Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Natur Philosophie poesie schreiben selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung veränderung

Weg mit Normen und Formen

Wie in den Formen im Bild abgebildet, wird uns bereits früh genug klar gemacht, in welchen Bahnen wir uns im Leben bewegen sollen und was gut und „richtig“ ist und wo wir besser nicht falsch abbiegen.

Früh werden wir mit Regeln konfrontiert. „Du musst“, „Hör auf“, „Das ist falsch“ „Nein, lass das“. Bereits im Kindesalter wird uns vorgeschrieben, was die Norm ist und wan man brav ist und wann nicht. Es sind keine Empfehlungen, sondern ganz klare Befehle und Regeln.

Was passiert dann? Wir passen uns an, wir möchten „gut“ sein, 100 Punkte erreichen und die Belohnung, die winken mag, abstauben. Wir funktionieren irgendwann nur mehr, uns uns das nächste Lob abzuholen, verbiegen uns und sind unserer Persönlichkeit nicht treu. Die Konsequenz daraus ist, dass wir es nicht gewohnt sind, hier und da mal anzuecken, gegen den Strom zu schwimmen und es anderen nicht immer Recht zu machen.

Wenn wir Glück haben, dann erreichen wir den Punkt im Leben, an dem es uns klar wird – wir haben den Aha-Moment, in dem uns klar wird, dass wir überangepasst sind und unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer dann verraten haben, wenn wir etwas getan haben, hinter dem wir nicht zur Gänze standen oder nur um jemand anders zufrieden zu stimmen.

Wie gehts nun weiter? Ich musste meinen individuellen Weg finden. Genau so wird es euch auch gehen. Sich komplett ins Gegenteil zu entwickeln, rumzulaufen und Menschen zu verletzen und nur mehr an die eigenen Bedürfnisse zu denken, kann auch nicht die Lösung sein.
Aber, ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass wir viel zu schnell agieren und reagieren, in dem wir zum Beispiel Antworten auf Fragen geben. Wir stressen uns fast in jeder Lebenslage und sind es gewohnt rasch aktiv zu werden.

Mehr in mich zu gehen und darauf zu achten, was sich für mich gut anfühlt und was eher nicht, ist ein sehr intensiver Prozess und er bringt mich auch oft in schwierigere Lagen, in denen ich ein „Nein“ formulieren oder so handeln muss, wie es nicht von mir erwartet wird. Es passiert dann, wenn wir mit Enttäuschungen umgehen müssen, und zwar jener Menschen, die uns nahe stehen. Genau das müssen wir auch wieder lernen. Wie bereits in der Einleitung geschildert, ist es jenes Verhalten, das uns von klein auf abtrainiert wurde – meistens wurde ja von unseren Eltern oder nahen Angehörigen bestimmt, was „gut“ war und belohnt wurde.
Was wir daher im Laufe unserer Kindheit und im Teenageralter verlernt haben, dürfen wir uns jetzt mit all der Zeit der Welt wieder erlernen, wir dürfen uns die Zeit nehmen, die wir benötigen, um uns wieder besser zu spüren und zu unseren Entscheidungen zu stehen.

Werde ein Herz oder ein Tannenbaum, wenn du das möchtest, oder jede beliebige Form, die du dir für dich und dein Leben vorstellen kannst.

Alles Liebe dabei, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/LMoonlight

Kategorien
Allgemein Gesundheit Philosophie poesie schreiben selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung veränderung

Was wir von Giraffen lernen können

Sie verbindet eine unglaublich enge Freundschaft. Manches Mal fragt sich jedoch die Giraffe, warum sie sich das antut, kann sie doch rein gar nichts vom Elefanten lernen und er zapft permanent ihre Energie an mit seiner schlechten Stimmung. Von einem positiven Gesichtspunkt gesehen, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Elefant seine Sichtweise verändert, wird er doch rund um die Ohr von Positivität in Form der Giraffe umgeben.

Es genügt meistens nur eine Kleinigkeit und der Elefant ist schlecht gelaunt und diese Stimmung hält meistens an. Im Laufe des Tages bestätigt er sich dann mit vielen weiteren Situationen, dass das Leben schlecht ist und er immer als Opfer auserkoren wird.

„Hast du diesen Blick gesehen? Ich glaube die wollen uns hier nicht haben.“ „Warum muss so etwas immer mir passieren?“ „Das Leben ist ungerecht.“ „Ich kann ihr Gequatsche nicht mehr hören, sie glauben, sie sind etwas Besseres und behandeln mich ständig von oben herab.“ „Ich gehöre nirgends dazu.“

Das sind nur einige der Sätze, die die Giraffe wie eine hängen gebliebene Schallplatte immer und immer wieder hört. Ein negatives Mantra sozusagen. Zudem ist es auch eine selbsterfüllende Prophezeiung, glaubst du nur lange genug an das System-Update, das du dir einprogrammierst, wird sich deine Wahrnehmung verändern, da du deine Meinung das Update wird dir helfen, bestätigt sehen willst. Oft versucht die Giraffe die negative Gedankenspirale des Elefanten zu durchbrechen, da es für einen Außenstehenden irrsinnig gut sichtbar ist, wie sich das Gedankenknäuel an Negativität zu einem großen Ganzen zusammenrollt und so an Größe und Schwere gewinnt.

Der Elefant ist wiederum dankbar für seinen loyalen Freund und er beschreibt die Giraffe, als das Beste in seinem Leben. In ganz hellen Momenten ist ihm klar, dass er anderen mit seiner Art viel zumutet. Schon des Öfteren hat er versucht sich zu verändern. Doch es ist so schwer, warum ist die Giraffe wie sie ist. Er hat doch sogar das Privileg von einem Profi zu lernen. Der Elefant hat einmal gelesen, dass das Herz einer Giraffe viel auf sich nehmen muss, um das Blut etliche Meter hoch in den Kopf zu pumpen. Das ist die eine Seite der Medaille und die andere, dass sie sich dadurch auch länger Zeit für ihre Reaktionen und in vielen Fällen auch Bewertungen nehmen kann. Der Organismus ist so gebaut, dass viele Prozesse nicht blitzschnell ablaufen und so Handlungen besser überlegt werden können, vor allem dann, wenn Emotionen im Spiel sind.

Der Elefant merkt schon einen Unterschied zwischen sich selbst und seinem meterhohen Freund. Während er recht schnell über Leute urteilt und Bewertungen anstellt, beobachtet die Giraffe und versucht das große Ganze zu sehen, was ihr aufgrund ihrer Größe auch gut gelingt.

Ganz fest glaubt er dran, dass er noch in Ausbildung ist und irgendwann dann kann er beginnen ein wenig wie sein Freund zu werden. Ein Versuch war es wert, glücklicher zu werden.

Während der Elefant seinen letzten Gedanken zu Ende denkt, seufzt die Giraffe, sieht ihn an und beginnt herzhaft zu lachen. „Bist du endlich so weit den dicken, schwarzen Mantel abzulegen?“

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Unsplash/Thomas Evans

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur poesie schreiben Selbstliebe veränderung

730 Tage

Sie irrte umher, lautlos gefangen in einer Blase, die sie umhüllte und zugleich abschirmte. Wann wurde ihre Welt zu einer dumpfen Welt ohne Freude? Fast fühlte sie sich wie in einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannte und zu der sie sich nicht zugehörig fühlte.

Wann sich ihre Welt verändert hatte, wusste sie: Vor genau 730 Tagen begann die Transformation in ein neues Leben. Zu gut hatte sie noch all jene Ratschläge von Personen im Kopf, die meinten, es würde schon wieder alles besser und das gehörte zum Leben dazu. Theoretisch wusste sie es, aber praktisch half es ihr nicht, ihre Gefühle davon zu überzeugen. Es war wie ein Kampf auf verlorenem Posten.

Geht es uns allen so? Ja, all unsere Leben verändern sich, wir, unser Umfeld, die Gesellschaft, vieles verändert sich für jeden einzelnen von uns. Die Zeitpunkte variieren natürlich und auch die Transformation in ein neues Leben ist für jeden anders. Positiv, neutral und negativ könnte man den Wandel vereinfacht unterteilen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob eine rasche Bewertung in jedem Fall angemessen ist. Oft benötigen wir Zeit ins neue Leben zu schreiten und dort auch anzukommen und mir fällt auch des Öfteren auf, dass es den jeweiligen Personen selbst schwer fällt, ihre positive Veränderung und die Entwicklung selbst zu würdigen.

Wie ging es ihr nun damit und wie gestaltete sie ihr Leben?

Etwas fehlte, da war sie sich sicher, es fühlte sich nach wie vor so an, als wäre ein Teil ihres Herzens abgestorben und ihr Sinn im Leben verloren gegangen. Doch sie entschied sich dafür Sinn im neuen Leben zu finden, positiv und voller Zuversicht die schöne Seite des Lebens zu sehen. Insgeheim hoffte sie, dass es dann auch irgendwann ihre Realität wurde und sie sich wieder vollständig fühlte.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie poesie schreiben selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Treiben lassen (zum Teil mit Hund)

Die letzten Wochen war es ein wenig ruhiger was mein Schreiben und den Blog im Allgemeinen betrifft. Langsam aber sicher ging mir die Energie und die Inspiration für neue Beiträge aus. Ruck zuck waren die Sachen gepackt und ab gings für 7 Tage nach Sardinien.

Was ich am allermeisten liebe am Urlauben? Das Treiben Lassen, so auch bei unserer ersten Wanderung. Denn bereits am zweiten Tag schlossen wir Bekanntschaft mit dem – wohl schon recht alten – Kerl auf dem Foto. Er kam gefühlt aus dem Nichts auf uns zu und bereits nach ein paar Streicheleinheiten schloss er sich unserer Wandertour an 🙂 So gesehen unser sehr haariger Tourguide für ein paar Stunden. Das Faszinierende? Er wich nie von unserer Seite, war offenbar taub (oder stur?), die Aufmerksamkeit gefiel ihm sichtlich und so bildete er einen Teil unseres Rudels für ein paar Stunden.

Was ich sonst noch an Urlaub liebe:

  • Das Kennenlernen von neuen Kulturen, Orten, Plätzen, Gerichten, aber auch den eigenen Grenzen
  • Das Essen im Allgemeinen 😉 (am besten in Kombination mit viel Bewegung)
  • Mich ganz nach meinen Bedürfnissen richten zu können. Was Spaß bringt, wird gemacht
  • Das Reisen mit Gleichgesinnten, ob es der Partner ist oder enge Freunde – Das Verbringen schöner Zeit gemeinsam steht an erster Stelle
  • Ist ähnlich zum ersten Punkt, aber ich kanns nicht oft genug betonen: Das entstresste Leben, ohne Termindruck und To-Do-Listen

Was passiert nach unserer Rückkehr?

Tja, zu schnell ist das Urlaubs-Mindset verflogen und wir sind wieder in unserer Realität angekommen. Ich denke es geht nicht nur mir so, wir kommen aus dem Urlaub zurück mit so vielen guten Vorsätzen und voller Energie und Motivation, um etwas zu verändern. Oft saugt uns bereits der erste Arbeitstag mit 1.000 E-Mails und viel zu vielen Status-Meetings unsere gewonnene Energie ab. Wir sind wieder auf dem neuesten Stand bei all unseren Projekten und wurden erfolgreich „abgeholt“. Und unsere Energie und Entspannung? Hmmm, die ist auch dahin… Ich frage wofür wir „abgeholt“ werden? Fürs nächste Burnout? Für einen weiteren stressigen Tag, der nichts als nur Kopfzerbrechen und mittel- und langfristig körperliche Beschwerden mit sich bringt?

Auch ich werde mir bewusst nichts vornehmen, es waren 7 Tage der Entschleunigung – zumindest mental – rein körperlich war es alles anders als entschleunigend 😉

Aber einen Vorsatz gibt es doch…

Das Ego bändigen und nicht zu viel von mir zu verlangen (ich hoffe ich ertappe mich) und mir so lange wie möglich die Entspannung konservieren. Denn in Wahrheit beginnt Stress oft in unserem Kopf, weil wir ihn als solchen interpretieren.

Foto Credit: Rox

Alles Liebe, eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie poesie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume veränderung

Mein Boss

Meistens erwartet er Disziplin und Sorgfalt. Entspannung gibt es erst, wenn alle Aufgaben, die anstehen, erledigt wurden.

Er ist streng und weiß genau, was er will, passt etwas nicht, sind meistens die anderen schuld.

Mitgefühl? Tja, das gibt es selten, aber es existiert in bestimmten Fällen, aber die sind eher die Ausnahme.

Manchmal erinnert er mich auch an einen Sklaventreiber, der nicht flexibel auf Veränderungen reagieren kann und einfach stur versucht sein Programm zu fahren ohne Wenn und Aber.

Ich habe auch festgestellt, dass es ihn meistens darum geht, die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Meine Arbeit muss diesem Level dann gerecht werden.

Entsteht eine Diskussion, in der ich das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, schenkt er meistens den anderen sein Vertrauen.

Aber dieses Mal habe ich mehr gegeben, als möglich war, ich habe mein Privatleben vernachlässigt um das Konzept, das er verlangte auf die Beine zu stellen.

Ich lege es ihm vor und die darauffolgenden Sekunden erscheinen mir wie eine Ewigkeit. Vorerst verzieht er keine Miene. Doch dann: Er beginnt sich zu räuspern und sagt: „Es ist okay“

Wieder einmal ist es ihm nicht genug, sein enttäuschter Blick lässt darauf schließen.

Habe ich mich wirklich zu 100% ins Zeug gelegt? Schlagartig beginne ich mich und meine Arbeit in Frage zu stellen.

Lange blicke ich in seine Augen, seinen festen Blick, das Gesicht wird immer unklarer und verschwimmt zunehmend vor meinen Augen bis ich langsam aber sicher das Gefühl habe in einen Spiegel zu blicken und mich selbst zu sehen.

Wie lesen sich diese Zeilen für dich? Würdest du dich mit einem Vorgesetzten, wie er beschrieben wurde, zufriedengeben? Würde diese Zusammenarbeit dich glücklich machen?

Ich kann es für mich beantworten, Nein und ehrlich gesagt, bin ich geschockt, wie schlecht wir uns teilweise selbst behandeln und das ohne mit der Wimper zu zucken. Schneller wird es noch bei anderen gemeldet oder aufgezeigt. Kommt das Verhalten jedoch aus unserem Inneren, nehmen wir es nicht aktiv wahr und interpretieren es eher als normal, da es als Teil unserer Persönlichkeit gesehen wird.

Ich nehme mir seit geraumer Zeit vor, auch meinen inneren Boss manches Mal herauszufordern, in Frage zu stellen und auch mal flexibel auf innere oder äußere Veränderungen zu reagieren. Das können die Überstunden sein, die wir machen um unser Projekt erfolgreich abzuschließen, die uns dann dazu veranlassen den Wohnungsputz und Einkauf an diesem Tag sausen zu lassen. Das kann aber wiederum auch mal ein Tag mit Entspannung sein, weil Körper und Seele danach schreien.

Alles Liebe,

Eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay