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Wärst du ein gutes Date?

Gespannt blicke ich ihr in die Augen, hinter ihr liegt ein 2-wöchiger Dating-Marathon und einerseits bin ich furchtbar neugierig und auf der anderen Seite frage ich mich, wie sie noch den Überblick behält ohne die unterschiedlichen Dates und Männer durcheinanderzubringen. Als ich förmlich vor Neugierde platze, erlöst sie mich endlich und beginnt mit einem Lächeln im Gesicht zu erzählen:

„Weißt du, sie sind nett, aber bei den meisten, vermisse ich das Funkeln in den Augen, das ernsthafte Interesse an meiner Person und den Humor. Ich bin ja nun doch nicht so wählerisch, aber wenn mich jemand 3 Mal unterbricht, dazwischen auf seine Uhr blickt und die Gespräche langweilen, dann habe ich das starke Gefühl, ich hätte meine Zeit verschwendet.“

Ich denke über den Kommentar meiner Freundin nach. Funkelnde Augen – ja, die hatte ich schon oft gesehen, aber man darf auch nicht vergessen, dass solch magische Momente, höchstwahrscheinlich nicht beim ersten Date unter enormer Nervosität in Erscheinung treten. Oft sind wir auch selbst viel zu abgelenkt und unaufmerksam, um manch ein Funkeln als eines wahrzunehmen.

Zum zweiten Punkt: Zeigen wir umgekehrt ernsthaftes Interesse, wenn sich aus dem Dating ein Sport entwickelt hat? Dates als Punkte auf einer To-Do Liste, die abgehakt und bewertet werden. Ich weiß nicht, wie ihr es seht, aber ich vermisse ein wenig die Romantik. Es kann aber auch sein, dass ich den Single Markt schon zu lange nicht betreten habe, und mittlerweile nicht mehr am neuesten Stand bin 😉

Warum vielen Frauen, Humor wichtig ist, kann ich zu 100% nachvollziehen. Das Leben mit einem Augenzwinkern zu betrachten, nicht alles zu ernst zu nehmen und über die selben Dinge lachen zu können, schweißt unheimlich zusammen und lässt einen geborgen fühlen.

Wann wurde nun aus dem Daten ein „Business Pitch“?

„Du hast genau 30 Minuten Zeit, um mich zu überzeugen.“ Nach einem ersten – nicht zufriedenstellenden Eindruck – haben viele ohnehin schon eine Entscheidung getroffen, jetzt wird nur mehr abgewartet, bis der Anstand es erlaubt, die Rechnung zu verlangen und endlich abhauen zu können.

Ich stelle mir die Frage, wie fair es ist, solche Erwartungen an sein Gegenüber zu stellen? Knallhart wird bewertet, entweder mithilfe eines Punktesystems, beliebt sind hier Skalen von 1 bis 10 oder aber auch mithilfe des bekannten Notenschlüssels. So nun richten wir mal ganz kurz den Scheinwerfer auf uns selbst:

  • Wie oft waren wir verabredet, waren nicht bei der Sache und haben dem Gegenüber kaum bis wenig Aufmerksamkeit geschenkt?
  • Wie oft haben wir nicht aktiv zugehört und nur eine zuhörende Rolle vorgespielt und ab und zu mit einem Nicken oder einem teilnahmslosen „Aha“ geantwortet?
  • Wann funkeln eigentlich unsere Augen? Abgekämpft vom Alltag und all dem Stress, den wir uns Tag ein, Tag aus widmen, fällt es oftmals sehr schwer. Wie fair ist es dann, es von anderen Menschen zu erwarten?

Was will ich denn nun mit meinem langen Aufsatz sagen? Wenn wir das nächste Mal beginnen, jemanden kritisch zu beäugen und knallhart zu bewerten, stellen wir uns doch einfach mal die Frage, ob wir denn nun das perfekte Date abgegeben haben.

Und eines sei noch gesagt, wenn der Funke nicht überspringt, dann ist das doch auch ein guter Indikator dafür, zu entscheiden, ob ein weiteres Treffen, Sinn macht oder nicht.

Wichtig ist, dass wir authentisch bleiben, um es nicht wie Angelina Jolie machen zu müssen 😉

„I always play women I would date“ – Angelina Jolie

Alles Liebe, Eure Rox und

PS: Viel Spaß bei eurem nächsten Date

Foto Credit: Pixabay/Timbigger

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Schätzt du auch den Wert?

Du kannst den Wert eines kostbaren Gegenstandes schätzen. Viele Faktoren würdest du dazu heranziehen, um einen möglichst realistischen Wert nennen zu können. Den Wert eines Menschen zu bestimmen, ist schier unmöglich, wir bestehen aus Fleisch und Blut, tragen eine Seele in uns, uns eine Preismarke umzuhängen, erinnert an Sklaverei und ist kurzgesagt unmenschlich.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie oft du Menschen zeigst, wie wertvoll sie für dich sind? In welcher Form schätzt du den Wert deiner Liebsten?

Je älter ich werde, umso wichtiger ist mir Verständnis, aktives Zuhören und Kommunikation. In der heutigen Zeit, bei deinem Gegenüber voll da zu sein, ohne Ablenkungen ist sehr kostbar und selten geworden. Jemandem volle Aufmerksamkeit zu schenken und respektvoll miteinander umzugehen – das bedeutet für mich pure Wertschätzung.

Eine Blume muss gegossen werden und so sehe ich meine Liebsten – wie mein ganz persönliches Blumenbeet, an dem ich mich Tag ein Tag aus erfreue. Doch ohne Pflege nimmt die Freude ab und das Beet schrumpft nach und nach.

Hast du dir auch umgekehrt schon einmal die Frage gestellt, wie du von deinen Mitmenschen behandelt wirst? Wie viel bist du jedem Einzelnen wert? Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken – wo begegnet dir Respektlosigkeit oder gar Unverschämtheit? Wer behandelt dich unter deinem Wert und wer erhält von dir regelmäßig Freikarten, um dich wie einen Spielball behandeln zu können? Ich reflektiere in letzter Zeit viel und achte auf das richtige Maß an Balance. Gibst du Wertschätzung und Liebe und bekommst im Gegenzug negative Gefühle oder gar weitere Forderungen retour, dann schätze dich und deinen Wert, indem du dem Verhalten Einhalt gebietest und klare Grenzen setzt.

Bis bald.

Eure Rox

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Der perfekte Mensch

[Achtung: Text mit Sarkasmus geschmückt]

Der perfekte Mensch verschwendet keine Zeit, er holt sich was er braucht und von wem er möchte. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse stehen jederzeit im Vordergrund und werden mit höchster Priorität verfolgt. An andere zu denken, wird als Zeitverschwendung angesehen und davon wird Abstand genommen. Schließlich möchte man doch effizient bleiben.

Der perfekte Mensch hat sich sein Urteil über die Welt gebildet, jeder der sein Weltbild nicht teilt, ist nicht intelligent genug, um die weisen Ansichten zu teilen und zu verstehen.

Der perfekte Mensch hält sich nicht oft mit Emotionen auf, am ehesten noch dann, wenn es um die eigenen geht. Sobald ihn jemand konfrontiert, schlägt er zurück, immerhin hat er sich nichts vorzuwerfen, die anderen Menschen müssten endlich lernen, sich zu beherrschen und ihre Gefühle zu kontrollieren.

Dem perfekten Menschen wird des Öfteren vorgeworfen, er hätte jemanden beleidigt, dieser Vorwurf wird sofort entkräftet, die Menschen müssten endlich lernen stärker zu werden, sie waren viel zu sensibel und zu schwach. Zudem ist es doch in Ordnung seine Meinung zu sagen und die Wahrheit ist eben nicht immer schön, das musste man als erwachsener Mensch schon wegstecken können.

Der perfekte Mensch hält sich nicht mit Reflexion auf, das ist ein Wort für Spirituelle, die sich ihr ganzes Leben nicht finden und permanent mit Selbstoptimierung beschäftigt sind. Jeder Mensch hat seinen bestimmten Charakter und das viele Grübeln und Nachdenken war die Zeit und Energie nicht wert.

Ist perfekt sein ein Ideal? Bin ich traurig darüber, nur „halbfertig“ zu sein und meine Schwächen zu haben? Nein.

Stört es mich, dass ich über jegliche Themen in meinem Leben grüble und mein Handeln zu oft kritisch hinterfrage? Ja, es ist nicht immer in jeder Lebenslage angemessen und man muss achtsam mit dem inneren Kritiker umgehen und wissen, wann man ihn wie im Zaun hält.

Aber mit einem dieser perfekten Menschen möchte ich nicht tauschen.

Bis bald, eure Rox

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Deine Energie ist ein kostbares Gut

Und wieder sehe ich mich in einer Situation gefangen, in der man rein äußerlich betrachtet Menschen sieht, die miteinander Zeit verbringen, im Gespräch vertieft sind, bzw. wohl eher wild gestikulierend miteinander diskutieren. Was jedoch im Hintergrund passiert und ich stelle es mir gern bildlich vor, die Person hält meine Hand, sieht mich eindringlich an und saugt mir dabei meine Energie aus. Währenddessen werde ich immer bleicher und die Energie, die ich mir mühsam in meinen Körper geladen hatte, entweicht aus meinem Körper.

Vielleicht versetzt es mich nur deshalb in so einen Schock, denke ich über die letzte Woche nach, da im Urlaub vor 14 Tagen meine einzigen Sorgen waren, was wir essen und welche Sehenswürdigkeiten wir uns ansehen würden. Es war eine Pause, eine Pause vom Alltag und von all den Menschen, die sich regelmäßig an unserer Energie bedienen. Natürlich ist es viel einfacher sich die Energie von jenen Menschen zu holen, die regelmäßig gefüllte Tanks haben. Doch wann war es so weit gekommen, dass ich zum Spielball wurde und wann wäre der Zeitpunkt erreicht gewesen, aufzuschreien und mich selbst zu schützen?

Solch Analysen starte ich meistens in der Bewegung, meine liebste Aktivität in mich zu gehen und nachzudenken, ist das Laufen. Die trabende Bewegung und die Natur hilft mir dabei  Antworten zu finden. Folgendes versuche ich mir in Gedanken zu beantworten:

Bin ich zu gut? Lasse ich mich etwa ausnutzen? Warum stelle ich die Harmonie manches Mal über ein klares Nein, das mir lieber über die Lippen kommen würde?

Ein Entschluss lässt sich leicht fassen, schwer ist wie immer die Umsetzung und die Konsequenz im Verfolgen der Ziele. Aktueller Stand ist, dass ich an mir arbeite, ich bastle mir derzeit sozusagen mein eigenes Schutzschild. Herauszufinden, wann ich es einsetze und wann ich es lieber versteckt halte, ist jedoch die große Kunst.

Wie geht es euch damit und wie versucht ihr euch vor solch Energiefressern zu schützen?

Bis bald.

Eure Rox

 

 

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Dankesrede ans Laufen

Im Winter finden ja bekannterweise immer die Golden Globes und auch die Oscar Verleihung statt, bei meiner letzten Laufrunde am Wochenende kam mir der Gedanke, wie sehr ich dem Laufen dankbar bin und in Gedanken begann ich bereits eine Rede zu formulieren:

Vor 3 Jahren haben wir uns getroffen, davor war ich es satt, mich gestresst und träge zu fühlen. Ich wusste, ich brauchte ein Hobby, eines bei dem ich dem Körper Kondition beibrachte, bzw begann sie aufzubauen. Unser Techtelmechtel startete langsam, anfangs trafen wir uns nur 30 Minuten, danach war ich meistens fix und fertig, bis wir schlussendlich 3 Stunden miteinander verbrachten. Nach diesen intensiven Stunden war ich den restlichen Tag verzaubert von der Leistung, die wir gemeinsam – im wahrsten Sinne – auf die Strecke gebracht haben.

Ich danke dir – dem Laufen für:

  • Das Schärfen meines Bewusstseins für die Themen Ernährung und Bewegung, denn was wir essen ist der Treibstoff, den wir in uns tanken
  • Eine überdurchschnittliche Kondition, die mich selbst in der Arbeit zum Liftverweigerer macht
  • Eine bessere Körperhaltung und definiertere Muskeln (überwiegend im Beinbereich ;-))
  • Eine gesteigerte Konzentration, sowohl während als auch nach dem Laufen, währenddessen löse ich oft die ein oder anderen inneren Konflikte.
  • Mehr Selbstbewusstsein – dieses Hobby in Verbindung mit der Natur und persönlichen Zielen macht uns zu stärkeren Menschen
  • Stressabbau – du hilfst mir den aufgestauten Stress in regelmäßigen Abständen abzuschütteln
  • Eine psychische Gesundheit, die ein oder andere Laufrunde war für mich sehr stark therapeutischer Natur, vor allem in Verbindung mit meiner Freundin
  • Mehr Disziplin – ich trete mir öfter in den Allerwertesten und zwar, weil ich unrund werde, sobald ich keine Bewegung mache.

Um es zusammenzufassen: Danke, dass du aus mir eine bessere Version geschaffen hast. Auf weitere fitte Lebensjahre 🙂

Alles Liebe

Eure Rox