir weg. Plötzlich geht mir alles leichter von der Hand. Von Kilometer zu Kilometer werde ich schneller im Aufräumen, fein säuberlich nehme ich mir jede Ecke des Wohnzimmers vor. Einiges erscheint mir nun doch nicht mehr so wichtig, das kann ich mir auch ruhig an einem anderen Tag vornehmen.

Es gab auch schon Läufe, in denen ich nicht im Wohnzimmer der Flodders saß, sondern mich in einem einsamen Haus wiederfand, indem es eine Tür gab, die definitiv geöffnet werden wollte. Es polterte und das klopfende Geräusch hinter der Tür wurde immer intensiver und fordernder. „Öffne die Tür“ – Durch die Steuerung meiner Gedanken konnte ich mich rasch von diesem Ort wegbewegen. Alles hat seine Zeit, nicht jede Tür muss sofort geöffnet werden, wir spüren es meistens, wenn wir dazu bereit sind.

Am Ende meiner Läufe stellt sich ein zufriedenes Gefühl ein. Die Pläne, die gefasst werden, die Strategien, die ich entwickle und die Entscheidungen, die getroffen werden, bedeuten, dass ich das Ruder in der Hand habe und mein Leben steuere. Oft genieße ich aber auch einfach die Ruhe während des Laufs, die Route mit all ihren Bildern wird abgespeichert und die Entspannung danach wird genossen.

Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten zauberhaften Lauf – simsalasics 🙂

Sollte unter meinen Lesern auch jemand sein, der dem Laufen verfallen ist, wäre ich froh über einen Austausch.

Bis dann, eure Rox.

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Hier kommt die Sonne

Über Monate vermehren sie sich, die dunklen Wolken, die deinen Himmel düster erscheinen lassen. Augenblicklich fühlst du dich in einer aussichtslosen Welt gefangen, in der du dich alleine gelassen fühlst. Für dich ist es unvorstellbar, dass die Sonne mit ihren starken, hellen Strahlen dabei behilflich sein könnte, die dunklen Wolken für dich zu beseitigen. Warum sollte gerade sie für dich kämpfen?

Und da passiert es, schleichend hilft sie dir, deinen Himmel neu zu sortieren. Eine Reinigung von all der Negativität, den schlechten Schwingungen und den hemmenden Gedanken, die dich im Kreis drehen lassen und dich am Weiterziehen hindern, passiert und plötzlich strahlt die Sonne so stark, dass du geblendet wirst und nichts anderes mehr wahrnehmen kannst.

Du gehst in dich und fühlst eine wohltuende Dankbarkeit aufsteigen, du bist dankbar für all die Menschen, die dir geholfen haben die Kraft deiner Sonne zu mobilisieren und stolz auf dich, dass du trotz der schweren Zeit stark und geduldig geblieben bist. Es ist okay, sich oftmals verloren oder schwach und ausgelaugt zu fühlen. Wir dürfen das Vertrauen in uns und unsere Sonne nicht verlieren, die oft ungeplant erscheint und uns zur Seite steht.

Bis bald,

Eure Rox

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My island of well-being

Bis vor einigen Wochen hab auch ich vieles für selbstverständlich gesehen, ich hatte meine Routinen entwickelt, hab zum Teil in den Tag hinein gelebt und viel zu selten Momente, die es im Nachhinein wert gewesen wären, richtig ausgekostet. Tja und dann kam Corona und Ausgangsbeschränkungen und plötzlich waren wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, durften unsere Liebsten nicht mehr sehen und unser soziales Leben wurde digital. Meine Abende sehen derzeit so aus, dass ich wie belämmert in mein Smartphone hineinlache um mich so mit meinen Freunden und meiner Familie auszutauschen.

Was ich für mich feststelle, ist, ich merke, was mir gut tut, mich bei klarem Verstand bleiben lässt und mich sowohl geistig als auch körperlich fit hält:

  • Die Ruhe der Natur: Ich liebe es am meisten neue Routen zu entdecken und Wälder laufend zu durchforsten
  • Das Laufen und auch die Weiterentwicklung in meinem Lieblingssport. Viele Turniere wurden storniert und das hat mir zum Teil den Ansporn oder kurzzeitig auch die Motivation genommen. Doch es dauerte nicht lange und der Schalter war wie umgedreht, ich möchte nun weitertrainieren und mich so konditionell weiterentwickeln als stünde der nächste Halbmarathon vor der Tür
  • Zeit für mich und für meine Gedanken: Yoga hilft mir abzuschalten und meinen Körper spüren zu lernen. Ich stelle aktuell noch fest, dass ich neue Routinen kreieren sollte, um eine gewisse Leichtigkeit in die Aktivität reinzubringen. Man sollte nicht das Gefühl haben, man müsste es heute machen sondern es ins eigene Leben integrieren
  • Auch das Lesen hilft mir in der jetzigen Zeit. Meine Amazon „Reading List“ wurde schon aufgestockt: um Biographien, Thriller oder auch Ratgeber – ich liebe es meinen Horizont zu erweitern, meine Fantasie mit den Geschichten aufleben zu lassen oder auch Neues zu lernen und mich weiterhin selbst zu „optimieren“

Ich bin der Meinung, dass die Macht der positiven Gedanken sehr unterschätzt wird, oft wird sie abgetan als „zu spirituell“ oder auch einfach nicht ernst genommen und belächelt. Die Situation, in der wir uns aktuell befinden, erleichtern wir uns wesentlich, indem wir eine positive Einstellung bewahren und großteils positive Gedanken hegen.

Ich hoffe, auch ihr entdeckt eure Insel der Glückseligkeit – achtet auf eure mentale Gesundheit.

Bis bald.

Eure Rox

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Planung und Kontrolle im Stillstand

Wie mir ging es bestimmt vielen  Menschen so. Zu Beginn des Jahres sind wir voller Tatendrang und sitzen mit offenen Kalendern mit Freunden zusammen und planen unsere nächsten Monate. In meinem Fall waren es Konzerte, Kurzurlaube, Kabaretts, natürlich diverse Feierlichkeiten mit der Familie und die obligatorischen Treffen mit meinen besten Freundinnen. Das ganz normale Leben eben! Tag ein, Tag aus, tun wir alle, was  wir möchten und wir gehen mit der enormen Freiheit um, wie wir es für richtig halten. An andere denken ist eher zur Seltenheit geworden. Mit Ellenbogen drängen wir uns durch die Gesellschaft und möchten immer besser und erfolgreicher als das Gegenüber sein.

Vor einer Woche sollte sich diese Einstellung und Haltung komplett ändern – der Härtefall für unsere Gesellschaft ist eingetreten. Plötzlich trifft es nicht einen anderen Kontinent, plötzlich tritt es in unser Leben und beschneidet auch unsere Freiheit. Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass Menschen beginnen von ihrem hohen Ross abzusteigen, lernen wieder an Andere zu denken und lassen Empathie aufkommen. Uns wird bewusst, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und auch wir nun Stellung zum Virus beziehen sollten. Wie verhalte ich mich? Wie richte ich mein Leben die nächsten Wochen aus? Wie steht es um meine Großeltern, werden sie das durchstehen?

Die derzeitige Situation beeinflusst sowohl unser Privat- als auch unser Berufsleben. Ich habe natürlich begonnen mehr mit meinen Freunden zu telefonieren und das Laufen gibt mir Halt und ein wenig Normalität. Das Laufevent, das in meiner alten Heimat stattgefunden hätte und auf das ich mich die letzten Wochen vorbereitet habe, wurde bereits abgesagt. Davon lasse ich mich nun nicht beirren, ich möchte weiter trainieren, so als würde ich den Halbmarathon doch in 4 Wochen laufen. Realistisch betrachtet, wird es schwache Momente geben, an denen ich mir ins Gewissen rede, dass ohnehin kein Bewerb anstehe und ich mal einen Gang zurückschalten könnte.

Auch mein Berufsleben hat die ersten 3 Tage unter der neuen Situation gelitten, Grenzen zwischen Privat und Beruf sind miteinander verschwommen und hat mir die Freude an meiner Freizeit genommen. Am 4. Tag hab ich mein Büro in ein anderes Zimmer verlegt und mich auch so gekleidet, als würde ich ins Büro fahren. Der Moment am Abend, in dem ich mir meine Jogginghose anwerfe, vermittelt mir nun zusätzlich das Gefühl ab sofort privat zu sein.

So viele Wochen hatte ich im Vorhinein geplant, doch das Leben ist dazwischen gekommen. Niemand hätte solche Einschnitte erwartet. Was diese Krise für Firmen, die Wirtschaft und eine Vielzahl an Menschen bedeutet, möchte ich mir im Detail gar nicht ausmalen.

Einstweilen versuche ich mir das Positive vor Augen zu halten. Indem wir unsere soziale Leben für etliche Wochen opfern, retten wir  Menschenleben. Auch die Umwelt kann wieder aufatmen und sich ein wenig von den Strapazen der letzten Jahrzehnte erholen. Man lernt sich wieder mehr mit sich und seinen Interessen zu beschäftigen.

Ganz spannend zu sehen, was wir machen, wenn wir plötzlich Zeit zu Hause haben und die sozialen Kontakte praktisch gleich 0 sind bzw. sich auf die Menschen beschränken, mit denen man zusammenlebt. Wir widmen uns jenen Dingen, die uns Spaß machen und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Ich habe heute Yoga gemacht, in Ruhe gekocht ohne andauernd auf die Uhr zu schauen, lange mit einer guten Freundin telefoniert und nun auch noch Zeit ein paar Zeilen und Gedanken niederzuschreiben. Wir haben wieder Zeit gewonnen für die nächsten Wochen, wer weiß was noch kommt, vielleicht lernen wir eine Sprache oder beginnen zu zeichnen? Trotz allem hoffe ich, dass sich die Lage in allen Ländern bald beruhigt, unsere Leben sich wieder normalisieren und wir uns danach bewusster durchs Leben bewegen.

Bis bald. Eure Rox

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Erzwungene Pause

Wir müssen ständig funktionieren und erreichbar sein, befinden uns kaum im Hier und Jetzt, sondern stecken gedanklich bereits im nächsten Termin oder im Erfüllen der nächsten Aufgabe. Wäre es ein Videospiel, stelle ich mir einen Pacman vor, der Aufgaben frisst – also eine Art „Task Achiever“ der beim Maul Aufreißen, die Aufgabe auf der Liste abhakt und somit erledigt. Am Ende hast du gewonnen, beziehungsweise du kannst dem Pacman zusehen, wie er ins Burnout läuft.

Ich sitze auf der Couch, bei einer Tasse Tee und guter Musik – meine Gedanken sind klar und ich versuche zu ergründen, warum es mich diesmal erwischt hat und ich buchstäblich an die Couch gefesselt bin. Natürlich hab ich mir plausible Antworten dafür gegeben, die sich auch logisch anhörten und sicher auch dazu beigetragen hatten, aber ganz ehrlich war ich wohl doch nicht gewesen.

  • Habe ich zuletzt immer NEIN gesagt, wenn ich eigentlich wollte?
  • Habe ich genügend Erholungen in den Alltag integriert und auf mein Bauchgefühl geachtet?

Ich kann es mit einem klaren „Ich bin mir nicht sicher“ beantworten und gerade, wenn wir Zweifel daran haben, ist meist etwas Wahres dran.

Auch Gedanken können uns schleichend vergiften, haben wir Zukunftsängste oder kreisen unsere Gedanken auch in unserer Freizeit immer um dasselbe Thema ist das auf Dauer energieraubend und kräftezehrend.

Wie geht es mir jetzt?

Ich jammere, weil ich wieder gesund werden möchte und wieder meinen Alltag genießen möchte. Die Zeit der „Nutzlosigkeit“ möchte ich beenden, meine jetzige Situation könnte man mit einem Snackautomaten vergleichen, an dem ein Schild mit „Out of Order“ angebracht ist.

Nein, ganz im Ernst, ich habe aufgehört mich selbst zu bemitleiden – es gibt wahrlich keinen Grund dazu – und begonnen die Pause auszukosten, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mein Netflix Abo voll zu nutzen und meinem Körper und Geist die Erholung zu gönnen.

Ich möchte zwar zukünftig selbst das „Out of Order“ Schild aushängen, aber wenn es zu meinem Besten ist, lass ich es auch einfach geschehen.

Bis bald, eure Rox.

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The feelings I have after a long run

Kristin Armstrong (US-Amerikanerin, ehem. Triathletin) sagte: “ I think I get addicted to the feelings associated with the end of a long run“ Als ich den Satz gelesen hatte, musste ich sofort innerlich nicken und zugegebenermaßen sie meint damit höchstwahrscheinlich viel längere Distanzen als ich, aber auch bei mir stellt sich nach ca. 15, 20 km (und oft auch schon davor) auch bereits ein sehr positives Gefühl nach dem Lauf ein:

  • Man fühlt sich nach der Laufeinheit beflügelt, wie auf Droge
  • Endorphine werden ausgeschüttet (hängt daher mit dem ersten Punkt zusammen)
  • Man fühlt sich fit und agil
  • Körper und Seele bilden eine Einheit, geben sich ein High Five und ziehen gemeinsam an einen Strang, so stelle ich es mir jedenfalls vor

Das sind natürlich nur einige der Vorteile, in einem älteren Post hatte ich ja bereits eine Dankesrede ans Laufen verfasst 😉 Hier nochmals zum Nachlesen: https://purplenotes.blog/2019/01/11/dankesrede-ans-laufen/

Beim Verfassen des Posts sitze ich im Zug am Weg in die Arbeit und bekomme sofort Lust meine Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen.

In den letzten Jahren hatte ich es zu einer angenehmen Gewohnheit werden lassen: Wann immer ich innerlich unruhig war, Stress auf der Arbeit oder privat hatte, vor einer großen Entscheidung stand oder einfach nur ein paar Kekse abtrainieren wollte, warf ich die Laufmontur an, band die Schuhe zu und startete mit meiner reinigenden Einheit.

Und bereits jetzt freue ich mich auf die nächsten Laufrunden, die bevorstehen, so groß kann der Schweinehund gar nicht sein, um mich überreden zu können 😉

Bis dann. Eure Rox

 

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Heute MUSS ich nicht

Struktur gibt uns oft Halt, sei es in der täglichen Routine im Privatleben oder im Job, wir benötigen sie, damit uns der Tagesablauf leichter von der Hand geht. Es gibt uns ein sicheres Gefühl, wenn wir die Kontrolle über das Geschehen behalten und meist zu 80% prophezeien können, was in welcher Form geschehen wird. Auch ich bin hier keine Ausnahme. Die goldene Mitte oder das oft herbei geträumte „Mittelding“ ist wie so oft das Ergebnis, das wir anstreben.

Meine letzten Wochen hatten zu viel von „Du musst“ und zu wenig von „Ich will“. Ich musste in der Arbeit Leistung erbringen, fokussiert sein und von Montag bis Freitag immer dasselbe Level an Qualität abliefern. Auch privat sollte ich verfügbar sein, meine sozialen Kontakte wollten gepflegt werden und zu guter Letzt erfüllten sich auch die lästigen Pflichten noch nicht von selbst. Die Wochenenden wurden dazu genutzt um Freunde und Familie zu besuchen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Die letzten Wochen hatte ich das Gefühl die Arbeitswoche hätte 6 Tage und das Wochenende hielt nur mehr einen Tag zum Abschalten bereit.

Wie ein kleines Kind auf Weihnachten hatte ich mich die letzten Wochen auf 4 Tage Italien gefreut. ENDLICH konnte ich 4 Tage machen, wonach mir der Sinn stand und es existierte kein Plan, keine Uhr und keine Verpflichtungen. Am allermeisten genoss ich, dass ich in den Tag hineinlebte und nicht wusste, wie spät es war und meistens auch nicht, was die nächsten Stunden passieren würde. Der Urlaub endete mit einem Abend, den wir tanzend in einem Club verbrachten – auch hier bemerkte ich, wie entladend und entspannend 3 Stunden tanzen sein können 🙂

Nun bin ich wieder im Alltag angekommen, ich verwende bewusst die Formulierung „stecke fest“ nicht, denn ich habe die letzten Tage reflektiert und festgestellt, wie schnell es geht, dass wir uns in Wochen wiederfinden – die wir zwar selbst gestalten können – die uns aber ziemlich schnell aus dem Ruder laufen können. Ich bin selbst für meine Wochen verantwortlich und wer hindert mich daran „NEIN“ zu sagen? Wer hindert mich daran mir einen entspannten Abend alleine zu gönnen? Niemand. Wir selbst stehen uns viel zu oft im Weg, wir möchten überall dabei sein, es jedem Recht machen und wundern uns, dass Körper und Seele bei dem Tempo irgendwann nicht mehr mithalten können.

Morgen werden ich den Tag mit einer Radrunde starten und danach spontan entscheiden, wonach mir der Sinn steht. 🙂

Bis bald. Eure Rox

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Power of the Pack – die Macht des Frauenrudels

Es ist ein Klischee und dieses bewahrheitet sich leider viel zu oft. Eine Gruppe von Frauen, die die Köpfe zusammenstecken und mit schneidenden Blicken ihr Opfer begutachten und es regelrecht in Gedanken zerfleischen. „Seht euch die an, die denkt doch sie wäre etwas Besseres“, das sind nur wenige der Sätze, die wir oberflächlich vor uns hin denken oder gar oft aussprechen. Warum müssen wir uns immer vergleichen und mit anderen messen? Warum müssen wir immer den Wettbewerbsgedanken mit uns tragen?

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass wir Frauen uns etwas Gutes tun, wenn wir uns gegenseitig ermutigen, Komplimente machen, zuhören und auch die jeweiligen Schwächen annehmen. Doch das war nicht immer so, vor etlichen Jahren hatte ich beruflich mit einer Frau zu tun, die nichts als Neid und Missgunst empfand und bei jeder Gelegenheit versuchte, mich schlecht dastehen zu lassen, wurde ich gelobt oder befördert, fand sie dafür nur abwertende Worte oder versuchte mich bei meinem damaligen Chef schlecht zu machen. Dieses Verhalten hat lange an mir genagt und mich unsicher werden lassen. Die Situation war neu für mich, da ich mich mit meinen Arbeitskollegen gut verstand und bei unterschiedlichen Meinungen immer meine diplomatischen Fähigkeiten anwandt. Ich verstand nicht, was sie gegen mich hatte und noch weniger verstand ich, warum sie nicht damit aufhörte mich fertig zu machen. Irgendwann ging mir ein Licht auf und ich realisierte, dass sie nur mit sich selbst unzufrieden war und unsicher, da war etwas an mir oder in meinem Leben, das sie gerne hätte und so äußerte sie ihren Unmut. Als ich damals gekündigt hatte, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt, mit ihr das Gespräch zu suchen und ihr meine Sicht der Dinge darzulegen, aber so schnell der Gedanke aufkam, so rasant war er auch wieder abgebogen – es hätte ja doch nichts gebracht, sie hätte es nicht verstanden und noch weniger zugegeben, dass ich Recht mit meiner Annahme hatte. Sie lief weiter mit ihrer Fassade durch die Gegend und das würde sie sicher nicht wegen eines Gesprächs mit mir aufgeben.

Heute sehe ich, wie ich mich fühle, wenn ich Lob oder konstruktives Feedback von Kolleginnen erhalte, an dem ich wachsen kann. Ich wiederum versuche es auch gleich zu tun. Auch im Privatleben sollten wir danach streben, die Schwester und die besten Freundinnen dicht bei uns zu halten. Lasst uns von einander lernen und lasst uns gemeinsam besser werden. Es ist doch viel schöner unsere Energie auf schöne Dinge zu richten 🙂

Bis bald.

Eure Rox.