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Dienstagsweisheit

Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.

Ödön von Horváth

Foto Credit: Johannesbayer0 / Pixabay

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730 Tage

Sie irrte umher, lautlos gefangen in einer Blase, die sie umhüllte und zugleich abschirmte. Wann wurde ihre Welt zu einer dumpfen Welt ohne Freude? Fast fühlte sie sich wie in einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht kannte und zu der sie sich nicht zugehörig fühlte.

Wann sich ihre Welt verändert hatte, wusste sie: Vor genau 730 Tagen begann die Transformation in ein neues Leben. Zu gut hatte sie noch all jene Ratschläge von Personen im Kopf, die meinten, es würde schon wieder alles besser und das gehörte zum Leben dazu. Theoretisch wusste sie es, aber praktisch half es ihr nicht, ihre Gefühle davon zu überzeugen. Es war wie ein Kampf auf verlorenem Posten.

Geht es uns allen so? Ja, all unsere Leben verändern sich, wir, unser Umfeld, die Gesellschaft, vieles verändert sich für jeden einzelnen von uns. Die Zeitpunkte variieren natürlich und auch die Transformation in ein neues Leben ist für jeden anders. Positiv, neutral und negativ könnte man den Wandel vereinfacht unterteilen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob eine rasche Bewertung in jedem Fall angemessen ist. Oft benötigen wir Zeit ins neue Leben zu schreiten und dort auch anzukommen und mir fällt auch des Öfteren auf, dass es den jeweiligen Personen selbst schwer fällt, ihre positive Veränderung und die Entwicklung selbst zu würdigen.

Wie ging es ihr nun damit und wie gestaltete sie ihr Leben?

Etwas fehlte, da war sie sich sicher, es fühlte sich nach wie vor so an, als wäre ein Teil ihres Herzens abgestorben und ihr Sinn im Leben verloren gegangen. Doch sie entschied sich dafür Sinn im neuen Leben zu finden, positiv und voller Zuversicht die schöne Seite des Lebens zu sehen. Insgeheim hoffte sie, dass es dann auch irgendwann ihre Realität wurde und sie sich wieder vollständig fühlte.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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Mittwochsweisheit

Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.

John Steinbeck
Aus dem Urlaub ganz ohne Kalender und Termine
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Mein Boss

Meistens erwartet er Disziplin und Sorgfalt. Entspannung gibt es erst, wenn alle Aufgaben, die anstehen, erledigt wurden.

Er ist streng und weiß genau, was er will, passt etwas nicht, sind meistens die anderen schuld.

Mitgefühl? Tja, das gibt es selten, aber es existiert in bestimmten Fällen, aber die sind eher die Ausnahme.

Manchmal erinnert er mich auch an einen Sklaventreiber, der nicht flexibel auf Veränderungen reagieren kann und einfach stur versucht sein Programm zu fahren ohne Wenn und Aber.

Ich habe auch festgestellt, dass es ihn meistens darum geht, die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Meine Arbeit muss diesem Level dann gerecht werden.

Entsteht eine Diskussion, in der ich das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, schenkt er meistens den anderen sein Vertrauen.

Aber dieses Mal habe ich mehr gegeben, als möglich war, ich habe mein Privatleben vernachlässigt um das Konzept, das er verlangte auf die Beine zu stellen.

Ich lege es ihm vor und die darauffolgenden Sekunden erscheinen mir wie eine Ewigkeit. Vorerst verzieht er keine Miene. Doch dann: Er beginnt sich zu räuspern und sagt: „Es ist okay“

Wieder einmal ist es ihm nicht genug, sein enttäuschter Blick lässt darauf schließen.

Habe ich mich wirklich zu 100% ins Zeug gelegt? Schlagartig beginne ich mich und meine Arbeit in Frage zu stellen.

Lange blicke ich in seine Augen, seinen festen Blick, das Gesicht wird immer unklarer und verschwimmt zunehmend vor meinen Augen bis ich langsam aber sicher das Gefühl habe in einen Spiegel zu blicken und mich selbst zu sehen.

Wie lesen sich diese Zeilen für dich? Würdest du dich mit einem Vorgesetzten, wie er beschrieben wurde, zufriedengeben? Würde diese Zusammenarbeit dich glücklich machen?

Ich kann es für mich beantworten, Nein und ehrlich gesagt, bin ich geschockt, wie schlecht wir uns teilweise selbst behandeln und das ohne mit der Wimper zu zucken. Schneller wird es noch bei anderen gemeldet oder aufgezeigt. Kommt das Verhalten jedoch aus unserem Inneren, nehmen wir es nicht aktiv wahr und interpretieren es eher als normal, da es als Teil unserer Persönlichkeit gesehen wird.

Ich nehme mir seit geraumer Zeit vor, auch meinen inneren Boss manches Mal herauszufordern, in Frage zu stellen und auch mal flexibel auf innere oder äußere Veränderungen zu reagieren. Das können die Überstunden sein, die wir machen um unser Projekt erfolgreich abzuschließen, die uns dann dazu veranlassen den Wohnungsputz und Einkauf an diesem Tag sausen zu lassen. Das kann aber wiederum auch mal ein Tag mit Entspannung sein, weil Körper und Seele danach schreien.

Alles Liebe,

Eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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Wie eine Serpentinenstraße

Ich schaute den Kindern zu, wie sie völlig fasziniert in dem Computerspiel versunken waren. Jeder hatte ein Auto gewählt und es ging nun da drum, wer am schnellsten im Ziel angelangte und das Rennen gewann. Für beide existierte keine Zeit, es ging nur mehr ums stetige Beschleunigen und Sieg Einheimsen.

Daraufhin versuchte ich das Gesehene auf die Realität, auf mein aktuelles Leben umzulegen:


Ich dachte an all jene, die auf der Überholspur unterwegs waren und ungeduldig wurden, sobald sie sich einbremsen mussten.

Mir fielen auch all jene ein, die oft im Nebel unterwegs waren und sich schwer taten, die Spur zu erkennen und einzuhalten.

Besonders ärgerlich fand ich auch all jene, die immer ein Tempo fuhren und es nicht auf die tatsächlichen Fahrbedingungen anpassten. Davon gab es leider auch zu viele.

Natürlich gab es dann noch all jene, die ihr Leben viel zu oft riskierten und den Straßenverkehr als Mutprobe sahen und den Fuß kaum vom Gas nahmen.

Ich überlegte kurz wie ich die Fahrbahn meines Lebens aus jetziger Sicht beschreiben würde? Sie war wohl eher eine Serpentinenstraße, es ging aktuell nur drum:

  • das Tempo zu drosseln
  • auf die nächste Kurve zu achten und
  • für den Gegenverkehr mitzudenken.

Ich wusste nicht so recht wie viele Serpentinen noch auf mich warteten, bevor ich wieder geradeaus unterwegs war. Wann wurde es endlich wieder leichter?

Mit Sicherheit konnte ich es nicht beantworten, aber in Gedanken fühlte ich eine angenehme Entspannung: Ich fuhr die endlos lange Straße entlang, genoss die Aussicht, die Sonne schien, ich hatte gute Musik im Ohr und war voller Zuversicht auf alles, was noch auf mich wartete.

Wie gehts euch aktuell? Auf welcher Fahrbahn seid ihr unterwegs?

Bis dann.

Eure Rox

Foto Credit: Pixabay/Seaq68