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Das Zitat zum Wochenstart

Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nass.

Bob Marley
Foto Credit: Susnpics/Pixabay
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Wie ein schwerer Rucksack

Ich weiß nicht wie ihr mit der Schwere umgeht, die die aktuelle Zeit mit sich bringt. Ich merke, wie ich mich davor scheue die Schlagzeilen des Tages zu lesen oder zu hören oder bereits instinktiv das Radio zur vollen Stunde abstelle, um nicht damit konfrontiert zu werden, was sich gerade abspielt. Ein Gefühl des Kontrollverlusts und des Ausgeliefert-Sein macht sich breit. Immer öfter frage ich mich, ob mir ein gekünsteltes „positives Denken“ weiterhelfen würde. Mir nur oft genug einen hoffnungsvollen Satz vorzusagen, der dann langsam aber sicher tiefe Muster in mein Gehirn gräbt und die Ängste und Sorgen lindert. Würde das funktionieren?

Es fällt mir schwer als zumeist positiv denkender Mensch nach und nach den festen Glauben an eine bessere Welt zu verlieren. Ich möchte ehrlich zu euch sein und mich auch nicht selbst belügen, daher habe ich mich auch dagegen entschieden einen Text zu verfassen, der meine wahren, aktuellen Gefühle nicht widerspiegelt. Die Gedanken zur Welt haben bereits in den letzten Wochen in mir geschlummert und ich habe gemerkt, wie ich mich davor drücken wollte sie in die Freiheit zu entlassen, zumal ich auf meinen Blog auch keine Negativität teilen möchte.
Nichtsdestotrotz hat der Blog und das Schreiben für mich eine heilende Wirkung, aber eben nur, wenn ich sowohl zu mir als auch zu euch ehrlich bin. Vielleicht geht es euch ja auch ähnlich? Ich fühle mich derzeit, als hätte ich einen Rucksack umgeschnallt, der Woche für Woche schwerer wird. Der Nacken, der Rücken – alles schmerzt und ich konzentriere mich permanent darauf nicht nach hinten zu kippen und hinzufallen.

Trotz allem versuche ich aber auch mir selbst zu sagen, dass das die Natur der Medien ist, uns Angst zu bereiten und dass es auch eine Verkaufstaktik ist, die Schlagzeilen bedrohlich klingen zu lassen. Es ist daher meine bewusste Entscheidung, die negativen Informationen derzeit von mir fernzuhalten, da ich merke, dass es mir erstens nicht gut tut und zweitens nur dazu führt, dass ich noch mehr nachdenke und grüble. Laufe ich davon frage ich mich?

Nein, was hätte ich davon, mich bewusst allen negativen Nachrichten auszusetzen und mir in meinem Kopf schreckliche Szenarien auszumalen, die vielleicht passieren könnten? Nichts – genau! Außer, dass ich in diesem Moment, in dem ich es tue, mir genau diese Emotionen bereits in meinen Körper und in mein System hole.

Was nun? Einfach weitermachen, als wäre nichts?

All jene Dinge, die nicht in meiner Macht stehen, kann ich ohnehin nicht ändern, daher heißt es hier – so schwer es mir auch fällt – abwarten und darauf hoffen, dass wir aus dem freien Fall rasch wieder empor steigen. Einstweilen versuche ich bewusst Freude zu empfinden und schöne Dinge in mein Leben zu holen. Damit geht es mir auch seelisch besser. Wenn es dann in naher Zukunft Themen gibt, mit denen ich mich befassen muss, dann bringt es mir jetzt in diesem Moment auch nichts, die Eventualitäten durchzukauen und mich selbst in Aufruhr zu versetzen.

Wie gehts euch damit und wie sehen eure Strategien aus?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pexels/Pixabay

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Sonntags-Gedanke

„Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen: Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.“

Friedrich Rückert
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Weg mit Normen und Formen

Wie in den Formen im Bild abgebildet, wird uns bereits früh genug klar gemacht, in welchen Bahnen wir uns im Leben bewegen sollen und was gut und „richtig“ ist und wo wir besser nicht falsch abbiegen.

Früh werden wir mit Regeln konfrontiert. „Du musst“, „Hör auf“, „Das ist falsch“ „Nein, lass das“. Bereits im Kindesalter wird uns vorgeschrieben, was die Norm ist und wan man brav ist und wann nicht. Es sind keine Empfehlungen, sondern ganz klare Befehle und Regeln.

Was passiert dann? Wir passen uns an, wir möchten „gut“ sein, 100 Punkte erreichen und die Belohnung, die winken mag, abstauben. Wir funktionieren irgendwann nur mehr, uns uns das nächste Lob abzuholen, verbiegen uns und sind unserer Persönlichkeit nicht treu. Die Konsequenz daraus ist, dass wir es nicht gewohnt sind, hier und da mal anzuecken, gegen den Strom zu schwimmen und es anderen nicht immer Recht zu machen.

Wenn wir Glück haben, dann erreichen wir den Punkt im Leben, an dem es uns klar wird – wir haben den Aha-Moment, in dem uns klar wird, dass wir überangepasst sind und unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer dann verraten haben, wenn wir etwas getan haben, hinter dem wir nicht zur Gänze standen oder nur um jemand anders zufrieden zu stimmen.

Wie gehts nun weiter? Ich musste meinen individuellen Weg finden. Genau so wird es euch auch gehen. Sich komplett ins Gegenteil zu entwickeln, rumzulaufen und Menschen zu verletzen und nur mehr an die eigenen Bedürfnisse zu denken, kann auch nicht die Lösung sein.
Aber, ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass wir viel zu schnell agieren und reagieren, in dem wir zum Beispiel Antworten auf Fragen geben. Wir stressen uns fast in jeder Lebenslage und sind es gewohnt rasch aktiv zu werden.

Mehr in mich zu gehen und darauf zu achten, was sich für mich gut anfühlt und was eher nicht, ist ein sehr intensiver Prozess und er bringt mich auch oft in schwierigere Lagen, in denen ich ein „Nein“ formulieren oder so handeln muss, wie es nicht von mir erwartet wird. Es passiert dann, wenn wir mit Enttäuschungen umgehen müssen, und zwar jener Menschen, die uns nahe stehen. Genau das müssen wir auch wieder lernen. Wie bereits in der Einleitung geschildert, ist es jenes Verhalten, das uns von klein auf abtrainiert wurde – meistens wurde ja von unseren Eltern oder nahen Angehörigen bestimmt, was „gut“ war und belohnt wurde.
Was wir daher im Laufe unserer Kindheit und im Teenageralter verlernt haben, dürfen wir uns jetzt mit all der Zeit der Welt wieder erlernen, wir dürfen uns die Zeit nehmen, die wir benötigen, um uns wieder besser zu spüren und zu unseren Entscheidungen zu stehen.

Werde ein Herz oder ein Tannenbaum, wenn du das möchtest, oder jede beliebige Form, die du dir für dich und dein Leben vorstellen kannst.

Alles Liebe dabei, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/LMoonlight

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Was wir von Giraffen lernen können

Sie verbindet eine unglaublich enge Freundschaft. Manches Mal fragt sich jedoch die Giraffe, warum sie sich das antut, kann sie doch rein gar nichts vom Elefanten lernen und er zapft permanent ihre Energie an mit seiner schlechten Stimmung. Von einem positiven Gesichtspunkt gesehen, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Elefant seine Sichtweise verändert, wird er doch rund um die Ohr von Positivität in Form der Giraffe umgeben.

Es genügt meistens nur eine Kleinigkeit und der Elefant ist schlecht gelaunt und diese Stimmung hält meistens an. Im Laufe des Tages bestätigt er sich dann mit vielen weiteren Situationen, dass das Leben schlecht ist und er immer als Opfer auserkoren wird.

„Hast du diesen Blick gesehen? Ich glaube die wollen uns hier nicht haben.“ „Warum muss so etwas immer mir passieren?“ „Das Leben ist ungerecht.“ „Ich kann ihr Gequatsche nicht mehr hören, sie glauben, sie sind etwas Besseres und behandeln mich ständig von oben herab.“ „Ich gehöre nirgends dazu.“

Das sind nur einige der Sätze, die die Giraffe wie eine hängen gebliebene Schallplatte immer und immer wieder hört. Ein negatives Mantra sozusagen. Zudem ist es auch eine selbsterfüllende Prophezeiung, glaubst du nur lange genug an das System-Update, das du dir einprogrammierst, wird sich deine Wahrnehmung verändern, da du deine Meinung das Update wird dir helfen, bestätigt sehen willst. Oft versucht die Giraffe die negative Gedankenspirale des Elefanten zu durchbrechen, da es für einen Außenstehenden irrsinnig gut sichtbar ist, wie sich das Gedankenknäuel an Negativität zu einem großen Ganzen zusammenrollt und so an Größe und Schwere gewinnt.

Der Elefant ist wiederum dankbar für seinen loyalen Freund und er beschreibt die Giraffe, als das Beste in seinem Leben. In ganz hellen Momenten ist ihm klar, dass er anderen mit seiner Art viel zumutet. Schon des Öfteren hat er versucht sich zu verändern. Doch es ist so schwer, warum ist die Giraffe wie sie ist. Er hat doch sogar das Privileg von einem Profi zu lernen. Der Elefant hat einmal gelesen, dass das Herz einer Giraffe viel auf sich nehmen muss, um das Blut etliche Meter hoch in den Kopf zu pumpen. Das ist die eine Seite der Medaille und die andere, dass sie sich dadurch auch länger Zeit für ihre Reaktionen und in vielen Fällen auch Bewertungen nehmen kann. Der Organismus ist so gebaut, dass viele Prozesse nicht blitzschnell ablaufen und so Handlungen besser überlegt werden können, vor allem dann, wenn Emotionen im Spiel sind.

Der Elefant merkt schon einen Unterschied zwischen sich selbst und seinem meterhohen Freund. Während er recht schnell über Leute urteilt und Bewertungen anstellt, beobachtet die Giraffe und versucht das große Ganze zu sehen, was ihr aufgrund ihrer Größe auch gut gelingt.

Ganz fest glaubt er dran, dass er noch in Ausbildung ist und irgendwann dann kann er beginnen ein wenig wie sein Freund zu werden. Ein Versuch war es wert, glücklicher zu werden.

Während der Elefant seinen letzten Gedanken zu Ende denkt, seufzt die Giraffe, sieht ihn an und beginnt herzhaft zu lachen. „Bist du endlich so weit den dicken, schwarzen Mantel abzulegen?“

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Unsplash/Thomas Evans