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730 Tage

Sie irrte umher, lautlos gefangen in einer Blase, die sie umhüllte und zugleich abschirmte. Wann wurde ihre Welt zu einer dumpfen Welt ohne Freude? Fast fühlte sie sich wie in einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannte und zu der sie sich nicht zugehörig fühlte.

Wann sich ihre Welt verändert hatte, wusste sie: Vor genau 730 Tagen begann die Transformation in ein neues Leben. Zu gut hatte sie noch all jene Ratschläge von Personen im Kopf, die meinten, es würde schon wieder alles besser und das gehörte zum Leben dazu. Theoretisch wusste sie es, aber praktisch half es ihr nicht, ihre Gefühle davon zu überzeugen. Es war wie ein Kampf auf verlorenem Posten.

Geht es uns allen so? Ja, all unsere Leben verändern sich, wir, unser Umfeld, die Gesellschaft, vieles verändert sich für jeden einzelnen von uns. Die Zeitpunkte variieren natürlich und auch die Transformation in ein neues Leben ist für jeden anders. Positiv, neutral und negativ könnte man den Wandel vereinfacht unterteilen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob eine rasche Bewertung in jedem Fall angemessen ist. Oft benötigen wir Zeit ins neue Leben zu schreiten und dort auch anzukommen und mir fällt auch des Öfteren auf, dass es den jeweiligen Personen selbst schwer fällt, ihre positive Veränderung und die Entwicklung selbst zu würdigen.

Wie ging es ihr nun damit und wie gestaltete sie ihr Leben?

Etwas fehlte, da war sie sich sicher, es fühlte sich nach wie vor so an, als wäre ein Teil ihres Herzens abgestorben und ihr Sinn im Leben verloren gegangen. Doch sie entschied sich dafür Sinn im neuen Leben zu finden, positiv und voller Zuversicht die schöne Seite des Lebens zu sehen. Insgeheim hoffte sie, dass es dann auch irgendwann ihre Realität wurde und sie sich wieder vollständig fühlte.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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Atme tief durch und stell dir eine Blumenwiese vor

Ich brauche ein Mantra, etwas woran ich mich klammern kann. Es sollte leicht zu merken sein und im besten Fall natürlich auch helfen. Das Leben stellt mich seit Ende letzten Jahres auf eine Probe und macht auch vorm Jahre 2018 nicht Halt. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Nachricht erfahren habe, meine Finger begannen zu kribbeln und ich wollte in diesem Moment aus dem Albtraum erwachen. Genau an diesem Punkt stelle ich mir eine Blumenwiese vor, jegliche Arten von Blumen in verschiedensten Farben sind darauf zu finden, der Himmel ist blau und die Sonne blendet, sodass ich meine Augen schließen muss.

Es ist oft ein Leichtes für andere stark zu sein, die richtigen Worte zu finden und Ratschläge zu erteilen, die rein objektiv betrachtet am meisten Sinn ergeben. Sich jedoch plötzlich in der anderen Situation wieder zu finden, nämlich als die Person, die verzweifelt ist und Hilfe braucht, ist schwer und muss auch oftmals erst gelernt werden. In meinen schwächeren Momenten frage ich um Rat, aber immer nur Vertrauenspersonen, das versteht sich von selbst und in meinen starken Momenten, versuche ich alles irgendwie zu schaffen und nur Schritt für Schritt zu denken. Nur nicht schwach werden oder zu weinen beginnen, denn dann könnte die Fassade bröckeln und es wäre schwer, sie wieder so hinzubekommen.

Tod und Krankheit sind Buhwörter, keiner will darüber reden, geschweige denn sich damit beschäftigen. Bis das Leben dir irgendwann keine Möglichkeit mehr lässt und du ohne Wenn und Aber da durch musst. Ich bin gerade mittendrin und ich zähle jeden Tag und hoffe es möge der Tag kommen, an dem Hoffnung aufkommt und alles besser wird. Es muss keine Blumenwiese sein, ich gebe mich auch mit einer lauen Sommernacht, guten Gesprächen und Cocktails zufrieden. Irgendwann wird das Leben wieder schön sein und Spaß machen.

Was mache ich bis dahin? Viel reden, viel Sport und die kleinen, schönen Dinge des Lebens genießen und wenn es dazwischen nicht mehr geht, dann tief durchatmen und auf die gedankliche Blumenwiese zulaufen.

Bis bald.

Eure Rox