Kategorien
Allgemein

Pendel

~ Dein Herz ist ein Pendel, es schlägt und schlägt aus. Solang’s sich bewegt, bewegst du dich auch. Dein Herz ist im Wandel, wann immer du glaubst, du wärst am Boden, zieht’s dich nach oben. Lass es noch weiterschwingen, es wird dich weiterbringen. Das Herz ist ein Pendel. Es schlägt und schlägt aus.~

(Yvonne Catterfeld)

Bist du mutig genug, um dich auf den Wandel einzulassen? Das Pendel loszulassen? Damit es schwingen kann, und noch höher schwingt?

Kogong. Kogong. Ich lass jetzt los …

Deine Keks

Kategorien
Allgemein

Sind wir gelassen genug für Veränderungen?

Worte, die wir immer lesen, die uns auch immer gepredigt werden: „Veränderung gehört zum Leben dazu“ – „klar, das versteht sich dich von selbst“, war auch immer meine erste, vorschnelle Reaktion auf diesen Satz. Doch irgendwann, wenn es einen wirklich trifft und zwar hart trifft, wenn es um eine einschneidende Veränderung im Leben geht, dann wünscht man sich oftmals die Leichtigkeit des Kindseins zurück. Zurücksinken in Mamas Schoß, kein Zahlen von Rechnungen, keine Kredite, keine Jobwechsel, schlicht weg kein Grübeln über Zukunft und Vergangenheit.

Akzeptieren, dass gewisse Abschnitte im Leben vorbei sind und für Neues weichen ist schwer, aber warum genau und was können wir tun, um stärker und gelassener zu werden?

Wenn Grundpfeiler unseres Lebens zu schwanken beginnen und gar einbrechen, dann trifft es uns meistens wie ein Schlag ins Gesicht, ob das nun ein Ortswechsel ist, ein Partnerwechsel, ein Jobwechsel oder gar eine geliebte Person, von der wir uns verabschieden müssen. Der Boden unter unseren Füßen wird uns entrissen und wir landen am Boden, es kann Tage, Monate oder länger dauern, bis wir uns entschieden haben, wieder aufzustehen oder aber auch fort an das Minimalste liegend zu erledigen. Dieses Jahr ist nicht mein Jahr, das hat sich auch in den letzten Wochen stark herauskristallisiert, aber was genau soll man dagegen tun? Sich schmollend in die Ecke stellen, seines Lebens nicht mehr froh sein und warten bis das Jahr vorüber ist? Nein, das kann auf alle Fälle keine Lösung sein, obwohl es oftmals, rein aus unserem Bauchgefühl heraus, der einfachste Weg wäre.

Die Frage, die ich mir stelle: Warum fällt mir momentan alles so schwer? Eigentlich dachte ich, ich wäre stark und mutig genug. Lange habe ich darüber nachgedacht, bis ich erkannt habe, dass es nichts mit Stärke zu tun hat. Wenn wir tief in uns hineinhören, dann gibt es vieles, was passieren kann, was uns treffen würde und auf alle Fälle auch ins Wanken bringt. Das ist menschlich, wir lieben, wir haben ein Herz, wir sind aus Fleisch und Blut. Der Mensch braucht aber auch seine Gewohnheiten, da sie uns Sicherheit geben: da wären die Laufstrecken, die wir gerne laufen, um den Stress des Tages los zu werden, das obligatorische Kaffeetrinken mit der Oma, die abendliche Kuschelroutine mit dem Partner oder die fixen Freitage mit unseren Freundinnen. Das sind alles schöne Dinge, an die wir gewöhnt sind und die wir auch irgendwann für selbstverständlich ansehen. Doch unser Leben und auch das der anderen steht nicht still, alles dreht sich weiter, der Kreislauf des Lebens macht nicht halt. Das Kind ins uns möchte es jedoch nicht wahrhaben, bis zuletzt nicht.

Was kann ich tun, um mich dagegen zu wehren?

Ich wünschte, ich hätte einen Rat, sozusagen ein Geheimrezept, aber die Antwort ist schlichtweg: Nichts. Immer wieder wird das Leben seinen eigenen Kopf haben, immer wieder wird uns die Kontrolle abhanden kommen aber vielleicht haben wir irgendwann gelernt, schneller aufzustehen und vielleicht gelingt es uns auch irgendwann alle schönen Momente bis in die letzte Sekunde aufzusaugen und länger davon zu zehren.

Eure Rox

 

 

 

 

 

Kategorien
Allgemein

Die Angst vorm Alleinsein und warum wir dadurch viel verpassen

Und wieder hat keiner meiner Freunde Zeit und wieder überkommt mich das schon allzu bekannte Gefühl, ich müsste auf etwas verzichten, was mir eigentlich enorm viel Spaß gemacht hätte. Nur wie sieht denn das aus, alleine unterwegs zu sein? Wie armselig würde ich mich fühlen mit Familien und Pärchen im Bus sitzend, am Weg zu den bekannten Stauseen? Wenn ihr ganz tief in euch hineinfühlt, seid ehrlich zu euch, wie oft habt ihr euch das schon gedacht und den Gedanken ein einen Tag mit euch ganz allein wieder verworfen? Es fühlt sich ein bisschen an, wie einen Teil von mir, der sich gefreut hätte, zu versetzen.

Nein. Dieses Mal würde ich es nicht tun. Ich würde mir beweisen, wie mutig ich war und diesen Ausflug ganz auf mich alleine gestellt, durchziehen. Ich ertappte mich sogar dabei, aufgeregt zu sein, mir Fotos und Routen im Internet rauszusuchen und mir den bevorstehenden Tag in Gedanken auszumalen. Irgendwie hatte es auch etwas, einmal über acht Stunden auf niemanden Rücksicht zu nehmen, außer auf mich. Keine Kompromisse, keine Diskussionen, schlicht und einfach kein In-der-Mitte-treffen, es ging und mich und meine Wünsche. So war es zumindest in meiner Vorstellung – doch traf das auch in der Realität zu? Das werde ich später auflösen 🙂

Als ich den kommenden Tag in Gedanken durchspielte, stelle ich mir auch immer wieder die Frage, warum es heutzutage etwas Außergewöhnliches ist, alleine auf Reisen zu sein. Man wird ein bisschen wie ein Außenseiter behandelt, der keine Freunde hat und diese schönen Erinnerungen nie mit jemandem teilen kann. Von klein auf sind wir es gewohnt: wir haben Geschwister, Freunde, Partner, schlicht weg Wegbegleiter, mit denen wir Neues entdecken, Spaß haben und Abenteuer erleben. Viel zu oft vergessen wir jedoch, auch Schönes mit uns selbst zu entdecken. Immerhin kann einen das auch ganz schön bereichern, die Ruhe zu genießen, mit anzusehen wie ein Konflikt, den man schon seit Tagen mit sich rumschleppt, sich in Luft auflöst, die Schönheit des Gesehenen in sich aufzunehmen und für eine Zeit alles rund um sich zu vergessen.

Ihr möchtet nun bestimmt wissen, wie es mir ergangen ist? War es ein furchtbarer Tag? Ist alles schief gelaufen? Wurde mir langweilig? Ich kann euch entwarnen – es war sogar viel besser als erwartet. Ich hatte meinen Rucksack mit meinem Kindle, Wasser, einer Banane, meinem Mobiltelefon fürs Fotos Schießen und Geld gepackt und mich auf den Weg gemacht. Mein Tag war bestimmt von: ganz kurz Leute beobachten, das macht oft auch wirklich Spaß, gerade wenn man für längere Zeit im Bus sitzt 😉 (es gibt zwar selten jemand zu, aber es tut doch wirklich jeder), bergauf und bergab zu einer Alm zu wandern, gut zu speisen, mir einen gemütlichen Platz zu suchen um zu lesen und ganz viel Staunen und Gespräche mit mir (natürlich in Gedanken ;))

Ich würde es jederzeit wieder mit mir alleine aushalten wollen.

Liebe Grüße und bis bald

Roxy

 

Kategorien
Allgemein

1x Schnupper-Tauchen bitte

Ich hab mir gerade meinen ersten Blogbeitrag nochmals durchgelesen – das war der mit dem ersten Date mit mir selbst vor anderthalb Monaten, wo ich ja nach langem wieder mal ein richtiges Date gehabt hätte sollen, was ich dann im Anschluss ja auch hatte aber es davor noch nicht so sicher wusste 😉

Tja, ein Monat später und tschibumm: Date Nummer 8 steht vor der Tür und ich überlege ob „Date“ eigentlich noch die richtige Bezeichnung dafür ist. Denn es ist so schöööööön und so waaaauuuuuu und so wahhhhhhhh. Ja, genau in dieser Phase befinde ich mich gerade 🙂 Ich mag es wirklich nicht verschreien oder besser gesagt verschreiben aber: Ich glaub das wäre dann jetzt der Mann. DER Mann, der’s kann. Und zwar so ziemlich alles. Alles, was ich mir immer so ein bisschen gewunschen habe, solche Dinge, die man oft nur aus Kitschfilmen kennt. Wo du und ich davor sitzen, gaffen, seufzen und wir uns denken, ja GENAU das wärs. Aber: Klar, das ist ja ein Film, sowas passiert leider im echten Leben nicht. Solche unrealistischen Dinge wie ein Mann schreibt dir einen Liebesbrief, ein Mann spielt dir auf der Gitarre ein Lied, ein Mann zaubert dir ein Abendmenü wo du mit Schauen mit offenem Mund nicht fertig wirst.

Irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich das jetzt so rausposaune, weil ich weiß, dass das jetzt zirka vergleichbar ist mit einem Jackpot, den leider nicht jeder knacken wird können. Aber ich glaube, bei mir klingelt gerade der Hauptgewinn. Im Casino wär ich gerade die Person, auf der die Kameras gesichtet wird, weil der Automat gerade wie wild leuchtet und raschelt, die Million abwirft und die Portiere mit schwarzer Sonnenbrille und Aktenkoffer schon am Weg zu mir sind.

Ich drifte ab ;-). Zurück zur Überschrift: Abtauchen, genau. An unserem 6. Date (bleiben wir bei dieser Bezeichnung) war es dann soweit – wir trafen uns zum Schnupper-Tauchen. Es war auch nur eine Frage der Zeit, denn der liebe, besagte Anti-Langweiler ist noch dazu ein schnuckeliger Tauchlehrer.

Wie ist das nun so, wenn man zum ersten Mal abtaucht? Vielleicht gehörst du ja auch zu denen, die das zuvor noch nicht ausprobiert haben und Tauchen Neuland bedeutet. Für mich war es jedenfalls so (Ich zähle die 5 Minuten „Schnuppertauchen“ im All inclusiv-Urlaubsclub jetzt mal nicht dazu). Erstens: Es war wieder total schnuckelig, dass ich die letzte war, die mit ihm an diesem Tag abtauchen durfte. Jetzt konnte ich schon von den (Schnupper)tauchern davor ein paar Eindrücke sammeln und die Vorfreude wuchs ganz automatisch ständig an. Und die Blicke, die er mir zwischen den Tauchgängen und Einschulungen zuwarf … mmm. Abdriften, genau, NICHT abdriften.

Ein paar Stunden Sonne genießen am See und mich dabei mit lieben Tauchinteressenten unterhalten und natürlich einer kurzen Einweisung später war es dann wirklich so weit: Ich war dran. Rainer (Name von der Redaktion geändert 😉 ) machte mich tauchfertig. Sprich: Neben dem Tauchanzug, in den ich mich schon zuvor hineingequetscht hatte, wurde ich dann noch mit Taucherbrille, Flossen und dem Herzstück – dem dicken Taucherrucksack mit Flasche und Schläuchen – ausgestattet. Schwer bepackt (sowas hat wirklich Gewicht), gings dann von der Tauchbasis ein paar Stufen hinunter zum See. Nachdem ich auf einer der rutschigen Waschbetonplatten ausgerutscht bin, war ich dann auch schon im Wasser und es konnte los gehn. Zu Beginn gabs mal einen unwiderstehlichen Blick seinerseits, gefolgt von einem lieben Bussi (angeblich gabs das bei den anderen Schülern/Schülerinnen nicht 😉 ). Dann überprüfte er nochmal meine Schläuche und Ventile und wir gingen nochmal die wichtigsten Handzeichen durch. Dabei bedeutet das mit Daumen und Zeigefinger geformte „O“, dass alles in Ordnung ist, Daumen hoch hingegen dass man gerne auftauchen will oder muss. Daumen hinunter zeigt hingegen an, dass man noch tiefer gehen will.

Er drückte bei meinem Rucksack (Luft hinaus) und schon gings abwärts und ich atmete nur mehr „künstlich“ über Schlauch ein und aus und nahm dieses Geräuch wahr. Der Druck vor allem an den Ohren änderte sich wie auch die gesamte Körperwahrnehmung. Die Bewegungen waren langsam, es wurde abgesehen vom Atem- und Wassergeräusch still und die Konzentration richtete sich auf seine unmittelbare Umgebung. Was da für Leben unter Wasser herrscht! Ich glaube ich konnte 20 Fische sehen. Von klein bis riesengroß. Fragt mich bitte nicht, welche, dann ich habe KEINE Ahnung. Aber die großen waren wirklich groß. Und waren zum Teil ganz schon nahe. Ich berührte Seegras und ich sah ein Gitter und ein rundes Betonteil. Ich berührte den Boden (wir bewegten uns entlang des Seerands und da war es nicht zu weit zum Boden) und dessen Muscheln.

Gabs einen Zwischenfall? Ja, ich gebs zu, ich musste einmal auftauchen, weil ich kurz Panik bekam. Aus zwei Gründen: Erstens hatte ich das Gefühl ich bekam zu langsam zu wenig Luft über den Schlauch, zweitens hatte ich trotz ständiger Kontrolle meines schnuckeligen Tauchlehrers Probleme mit dem Druckausgleich. Außerdem kam dann gegen Ende etwas Wasser in meine Tauchbrille und meine Sicht wurde dezent verschwommen. Aber: Das waren alles Kleinigkeiten. Sonst war es ein super Gefühl. Ein komplett anderes Gefühl, als man es aus dem Alltag kennt. Du atmest bewusster, du siehst bewusster, du fühlst bewusster. Du nimmst Details wahr, du vergisst Raum und Zeit, du bist einfach nur da unten. Und aus meiner Perspektive: Ich hatte wirklich keinen blassen Schimmer wo wir da unten genau waren, ob es 5 Meter Tiefe waren oder nur 2, ob wir 3 Meter vom Rand entfernt waren oder nur 1. Null Orienterung, dafür aber 100% Erlebnis. Und das Schönste: Die Blicke, die er mir zuwarf, sein Lächeln durch die Taucherbrille hindurch, seine Berührungen und sein durchgängiges hohes Bemühen um mich, als er mir die Fische zeigte oder mich ständig per Handzeichen fragte ob alles ok ist. Ich fühlte mich so sicher, obwohl ich in dieser neuen, für mich fremden Umgebung eigentlich ohne ihn sonst sehr hilflos gewesen wäre.

Um ein Resümé meines ersten Tauchgangs zu ziehen: Von mir gibt’s zwei Daumen nach unten. Was in der Tauchersprache so viel bedeutet wie: Tiefer! Ich möchte noch tiefer gehen. Beim Abtauchen. Und nicht nur dort …

Wer weiß, vielleicht tauchst du ja auch schon bald in eine neue Welt ab. Wenn du noch einen guten Tauchlehrer suchst, ich weiß, wo es die besten gibt 🙂 Ich halte dich jedenfalls am Laufenden, wie es mit meinen Taucherfahrungen & Co 😉 so weiter geht 🙂

Deine Keks

Erster Tauchgang Keks Rene

Kategorien
Allgemein

Erstes Date mit mir selbst

 

Ich sitze gerade in Restaurant und hatte mein erstes „Essen-gehen“ mit mir alleine 😉 Zugegeben nicht so ganz freiwillig, wäre es doch eigentlich ein erstes Date mit einem mir noch persönlich Unbekannten. Aber mein Date fehlt. Warum? Er schrieb mir verzweifelt er wäre gestern länger unterwegs gewesen spontan und hat nun komplett verschlafen und ist jetzt erst munter geworden (Interessante Info am Rande: Es ist bereits 17 Uhr …). Tja, da ich aber schon am Weg zum besagten Treffpunkt war und dieser eine Stunde von meinem Zuhause entfernt liegt, hab ich mir gedacht, wenn ich nun schon hungrig und hier bin, warum nicht einfach alleine ins Restaurant setzten.

Und??? Ja es war doch gar nicht schlimm 😉 Etwas seltsam schon wenn man die Tür reinkommt und dann man dann sagen muss „Einen Tisch für mich alleine bitte“ und die ersten fünf Minuten sind auch seltsam, wenn man da ganz alleine sitzt. Aber: Wenn man mal den leichten Groll des Versetzt-Werdens hinter sich lässt und sein Essen beginnt zu genießen, erkennt man: Hey, ich tu mir gerade selber was Gutes! Ich gönne mir gerade ein total leckeres Essen, ich lasse mich bedienen, ich habe Zeit für mich, Zeit zum Nachdenken und Zeit um zu Geniessen. Und in meinem Fall: Ich habe endlich den Zeitpunkt gefunden, um meinen ersten Blogeintrag zu tätigen 🙂

Wenn in versprochenen 30 Minuten mein Date dann doch noch auftaucht (er sagte es täte ihm soooo leid und er ist schon am schnellsten Weg in meine Richtung) bin ich schon gespannt, was mich erwartet. Aber eins kann mir an dem Tag keiner mehr nehmen: Ich hatte mein erstes Date mit mir selbst 🙂 Es ist wirklich schön und ich kann es dir tatsächlich empfehlen. Und du brauchst nur ein wenig Mut und ein bisschen Zeit. Gönne dir das und lass dich inspirieren 🙂

Ich trink dann Mal aus, zahle und steck mein Handy an, dass mich mein Date später auch noch erreicht … 😉

Deine Keks