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Schätzt du auch den Wert?

Du kannst den Wert eines kostbaren Gegenstandes schätzen. Viele Faktoren würdest du dazu heranziehen, um einen möglichst realistischen Wert nennen zu können. Den Wert eines Menschen zu bestimmen, ist schier unmöglich, wir bestehen aus Fleisch und Blut, tragen eine Seele in uns, uns eine Preismarke umzuhängen, erinnert an Sklaverei und ist kurzgesagt unmenschlich.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie oft du Menschen zeigst, wie wertvoll sie für dich sind? In welcher Form schätzt du den Wert deiner Liebsten?

Je älter ich werde, umso wichtiger ist mir Verständnis, aktives Zuhören und Kommunikation. In der heutigen Zeit, bei deinem Gegenüber voll da zu sein, ohne Ablenkungen ist sehr kostbar und selten geworden. Jemandem volle Aufmerksamkeit zu schenken und respektvoll miteinander umzugehen – das bedeutet für mich pure Wertschätzung.

Eine Blume muss gegossen werden und so sehe ich meine Liebsten – wie mein ganz persönliches Blumenbeet, an dem ich mich Tag ein Tag aus erfreue. Doch ohne Pflege nimmt die Freude ab und das Beet schrumpft nach und nach.

Hast du dir auch umgekehrt schon einmal die Frage gestellt, wie du von deinen Mitmenschen behandelt wirst? Wie viel bist du jedem Einzelnen wert? Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken – wo begegnet dir Respektlosigkeit oder gar Unverschämtheit? Wer behandelt dich unter deinem Wert und wer erhält von dir regelmäßig Freikarten, um dich wie einen Spielball behandeln zu können? Ich reflektiere in letzter Zeit viel und achte auf das richtige Maß an Balance. Gibst du Wertschätzung und Liebe und bekommst im Gegenzug negative Gefühle oder gar weitere Forderungen retour, dann schätze dich und deinen Wert, indem du dem Verhalten Einhalt gebietest und klare Grenzen setzt.

Bis bald.

Eure Rox

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Der perfekte Mensch

[Achtung: Text mit Sarkasmus geschmückt]

Der perfekte Mensch verschwendet keine Zeit, er holt sich was er braucht und von wem er möchte. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse stehen jederzeit im Vordergrund und werden mit höchster Priorität verfolgt. An andere zu denken, wird als Zeitverschwendung angesehen und davon wird Abstand genommen. Schließlich möchte man doch effizient bleiben.

Der perfekte Mensch hat sich sein Urteil über die Welt gebildet, jeder der sein Weltbild nicht teilt, ist nicht intelligent genug, um die weisen Ansichten zu teilen und zu verstehen.

Der perfekte Mensch hält sich nicht oft mit Emotionen auf, am ehesten noch dann, wenn es um die eigenen geht. Sobald ihn jemand konfrontiert, schlägt er zurück, immerhin hat er sich nichts vorzuwerfen, die anderen Menschen müssten endlich lernen, sich zu beherrschen und ihre Gefühle zu kontrollieren.

Dem perfekten Menschen wird des Öfteren vorgeworfen, er hätte jemanden beleidigt, dieser Vorwurf wird sofort entkräftet, die Menschen müssten endlich lernen stärker zu werden, sie waren viel zu sensibel und zu schwach. Zudem ist es doch in Ordnung seine Meinung zu sagen und die Wahrheit ist eben nicht immer schön, das musste man als erwachsener Mensch schon wegstecken können.

Der perfekte Mensch hält sich nicht mit Reflexion auf, das ist ein Wort für Spirituelle, die sich ihr ganzes Leben nicht finden und permanent mit Selbstoptimierung beschäftigt sind. Jeder Mensch hat seinen bestimmten Charakter und das viele Grübeln und Nachdenken war die Zeit und Energie nicht wert.

Ist perfekt sein ein Ideal? Bin ich traurig darüber, nur „halbfertig“ zu sein und meine Schwächen zu haben? Nein.

Stört es mich, dass ich über jegliche Themen in meinem Leben grüble und mein Handeln zu oft kritisch hinterfrage? Ja, es ist nicht immer in jeder Lebenslage angemessen und man muss achtsam mit dem inneren Kritiker umgehen und wissen, wann man ihn wie im Zaun hält.

Aber mit einem dieser perfekten Menschen möchte ich nicht tauschen.

Bis bald, eure Rox

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Und es schließt sich die Tür

Und es schließt sich die Tür und diesmal hab ichs im Gespür. 

Dolch ins Herz, sag mir spürst du ihn, den Abschiedsschmerz?

Veränderung, Abschied, Loslassen oder wie auch immer du es nennen magst, kein Wort wird dem unwohlen Gefühl des Verlusts gerecht. 

Es ist einerseits Erleichterung, die du spürst, wenn etwas Schlechtes dein Leben verlässt, andererseits macht sich ein Ohnmachtsgefühl breit, das dich von innen vergiftet, wenn etwas Schönes plötzlich vorbei sein soll. 

In einem Moment, in dem wir wieder einmal alles zu viel wird, schließe ich meine Augen und stelle mir vor, Ich stehe in einem großen, weitläufigen Raum, von dem aus ich Zugang zu einer Handvoll Türen erhalte. Jede Tür steht für eine meiner lieb gewonnenen Gewohnheiten. Hinter den Türen, die den Raum hell erstrahlen lassen, verstecken sich Menschen, die mir Glück bereiten, Laufrunden in der Natur, die mir den Kopf durchpusten und mich gleichzeitig therapieren, Wanderungen mit Freunden und endlose Stunden voller Glück mit den Menschen, die ich liebe. Ich spüre das pure Glück aus meinem Herz emporsteigen und fühle mich beflügelt, gleichzeitig füllt sich mein Energietank.

Mein  Blick schweift von links nach rechts, alle Türen sind einen Spalt geöffnet, sodass man hindurch spazieren könnte, bis eine von ihnen lautstark ins Schloss fällt! Ich bin fassungslos, verstehe nicht, was geschieht.

Und es schließt sich die Tür und diesmal hab ichs im Gespür. 

Dolch ins Herz, sag mir spürst du ihn den Abschiedsschmerz?

Ich rüttle an der Tür, versuche sie zu öffnen, doch versage kläglich. Erinnerungen durchströmen mich augenblicklich und ich realisiere, welche Tür sich geschlossen hatte. 

Das war es nun also? Jahrelang hatten wir uns Erinnerungen aufgebaut, die nun alles waren, wovon wir für den Rest unseres Lebens zehren konnten? Nie wieder würde ich sie sehen? Mit ihr sprechen? Ihren Zuspruch und ihre Geborgenheit um mich spüren? Warum hatte man kein Erbarmen mit mir gehabt oder mich in irgendeiner Art und Weise vorgewarnt. Wie kam man darauf, dass ich bereit war für dieses einschneidende Erlebnis?  Ich fühle mich vom Leben nicht gut genug darauf vorbereitet. 

Ich merke, wie ich nach Luft ringe und in die Schnappatmung übergehe. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Es will nicht in meinen Kopf, dass schöne Gewohnheiten, die zu meinem Leben gehören, nun einfach vorbei sein sollen. Dass plötzlich Menschen aus meinem Leben treten, weil deren Zeit gekommen war, will ich nach wie vor nicht realisieren. 

Ist das das Leben? Der Schmerz, den ich spüre?

Und es schließt sich die Tür und diesmal hab ichs im Gespür. 

Dolch ins Herz, sag mir spürst du ihn den Abschiedsschmerz?

Bis bald.

Eure Rox

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Let it go

Bei meinem heutigen Morgenlauf bin ich bei einem Waggon vorbeigelaufen, sofort stach mir die traurige Gestalt im gestreiften Pullover ins Auge. Ich fühlte mich angesprochen und plötzlich machten sich meine Gedanken selbstständig.

Sind wir nicht alle manchmal traurig und suchen wir nicht alle ständig nach dem Sinn des Lebens? Ich hatte keine Antwort auf das Graffiti gesucht, aber plötzlich kam mir das Wort „Loslassen“ in den Kopf.

Lass sie los, die negativen Gedanken.

Lass negative Menschen los, die dir nicht gut tun und nimm deine Hand aus derem festen Griff.

Lass die Zweifel los, die dich immer kleiner reden, als du bist. Du bist einzigartig und keiner kann dich ersetzen.

Lass den Gedanken los, alles müsse weiterlaufen, wie es ist. Fange an Eigenverantwortung für dein Leben zu übernehmen.

Lass sie los die Vergangenheit und gib deinen Wunden Zeit zu heilen, ohne sie andauernd wieder aufzureißen.

Lass sie los die Verpflichtungsgefühle, die du ständig für andere empfindest. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich.

Lass los. Werde frei und lebe dein Leben.

Bis bald

Eure Rox

 

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My island of well-being

Bis vor einigen Wochen hab auch ich vieles für selbstverständlich gesehen, ich hatte meine Routinen entwickelt, hab zum Teil in den Tag hinein gelebt und viel zu selten Momente, die es im Nachhinein wert gewesen wären, richtig ausgekostet. Tja und dann kam Corona und Ausgangsbeschränkungen und plötzlich waren wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, durften unsere Liebsten nicht mehr sehen und unser soziales Leben wurde digital. Meine Abende sehen derzeit so aus, dass ich wie belämmert in mein Smartphone hineinlache um mich so mit meinen Freunden und meiner Familie auszutauschen.

Was ich für mich feststelle, ist, ich merke, was mir gut tut, mich bei klarem Verstand bleiben lässt und mich sowohl geistig als auch körperlich fit hält:

  • Die Ruhe der Natur: Ich liebe es am meisten neue Routen zu entdecken und Wälder laufend zu durchforsten
  • Das Laufen und auch die Weiterentwicklung in meinem Lieblingssport. Viele Turniere wurden storniert und das hat mir zum Teil den Ansporn oder kurzzeitig auch die Motivation genommen. Doch es dauerte nicht lange und der Schalter war wie umgedreht, ich möchte nun weitertrainieren und mich so konditionell weiterentwickeln als stünde der nächste Halbmarathon vor der Tür
  • Zeit für mich und für meine Gedanken: Yoga hilft mir abzuschalten und meinen Körper spüren zu lernen. Ich stelle aktuell noch fest, dass ich neue Routinen kreieren sollte, um eine gewisse Leichtigkeit in die Aktivität reinzubringen. Man sollte nicht das Gefühl haben, man müsste es heute machen sondern es ins eigene Leben integrieren
  • Auch das Lesen hilft mir in der jetzigen Zeit. Meine Amazon „Reading List“ wurde schon aufgestockt: um Biographien, Thriller oder auch Ratgeber – ich liebe es meinen Horizont zu erweitern, meine Fantasie mit den Geschichten aufleben zu lassen oder auch Neues zu lernen und mich weiterhin selbst zu „optimieren“

Ich bin der Meinung, dass die Macht der positiven Gedanken sehr unterschätzt wird, oft wird sie abgetan als „zu spirituell“ oder auch einfach nicht ernst genommen und belächelt. Die Situation, in der wir uns aktuell befinden, erleichtern wir uns wesentlich, indem wir eine positive Einstellung bewahren und großteils positive Gedanken hegen.

Ich hoffe, auch ihr entdeckt eure Insel der Glückseligkeit – achtet auf eure mentale Gesundheit.

Bis bald.

Eure Rox

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Planung und Kontrolle im Stillstand

Wie mir ging es bestimmt vielen  Menschen so. Zu Beginn des Jahres sind wir voller Tatendrang und sitzen mit offenen Kalendern mit Freunden zusammen und planen unsere nächsten Monate. In meinem Fall waren es Konzerte, Kurzurlaube, Kabaretts, natürlich diverse Feierlichkeiten mit der Familie und die obligatorischen Treffen mit meinen besten Freundinnen. Das ganz normale Leben eben! Tag ein, Tag aus, tun wir alle, was  wir möchten und wir gehen mit der enormen Freiheit um, wie wir es für richtig halten. An andere denken ist eher zur Seltenheit geworden. Mit Ellenbogen drängen wir uns durch die Gesellschaft und möchten immer besser und erfolgreicher als das Gegenüber sein.

Vor einer Woche sollte sich diese Einstellung und Haltung komplett ändern – der Härtefall für unsere Gesellschaft ist eingetreten. Plötzlich trifft es nicht einen anderen Kontinent, plötzlich tritt es in unser Leben und beschneidet auch unsere Freiheit. Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass Menschen beginnen von ihrem hohen Ross abzusteigen, lernen wieder an Andere zu denken und lassen Empathie aufkommen. Uns wird bewusst, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und auch wir nun Stellung zum Virus beziehen sollten. Wie verhalte ich mich? Wie richte ich mein Leben die nächsten Wochen aus? Wie steht es um meine Großeltern, werden sie das durchstehen?

Die derzeitige Situation beeinflusst sowohl unser Privat- als auch unser Berufsleben. Ich habe natürlich begonnen mehr mit meinen Freunden zu telefonieren und das Laufen gibt mir Halt und ein wenig Normalität. Das Laufevent, das in meiner alten Heimat stattgefunden hätte und auf das ich mich die letzten Wochen vorbereitet habe, wurde bereits abgesagt. Davon lasse ich mich nun nicht beirren, ich möchte weiter trainieren, so als würde ich den Halbmarathon doch in 4 Wochen laufen. Realistisch betrachtet, wird es schwache Momente geben, an denen ich mir ins Gewissen rede, dass ohnehin kein Bewerb anstehe und ich mal einen Gang zurückschalten könnte.

Auch mein Berufsleben hat die ersten 3 Tage unter der neuen Situation gelitten, Grenzen zwischen Privat und Beruf sind miteinander verschwommen und hat mir die Freude an meiner Freizeit genommen. Am 4. Tag hab ich mein Büro in ein anderes Zimmer verlegt und mich auch so gekleidet, als würde ich ins Büro fahren. Der Moment am Abend, in dem ich mir meine Jogginghose anwerfe, vermittelt mir nun zusätzlich das Gefühl ab sofort privat zu sein.

So viele Wochen hatte ich im Vorhinein geplant, doch das Leben ist dazwischen gekommen. Niemand hätte solche Einschnitte erwartet. Was diese Krise für Firmen, die Wirtschaft und eine Vielzahl an Menschen bedeutet, möchte ich mir im Detail gar nicht ausmalen.

Einstweilen versuche ich mir das Positive vor Augen zu halten. Indem wir unsere soziale Leben für etliche Wochen opfern, retten wir  Menschenleben. Auch die Umwelt kann wieder aufatmen und sich ein wenig von den Strapazen der letzten Jahrzehnte erholen. Man lernt sich wieder mehr mit sich und seinen Interessen zu beschäftigen.

Ganz spannend zu sehen, was wir machen, wenn wir plötzlich Zeit zu Hause haben und die sozialen Kontakte praktisch gleich 0 sind bzw. sich auf die Menschen beschränken, mit denen man zusammenlebt. Wir widmen uns jenen Dingen, die uns Spaß machen und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Ich habe heute Yoga gemacht, in Ruhe gekocht ohne andauernd auf die Uhr zu schauen, lange mit einer guten Freundin telefoniert und nun auch noch Zeit ein paar Zeilen und Gedanken niederzuschreiben. Wir haben wieder Zeit gewonnen für die nächsten Wochen, wer weiß was noch kommt, vielleicht lernen wir eine Sprache oder beginnen zu zeichnen? Trotz allem hoffe ich, dass sich die Lage in allen Ländern bald beruhigt, unsere Leben sich wieder normalisieren und wir uns danach bewusster durchs Leben bewegen.

Bis bald. Eure Rox

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Erzwungene Pause

Wir müssen ständig funktionieren und erreichbar sein, befinden uns kaum im Hier und Jetzt, sondern stecken gedanklich bereits im nächsten Termin oder im Erfüllen der nächsten Aufgabe. Wäre es ein Videospiel, stelle ich mir einen Pacman vor, der Aufgaben frisst – also eine Art „Task Achiever“ der beim Maul Aufreißen, die Aufgabe auf der Liste abhakt und somit erledigt. Am Ende hast du gewonnen, beziehungsweise du kannst dem Pacman zusehen, wie er ins Burnout läuft.

Ich sitze auf der Couch, bei einer Tasse Tee und guter Musik – meine Gedanken sind klar und ich versuche zu ergründen, warum es mich diesmal erwischt hat und ich buchstäblich an die Couch gefesselt bin. Natürlich hab ich mir plausible Antworten dafür gegeben, die sich auch logisch anhörten und sicher auch dazu beigetragen hatten, aber ganz ehrlich war ich wohl doch nicht gewesen.

  • Habe ich zuletzt immer NEIN gesagt, wenn ich eigentlich wollte?
  • Habe ich genügend Erholungen in den Alltag integriert und auf mein Bauchgefühl geachtet?

Ich kann es mit einem klaren „Ich bin mir nicht sicher“ beantworten und gerade, wenn wir Zweifel daran haben, ist meist etwas Wahres dran.

Auch Gedanken können uns schleichend vergiften, haben wir Zukunftsängste oder kreisen unsere Gedanken auch in unserer Freizeit immer um dasselbe Thema ist das auf Dauer energieraubend und kräftezehrend.

Wie geht es mir jetzt?

Ich jammere, weil ich wieder gesund werden möchte und wieder meinen Alltag genießen möchte. Die Zeit der „Nutzlosigkeit“ möchte ich beenden, meine jetzige Situation könnte man mit einem Snackautomaten vergleichen, an dem ein Schild mit „Out of Order“ angebracht ist.

Nein, ganz im Ernst, ich habe aufgehört mich selbst zu bemitleiden – es gibt wahrlich keinen Grund dazu – und begonnen die Pause auszukosten, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mein Netflix Abo voll zu nutzen und meinem Körper und Geist die Erholung zu gönnen.

Ich möchte zwar zukünftig selbst das „Out of Order“ Schild aushängen, aber wenn es zu meinem Besten ist, lass ich es auch einfach geschehen.

Bis bald, eure Rox.

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Mein Blumenstrauß an die „Freundschaft“

Als wir Teenager waren, wählten wir unsere Freunde aufgrund einiger weniger Faktoren aus: welche Musik man hörte, wer einem zuhörte, wenn einen die Eltern mal wieder nervten und mit wem man so richtig Spaß haben konnte. Unser Charakter war zwar grundlegend geformt, doch ging es auch meistens darum, jemanden zu finden, mit dem man sich gemeinsam selbst finden konnte.

Je älter wir werden, desto mehr Freunde verlieren wir, jene, die uns nicht gut tun, in unserer Entwicklung hemmen oder ganz andere Wege einschlagen. Plötzlich gibt es keinen Gesprächsstoff mehr, keine gemeinsamen Lebensziele, andere Prioritäten und Weltanschauungen. Man wird sich fremd und die Zeit gemeinsam fühlt sich fehl am Platz an. Es ist kein schönes Gefühl und man spürt meistens, wann es Zeit ist, sich zu lösen und den weiteren Weg ohne einander zu bestreiten.

Dann gibt es jene, die uns gut tun, die wir uns aus unserem Leben nicht mehr wegdenken können, unsere leuchtenden Laternen am Weg, ohne die wir im Dunkeln tappen und verängstigt und unsicher einen Schritt vor den anderen setzen würden.

Im Laufe der Jahre steht ihr euch in vielen Lebenssituationen bei und stärkt euch gegenseitig. Ihr träumt miteinander, lacht, trauert, feiert, philosophiert bis in die Nacht hinein und am aller wichtigsten ihr begleitet eure Leben.

Auch wenn ihr verschieden seid, ist es umso spannender, von einander zu lernen. Gemeinsam werdet ihr reifer, klüger, selbstbewusster und mutiger. Oft muss man sich zusammenraufen, man verliert sich für kurze Momente am dunklen Weg, muss die  Taschenlampe als Überbrückung einsetzen, aber man findet trotz allem wieder zu einander.

Ich finde es fast ein wenig schade, dass wir nicht einen offiziellen Tag der Freundschaft ernennen, der dazu dient, uns bei all unseren Laternen, zu bedanken, die uns den Weg ausleuchten und zwar bei Wind und Wetter.

Am heutigen Valentinstag denke ich an alle jene Frauen, die mich in meinem Leben mit ihrem Wesen, ihrer Liebe und ihrer Offenheit beeinflusst haben. Danke, dass es euch gibt.

Eure Rox

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Wenn Kapitel leise enden…

In letzter Zeit denke ich öfters über das Älterwerden nach und wie sich unsere Leben ab und an leise und heimlich ändern. Manches Mal passiert das schleichend, ein anderes Mal von heute auf morgen.

In vielen Momenten der Vergangenheit hätte ich gerne zuvor gewusst, dass dies das letzte Mal war, dass ich diesen Moment so erlebt hatte. Eine kurze Durchsage wie am Zugbahnsteig hätte gereicht, um mich kurz zu informieren und auf eine neue Ära vorzubereiten.

Was hätte sich dadurch geändert?

  • Ich hätte den Moment mit Haut und Haaren genossen, voll ausgekostet und an nichts anderes gedacht
  • Alle meine Sinne hätte ich aktiviert, um die Situation als lebendige Erinnerung abzuspeichern, die ich immer wieder aufrufen konnte

Ein wenig wehmütig stelle ich fest, dass beispielsweise die Zeit, vor genau 10 Jahren, die damalige Lebenssituation, die Unbeschwertheit und die Tatsache, dass man all seine Lieben noch beisammen hatte, vorbei war und nie wieder zurückkehrte. Früher floss all unsere Energie in unsere Trotzphasen, in diese oder jene Eifersuchtsattacke oder aber auch in unsere Selbstfindungsphase, die so schnell nicht enden würde. Man besuchte beispielsweise seine Großeltern, doch genoss die Zeit nicht in vollen Zügen, zu verlockend war es, Freunde zu treffen und auszugehen.

Viele im Freundes- und Bekanntenkreis starten ihre eigenen Familien zu gründen und wieder steht die nächste Veränderung vor der Tür. Adieu spontane Treffen, adieu „Wir tun, was uns gefällt und wann wir es möchten“ Attitüde und adieu Kurzurlaube im Süden, bei denen wir ausgelassen mit dem Cocktail am Strand saßen.

Ich werde älter und viele Kapitel gehen zu ende, die Kunst ist es, in jedem Abschnitt authentisch und glücklich zu leben. Ab und zu mit einem lächelnden Auge daran zurück zu denken oder gar melancholisch zu werden, ist denke ich in Ordnung 😉 Leben ist Veränderung und kein Stillstand. Wir sollten uns auch von dem Gedanken verabschieden, dass wir volle Kontrolle über unsere Leben haben. All jenes, das nicht von uns beeinflusst werden kann, sollten wir lernen zu akzeptieren und alles andere haben wir zum Großteil selbst in der Hand: Was wir denken, wie wir handeln und was wir dabei fühlen.

Bis bald.

Eure Rox

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The feelings I have after a long run

Kristin Armstrong (US-Amerikanerin, ehem. Triathletin) sagte: “ I think I get addicted to the feelings associated with the end of a long run“ Als ich den Satz gelesen hatte, musste ich sofort innerlich nicken und zugegebenermaßen sie meint damit höchstwahrscheinlich viel längere Distanzen als ich, aber auch bei mir stellt sich nach ca. 15, 20 km (und oft auch schon davor) auch bereits ein sehr positives Gefühl nach dem Lauf ein:

  • Man fühlt sich nach der Laufeinheit beflügelt, wie auf Droge
  • Endorphine werden ausgeschüttet (hängt daher mit dem ersten Punkt zusammen)
  • Man fühlt sich fit und agil
  • Körper und Seele bilden eine Einheit, geben sich ein High Five und ziehen gemeinsam an einen Strang, so stelle ich es mir jedenfalls vor

Das sind natürlich nur einige der Vorteile, in einem älteren Post hatte ich ja bereits eine Dankesrede ans Laufen verfasst 😉 Hier nochmals zum Nachlesen: https://purplenotes.blog/2019/01/11/dankesrede-ans-laufen/

Beim Verfassen des Posts sitze ich im Zug am Weg in die Arbeit und bekomme sofort Lust meine Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen.

In den letzten Jahren hatte ich es zu einer angenehmen Gewohnheit werden lassen: Wann immer ich innerlich unruhig war, Stress auf der Arbeit oder privat hatte, vor einer großen Entscheidung stand oder einfach nur ein paar Kekse abtrainieren wollte, warf ich die Laufmontur an, band die Schuhe zu und startete mit meiner reinigenden Einheit.

Und bereits jetzt freue ich mich auf die nächsten Laufrunden, die bevorstehen, so groß kann der Schweinehund gar nicht sein, um mich überreden zu können 😉

Bis dann. Eure Rox