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Was ich mal werden möchte, wenn ich groß bin…

Mit leuchtenden Augen liefen wir als Kind auf und ab und erzählten jedem, was wir später mal werden möchten. Leicht zu begeistern versetzte uns jede neue Tätigkeit und alles, was wir neu kennen lernten in einen euphorischen Zustand. Heute frage ich mich, wo diese oftmals kindliche Begeisterung bei uns Erwachsenen geblieben ist? Wann sind wir eigentlich so „erwachsen“, unflexibel und abgestumpft geworden?

Zugegeben die Einleitung hört sich ziemlich drastisch an, aber beobachten wir Kinder, wie sie durch die Welt gehen, wünschte ich mir manchmal, ich könnte ab und zu, wenn mir das Erwachsenendasein über den Kopf wächst, für 24 Stunden tauschen. Eine Art Tarnkappe, schnell mal weg und Kraft tanken, Gehirn abschalten und einfach tun, worauf ich Lust habe. Ich steige aus aus den Zwängen und bin einfach nur ICH.

Wann hören wir auf ICH zu sein?

  • Wenn wir anstatt der 40 Stunden plötzlich 50 plus arbeiten und wir auf die subtilen Zeichen unserer Körpers nicht mehr Acht geben
  • Wenn wir andere zufriedenstellen und dabei nicht auf das hören, worauf unser Körper und unsere Seele aktuell Lust haben
  • Wenn wir nicht mehr aus vollem Herzen lachen
  • wenn wir mehr negative als positive Gedanken hegen

Das Leben hat viel zu bieten und es liegt in unseren Händen. Kurz inne halten und reflektieren, das sollten wir uns alle in regelmäßigen Abständen gönnen, denn dann stellen wir eventuell Entwicklungen fest, denen wir besser entgegen wirken.

Mehr „Kind sein“ bedeutet für mich, positiv, ehrlich, neugierig und voller Mut durchs Leben zu gehen. Doch irgendwann auf unserem Weg verlieren wir einiges davon. Ich wäre dafür, dass wir die Eigenschaften nach und nach wieder erlernen und auf unserem Lebensweg einsammeln. Vielleicht ist auch das der Sinn des Lebens, die Grundeigenschaften des Kind-seins nichts verlieren und sie auf unserem Weg durch die Welt zu schützen. Ist auf alle Fälle ein schöner Gedanke 😉

Bis bald. Eure Rox.

 

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Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft (Emil Zatopek)

21,1 km – eine Distanz, die mich vor ca. 2 Jahren in eine Schockstarre versetzt hat.  „Niemals, vergiss es, da können wir ja ewig trainieren“, das ist ein Auszug meiner damaligen Reaktion. Doch langsam haben sich meine Freundin und ich mit der Distanz angefreundet. Zu Beginn war es ein zaghaftes Händeschütteln, danach eine heftige Umarmung gefolgt von Momenten, die wir mit Jubelschreien schmückten.

Durch den ersten Halbmarathon lernt man auf alle Fälle seine Grenzen kennen und es gibt vieles, das man auf die gedankliche To-Do-Liste für den nächsten Anlauf setzt. Wir haben uns gegenseitig motiviert und uns auch mal in den Allerwertesten getreten, wenn es anders nicht ging. Das Laufen hat mich selbstbewusster gemacht und dadurch dass der Kopf oftmals „frei“ gelaufen wird, auch geholfen die ein oder anderen Entscheidungen schneller zu treffen. Doch als es mir die letzten Monate psychisch ein wenig schlechter ging, fehlte mir auch die Motivation genau das zu tun, was mir bisher immer Freude bereitete und ein gutes Gefühl gab.

Warum fällt die Motivation oft so schwer?

Ich denke es hat viel mit Überwindung und Energie zu tun. Gerade die letzten sehr grauen und kalten Winterwochen, wenn die Motivation am absoluten Tiefpunkt liegt, trugen nicht dazu bei, den Schweindehund zu überwinden und bei Minusgraden das Haus zu verlassen, geschweige denn Sport zu treiben. Der Mensch verzieht sich in sein Schneckenhaus.

Hoch gesteckte Ziele, die zum Verhängnis werden

Doch was, wenn man sich voll motiviert Ende des Sommers Ziele fürs neue Jahr steckt?  Tja, ich versuche gerade Worte für meine Situation zu finden, ich bin sozusagen in der Zwickmühle, einerseits möchte ich mir beweisen, dass ich es am 7.4. schaffe einen Halbmarathon trotz mangelden Trainings zu absolvieren, andererseits möchte ich mich nicht zwingen müssen und nicht mit Druck an die Sache rangehen. Doch was ist der richtige Weg? Wo hört der Arschtritt in den eigenen Allerwertesten auf und wo beginnt die Akzeptanz und das Loslassen?

Was nun?

  • Ich laufe längere Strecken, packe meistens gute Musik ein
  • Ich bereite mich gedanklich darauf vor (Strecke begutachten zB)
  • Ich bleibe positiv & selbstbewusst
  • Ich entdecke wieder die Freude am Laufen

Ich halte euch auf alle Fälle am Laufenden, wie meine Entscheidung letztendlich ausfällt.

Eure Rox

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Der Wald als Therapeut

Die Tatsache, dass das Wochenende angebrochen ist, ist eigentlich genug Grund um gut gelaunt zu sein, doch was mich an diesem jenen Samstag noch mehr erfüllt, ist, dass die Sonne scheint und die Vorfreude auf meinen Wochenendlauf durch meinen Lieblingswald ins Unermessliche steigt.

Rasch ziehe ich mir die Laufschuhe an, überlege kurz wie viel Schichten wohl Sinn machen und begebe mich auf den Weg – mit im Gepäck meine neue Polar-Tracking Uhr, die auch zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Es ist kalt, doch die Sonne beginnt langsam stärker zu werden und wärmt auch mich bei meinem 70-minütigen Lauf. Es ist definitiv der erste Lauf seit Langem, der Spaß macht und mich voll und ganz ablenkt und vergessen lässt, was im Alltag so rund um mich passiert.

Ein längerer Abschnitt führt mich durch den Wald und lässt mich kurz in mich hineinlächeln – das Leben macht Spaß und wir sollten den Moment und das Hier und jetzt mehr genießen und schätzen. Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Gedanken habe und so schließe ich mit mir selbst den Pakt, mich weniger zu stressen und wieder mehr das Hier und Jetzt zu schätzen, nicht immer in der Vergangenheit oder Zukunft zu verweilen. Zugegeben ich werde mich oft ermahnen und erinnern müssen, aber Pakt ist Pakt 🙂

Wie gehts mir bisher?

  • Ich fühle mich, als wäre ich an der Abzweigung richtig „abgebogen“
  • Sport tut mir allgemein gut, das körperliche Auspowern hilft in schwierigen Situationen
  • Ich entscheide mich oft bewusst gegen Dinge, die mir aktuell nicht gut tun oder mich eher stressen würden

Wie gehts euch in den Wintermonaten? Kommen euch auch vermehrt Gedanken in den Sinn, die euch durch die lange und kalte Jahreszeit helfen?

Eure Rox

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Weil in der Natur nichts das ganze Jahr über blüht …

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr auf der Suche seid, nach einer Beschreibung für euer aktuelles Seelenleben bzw. nach aufmunternden Worten in einer beschwerlichen Situation und ihr plötzlich genau die Sätze lest, die euch aus der Seele sprechen? Tja, dieses Gefühl hatte ich vergangene Woche als ich dieses Zitat auf Pinterest gefunden habe oder besser gesagt, die passenden Worte meinen Weg gekreuzt haben.

Hätte mich vor einem Jahr jemand zu meinem Befinden befragt, hätte ich gestrahlt und wohl nicht viel mehr erwidern müssen, meine leuchtenden Augen hätten den Rest mitgeteilt. Vor genau 365 Tagen schien mir die Sonne in Thailand ins Gesicht und wir lebten in den Tag hinein, ganz ohne auf die Uhr zu sehen oder irgendwelchen lästigen Verpflichtungen nachzukommen. Wir genossen eine wunderbare Zeit und exakt 365 Tage später dann die Bewährungsprobe, so als würde sich jemand ganz oberflächlich die Frage stellen „Wir wissen sie kann entspannen, doch wie geht sie mit schwierigen Situationen um?“

Und nun steh ich hier und wünschte mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Aktuell fühle ich mich wie ein Baum Anfang Oktober, der im stürmischen Wind all seine Blätter verliert. Doch weil in der Natur nichts das ganze Jahr über blüht, wird meine Zeit bestimmt wieder kommen, in der die leuchtenden Farben meiner Blüten andere blenden.

Bis bald.

Eure Rox.

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Atme tief durch und stell dir eine Blumenwiese vor

Ich brauche ein Mantra, etwas woran ich mich klammern kann. Es sollte leicht zu merken sein und im besten Fall natürlich auch helfen. Das Leben stellt mich seit Ende letzten Jahres auf eine Probe und macht auch vorm Jahre 2018 nicht Halt. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Nachricht erfahren habe, meine Finger begannen zu kribbeln und ich wollte in diesem Moment aus dem Albtraum erwachen. Genau an diesem Punkt stelle ich mir eine Blumenwiese vor, jegliche Arten von Blumen in verschiedensten Farben sind darauf zu finden, der Himmel ist blau und die Sonne blendet, sodass ich meine Augen schließen muss.

Es ist oft ein Leichtes für andere stark zu sein, die richtigen Worte zu finden und Ratschläge zu erteilen, die rein objektiv betrachtet am meisten Sinn ergeben. Sich jedoch plötzlich in der anderen Situation wieder zu finden, nämlich als die Person, die verzweifelt ist und Hilfe braucht, ist schwer und muss auch oftmals erst gelernt werden. In meinen schwächeren Momenten frage ich um Rat, aber immer nur Vertrauenspersonen, das versteht sich von selbst und in meinen starken Momenten, versuche ich alles irgendwie zu schaffen und nur Schritt für Schritt zu denken. Nur nicht schwach werden oder zu weinen beginnen, denn dann könnte die Fassade bröckeln und es wäre schwer, sie wieder so hinzubekommen.

Tod und Krankheit sind Buhwörter, keiner will darüber reden, geschweige denn sich damit beschäftigen. Bis das Leben dir irgendwann keine Möglichkeit mehr lässt und du ohne Wenn und Aber da durch musst. Ich bin gerade mittendrin und ich zähle jeden Tag und hoffe es möge der Tag kommen, an dem Hoffnung aufkommt und alles besser wird. Es muss keine Blumenwiese sein, ich gebe mich auch mit einer lauen Sommernacht, guten Gesprächen und Cocktails zufrieden. Irgendwann wird das Leben wieder schön sein und Spaß machen.

Was mache ich bis dahin? Viel reden, viel Sport und die kleinen, schönen Dinge des Lebens genießen und wenn es dazwischen nicht mehr geht, dann tief durchatmen und auf die gedankliche Blumenwiese zulaufen.

Bis bald.

Eure Rox