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Hörst du deinen Motor brummen?

Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag verfasst, in dem es um Rituale ging und deren Notwendigkeit. Nun musste ich feststellen, wie einfach sich all diese Tipps in der Theorie anhören und wie viel Geduld, Fingerspitzengefühl und Energie man letztendlich wirklich benötigt, um neue Routinen aus dem Boden zu stampfen und neue Rituale zu etablieren.

Definitiv kein leichtes Unterfangen, inmitten einer Pandemie einen neuen Job zu starten. Ein neues Kapitel in der Berufswelt aufzuschlagen, war bereits vor 2020 herausfordernd. Das eine ist die neue berufliche Reise, das andere sind die begleitenden Umstände: die neuen Abläufe, der neue Arbeitsweg, die neuen Arbeitszeiten, die neuen Kollegen, das neue Büro. Ganz schön viel ist „neu“ und wir müssen viel Energie aufwenden, um damit klar zu kommen. Eine neue ungewohnte Situation, die überfordert.

Mein „Business Motor“ stand sozusagen still für ca. 5 Monate. Das Auto stand zugedeckt in der Garage, immer bereit für den nächsten Einsatz, aber grundsätzlich bis auf Weiteres stillgelegt. Die letzten Wochen war ich vermehrt damit beschäftigt, potentiellen Arbeitgebern das stillgelegte Gefährt schmackhaft zu machen.

Anfang Juni war es nun so weit. Ich betrat die Garage und setzte mich zaghaft in den Wagen. Ich war überrascht, wie stark der Motor erklang, als ich den Schlüssel umdrehte. Nun denn, es war wohl wie Radfahren oder Schwimmen, man verlernte es nicht, richtig? Trotz alledem verspürte ich ein mulmiges Gefühl, die Ungewissheit kroch langsam aber sicher empor und machte sich bemerkbar. Ich nahm all meinen Mut zusammen und begab mich auf den mir gänzlich unbekannten Weg.

An folgendes möchte ich mich erinnern, um fokussiert bei mir bleiben zu können:

  • Gib dir Zeit und sei nicht zu streng zu dir
  • Vergiss deine Wünsche und dein Wohlbefinden nicht am Weg
  • Überfordere dich nicht – du kannst nicht alles auf einmal erledigen
  • Fokussiere dich und verliere dich nicht in To Dos
  • Sei geduldig
  • Lerne, dass du nicht alles kontrollieren kannst
  • Sei dankbar
  • Steh zu dir, du bist gut, so wie du bist
  • Gib dir den Raum, den du benötigst

Seid ihr auch gerade auf einer Reise und wo gehts bei euch hin?

Alles Liebe, Rox

Foto Credit: Pixabay RonPorter

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Der Reiz vom spontan Sein

Mal etwas Neues ausprobieren, spontan sein, über seinen Schatten springen, mutig sein und die Komfortzone verlassen. Daraus hat wohl jeder von uns schon gelernt und hätten wir in unserem Leben nicht öfter schon etwas gewagt, wären wir nicht erwachsen geworden. Gerade, wenn man einem Kind beim Aufwachsen zusieht, merkt man, wie oft es etwas Neues lernt und die Komfortzone verlassen MUSS, da gibt es kein Wenn und Aber. Genau deshalb ist es wichtig, im Leben auch verlässliche Eckpfeiler zu haben, an die man sich klammern kann, wenn um einen herum vieles wackelt und man das Gefühl hat, heftig wankend den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Rituale im Leben der Kinder, aber auch in denen der Erwachsenen, sind wichtig. Durch wiederkehrende Handlungen im Alltag wird Heranwachsenden Vertrauen geschenkt, das ihnen zu einer gesunden Entwicklung verhilft. Und uns Erwachsenen gibt es Halt, oft auch Geborgenheit, Freude und Ruhe

Jeder von uns hat welche: Rituale, die wir für uns entdeckt haben oder die über Jahre hinweg, einfach entstanden sind. Rituale, die wir in unser Leben integriert haben, die uns Halt in einer Welt voller Veränderung geben und Freude bereiten. 

Mein Wochenende wird beispielsweise eingeläutet mit einem Vormittagslauf am Samstag. Je älter ich werde, desto besser verstehe ich mich und habe daher auch gelernt, dass ich am besten in der Aktivität denken kann. Mein Samstags-Date mit mir ist deshalb auch von so großer Wichtigkeit für mich. Ich bewege mich in der Natur und habe zugleich Zeit über mein Leben oder wichtige Entscheidungen, die anstehen, nachzudenken. Oft genug passiert es aber auch einfach, dass ich an nichts denke und meinem eigenen Traben lausche und nur das Zwitschern der Vögel wahrnehme.

Es gibt aber auch jene Rituale, die wir mit anderen genießen und automatisch leben, ohne darüber groß nachzudenken: Sei es der Spieleabend mit den besten Freunden, das Kuscheln mit dem Partner oder aber auch jene Rituale, die wir uns für unser Berufsleben angeeignet haben; das Wechseln der Kleidung oder aber der Heimweg, der nochmal genutzt wird, um die Lieblingsmusik zu hören und den Arbeitstag revue passieren zu lassen.

Unsere Rituale verschaffen unserem Geist, Ruhe & Entspannung. Wir sind immer online, immer verfügbar und müssen immer funktionieren. Klar schreit dann auch einmal unser Verstand nach einer Pause. Er ruft nach Tätigkeiten, die er kennt und mit positiven Emotionen verbindet.

Wie überall im Leben ist es das Maß der Dinge. Fahren wir immer die Relax-Schiene, wird unser Gehirn faul und langsam. Lassen wir permanent Reize auf uns niederprasseln und verlangen wir non-stop von unserem Gehirn, Neues zu lernen oder sich in neuen Situationen zurechtzufinden, dann wird der Körper bald die Notbremse ziehen und uns die Ruhe aufdrücken, die er braucht.

Starten wir am besten noch heute damit, uns die notwendige Pause zu gönnen.

Alles Liebe, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay / Free-Photos

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Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg (Zen Buddhismus)

Heute möchte ich diesen Spruch mit euch teilen, der uns daran erinnern soll, wie wichtig es ist, im Alltag inne zu halten.

Hier ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen:

Sei feinfühlig zu dir selbst

Nimm den Fuß vom Gas, wenn die Anforderungen Überhand nehmen

Lerne deine inneren Treiber kennen und bekämpfe sie, wenn sie außer Kontrolle geraten

Enttarne und kontrolliere dein Ego

Denke positiv, analysiere die Situation und bewerte sie neu

Was möchtest du und was fühlt sich gut und richtig für dich an?

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende euch allen 😄 Alles Liebe, eure Rox

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Level 33

Letztens hab ich einen interessanten Beitrag gelesen, darin handelte es sich ums Alter und dass es besser und passender wäre, sein Alter in Level-Anzahl auszudrücken. Meines wäre Level 33 und das Positive daran: Wir würden uns wohler dabei fühlen, je höher, die Zahl. Seit ich 30 geworden bin, ist das Alter auch für mich ein eher unangenehmes Thema. Werde ich zu schnell gefragt, passiert es auch mir, dass ich oft überlegen muss – viel zu schnell ziehen die 12 Monate Jahr für Jahr an mir vorüber.

Es dürfte ein ungeschriebenes Gesetz in der Gesellschaft sein: Passiert man ein gewisses Alter, wird man schlagartig, still und heimlich als „alt“ abgestempelt. Dieses oder jenes Verhalten ginge dann nicht mehr und man solle sich dem Alter gemäß benehmen. Davon halte ich nichts, ich vertrete die Meinung, man ist so alt wie man sich fühlt und muss keinem vorgegebenem Durchschnitt der Alterskategorie entsprechen.
Doch das Altern geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich gerne noch 27 wäre, so knapp vor den 30, nicht mehr in der Pubertät feststeckend, auf keinem Selbstfindungstrip, aber auch nicht zu alt um den Ernst des Lebens vollständig begriffen zu haben und es nur mehr darum geht, ein Ziel nach dem anderen zu erreichen.

Würd ich tauschen wollen mit meinem jüngeren Ich? Nein, viele Bonuspunkte und viele Level, die ich bereits erfolgreich gemeistert habe, würden verloren gehen und ich müsste mein Glück nochmals von vorne beginnen: Mich erneut Ungeheuern, meinen eigenen Schwächen oder gar der Ungerechtigkeit des Lebens stellen. Tja das Level 33 ist natürlich kein Level, das mich schützt oder behutsamer behandelt. Ich werde mich weiter beweisen müssen und mein Leben erfolgreich bestreiten, um in die nächsten Ebenen hochziehen zu können. Die Level werden auf alle Fälle nicht einfacher, das ist eine Annahme, die ich mit Sicherheit treffen kann.
Was wird sich verändern? Wir haben mehr Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, wir lernen uns besser kennen und wissen, wann und wie wir die erlernten Tools gekonnt einsetzen.

Gerade das Thema „Selbstliebe“ ist ein sehr wichtiges. Vielen geht es speziell in Leveln weiter unten so, dass sie am liebsten auf einen anderen Avatar ausweichen würden. Der Wunsch ist groß, ihn so zu formen, wie man ihn haben möchte oder wie die Gesellschaft uns sehen möchte. Man ist mit dem eigenen Aussehen unzufrieden und fokussiert sich plötzlich nur mehr auf all jenes, das einem selbst nicht gefällt. Je höher das Level, desto mehr lernen wir uns lieben.

Jeder Jahreswechsel leitet bei mir gedanklich auch meinen Geburtstag ein, der im Jänner stattfindet. Ich beginne mich aufs nächste Level vorzubereiten und gehe in mich und fasse die letzten 12 Monate für mich zusammen: Was hat für mich gut funktioniert? Was würde ich im nächsten Level ändern? Was habe ich dazu gelernt?

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber ich werde mir bei allen kommenden Geburtstagen immer vor Augen halten, dass es ein nächstes Level ist und dass ich mit allen erlernten Werkzeugen nur das Beste für mich rausholen werde.

Ich wünsche euch gutes Gelingen dabei 🙂 Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay / GLady

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Y.O.U.

Wenn wir Kinder sind, beschäftigen wir uns nicht mit den großen Fragen des Lebens – es geht nicht darum, wer wir sind, was wir vom Leben möchten oder was die anderen von uns erwarten. Wir SIND einfach – ohne es zu hinterfragen. Beobachte ich heute Kinder, stelle ich immer wieder fest, wie ehrlich sie sind und dass sie auch nur jene Aktivitäten verfolgen, auf die sie Lust haben. Sie tun einfach, was sich für sie in dem Moment gut anfühlt.

Bald werden wir älter und verbringen natürlich die meiste Zeit mit unserer Familie, später dann mit Klassenkameraden, unseren Freunden etc. Unsere Kindheit bringt Glaubenssätze hervor, die sich still und heimlich in uns einpflanzen und uns später – im schlimmsten Fall – beginnen von Innen aufzufressen. Sie prägen uns und auch unser weiteres Leben.

Wenn wir erwachsen sind, dann sind wir es rein körperlich und im Äußeren, im Inneren sind wir alle verletzte und gekränkte Kinder. Die Ausprägung sieht wohl bei jedem ein wenig anders aus. Ich staune immer wieder, wenn ich öfter im Alltag innehalte und meine Reaktionen hinterfrage, wie oft ich mich im Autopiloten befinde. Dann reagiere ich kindlich, ohne es zu merken.
Ich merke auch, wie ich gemäß bestimmter Glaubenssätze handle, die bei vielen oft sogar für lange Zeit im Verborgenem bleiben. „Sei perfekt“, „Mach es allen recht“ oder etwa „Streng dich an“ sind nur einige von ihnen. Das sind nicht nur Sätze, an die wir denken und die uns vertraut vorkommen. Sie lenken unser Leben, weil sie unser Denken und unser Handeln leiten. Damit will ich jetzt nicht aussagen, dass wir alle nur die Summe unserer Glaubenssätze sind, aber ich denke wir sind uns dessen nicht bewusst, wie viel sie unser Leben beeinflussen. Denn – und das ist ein Trugschluss – wir sind erwachsen und haben die Kontrolle über unser Leben und die Kindheit ist vorbei und abgehakt.

Es gibt auch viele Situationen, in denen wir gelernt haben, dass es angemessener ist, sich zu verstellen und entgegen unserer Natur zu reagieren. Da greift dann weder das Kind, noch die Erwachsenen, die wir sind. Wir kopieren ein Verhalten um am Ende unser gewünschtes Ziel zu erreichen. Wenn du zB das Gefühl hast, du kommst im Beruf in einer bestimmten Firma nur voran, wenn du mit Ellbogen und stark ausgeprägtem Konkurrenzdenken agierst und plötzlich zu einem Menschen wirst, der du nicht bist.

Dass wir realisieren, was uns ausmacht, wer wir wirklich sind – wird für mich immer wichtiger und es stellt sich heraus, dass der Prozess wohl auch nie abgeschlossen sein wird. Wir verändern uns konstant, werden uns immer mal wieder überraschen und bestimmt auch mal wieder enttäuschen. Das gehört zum Leben. Zu uns zu stehen, unsere Gefühle anzunehmen, unsere Vergangenheit zu akzeptieren und beginnen unsere Gegenwart und Zukunft selbstbestimmt zu leben – und die düsteren Wolken der Vergangenheit abzuschütteln, das ist eine hohe Kunst. Tja, nichts leichter als das 😉
Auch hier ist es wieder wichtig, dass wir uns Zeit geben – erlernte Glaubenssätze und Verhaltensweisen sind ja auch nicht über Nacht entstanden und begleiten uns zum Teil schon unser ganzes Leben.

Wenn wir uns kennengelernt haben, wie wir wirklich sind und wissen, was uns ausmacht, dann ist es uns auch gelungen, unser Altes Ich und das neue Ich zu vereinen. Der Gedanke hat mich übrigens heute auch auf den Blog-Titel gebracht, passt leider im Englischen sehr viel besser als im Deutschen: Y (Young). O (Old). U (Unite). Vereinen wir also unsere Lebensziele und Wünsche mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit und schließen wir mit dem, was war, Frieden, dann haben wir endlich genug Energie ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ich mach mich auf den Weg, wie gehts euch?

Foto Credit: Geralt / Pixabay

Alles Liebe, eure Rox