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Weg mit Normen und Formen

Wie in den Formen im Bild abgebildet, wird uns bereits früh genug klar gemacht, in welchen Bahnen wir uns im Leben bewegen sollen und was gut und „richtig“ ist und wo wir besser nicht falsch abbiegen.

Früh werden wir mit Regeln konfrontiert. „Du musst“, „Hör auf“, „Das ist falsch“ „Nein, lass das“. Bereits im Kindesalter wird uns vorgeschrieben, was die Norm ist und wan man brav ist und wann nicht. Es sind keine Empfehlungen, sondern ganz klare Befehle und Regeln.

Was passiert dann? Wir passen uns an, wir möchten „gut“ sein, 100 Punkte erreichen und die Belohnung, die winken mag, abstauben. Wir funktionieren irgendwann nur mehr, uns uns das nächste Lob abzuholen, verbiegen uns und sind unserer Persönlichkeit nicht treu. Die Konsequenz daraus ist, dass wir es nicht gewohnt sind, hier und da mal anzuecken, gegen den Strom zu schwimmen und es anderen nicht immer Recht zu machen.

Wenn wir Glück haben, dann erreichen wir den Punkt im Leben, an dem es uns klar wird – wir haben den Aha-Moment, in dem uns klar wird, dass wir überangepasst sind und unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer dann verraten haben, wenn wir etwas getan haben, hinter dem wir nicht zur Gänze standen oder nur um jemand anders zufrieden zu stimmen.

Wie gehts nun weiter? Ich musste meinen individuellen Weg finden. Genau so wird es euch auch gehen. Sich komplett ins Gegenteil zu entwickeln, rumzulaufen und Menschen zu verletzen und nur mehr an die eigenen Bedürfnisse zu denken, kann auch nicht die Lösung sein.
Aber, ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass wir viel zu schnell agieren und reagieren, in dem wir zum Beispiel Antworten auf Fragen geben. Wir stressen uns fast in jeder Lebenslage und sind es gewohnt rasch aktiv zu werden.

Mehr in mich zu gehen und darauf zu achten, was sich für mich gut anfühlt und was eher nicht, ist ein sehr intensiver Prozess und er bringt mich auch oft in schwierigere Lagen, in denen ich ein „Nein“ formulieren oder so handeln muss, wie es nicht von mir erwartet wird. Es passiert dann, wenn wir mit Enttäuschungen umgehen müssen, und zwar jener Menschen, die uns nahe stehen. Genau das müssen wir auch wieder lernen. Wie bereits in der Einleitung geschildert, ist es jenes Verhalten, das uns von klein auf abtrainiert wurde – meistens wurde ja von unseren Eltern oder nahen Angehörigen bestimmt, was „gut“ war und belohnt wurde.
Was wir daher im Laufe unserer Kindheit und im Teenageralter verlernt haben, dürfen wir uns jetzt mit all der Zeit der Welt wieder erlernen, wir dürfen uns die Zeit nehmen, die wir benötigen, um uns wieder besser zu spüren und zu unseren Entscheidungen zu stehen.

Werde ein Herz oder ein Tannenbaum, wenn du das möchtest, oder jede beliebige Form, die du dir für dich und dein Leben vorstellen kannst.

Alles Liebe dabei, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/LMoonlight

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Was ich mal werden möchte, wenn ich groß bin…

Mit leuchtenden Augen liefen wir als Kind auf und ab und erzählten jedem, was wir später mal werden möchten. Leicht zu begeistern versetzte uns jede neue Tätigkeit und alles, was wir neu kennen lernten in einen euphorischen Zustand. Heute frage ich mich, wo diese oftmals kindliche Begeisterung bei uns Erwachsenen geblieben ist? Wann sind wir eigentlich so „erwachsen“, unflexibel und abgestumpft geworden?

Zugegeben die Einleitung hört sich ziemlich drastisch an, aber beobachten wir Kinder, wie sie durch die Welt gehen, wünschte ich mir manchmal, ich könnte ab und zu, wenn mir das Erwachsenendasein über den Kopf wächst, für 24 Stunden tauschen. Eine Art Tarnkappe, schnell mal weg und Kraft tanken, Gehirn abschalten und einfach tun, worauf ich Lust habe. Ich steige aus aus den Zwängen und bin einfach nur ICH.

Wann hören wir auf ICH zu sein?

  • Wenn wir anstatt der 40 Stunden plötzlich 50 plus arbeiten und wir auf die subtilen Zeichen unserer Körpers nicht mehr Acht geben
  • Wenn wir andere zufriedenstellen und dabei nicht auf das hören, worauf unser Körper und unsere Seele aktuell Lust haben
  • Wenn wir nicht mehr aus vollem Herzen lachen
  • wenn wir mehr negative als positive Gedanken hegen

Das Leben hat viel zu bieten und es liegt in unseren Händen. Kurz inne halten und reflektieren, das sollten wir uns alle in regelmäßigen Abständen gönnen, denn dann stellen wir eventuell Entwicklungen fest, denen wir besser entgegen wirken.

Mehr „Kind sein“ bedeutet für mich, positiv, ehrlich, neugierig und voller Mut durchs Leben zu gehen. Doch irgendwann auf unserem Weg verlieren wir einiges davon. Ich wäre dafür, dass wir die Eigenschaften nach und nach wieder erlernen und auf unserem Lebensweg einsammeln. Vielleicht ist auch das der Sinn des Lebens, die Grundeigenschaften des Kind-seins nichts verlieren und sie auf unserem Weg durch die Welt zu schützen. Ist auf alle Fälle ein schöner Gedanke 😉

Bis bald. Eure Rox.