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Das Gehirn im Chill-Modus?

Unser Gehirn scannt nach Katastrophen und möchte auf zukünftige Gefahren vorbereitet und ausreichend dafür gewappnet sein. Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto eher verstehe ich, warum die meisten Menschen sich aufs Negative in ihrem Leben fokussieren. Es ist ein Leichtes das Leben als ein halb leeres Glas anzusehen. Kompliziert wird es erst dann, wenn wir gegen unser eigenes Gehirn arbeiten und gegen sein natürliches Verhalten ankämpfen.

Uns allen kommen Sätze, wie jene bekannt vor:

Du musst durchs Leben hasten und keiner hilft dir oder hält dich auf?

Wir sind unglücklich und fühlen uns der Situation ausgeliefert.

Ich bin unzufrieden und kritisiere mich andauernd selbst. Warum mache ich mir mein Leben selbst zur Hölle?

Sie sind anderen alles neidig und versprühen ihren Missgunst wann immer sie können.

Du bewertest und bist ängstlich. Wovor versteckst du dich?

Wir streiten und hassen uns. Warum kämpfen wir gegeneinander?

Ich bin mit mir unzufrieden, wenn ich meine To Do Liste nicht schaffe. Warum habe ich dann das Gefühl, ich tauge nichts?

Ich bin dafür, und halte es für gesund und notwendig, dass wir jegliche Gefühle zulassen. Das bedeutet daher nicht, dass wir alle negativen Gedanken unterdrücken und verteufeln sollen. Auch sie haben ein Recht gelebt zu werden. Werden Gedanken und Gefühle zu oft weggeschoben, holen sie uns – wie ein wiederkehrender Albtraum – nur immer wieder ein. Es ist schon gut, dass wir ein katastrophisches Gehirn haben, das auf uns achtet und uns sicher durchs Leben bringen möchte. Nur, wenn es beginnt, unsere Gedanken permanent mit Negativität zu infiltrieren, dann wird ein Entkommen für uns fast unmöglich und ein Zusammensturz unseres inneren Systems wird immer wahrscheinlicher.

Wir sollten es uns zum Ziel machen, unser Gehirn viel öfter in einen Chill-Modus zu versetzen. Damit würde es lernen, dass die Welt nicht untergeht und wir nicht umgehend zur Beute eines Säbelzahn-Tigers werden.

Gutes Gelingen. Eure Rox

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Der Reiz vom spontan Sein

Mal etwas Neues ausprobieren, spontan sein, über seinen Schatten springen, mutig sein und die Komfortzone verlassen. Daraus hat wohl jeder von uns schon gelernt und hätten wir in unserem Leben nicht öfter schon etwas gewagt, wären wir nicht erwachsen geworden. Gerade, wenn man einem Kind beim Aufwachsen zusieht, merkt man, wie oft es etwas Neues lernt und die Komfortzone verlassen MUSS, da gibt es kein Wenn und Aber. Genau deshalb ist es wichtig, im Leben auch verlässliche Eckpfeiler zu haben, an die man sich klammern kann, wenn um einen herum vieles wackelt und man das Gefühl hat, heftig wankend den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Rituale im Leben der Kinder, aber auch in denen der Erwachsenen, sind wichtig. Durch wiederkehrende Handlungen im Alltag wird Heranwachsenden Vertrauen geschenkt, das ihnen zu einer gesunden Entwicklung verhilft. Und uns Erwachsenen gibt es Halt, oft auch Geborgenheit, Freude und Ruhe

Jeder von uns hat welche: Rituale, die wir für uns entdeckt haben oder die über Jahre hinweg, einfach entstanden sind. Rituale, die wir in unser Leben integriert haben, die uns Halt in einer Welt voller Veränderung geben und Freude bereiten. 

Mein Wochenende wird beispielsweise eingeläutet mit einem Vormittagslauf am Samstag. Je älter ich werde, desto besser verstehe ich mich und habe daher auch gelernt, dass ich am besten in der Aktivität denken kann. Mein Samstags-Date mit mir ist deshalb auch von so großer Wichtigkeit für mich. Ich bewege mich in der Natur und habe zugleich Zeit über mein Leben oder wichtige Entscheidungen, die anstehen, nachzudenken. Oft genug passiert es aber auch einfach, dass ich an nichts denke und meinem eigenen Traben lausche und nur das Zwitschern der Vögel wahrnehme.

Es gibt aber auch jene Rituale, die wir mit anderen genießen und automatisch leben, ohne darüber groß nachzudenken: Sei es der Spieleabend mit den besten Freunden, das Kuscheln mit dem Partner oder aber auch jene Rituale, die wir uns für unser Berufsleben angeeignet haben; das Wechseln der Kleidung oder aber der Heimweg, der nochmal genutzt wird, um die Lieblingsmusik zu hören und den Arbeitstag revue passieren zu lassen.

Unsere Rituale verschaffen unserem Geist, Ruhe & Entspannung. Wir sind immer online, immer verfügbar und müssen immer funktionieren. Klar schreit dann auch einmal unser Verstand nach einer Pause. Er ruft nach Tätigkeiten, die er kennt und mit positiven Emotionen verbindet.

Wie überall im Leben ist es das Maß der Dinge. Fahren wir immer die Relax-Schiene, wird unser Gehirn faul und langsam. Lassen wir permanent Reize auf uns niederprasseln und verlangen wir non-stop von unserem Gehirn, Neues zu lernen oder sich in neuen Situationen zurechtzufinden, dann wird der Körper bald die Notbremse ziehen und uns die Ruhe aufdrücken, die er braucht.

Starten wir am besten noch heute damit, uns die notwendige Pause zu gönnen.

Alles Liebe, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay / Free-Photos