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Die Zeit nach Weihnachten geprägt von Stille & Bewegung

Wie jedes Jahr plane ich am 24.12. am Vormittag eine Laufrunde durch meinen Heimatort ein. Die obligatorische „Weihnachtsrunde“ hat viele Gründe, zum einen kann ich mit reinerem Gewissen über 7 Stunden hinweg schlemmen und es schmeckt besser, zum anderen tut es gut den Tag in Ruhe mit eigenen Gedanken zu starten. Begleitet werde ich von meiner besten Freundin. Es ist unser Ritual und wir sind stolz darauf, dass wir es jedes Jahr irgendwie doch gemeinsam bewerkstelligen.

Bereits nach vier Stunden, die wir sitzen und essen, während immer wieder ein neues Teller mit neuen Inhalten auf den Tisch gestellt wird, fühle ich mich kugelrund und zum aus der Haut Fahren. Mir gefällt die Zeit mit der Familie und auch das Schenken hat seine Berechtigung, wenn es nicht zu übertrieben praktiziert wird. Unterm Jahr sind wir oft zu gestresst, um die Menschen, die wir lieben einfach so mit kleinen Aufmerksamkeiten zu überraschen. Doch an den Weihnachtsfeiertagen wollen wir alles wettmachen und aufholen, was wir die letzten Monate im Jahr nicht geschafft oder gemacht haben. Das führt dazu, dass zumindest ich meistens am 25.12. komplett überladen bin mit Eindrücken, Essen, Geschenken, geschmückten Bäumen und Gesprächen.

Da die meisten Familien nicht an einem Ort und Tisch zusammenkommen, kommt man auch in den Genuss nach Stunden der Völlerei den Ort des Geschehens zu wechseln. So war es auch bei mir am 24.12. – Nach fünf Stunden ziehen wir uns an und brechen zum nächsten Schauplatz auf, an dem gegessen, getrunken und geschenkt wird. Ich tu mal so, als wäre mein Magen nicht schon gefüllt und bereits übersättigt.

Was genau brauche ich jetzt die Tage danach?

Zeit für mich, für meine Hobbies und für meine Gedanken. Es ist schön viel Zeit mit der Familie zu verbringen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch wertvoll und wichtig ist uns Zeit mit uns selbst zu schenken. Wie immer im Leben geht es um den Ausgleich. Mir gefällt es die letzten Tage zu lesen und Sport zu treiben und viel zu schlafen. Wie erholt ihr euch von den stressigen Feiertagen?

Bis bald,

Eure Rox