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Don’t be pushed by your problems, be led by your dreams (Ralph Emmerson)

Ich blicke ihnen nach den Hochzeitsluftballons, ich sehe ihnen zu wie sie binnen weniger Sekunden immer höher aufsteigen und die angehängten Schilder mit den Glückwünschen sich immer weiter entfernen. In diesem Moment wir mir bewusst, dass es den meisten Menschen auch mit ihren Träumen so geht. Wenn wir alle kurz inne halten und in uns hinein hören: Wie vielen Luftballons haben wir schon wehmütig nachgesehen?

Ich versuche zu verstehen, aus welchen Gründen uns dies immer wieder passiert?

  • Zum Einen weil wir gewisse Träume nicht genug wollen und die Opfer daher auch nicht bringen möchten
  • Weil wir uns schwer tun zu riskieren und aus unserer Komfortzone heraustreten, wir könnten ja schweitern… Doch der wichtigste Punkte von allen ist meiner Meinung nach:
  • Wir sind im Hamsterrad namens Alltag gefangen und haben gelernt zu funktionieren, wir drehen immer wieder dieselben Runden, ohne zu hinterfragen, wofür.

Ich möchte mich dabei gar nicht selbst ausnehmen. Es ist schwer auszubrechen und auf seine innere Stimme zu hören, doch was wenn sie anfangs flüstert und nach geraumer Zeit immer lauter wird? Wenn wir nur öfter hinterfragen und in uns hinein hören, was könnten wir dann alles bewerkstelligen? Wie würde sich die Veränderung auf unseren Körper und unseren Geist auswirken? Wie können wir es ausprobieren? Gibt es einen harmloseren Weg dazu, sozusagen einen „Schnupperkurs“?

Ich starte klein und beginne mit Stunden, die ich nur mit mir verbringe um zu verstehen, woran ich Spaß habe und was ich so machen möchte, wenn ich einen ganzen Nachmittag einfach nur „frei“ habe.

Also vielleicht sollten wir die Luftballons nicht zu schnell fliegen lassen, bis wir uns im Klaren darüber sind, ob wir ihn wirklich gehen lassen wollen.

Eure Rox.

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Der eigene „Häutungsprozess“

Wir klopfen die letzten Schneeflocken des Winters von unseren Schultern, ein letzter Windstoß lässt uns innerlich frösteln, doch wir spüren es, der Winter ist vorbei und macht Platz für ein neues Kapitel in unserem Leben. Langsam erwachen wir wieder aus unserem Winterschlaf, wischen uns den Schlaf aus den Augen und spüren Stück für Stück die Energie zurückkehren.

Manchmal sehe ich es noch, mein altes Ich, viel zu oft höre ich im Alltag noch die allzu vertraute Stimme der letzten Monate, doch sie wird immer schwächer und innerlich hoffe ich, dass sie bald verstummen wird – sie, die pessimistische, energielose und lustlose Version von mir. Ich hatte eigentlich nicht vor, sie zu besiegen, ich habe die letzten Wochen und Monate gut mit ihr gelebt und habe auch nicht richtig mitbekommen, wie sie sich in mein Leben geschlichen hat. Plötzlich saß sie wohl wie ein ungebetener Gast am Esstisch und tat als wäre sie nie weggewesen. Ich gab ihr mehr oder weniger zu essen und nährte sie, indem ich mich viel zu oft treiben ließ und in negativen Gedanken schwelgte. Doch was ist passiert und wie fand dieser  Häutungsprozess statt?

  • Ich war viel bei mir selbst, auch in Gedanken, die letzten Laufeinheiten taten unheimlich gut und machten aus heiterem Himmel wieder Spaß
  • Ich hatte viele gute Gespräche mit Menschen, die ich nie mehr missen möchte und die mein Leben bereichern
  • In der Natur & in der Stille fand ich wieder mehr zu mir und schwächte somit die Stimme der pessimistischen Version von mir

Ich denke das Stichwort „Entschleunigung“ bringt es auf den Punkt. Viel zu oft sind wir im Alltag gestresst vom Leben, von den vielen Entscheidungen, die wir treffen müssen, von dem Planungs- und Freizeitstress, sowie dem Arbeitsstress, der bei fast allen schon dazu gehört und nicht mehr wegzudenken ist. Wir sind dauer-präsent und das lässt uns von Zeit zu Zeit komplett durchbrennen. Was ich lernen musste, wir müssen unser Leben selbst gestalten und dürfen nicht zulassen, dass andere Faktoren oder schwächere Versionen von uns Selbst am Steuer unseres Wagens sitzen, denn das kann gefährlich werden…

Gutes Gelingen und bis bald – Eure Rox.