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Sonntagsweisheit

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi
Im Wald zur Ruhe Kommen
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Tagesweisheit

Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen.

Viktor E. Frankl

Ab und an mal unseren Kritiker ausschalten, kann wahre Wunder bewirken 🙂

Alles Liebe, Rox

Foto Credit: pixabay/pixel2013

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Kein Stop, eine Pause

Da prasseln sie auf uns ein, eine Erwartung folgt der nächsten. Ganz schön lange ist sie, die Erwartungsschlange. Jeder zieht ein Ticket und wartet ungeduldig auf den Moment endlich an der Reihe zu sein und angehört zu werden.

Eine Gruppe der Wartenden sind jene Erwartungen, die wir an uns selbst stellen und das sind oft jene, die am lautesten schreien. „Ich warte schon länger, ich möchte sofort angehört werden!“

Auch die Informationsflut möchte sich in die Schlange eingliedern, der Mangel und das zu erfüllende Bedürfnis der wartenden Gruppe wird zunehmend kräftiger, während wir schwächer werden. Bloß keinen Jammerer und Forderer mehr, bitte niemanden mehr, der evaluiert und dessen Bedürfnis jetzt sofort erfüllt werden möchte!

Die letzte Gruppe, die auch einen Platz in der Schlange finden möchte, ist die, der To Dos, die uns Tag ein und Tag aus begleiten und schwer auf uns lasten, sie werden immer mehr zur Last und rauben uns unsere kostbare Zeit.

Ich halte einen Moment inne und blicke zu all jenen, die von mir „bedient“ werden möchten. Die Schlange der Erwartungen reicht kilometerweit und die fordernden und ungeduldigen Gesichter brennen sich ein.

Ich merke wie ich gestresst werde und mein Puls steigt, ich muss sie alle anhören und rasch fertig werden. Viele von ihnen warten schon seit Tagen oder gar Wochen. Hauptsache die Schlange wird kürzer! Ich beginne mit der Beratung und merke wie ich abdrifte, ich bin nicht bei der Sache und möchte irgendwo anders sein. Ich verstumme bei der aktuell stattfindenden Beratung und blicke in verblüffte und überrasche Gesichter. Ich wende mich ab. Ich räuspere mich und rufe so laut, dass es bestimmt jeder hören kann: „Pause! Ich brauche eine Pause.“

Der Alltag trifft uns alle, umso wichtiger, werden kleine Momente, in denen es uns möglich ist, den PAUSE Knopf zu drücken. Pause von uns, den anderen und allem, was auf uns einprasselt. Uns zu spüren und zu wissen, was wir jetzt im Moment benötigen, ist ein Gefühl, das uns oft abhanden gekommen ist. Wir sollten es alle wiederbeleben und unsere inneren Stimmen – vor allem den Kritiker und Diktator in uns – ab und an mal die Stirn bieten 😉

Wann merkt ihr, dass ihr eine Pause braucht und was ist es, das eure Tanks wieder volllädt?

Eure Rox

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Willkommen und hereinspaziert?

Erst gestern, da war er bei mir und hat mich besucht. Und die woche davor, war er still und heimlich bei dir und du hast geflucht.

Unangekündigt und unhöflich empfand ich sein Kommen. Und fast unmöglich fand ich es ihm zu entkommen.

Als er seine Forderungen und Urteile los wurde, ist es unser Innerstes, das wir aufbäumen. Warum nicht ehrlich und direkt sein, reinen Tisch machen und mehr träumen?

Wenn wir verstehen und realisieren, wer oder was Stress ist, dann wird es uns möglich, ihm zu entrinnen. Haben wir verstanden, dass wir ihn oft selbst heraufbeschwören und zusätzlich nähren, dann können wir nur gewinnen.

Beim nächsten Mal, wenn er zu dir kommt, möchte ich, dass auch du ihn bemerkst und bekämpfst. Dein Lohn sind die Gelassenheit und die Ruhe, die du dadurch empfängst.

Alles Liebe wünsch ich euch ❤️ Rox

Foto Credit: Fam. Linsenbolz

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Wenn der 30er klopft und du ihn reinbittest

Lange wollte ich es nicht wahrhaben, gar geleugnet hab ich es. Beim Denken an den 30er wuchsen mir bestimmt drei bis vier graue Haare. Die letzten Monate in den 20ern habe ich gezählt, ich wollte sie zur Gänze auskosten, doch leider liefen mir die Wochen förmlich davon während meine körperliche und geistige Verfassung immer lahmer wurde. Was ist mir passiert? Das Leben… Nicht nur, dass ich mich im letzten Quartal des Jahres 2017 mit dem Thema „Tod“ auseinandersetzen musste, auch bemerkte ich, wie sich meine Stimmungslage veränderte. Die Sonne schien kaum mehr, es wurde kälter, die Tage wurden kürzer und mein Wesen veränderte sich in eine Richtung, die mir nicht gefiel.

Vor einer Woche war es dann auch so weit – ich hatte Geburtstag. Der Wecker läutete, ich öffnete die Augen und hatte Kopfschmerzen. „Wenn das mal kein gutes Zeichen ist“ waren meine ersten Gedanken. Ich quälte mich aus dem Bett, so wie die letzten Monate auch und startete halb-motiviert in den Tag. Am Weg zum Frühstück mit zwei wundervollen Frauen stellte ich mir selbst die Frage, was mich eigentlich so daran störte. War es die Tatsache, dass ich nun offiziell erwachsen bin und kein „Frischfleisch“ mehr? Oder ist es ganz allgemein der Zahn der Zeit, den ich jetzt beginne zu realisieren? Wären wir in einem Science Fiction Film, hätte ich schon längst versucht, Gleichgesinnte zu finden mit Hilfe derer es mir gelang, ein Gegenmittel aufzutreiben, um die Zeit anzuhalten. Erwachsen zu werden hat gewiss nicht nur Vorteile, keine schützende Hand mehr über einem und man beginnt festzustellen, dass das Leben nicht nur schön und unschuldig sein kann.

Diese Gedanken und noch viele mehr gingen mir während der Autofahrt durch den Kopf. Entschluss hab ich keinen gefasst, außer, dass ich und wir alle nichts daran ändern können.

Was meinen Tag unbeschreiblich schön gemacht hat und mir geholfen hat, mich sogar zu freuen, waren so „Kleinigkeiten“ wie:

  • Sternenregen, den ich zur Begrüßung von meinen Mädels erhalten hab
  • Die unfassbar originell ausgerichtete Geburtstagsfeier mit tollem Essen von meinem Schwesterherz und Schwager
  • Beisammensitzen im Garten rund um eine Feuerstelle während wir gemeinsam lachten
  • Ein Feuerwerk, das ich als Überraschung bekam

Was mir am allermeisten gefallen hat, war zu sehen, wie mich die Leute, die ich liebe, feiern und wie viel Liebe sie mir entgegenbringen. Ich hoffe ihr habt auch so schöne Geburtstage an Tagen, an denen euch eigentlich nicht nach Feiern zumute ist 🙂

Alles Liebe.

Eure Rox