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Warum sind meine Notizen eigentlich violett? (purplenotes)

Ich kann es kaum glauben, dass ich den Blog nun schon seit Mai 2017 betreibe. Begonnen hat er ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt, wir waren zu dritt und irgendwie hat er sich dann in mein Baby entwickelt. Lange habe ich drüber nachgedacht, warum ich ihn weiter betreiben möchte und was mein persönliches Ziel damit ist. Für mich ist es eine Art Tagebuch, ich verarbeite, was ich erlebe oder was mich beschäftigt. Daher habe ich auch rasch den Gedanken verbannt, den Blog zu bewerben und ihn aktiv zu promoten – zu viel Persönliches, das mich verletzlich macht, steckt da drin. Letztes Jahr habe ich mich für eine eigene Domain entschlossen und lange überlegt, wie ich ihn nenne, den Blog. Im Nachhinein hätte ich nicht lange überlegen müssen und der Name macht definitiv Sinn 😊 Purple = meine Lieblingsfarbe und Notes = tja, meine Gedanken, sozusagen Notizen davon.

Das neue Jahr hat begonnen und heute ist bereits der 8. Tag des neuen Jahrs und ich musste schockierender Weise feststellen, dass ich – obwohl ich es gerne tue – noch nie über das Schreiben an sich berichtet habe. Ich nutze zwar den Akt des Schreibens als Art Befreiungsschlag, werde hilfreiche, notwendige, aber auch lästige Gedanken für einen Moment los und es geht mir dadurch besser, aber wirklich gehuldigt habe ich dem Schreiben dafür nie. Somit möchte ich die nächsten Zeilen dafür verwenden.

Während meiner Laufrunde gestern habe ich mir die Frage gestellt, was ich mit „Purple Notes“ verbinde und ob der Blog auch noch im neuen Jahr für mich eine große Bedeutung hat.

  • Für mich bedeutet das Schreiben Magie, es sind nicht nur irgendwelche bedeutungslosen Wörter aneinandergereiht und auf ein Blatt Papier gekritzelt. Meist sind es Gefühle aus meinem tiefsten Inneren, oft sind es Zeilen oder Emotionen, derer ich mir noch gar nicht richtig bewusst gewesen bin und die erst durchs Niederschreiben für mich zur Realität werden. Es ist die Magie, meinen Geist zu reinigen.
  • Was für mich einerseits Magie bedeutet, bedeutet auf der anderen Seite – harte Realität. Oft stelle ich während ich schreibe fest, dass mich ein Thema nach wie vor belastet oder ich in Wahrheit auf meinem Weg gar noch nicht weiter bin und immer noch feststecke, verwirrt und ohne zu wissen, wo der Pfad für mich weiter verläuft.
  • Ich reflektiere sehr viel und bin mir höchstwahrscheinlich schon vielen Themen bewusst, bevor ich sie in einen Blogbeitrag verfasse. Dennoch tue ich das nicht mehr nur für mich. Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen Leser da draußen, zum Denken anrege oder inspiriere – es reicht mir aber auch vollkommen, wenn meine Beiträge einfach nur gerne gelesen werden.

Was bedeutet für euch das Schreiben und wie fühlt ihr euch währenddessen oder danach?

„Ich schreibe, weil ich nicht weiß, was ich denke, bis ich lese, was ich zu sagen habe.“ Flannery O’Connor

Bis dann, eure Rox

Bild: SamuelFrancisJohnson /pixabay

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My fall and rise of 2020

Foto Credit: Couleur / Pixabay

“We may stumble and fall but shall rise again; it should be enough if we did not run away from the battle.” Mahatma Gandhi

Wie viele unter uns zähle ich bereits die Tage – 3 sind es noch bis 2020 für immer seine Augen schließt. Ich kann es kaum erwarten, die 12 Monate hinter mir zu lassen und voller Hoffnung und Energie ins neue Jahr zu schreiten. Es war gewiss nicht mein Jahr, war es doch mein schlimmstes bisher. Der Großteil meines Jahres war geprägt von Abschied und Akzeptanz hat den letzten Monaten noch ein bisschen Würze verliehen. Veränderung, Trauer, Verlust – es waren durchwegs starke Emotionen, die meine bisher recht sichere Zufluchtsstätte – mein inneres Haus – zum Einstürzen gebracht hatten.

Voller Zuversicht und Hoffnung bin ich ins Jahr 2020 gestartet. Im Januar hatte ich mich noch gegen eine Geburtstagsfeier entschieden – im Nachhinein wohl schon der erste Fehler, den ich im neuen Jahr begangen hatte. Februar und März waren jene Monate, in denen Corona langsam in unsere Leben schlich. Nicht annähernd hätte ich mir damals erwartet, dass der Virus uns das gesamte Jahr an der Backe klebt und wir ihn auch Ende des Jahres noch immer nicht abschütteln können. Es war März als sich der Gesundheitszustand meiner Oma rapide verschlechterte.

Die darauffolgenden drei Monate haben mir wohl alles abverlangt. Ich war für meine Oma stark und habe ihr auf ihrem letzten Weg die Hand gehalten und sie begleitet. Denke ich heute zurück, füllen sich meine Augen mit Tränen, ich bin so glücklich, dass ich ihr all die Worte, die aus meinem tiefsten Inneren stammten, zum Abschied sagen konnte. Mitte Mai hat sich mein Leben neu geordnet – mein inneres Haus, das bisher gewackelt hatte und instabil stand, war eingestürzt.

Als ich gefühlte Wochen später unter den Trümmern begraben, aufwachte, fühlte ich mich wie erschlagen. Mein Kopf brummte und hämmerte und als ich mich umsah, gab es nicht viel, das ich erkannte. Rückblickend gab es nichts, was mir half. Wie so oft im Leben war etwas passiert, das einen Stein ins Rollen brachte: Menschen hatten ihr wahres Gesicht gezeigt, Fassaden waren gefallen und plötzlich konnte ich deren Fratzen sehen. Auch ein wenig Wehmut kam manches Mal auf, ich wollte sie hätten weiterhin ihre Masken an und all das wäre nie passiert. Wenn Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, und du ganz still bist, dann hörst du ihn – den Signalton. Du hast es verstanden und kennst nun die Wahrheit. Du bist im nächsten Level angekommen.

Den Sommer war ich mit dem Neuaufbau meines Hauses beschäftigt, doch bevor ich das machen konnte, wurde vieles von mir in Frage gestellt – brauche ich ein Haus? Wenn ja, welches Haus? Bin ich bereit für einen Neuanfang und warum fällt es so schwer endlich loszulassen und mich neu zu formen? Viele Helfer waren es nicht, die mich begleitet hatten, doch es waren immer dieselben, die mir bei Tag und Nacht zur Seite standen. Ich bin in diesem Jahr durch meine persönliche Hölle gegangen und für jeden meinen Begleiter dankbar. Danke, dass es dich gibt und ich drücke dich in Gedanken.

Die Tage wurden kürzer und dunkler und – gerechnet hatte ich nicht damit – aber mein Gemüt wurde positiver und mein Innenleben heller. Mein Haus stand kurz vor der Fertigstellung, ich war zufrieden und finde sogar, dass es meiner Persönlichkeit nun mehr entspricht.

Ich bin mir noch nicht sicher, wann ich für die Schlüsselübergabe bereit bin, sie wird wohl irgendwann im neuen Jahr stattfinden – ich freue mich darauf.

Bis dann, eure Rox

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Ihr Gedanken, so kommet doch all

Sobald du dich aus dem Traumland entfernt hast, wach geworden bist und kurz auf den Wecker schaust, durchströmen dich bereits einige Gedanken: „Was, wenn ich einfach liegen bleibe?“ „Doofer Gedanke, ich muss jetzt los, sonst verpass ich noch den Zug.“ Die Jalousien werden nach oben gezogen und der nächste Gedanke steht in den Startlöchern: „Nebelig und finster, wie sehr hätte ich mir heute ein paar Sonnenstrahlen gewünscht.“ Die Morgenroutine ist meistens eine, die automatisch passiert, es wird nicht viel nachgedacht und jede Entscheidung, die getroffen werden müsste, nimmt uns unser Ritual ab. Schon während wir frühstücken, fließen sie weiter unsere Gedanken. Halten wir einen Moment inne, dann realisieren wir, welcher Natur sie meistens entstammen – Zweifel, Angst, Stress und Unsicherheit.

Mein Tag geht weiter und als ich mein Auto abschließe, schießt mir der nächste Gedanke ein: „Ich muss mich beeilen, 7 Minuten hab ich noch, sonst fährt der Zug ohne mich.“ Schnell noch die Maske aufsetzen und zum Zug hasten. Im Zug denke ich bereits an die Arbeit und die To-Dos, die mir bevorstehen. Ich befinde mich bereits 40 Minuten in der Zukunft und lasse es passieren, 40 Minuten meines Tages habe ich im Endeffekt verloren, ohne es zu merken. Und so schreitet mein Tag voran und auch auf der Arbeit befinde ich mich zeitweise mit den Gedanken bereits im Feierabend.

Am Weg nach Hause, beobachte ich meine Mitmenschen, wie sie ihre Social Media Apps durchscrollen. Zeitvertreib steht hoch im Kurs, immerhin hat doch jeder sein Smartphone in der Hand. Was sollten wir denn sonst tun? Miteinander sprechen? Sich anlächeln? Hört sich wohl für viele skurril an. Und so wurden uns wieder 40 Minuten unserer Lebenszeit abgezogen. Sind die eigenen Gedanken und das Beschäftigen mit uns selbst, denn wirklich so schlimm?

60.000 Gedanken denkt ein durchschnittlicher Mensch pro Tag. Diese Zahl ist schwer vorstellbar und plötzlich machen die Zeilen Sinn, die ich schon des Öfteren gelesen hatte – Negative Gedanken machen Menschen krank – man übt quasi Psychoterror an einem selbst aus.

Auch der Gedanke an diese 60.000 Gedanken hat mich nicht los gelassen 😉 Zuerst hab ich mich mit meinen Gedanken beschäftigt und deren Zusammensetzung – ich habe mich in einen durchschnittlichen Tag hineinversetzt. Die Gefühle, die bei mir vorherrschen: Stress und Vorausplanen. Viel zu oft bin ich bereits mit dem Kopf wo anders. Anschließend habe ich die Übung fortgesetzt und jene Aktivitäten niedergeschrieben, die mich nicht mehr an Gestern, aber auch nicht an Morgen denken lassen. Ich verliere die Zeit und genieße jede Sekunde – das sind jene Momente, in denen ich glücklich bin.

Möchte ich meine Gedanken abschalten und an nichts mehr denken?

Ja und dies sollte täglich für einen gewissen Zeitraum bei jedem von uns passieren und zwar bewusst herbeigeführt. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass wir den Großteil der 60.000 Gedanken brauchen (bestimmt nicht alle von ihnen), die uns pro Tag besuchen. Wichtig ist die Natur der Gedanken, wie viele davon sind positiv oder aber auch neutral und wie viele von ihnen bereiten uns die Hölle auf Erden?

Sie selbst steuern zu können, sie bewusst wahrzunehmen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und sie wiederum aber auch bewusst leise zu stellen, wenn mir danach ist, ist ein schönes Gefühl. Die Besuche unserer Gedanken können uns auch zu massiven Erkenntnissen führen und die Updates unserer Software anstoßen.

Im Wort „Gedanken“ steckt das Wort „Danke“ und ich bin dankbar für die innere Stimme, die mich lebendig macht – wir müssen nur die Überhand behalten und uns nicht Stück für Stück innerlich selbst verbrennen.

Bis dann, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay/StockSnap

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Blau + Gelb = Grün

In der Farblehre ist es eindeutig, mischt man beispielsweise Blau mit Gelb erhält man Grün. Es gibt kein Ausdiskutieren oder Hinausreden auf Ansichtssache. Mischt du bestimmte Farben miteinander erhältst du ein gewisses, sehr vorhersehbares Resultat – es ist wie das Amen im Gebet.

Der Gedankengang kam mir, als ich mich letzte Woche darüber geärgert hatte, wie sehr ich dieses Jahr überrascht wurde und wie schön es gewesen wäre, Vorwarnungen zu erhalten. Wie dem auch sei, vielleicht gab es sie und ich hab sie nicht bemerkt.

  • Warum kämpfen wir des Öfteren mit unserem sehr unvorhersehbarem Leben?
  • Warum kreuzen immer wieder Menschen unser Leben, die offenbar ihre eigene verdrehte Logik besitzen und uns mit ihren „interessanten“ Sichtweisen überraschen?

Wir lieben unsere Gewohnheiten und unsere Routine und genießen es auch bei all diesen Themen Herr oder Frau der Lage zu sein. Es gibt Momente, in denen wir ausbrechen möchten: einfach mal nichts planen und vorausdenken, einfach mal nicht zuallererst an andere denken und mal ruhigen Gewissens egoistisch sein zu können. Doch im Prinzip sind wir Gewohnheitstiere und werden ziemlich verärgert, wenn das Leben seinen eigenen individuellen Plan mit uns hat. Wie Spielfiguren werden wir oft „genötigt“ und in komplett neue Umgebungen gesetzt, ab und an dürfen wir unseren eigenen Kopf durchsetzen und uns selbst verwirklichen, aber bei vielen Themen wird plötzlich – wie von Geisterhand – eingegriffen. Es sind oft Wege, die wir bestimmt nie eingeschlagen hätten, die uns zu unserem wahren Ich oder näher an unsere Mitte heranführen. Gerade in diesem Jahr muss ich mich – auch jetzt noch beim Schreiben dieser Zeilen – davon überzeugen. Ich bin noch immer innerlich gekränkt und traurig, dass ich einige Prüfungen im Jahr 2020 absolvieren musste, deren Resultate mich sehr überrascht hatten.

Jeder von uns ist einzigartig – keiner gleicht dem anderen. Im Laufe unseres Lebens werden wir viele Gleichgesinnte treffen, aber auch Personen, die uns enttäuschen, verletzen und uns letztendlich zu einem anderen Menschen machen. Zu akzeptieren, dass mein Blau in den Augen jemand anderes ein Grün ist, ist nicht immer einfach.

  • Warum ist dein Glas halb leer während meines halb voll ist?
  • Warum bist du voller Hass und Neid gegen alles und jeden während ich mit offenen Armen und voller Erwartung im Leben stehe?
  • Warum ist deine Realität eine so kalte und von Egoismus geprägte während meine eine harmonische und barmherzige ist?

Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch Abzweigungen im Leben nimmt und damit auch Entscheidungen fällt. Wir können uns aktiv dafür entscheiden, sie zu akzeptieren, auch wenn sie uns missfallen. Oder doch stehen bleiben und die Menschen davon überzeugen, dass die von dir gewählte Abzweigung die richtige ist? Nein, denn sonst schreiten wir auf unserem Weg nicht voran und dort gibt es doch noch so viel zu entdecken.

Bis dann. Eure Rox!

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Zauberschuh simsalasics

Wieder einmal stehts mir bis oben, die Luft bleibt mir weg, ich hab das Gefühl in jeder Sekunde zu explodieren. Mein Blick erspäht meine bunten Asics, bereits in wenigen Sekunden bin ich angekleidet und bereit für den Lauf. Der Lauf – der alles vergessen lässt und der mir beim Abhaken und Runterkommen hilft. Was so dreckige Laufschuhe so alles vollbringen? Mit jedem Kilometer rücken die Problemchen weiter in den Hintergrund und auch für meine Lunge ist es eine Wohltat, dass ich wieder richtig durchatmen kann. Ich trabe mich in Trance, bis ich alles vergessen habe, na ja bis auf meinen Namen und Wohnort und auf ein paar andere Kleinigkeiten 😉 Meine Existenz zu vergessen würde mich dann doch wieder ärgern und dann wären wir wohl auch im klassischen Teufelskreis gefangen.

Doch läuft es wirklich so ab? Ich habe schon öfters von Bekannten und Freunden gehört, dass Läufer ja nur vor etwas davon laufen und sie doch eher mal nach dem tieferen Grund suchen sollten. Ist was Wahres dran frage ich mich?

  • Laufe ich vor meinen Problemen davon oder komm ich einer Lösung einen Schritt näher?
  • Verdränge ich und fressen sich die Gedanken ins Unterbewusstsein oder verarbeite ich dabei?
  • Könnte ich die Zeit womöglich sinnvoller nutzen?

Ich möchte dir erzählen, wie ich mich bei einem Lauf fühle und versuche mich mit recht bildhafter Sprache auszudrücken. Stell dir das Wohnzimmer der Flodders vor. *Simsalasics*

So, nun starte ich meinen Lauf – mit einem Gefühl als hätte ich entweder im Browser unzählige Tabs offen, die es zu schließen galt oder säße mitten im Wohnzimmer der Flodders verwirrt und unentschlossen, welchem Fleck des Chaos ich mich zuerst widmen soll: Der Hundescheiße am Boden oder doch eher den Essenresten am Tisch, auf denen sich bereits das Ungeziefer breit macht? Während meines Laufs beginne ich eine Strategie zu entwickeln, die mir dabei behilflich ist, das Chaos zu beseitigen. Ich beruhige mich und schiebe jegliches Stressgefühl von mir weg. Plötzlich geht mir alles leichter von der Hand. Von Kilometer zu Kilometer werde ich schneller im Aufräumen, fein säuberlich nehme ich mir jede Ecke des Wohnzimmers vor. Einiges erscheint mir nun doch nicht mehr so wichtig, das kann ich mir auch ruhig an einem anderen Tag vornehmen.

Es gab auch schon Läufe, in denen ich nicht im Wohnzimmer der Flodders saß, sondern mich in einem einsamen Haus wiederfand, indem es eine Tür gab, die definitiv geöffnet werden wollte. Es polterte und das klopfende Geräusch hinter der Tür wurde immer intensiver und fordernder. „Öffne die Tür“ – Durch die Steuerung meiner Gedanken konnte ich mich rasch von diesem Ort wegbewegen. Alles hat seine Zeit, nicht jede Tür muss sofort geöffnet werden, wir spüren es meistens, wenn wir dazu bereit sind.

Am Ende meiner Läufe stellt sich ein zufriedenes Gefühl ein. Die Pläne, die gefasst werden, die Strategien, die ich entwickle und die Entscheidungen, die getroffen werden, bedeuten, dass ich das Ruder in der Hand habe und mein Leben steuere. Oft genieße ich aber auch einfach die Ruhe während des Laufs, die Route mit all ihren Bildern wird abgespeichert und die Entspannung danach wird genossen.

Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten zauberhaften Lauf – simsalasics 🙂

Sollte unter meinen Lesern auch jemand sein, der dem Laufen verfallen ist, wäre ich froh über einen Austausch.

Bis dann, eure Rox.

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The outstanding blogger award

Nominated by Sovely (murmelmeister.com)

My posts are normally written in German but I do my best to write in a proper English 😉 I’ve been writing quite some time now and for a long time I had the feeling to be writing just to myself like doing weekly journaling.

It feels good to be seen and to receive positive words by other bloggers, it lifts all of us – we share mutual admiration – we share the love for words and express our deepest thoughts by using them. Sovely, thanks for reading my posts and for your nomination ❤

Your questions are very tough I have to admit. Without thinking a lot I answered to your 7 questions.

  • If there is anything transcendental existing, what is it you believe in?

I actually started googling the word to be 100% sure with my answer. I don’t want to say I believe that ghosts exist but I do think that the souls of people don’t vanish and don’t cease to exist. Thinking that way gives me a better feeling.

  • What is the perfect gift?

To me the perfect gift is not something a person buys, the perfect gift is a compliment someone gives me, it’s sharing laughter with a soulmate, it’s having strength in me and expressing it. The perfect gift to me for example are my weekly runs to process the thoughts in my head.

  • Which favorite tradition do you like to hold on to?

I would not actually say it’s a tradition, maybe it’s a routine – I like starting my weekend with me, my running shoes and nature 😊 It’s the best way to start a weekend and it always helped me to get stronger mentally.

  • Somewhere over the rainbow you find…?!

flower meadow and birdsong

  • What’s your favorite time of the year?

I know it sounds like a cliché but I love spring and autumn. I feel that I have missed this year’s autumn and all its colours.

  • Please describe „the right combination“ from your perspective!?

The right combination is harmony, good feeling, no negative feelings, no doubt – simply creating a unity.

  • Which kind of shoes do you prefer and why?

At the moment my white sneakers but this can change 😊 I love my running shoes, I feel free, natural and authentic when wearing them. It’s like expressing the real Me.

MY NOMINEES ARE:

( I read a lot good stuff, those are just a hand full of bloggers that first came to my mind, thanks for your work and the stories you share with us)

MY QUESTIONS ARE:

  • When do you feel „just“ happy?
  • What was this year’s challenge for you and your life?
  • What makes a person“real“ in your eyes?
  • How do you react when hearing your favourite song?
  • What makes you angry?
  • How is the person you admire most like?
  • When did you last have a laughing fit and why?

THE RULES OF THE OUTSTANDING BLOGGER AWARD:

  • Provide the link to the creator’s original award post, (very important: see why in last step)
  • Answer the questions provided
  • Create 7 unique questions
  • Nominate 10 bloggers. Ensure that they are aware of their nomination. Neither the award’s creator, nor the blogger that nominated you can be nominated
  • At the end of 2020, every blog that ping-backs the creator’s original post will be entered to win the 2020 Outstanding Blogger Award!..
  • This award was created by Colton Beckwith originally…

All the best, we read each other, your’s Rox.

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Wann wurdest du zuletzt umgetopft?

Als hätten sie plötzlich zu schreien begonnen, so hatte ich den Anschein Sonntagmorgen. Meine Yucca stand schief und hielt sich nur noch schwer auf den „Beinen“. Auch der Glücksfeder wurde es immer enger in dem ihr vorgesehenen Topf, die Wurzeln ragten schon aus der Erde hervor und sie hatte keine Ahnung mehr, wie sie sich ausreichend Platz machen konnte. Mir schien, sie lebte zwar in der Umgebung, die ich für sie vorgesehen hatte, doch mehr schlecht als recht und es war es ihr unmöglich mich wissen zu lassen, dass sie bereit war. Sie war bereit für mehr Raum, mehr Freiheit – die Wurzeln waren gewachsen, sie war stark genug einen größeren Topf zu füllen.

So begann ich Schritt für Schritt den Umtopf-Prozess in Gang zu setzen. Als ich mit der Yucca begann, war ich verblüfft, wie stark die Wurzeln gewachsen waren. Sie war bereit für das nächste Level und ich hatte es ihr nicht zugestanden. Sie wollte weiterwachsen, doch wurde sie daran gehindert. Auch bei der Glücksfeder war es ähnlich, ich musste sie wortwörtlich aus dem Topf schneiden, die Wurzeln steckten so massiv fest, dass es unmöglich war, mit bloßen Händen die Pflanze zu befreien.

Des Öfteren bringen mich die alltäglichen Dinge des Lebens dazu, über das Leben an sich nachzudenken.

  1. Welche Zeiten lassen unsere Wurzeln wachsen?
  2. In welchen Zeiten werden wir stärker?
  3. Und wann wird es wiederum Zeit ans Umtopfen zu denken?

Es gibt Momente, in denen unsere Umgebung nicht mehr zu unserem Ich passt. Wir wachsen und unsere Umgebung lernt nicht damit umzugehen oder wir möchten uns nicht mehr anpassen und sehnen uns nach Freiheit.

Ich habe versucht die 3 Fragen für mich zu beantworten. Gerade dieses Jahr hat mir geholfen zu wachsen. Klar, es war ein sehr nervenaufreibendes und emotionales Jahr für mich, aber es hat mich ein stückweit mehr zu mir geführt und ich habe gelernt mir und meinen Entscheidungen Vertrauen zu schenken. Und ja, es sind leider wirklich die harten Momente und Situationen im Leben, die uns zu mehr Wachstum verhelfen und uns stärker werden lassen. Damit meine ich nicht, dass wir zermürben und resignieren, sondern stärker werden. Es hängt immer davon ab, wie wir mit den Situationen umgehen, die uns geboten werden und zwar den Teil davon, den wir auch selbst beeinflussen und steuern können.

Ich möchte den bildlichen Vergleich gern für mich zu Ende führen: Ich bin in das Jahr 2020 eingestiegen, in einen mir vertrauten Übertopf, er passte zu mir und meine Wurzeln hatten genug Platz. An ein Umtopfen wollte und musste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht denken. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers habe ich begonnen meine Stabilität zu verlieren, ich fühlte mich in meiner Umgebung nicht mehr wohl. Ich begann im Stillen zu schreien und um Hilfe zu flehen. Bald stellte ich fest, dass ich mir in dieser Situation nur selbst helfen konnte. Lebensentscheidungen, die mein Leben betreffen und mit meinem Seelenheil zu tun haben, können nicht abgegeben werden. So begann ich meinen Umtopf-Prozess und ich würde noch nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich mich in meinem neuen Topf schon sehr wohl fühle, er ist mir gefühlt noch immer zu groß, aber es wird passieren und zwar ohne dass ich es bemerke und der Topf wird mein Zuhause – bis es wieder Zeit wird, weiterzuziehen.

Eure Rox ❤

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Wochen & Tage zählen

Durch die dunklen Straßen ziehen. Sie sind leer gefegt, verlassen und kein Leben wohnt in ihnen.

Menschen, die mir begegnen, wirken blutleer, energielos, ausgelaugt, gestresst und traurig. Was mir auffällt, Blickkontakt mit mir wird vermieden. Warum verstehe ich nicht. Verzweifelt starre ich den Menschen entgegen, in der Hoffnung Mitgefühl oder Wärme zu ernten.

Für vieles werde ich dieses Jahr verantwortlich gemacht, vielleicht standen einfach die Sterne schlecht, nichts davon hatte Spaß gemacht. Wenn ich es doch nur erklären könnte.

Wie es mein Herz zum Lachen bringt, Menschen zu sehen, die glücklich sind. Menschen, die sich umarmen, lachen, küssen und die gemeinsame Nähe und Verbundenheit genießen. Menschen ausgelassen tanzen oder feiern sehen, war eines der Dinge, die ich leider dieses Jahr kaum zu Gesicht bekommen hatte. Stattdessen blickte ich zum Teil in einsame, traurige Gesichter jener Menschen, die von Existenzängsten begleitet wurden. Die große finanzielle, aber auch psychische Not zu sehen, schmerzt unheimlich. Nichts würde ich mir mehr wünschen, als wenn der Spuk vorbei wäre. Kein schönes Gefühl, wenn bereits die Tage bis zum Jahresende gezählt werden.

Als das Jahr 2020 wünsche ich mir im nächsten Jahr, Momente voller Freude, Erleichterung und schöner Erlebnisse. Nähe und Verbundenheit soll wieder etwas Kostbares sein dürfen.

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Schätzt du auch den Wert?

Du kannst den Wert eines kostbaren Gegenstandes schätzen. Viele Faktoren würdest du dazu heranziehen, um einen möglichst realistischen Wert nennen zu können. Den Wert eines Menschen zu bestimmen, ist schier unmöglich, wir bestehen aus Fleisch und Blut, tragen eine Seele in uns, uns eine Preismarke umzuhängen, erinnert an Sklaverei und ist kurzgesagt unmenschlich.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie oft du Menschen zeigst, wie wertvoll sie für dich sind? In welcher Form schätzt du den Wert deiner Liebsten?

Je älter ich werde, umso wichtiger ist mir Verständnis, aktives Zuhören und Kommunikation. In der heutigen Zeit, bei deinem Gegenüber voll da zu sein, ohne Ablenkungen ist sehr kostbar und selten geworden. Jemandem volle Aufmerksamkeit zu schenken und respektvoll miteinander umzugehen – das bedeutet für mich pure Wertschätzung.

Eine Blume muss gegossen werden und so sehe ich meine Liebsten – wie mein ganz persönliches Blumenbeet, an dem ich mich Tag ein Tag aus erfreue. Doch ohne Pflege nimmt die Freude ab und das Beet schrumpft nach und nach.

Hast du dir auch umgekehrt schon einmal die Frage gestellt, wie du von deinen Mitmenschen behandelt wirst? Wie viel bist du jedem Einzelnen wert? Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken – wo begegnet dir Respektlosigkeit oder gar Unverschämtheit? Wer behandelt dich unter deinem Wert und wer erhält von dir regelmäßig Freikarten, um dich wie einen Spielball behandeln zu können? Ich reflektiere in letzter Zeit viel und achte auf das richtige Maß an Balance. Gibst du Wertschätzung und Liebe und bekommst im Gegenzug negative Gefühle oder gar weitere Forderungen retour, dann schätze dich und deinen Wert, indem du dem Verhalten Einhalt gebietest und klare Grenzen setzt.

Bis bald.

Eure Rox

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Der perfekte Mensch

[Achtung: Text mit Sarkasmus geschmückt]

Der perfekte Mensch verschwendet keine Zeit, er holt sich was er braucht und von wem er möchte. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse stehen jederzeit im Vordergrund und werden mit höchster Priorität verfolgt. An andere zu denken, wird als Zeitverschwendung angesehen und davon wird Abstand genommen. Schließlich möchte man doch effizient bleiben.

Der perfekte Mensch hat sich sein Urteil über die Welt gebildet, jeder der sein Weltbild nicht teilt, ist nicht intelligent genug, um die weisen Ansichten zu teilen und zu verstehen.

Der perfekte Mensch hält sich nicht oft mit Emotionen auf, am ehesten noch dann, wenn es um die eigenen geht. Sobald ihn jemand konfrontiert, schlägt er zurück, immerhin hat er sich nichts vorzuwerfen, die anderen Menschen müssten endlich lernen, sich zu beherrschen und ihre Gefühle zu kontrollieren.

Dem perfekten Menschen wird des Öfteren vorgeworfen, er hätte jemanden beleidigt, dieser Vorwurf wird sofort entkräftet, die Menschen müssten endlich lernen stärker zu werden, sie waren viel zu sensibel und zu schwach. Zudem ist es doch in Ordnung seine Meinung zu sagen und die Wahrheit ist eben nicht immer schön, das musste man als erwachsener Mensch schon wegstecken können.

Der perfekte Mensch hält sich nicht mit Reflexion auf, das ist ein Wort für Spirituelle, die sich ihr ganzes Leben nicht finden und permanent mit Selbstoptimierung beschäftigt sind. Jeder Mensch hat seinen bestimmten Charakter und das viele Grübeln und Nachdenken war die Zeit und Energie nicht wert.

Ist perfekt sein ein Ideal? Bin ich traurig darüber, nur „halbfertig“ zu sein und meine Schwächen zu haben? Nein.

Stört es mich, dass ich über jegliche Themen in meinem Leben grüble und mein Handeln zu oft kritisch hinterfrage? Ja, es ist nicht immer in jeder Lebenslage angemessen und man muss achtsam mit dem inneren Kritiker umgehen und wissen, wann man ihn wie im Zaun hält.

Aber mit einem dieser perfekten Menschen möchte ich nicht tauschen.

Bis bald, eure Rox