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The power of love

When the power of love overcomes the love of power the world will know peace.

Jimi Hendrix
Pixabay/PhotoMIX-Company
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Ein Gespräch ohne Pause

Es fühlt sich schwer an und irgendwie nicht richtig. Immer wieder werfe ich ein „Stöckchen“ um geduldig zu warten, ob es aufgenommen wird und das Gespräch im Fluss bleibt. Tja, wenn doch wenigstens etwas fließen würde. Es fühlt sich eher an wie ein Spaziergang durch die Wüste auf der Suche nach ein wenig Wasser. Irgendwann resigniere auch ich und betrachte das Gespräch als tot und gescheitert. Die Pausen werden immer länger, bis wir uns beide in Stille entfernen.

Dann gibt es jene Gespräche, die regelrecht Endorphine auslösen und manches Mal fühlt es sich für mich an als würden die Geister in diesem Zeitraum verschmelzen. Ein Gedanke fließt in den anderen mühelos über – einfach schön. Man hört dem anderen aufrichtig zu, lässt das Gegenüber ausreden. Es ist keine Selbstbeweihräucherung der eigenen Person und auch kein ständiges Klagen und Jammern bis der Gesprächspartner kraftlos einknickt. Es fühlt sich an als könnte das Gespräch noch endlos andauern und man trennt sich erst dann, um todmüde ins Bett zu fallen.

Dann gibt es jene Gespräche, die irgendwann verstummen. Meist dann, wenn geliebte Menschen von uns gehen. Ich vermisse die ehrlichen Gespräche, den Austausch mit dir und das innige beisammen sein.
Nun sind es bald zwei Jahre und ich hab nur selten zu dir gesprochen, zu schmerzhaft war der Gedanke ins Leere zu sprechen und voller Trauer festzustellen, dass die Stille alles ist, das ich als Antwort erhalte. Heute denke ich, dass unser Gespräch nie verstummt ist – ich sitze noch immer auf der Terrasse neben dir, die Sonne strahlt uns ins Gesicht, wir lachen miteinander bis unsere Bäuche schmerzen. Unsere Blicke treffen sich, in denen pure Verbundenheit liegt. Du bist nie gegangen, im Geiste, in meinen Gedanken und Träumen bist du bei mir geblieben.

Foto Credit: Pixabay/LoggaWiggler

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Anti-Stress Notizen: #4 Clean your soul

Wer den Start der Anti-Stress Notizen verpasst hat, kann die Idee und Gedanken hier nochmal nachlesen. Das Thema der Woche ist für mich ein sehr spannendes und zugleich vernachlässigtes Thema – unsere Seele.

Wie oft ist es dir schon so ergangen? Du bist bei jemandem zu Besuch und die Person ist sichtlich stolz dich rumzuführen, das neue Haus oder die schöne neue Wohnung, alles ist blitz und blank und du hast augenblicklich das Gefühl in einem Einrichtungshaus zu stehen.

Doch vielleicht ist dir das Verhalten auch an dir selbst aufgefallen? Wie viele Stunden verbringst du in der Woche damit, deine Wohnräume zu putzen und alles auf Vordermann zu bringen? Fühlst du dich danach besser? Wie gehts dir damit, wenn Unordnung herrscht?

Ich staune immer wieder – einerseits über mich selbst, aber auch über andere – wie selbstverständlich wir die Sauberkeit und Reinigung unserer Wohnung über unser eigenes Wohlbefinden stellen.

Wie wichtig ist es dir, deine Seele nach der anstrengenden Woche zu reinigen und dich in erster Linie um dich zu sorgen?

Wahrscheinlich nicht wichtig genug, dieses Verhalten stelle ich auch an mir selbst fest. Oftmals sind wir so programmiert, dass wir uns erst Zeit für uns selbst gönnen, wenn alles andere auf unserer To Do Liste bereits abgehakt wurde.

Wie gelingt denn jetzt so eine Reinigung der Seele und was ist dafür nötig?

  • Lerne dich kennen und verstehen, wann du Zeit für dich brauchst und vor allem, was du brauchst.
  • Stelle dich in deinen Aufgabenlisten an die erste Stelle. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, aber wie sollst du Energie für Tätigkeiten aufbringen, wenn du tief in deinem Inneren Ruhe und Zeit für dich brauchst?
  • Reflektiere und mache das, was dich die Zeit vergessen lässt, ob es ein Spaziergang ist, eine Laufrunde, ein gutes Buch oder ein Bad, kümmer dich um dich selbst. Reinige deine Seele!

Auch mir gelingt es nicht immer, man möchte alles erledigen und sich natürlich auch in den eigenen 4 Wänden wohlfühlen. Ich frage mich nur, ob die Prioritäten so richtig gesetzt sind.

Wenn wir beim nächsten Mal, den Staubwedel oder den Staubsauger wie automatisch in die Hand nehmen, sollten wir lediglich kurz innehalten und uns fragen, ob es das ist, was wir jetzt wirklich wollen und brauchen.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/Monfocus

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Willkommen und hereinspaziert?

Erst gestern, da war er bei mir und hat mich besucht. Und die woche davor, war er still und heimlich bei dir und du hast geflucht.

Unangekündigt und unhöflich empfand ich sein Kommen. Und fast unmöglich fand ich es ihm zu entkommen.

Als er seine Forderungen und Urteile los wurde, ist es unser Innerstes, das wir aufbäumen. Warum nicht ehrlich und direkt sein, reinen Tisch machen und mehr träumen?

Wenn wir verstehen und realisieren, wer oder was Stress ist, dann wird es uns möglich, ihm zu entrinnen. Haben wir verstanden, dass wir ihn oft selbst heraufbeschwören und zusätzlich nähren, dann können wir nur gewinnen.

Beim nächsten Mal, wenn er zu dir kommt, möchte ich, dass auch du ihn bemerkst und bekämpfst. Dein Lohn sind die Gelassenheit und die Ruhe, die du dadurch empfängst.

Alles Liebe wünsch ich euch ❤️ Rox

Foto Credit: Fam. Linsenbolz

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Die variable Endstation

Die Fahrkarte kaufen, es geht rasch und unkompliziert. Anschließend fällt es mir schwer einen Tag zu wählen. Hektisch blättere ich meine Kalender durch, um einen Tag zu wählen. 2019 oder 2018 oder gar noch einige Jahre zurück? Für welchen Monat soll ich mich entscheiden?

Es erscheint mir wie eine einmalige Gelegenheit. Ein Zug, der für mich in die Vergangenheit fährt.  Ein Zug, der mich in eine Zeit katapultiert, in der meine Welt noch heil und unschuldig ist. 

Vieles würde ich anders machen, wenn ich die Möglichkeit erhalten würde:

  • Schöne Momente mehr genießen und Ablenkungen meiden
  • Mehr meinem Bauchgefühl trauen
  • Im Hier und Jetzt die Zeit leben, ohne zu viel an Später und Morgen zu denken.
  • Meine Wünsche und Bedürfnisse nicht zu ignorieren und so zu handeln, wie es sich für mich richtig anfühlt.

Nach wie vor unentschlossen, wähle ich das Jahr 2018. Einen Tag im Mai – es war ein Samstag. So richtig weiß ich nicht, was mich erwarten wird. Ich hole mir Bilder in meinen Kopf, von Momenten und Personen, mit denen ich gerne einen Tag verbringen würde. Eventuell kann ich damit den Verlauf des Tages beeinflussen.

Ich stehe am Bahnsteig, warte auf den Zug und steige ein. Ich spüre mein Herz wie wild klopfen ich bin so voller Vorfreude und kann es kaum glauben, dass es wahr wird. 

Wird die Fahrt länger dauern? Sind es 30 Minuten, 2 Stunden oder ist es gar ein Tag? Ich weiß nicht so recht, wie ich mich mit der Ungewissheit anfreunden kann. Mit dabei: Etwas zu lesen und Musik – so wird die Zeit schon vergehen und wie heißt es so schön: Vorfreude ist die schönste Art der Freude. Ich sichere mir einen Fensterplatz und sehe mich um, wie sehen die Personen aus, die sich mit mir im Zug befinden? Haben sie auch den selben Tag im Mai 2018 gewählt oder steigen sie vor oder nach mir aus? Was möchten sie erleben? Haben sie gar etwas gut zu machen? Ein Teil in mir möchte mit einigen Personen ins Gespräch kommen, der andere Teil in mir, möchte die Zeit alleine auskosten und sich gebührend auf den Tag einstellen.

Irgendwann bemerke ich im Halbschlaf, dass die Frau gegenüber von mir, mir zuwinkt und mir etwas mitteilen oder eine Konversation beginnen möchte, bin mir noch nicht ganz sicher. Ich komme langsam wieder zu mir und lächle sie an. „Möchtest du auch deinem Alltag entfliehen und an einem schönen vergangen Tag deine Energiereserven wieder anfüllen?“ Ich denke über ihre Frage nach und bin mir nicht sicher. Ist es Nostalgie oder gar Melancholie oder der Wunsch wieder das Gefühl eines sicheren Hafens spüren zu wollen, an dem es keine Probleme, keinen Alltag und keine Pandemie gibt. Ich möchte einfach sein ohne mir weiter Gedanken machen zu müssen.

Ich nicke ihr zu und gib ihr auch zu verstehen, dass mich natürlich auch ein wenig die Neugier gelockt hat. Ich bin keine Tagträumerin, doch hab ich diese Chance unbedingt nutzen wollen.

Wie viel Zeit vergeht, kann ich nicht genau beziffern, nicht in Minuten oder Stunden messen. Es beginnt zu rumpeln und irgendwann nehme ich wahr, dass sich in meinem Waggon nur mehr 5 Personen mit mir befinden. Der Zug hält und ich habe das Gefühl, dass ich an der Reihe bin, auszusteigen, wie mechanisch stehe ich auf, wandere zum Ausgang und öffne die Tür.

Es wird ganz hell, blendet mich, ich schließe die Augen und öffne sie erst wieder als ich einen vertrauten Geruch wahrnehme. Es riecht nach gutem Essen, ich höre vertraute Stimmen lachen, als hätte jemand einen Witz erzählt und alle beginnen wie auf Kommando zu lachen. Ich nähere mich dem – allzu bekannten Wohnzimmer – ich sehe mir vertraute Gesichter und mein Blick bleibt auf dem Gesicht meiner Oma hängen. Sie sitzt bei uns, beginnt zu lachen und blickt mich währenddessen voller Liebe an. Es fühlt sich an, als wäre ich nur kurz auf der Toilette gewesen, keiner stellt mir Fragen. Ich fühle sie, die Geborgenheit und die Verbundenheit. Ich beobachte lange, sitze, lächle und versuche den wunderbaren Moment in all seiner Fülle aufzusaugen und in meinem Inneren prominent abzuspeichern. Wer weiß, wann ich ihn wieder betrete, den „Nostalgie Zug“.

Habt ihr einen Moment im Kopf? Wofür würdet ihr euch entscheiden?

Alles Liebe, eure Rox