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Orte in mir

Es existieren 8 Orte in mir. Es sind jene Orte, die ich kenne und die ich auch regelmäßig aufsuche.

Sehr früh lernte ich den ersten kennen: Er hat mir bereits im Kindesalter beigebracht, im Kopf stark zu bleiben, lösungsorientiert zu denken und mich auf mich selbst zu verlassen. Ich nenne ihn „Fitnessstudio für den Geist“

Der zweite Ort ist einer, der Wärme ausstrahlt, an dem es sonnig ist und der Hoffnung und positive Energie bereithält. An ihm regiert die Liebe, das Verständnis und auch die Empathie für andere. Ich nenne ihn „Sonnenstudio“

Der nächste Ort ist ein dunkler und wird leider viel zu oft besucht von mir, auch er entstand sehr früh. Dort werden Beurteilungen vorgenommen, auch Qualitätschecks, Kritiken und Bewertungen fliegen mir oft um die Ohren. Auch Ängste und Sorgen begegnen mir an diesem Ort. Nichts ist je gut genug, alles muss und soll perfekt sein. Ich nenne ihn „das Büro des Offiziers“

Auch ein kleiner, dichter Wald befindet sich in mir, der enorm gut duftet, Ruhe ausstrahlt und auch Tiere beheimatet. Hier kann ich entspannen und meine Batterien wieder aufladen. Entschleunigung und Achtsamkeit habe ich hier auch schon des Öfteren getroffen. Ich nenne ihn „Ruhiger Wald“

Ein Ort, den ich täglich besuche und in dem ich mich sehr wohl fühle, ist ein Ort, an dem wie wild evaluiert, auch ausgemistet, strukturiert, geplant und umgesetzt wird. Schon sehr früh habe ich gemerkt, dass meine Stärken Ordnung und Struktur mir Seelenfrieden verschaffen und ich mein Gehirn dadurch auch entspanne. Ich nenne ihn „Planungsfabrik“

Der nächste Ort liegt genau in der entgegengesetzten Richtung von der Planungsfabrik: Dort regiert das Chaos, das Gegenteil von Kontrolle. Ungeordnete Gedanken werden hier zusammengeschmissen und warten bis sie bearbeitet werden. Ich nenne den Ort den „Chaoskasten“

Am Ort Nr. 7 bin ich sehr gerne. Ich verbringe Zeit mit Freunden, lache viel, bin glücklich und empfinde Freude für den Tag und mein Leben. Ich habe Spaß, zerdenke nicht und genieße die schönen Momente und das Glück, das ich empfinde. Ich nenne den Ort Nr. 7 „Dance Floor“

Der letzte Ort ist jener, der sich in den letzten Jahren stärker entwickelt hat, er wurde größer und auch renoviert. Dieser Ort gibt mir Zuspruch, Zuwendung, Aufmerksamkeit, er bestärkt mein Selbstbewusstsein und lehrt mich zu mir zu stehen und meinen Weg zu finden. Ich nenne ihn „Bei Oma“

Wie steht es um eure Orte?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/MustangJoe

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Was wir von Giraffen lernen können

Sie verbindet eine unglaublich enge Freundschaft. Manches Mal fragt sich jedoch die Giraffe, warum sie sich das antut, kann sie doch rein gar nichts vom Elefanten lernen und er zapft permanent ihre Energie an mit seiner schlechten Stimmung. Von einem positiven Gesichtspunkt gesehen, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Elefant seine Sichtweise verändert, wird er doch rund um die Ohr von Positivität in Form der Giraffe umgeben.

Es genügt meistens nur eine Kleinigkeit und der Elefant ist schlecht gelaunt und diese Stimmung hält meistens an. Im Laufe des Tages bestätigt er sich dann mit vielen weiteren Situationen, dass das Leben schlecht ist und er immer als Opfer auserkoren wird.

„Hast du diesen Blick gesehen? Ich glaube die wollen uns hier nicht haben.“ „Warum muss so etwas immer mir passieren?“ „Das Leben ist ungerecht.“ „Ich kann ihr Gequatsche nicht mehr hören, sie glauben, sie sind etwas Besseres und behandeln mich ständig von oben herab.“ „Ich gehöre nirgends dazu.“

Das sind nur einige der Sätze, die die Giraffe wie eine hängen gebliebene Schallplatte immer und immer wieder hört. Ein negatives Mantra sozusagen. Zudem ist es auch eine selbsterfüllende Prophezeiung, glaubst du nur lange genug an das System-Update, das du dir einprogrammierst, wird sich deine Wahrnehmung verändern, da du deine Meinung das Update wird dir helfen, bestätigt sehen willst. Oft versucht die Giraffe die negative Gedankenspirale des Elefanten zu durchbrechen, da es für einen Außenstehenden irrsinnig gut sichtbar ist, wie sich das Gedankenknäuel an Negativität zu einem großen Ganzen zusammenrollt und so an Größe und Schwere gewinnt.

Der Elefant ist wiederum dankbar für seinen loyalen Freund und er beschreibt die Giraffe, als das Beste in seinem Leben. In ganz hellen Momenten ist ihm klar, dass er anderen mit seiner Art viel zumutet. Schon des Öfteren hat er versucht sich zu verändern. Doch es ist so schwer, warum ist die Giraffe wie sie ist. Er hat doch sogar das Privileg von einem Profi zu lernen. Der Elefant hat einmal gelesen, dass das Herz einer Giraffe viel auf sich nehmen muss, um das Blut etliche Meter hoch in den Kopf zu pumpen. Das ist die eine Seite der Medaille und die andere, dass sie sich dadurch auch länger Zeit für ihre Reaktionen und in vielen Fällen auch Bewertungen nehmen kann. Der Organismus ist so gebaut, dass viele Prozesse nicht blitzschnell ablaufen und so Handlungen besser überlegt werden können, vor allem dann, wenn Emotionen im Spiel sind.

Der Elefant merkt schon einen Unterschied zwischen sich selbst und seinem meterhohen Freund. Während er recht schnell über Leute urteilt und Bewertungen anstellt, beobachtet die Giraffe und versucht das große Ganze zu sehen, was ihr aufgrund ihrer Größe auch gut gelingt.

Ganz fest glaubt er dran, dass er noch in Ausbildung ist und irgendwann dann kann er beginnen ein wenig wie sein Freund zu werden. Ein Versuch war es wert, glücklicher zu werden.

Während der Elefant seinen letzten Gedanken zu Ende denkt, seufzt die Giraffe, sieht ihn an und beginnt herzhaft zu lachen. „Bist du endlich so weit den dicken, schwarzen Mantel abzulegen?“

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Unsplash/Thomas Evans

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730 Tage

Sie irrte umher, lautlos gefangen in einer Blase, die sie umhüllte und zugleich abschirmte. Wann wurde ihre Welt zu einer dumpfen Welt ohne Freude? Fast fühlte sie sich wie in einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannte und zu der sie sich nicht zugehörig fühlte.

Wann sich ihre Welt verändert hatte, wusste sie: Vor genau 730 Tagen begann die Transformation in ein neues Leben. Zu gut hatte sie noch all jene Ratschläge von Personen im Kopf, die meinten, es würde schon wieder alles besser und das gehörte zum Leben dazu. Theoretisch wusste sie es, aber praktisch half es ihr nicht, ihre Gefühle davon zu überzeugen. Es war wie ein Kampf auf verlorenem Posten.

Geht es uns allen so? Ja, all unsere Leben verändern sich, wir, unser Umfeld, die Gesellschaft, vieles verändert sich für jeden einzelnen von uns. Die Zeitpunkte variieren natürlich und auch die Transformation in ein neues Leben ist für jeden anders. Positiv, neutral und negativ könnte man den Wandel vereinfacht unterteilen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob eine rasche Bewertung in jedem Fall angemessen ist. Oft benötigen wir Zeit ins neue Leben zu schreiten und dort auch anzukommen und mir fällt auch des Öfteren auf, dass es den jeweiligen Personen selbst schwer fällt, ihre positive Veränderung und die Entwicklung selbst zu würdigen.

Wie ging es ihr nun damit und wie gestaltete sie ihr Leben?

Etwas fehlte, da war sie sich sicher, es fühlte sich nach wie vor so an, als wäre ein Teil ihres Herzens abgestorben und ihr Sinn im Leben verloren gegangen. Doch sie entschied sich dafür Sinn im neuen Leben zu finden, positiv und voller Zuversicht die schöne Seite des Lebens zu sehen. Insgeheim hoffte sie, dass es dann auch irgendwann ihre Realität wurde und sie sich wieder vollständig fühlte.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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Kampfhaltung adé

Und wieder passierte es, das Blut stieg mir in den Kopf, mir wurde heiß, meine Emotionen spielten verrückt, unmöglich wurde es mir meinem Gegenüber weiterhin offen und neutral zuzuhören. In Gedanken hatte ich bereits einen meiner Boxhandschuhe in der Hand und war dabei in mir anzuziehen. Mein Gesprächspartner bekam davon relativ wenig mit, führte seinen Monolog weiter, während ich bereits innerlich meine Kampfhaltung angenommen, Schotten dicht gemacht hatte und den Ausnahmezustand in meinem kompletten Organismus ausgerufen hatte.

Erinnerst du dich, wann es dir zuletzt so erging? Hast du dich dabei ähnlich gefühlt?

Erst im vergangen Jahr habe ich mich sehr bewusst mit diesem Thema beschäftigt. Ich wollte die Trigger verstehen, die mich innerlich ausrasten ließen. Ich wollte in bestimmten Momenten kein Opfer mehr sein und mein Leben aktiv steuern. Doch das beinhaltete auch, einerseits nicht alles zu persönlich zu nehmen, und andererseits Nein sagen zu können und für sich einzustehen, wenn es darauf ankam. Tja und hier beginnt auch zumeist schon das Dilemma – denn das bedeutet, dass man das eine vom anderen unterscheiden können sollte. Bevor die Emotionen uns leiten und klares Denken unmöglich wird, sollten wir für einen kurzen Augenblick einen Wahrheits-Check einleiten.

Tu ich der Person unrecht? Geht es eigentlich um meine Person?

Ich habe mir die Fragen vor allem im letzten Jahr oft selbst beantwortet. Viel zu oft verharren wir gerne in der Opferhaltung, wir machen alles und jeden für unsere Reaktionen verantwortlich. Die Boxhandschuhe sind schnell man angezogen und in dem Moment ist kein klarer Gedanke oder ein Gespräch auf Augenhöhe mehr möglich. Konstant versuchen wir unser Selbstwertgefühl zu verteidigen wie unseren heiligen Gral.

Anstatt unseren Emotionen Einhalt zu gebieten und noch einmal bewusst nachzudenken, reagieren wir überzogen und emotional. Es passiert alles in Sekundenschnelle – das Gespräch ist ab diesem Zeitpunkt für uns beendet.

Meist gelingt es mir zwar noch nicht auf Anhieb in jeder Situation, doch mit ein wenig Abstand und Reflexion habe ich mir zuletzt die Antwort geben können, dass wir unseren Wert höher einschätzen und besser über uns denken sollten. Nur, wenn unser Selbstbewusstsein nicht stark genug ist, lassen wir uns von unserem Gegenüber verunsichern und aus der Bahn werfen.

Was sollten wir tun, wenn unsere Emotionen mal wieder überkochen?

Ruhe bewahren, tief ein- und ausatmen. Einen Schritt zurücktreten und das innere Gespräch mit uns suchen. Was passiert gerade? Anstelle der Boxhandschuhe können wir es mit Verständnis und Nachfragen versuchen. Schieben wir den Fokus von uns auf die andere Person. Versuchen wir das Gesagte und den Hintergrund zu verstehen. Auf keinen Fall sollte es ungeprüft zu unserer Wahrheit werden.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: kalhh/Pixabay

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Freitagsweisheit

Morgens, Yogi Tee‘s Weisheit