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Cool bleiben, es wird schon wieder

Foto Credit: Pixabay / Alexas_Fotos

Da hatte er ja ganz schön zu tun mein innerer Therapeut. 5 Tage war es nun her, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde. Lange war ich nicht mehr glücklich im Job. Meine Energie, Motivation und meine Ideen fanden keinen Platz mehr und ich fühlte mich planlos. Trotz allem war ich nicht bereit diese einschneidende Entscheidung zu fällen. In Partnerschaften hätte man es wohl wie folgt formuliert: „Wir haben uns auseinandergelebt.“

Klar, war ich geschockt und fühlte mich irgendwie wie vor den Kopf gestoßen. Doch die Erleichterung überwog.

Sie wollen dich nicht mehr.

Du bist nicht genug und wirst ersetzt.

Jemand besseres kommt nach.

Du passt nicht mehr ins Team.

Deine Kollegin macht einen besseren Job als du.

Ich habe es ja gleich gewusst, dass du nichts taugst.

All die oben beschriebenen Sätze kamen mir nicht in den Sinn. Ich dachte einfach an nichts, ich ließ den Moment passieren und war mit jeder Faser meines Körpers im Hier und Jetzt. Vor einem halben Jahr hätte ich mich bestimmt innerlich kritisiert und in Gedanken all jene Situationen durchgespielt, die mir bewiesen hätten, warum die Kündigung gerechtfertigt war. Ich war stolz auf mich, dass ich zu mir stand und mich nicht von meinem Weg abbringen ließ. Nachdem es ausgesprochen war, fühlte ich mich, als hätte mir jemand einen 20 Kilo schweren Rucksack, den ich die letzten Monate – wie selbstverständlich – mit mir mitschleppte, abgenommen.

Vor Kurzem habe ich von der Kunst des Nicht-Reagierens gelesen, es nennt sich im Chinesischen Wu-Wei und bedeutet, nichts zu erzwingen, es einfach passieren zu lassen. Ich denke, dass der Mensch es gewohnt ist, rasch zu reagieren. Wiederum einmal nicht zu reagieren oder später, verunsichert oder verärgert gar unsere Mitmenschen. Wir erleben oder erhalten etwas, sei es beispielsweise eine bestimmte Situation oder eine Nachricht, soll sie sofort bewertet und beantwortet werden. Gib mir ein Herz, gib mir einen Daumen hoch oder ein Happy Smiley – und zwar jetzt sofort!

Die Situation, in der ich mich vor ein paar Tagen befand, habe ich nicht bewertet, sondern lediglich gefühlt.

Etliche Male habe ich mir im letzten Jahr gesagt, dass es mittlerweile für mich kein Schock mehr wäre, wenn sie sich von mir trennen würden, ich war nun jemand anderes und nicht mehr bereit, mich so behandeln zu lassen. Trenne dich von schlechter Energie und vor allem, dann, wenn es die Führungsebene betrifft, auf der ich relativ wenig ändern konnte.

2021 kann kommen und der erste Schritt geht zumindest in eine Richtung, die mir spannend erscheint. Die Vorstellung arbeitslos zu sein, ohne einen neuen Job zu haben, hat mich wohl zu sehr verunsichert und abgeschreckt, um den endgültigen Schnitt zu machen.

Solltet ihr merken, dass der Job euch mehr von eurer Freude und Energie nimmt, als er gibt, dann entscheidet auch ihr. Treffen wir Entscheidungen für unser Leben, denn sonst macht es jemand anders und wir werden augenblicklich zum Statisten.

Bis bald.

Eure Rox.

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Follow the sun

Dieses Bild verbinde ich mit einer sehr starken Erinnerung aus dem letzten Jahr. Es war Juni und ich fühlte mich ausgelaugt, traurig, schwach und leer. Ich wollte einfach weg, raus aus dem Chaos, abschalten und zu mir finden.

Diese Erinnerung verbinde ich mit einer sehr nährenden Emotion, die ich auch jetzt noch fühle, wenn ich das Bild betrachte.

Folge der Sonne:

  • Es ist ok zu fallen, wenn du wieder gestärkt aufstehst
  • Es ist der Lauf des Lebens, verspüre Dankbarkeit für all die positiven Erinnerungen, die du mit dir trägst
  • Das Leben ist zu schön und kostbar, um es nicht zu genießen und wertzuschätzen
  • Bleib stark, kopiere niemanden, sei du selbst und verfolge deinen Weg

Ich lauschte dem Meeresrauschen, schloss meine Augen und spürte die Wärme der Sonne, die mein Gesicht umgab. Ich spürte Zuversicht für all das, was noch kommen mochte. Mit einer großen Portion Mut möchte ich positiv in die Zukunft schreiten.

Bis dann, alles Liebe

Eure Rox

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Warum sind meine Notizen eigentlich violett? (purplenotes)

Ich kann es kaum glauben, dass ich den Blog nun schon seit Mai 2017 betreibe. Begonnen hat er ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt, wir waren zu dritt und irgendwie hat er sich dann in mein Baby entwickelt. Lange habe ich drüber nachgedacht, warum ich ihn weiter betreiben möchte und was mein persönliches Ziel damit ist. Für mich ist es eine Art Tagebuch, ich verarbeite, was ich erlebe oder was mich beschäftigt. Daher habe ich auch rasch den Gedanken verbannt, den Blog zu bewerben und ihn aktiv zu promoten – zu viel Persönliches, das mich verletzlich macht, steckt da drin. Letztes Jahr habe ich mich für eine eigene Domain entschlossen und lange überlegt, wie ich ihn nenne, den Blog. Im Nachhinein hätte ich nicht lange überlegen müssen und der Name macht definitiv Sinn 😊 Purple = meine Lieblingsfarbe und Notes = tja, meine Gedanken, sozusagen Notizen davon.

Das neue Jahr hat begonnen und heute ist bereits der 8. Tag des neuen Jahrs und ich musste schockierender Weise feststellen, dass ich – obwohl ich es gerne tue – noch nie über das Schreiben an sich berichtet habe. Ich nutze zwar den Akt des Schreibens als Art Befreiungsschlag, werde hilfreiche, notwendige, aber auch lästige Gedanken für einen Moment los und es geht mir dadurch besser, aber wirklich gehuldigt habe ich dem Schreiben dafür nie. Somit möchte ich die nächsten Zeilen dafür verwenden.

Während meiner Laufrunde gestern habe ich mir die Frage gestellt, was ich mit „Purple Notes“ verbinde und ob der Blog auch noch im neuen Jahr für mich eine große Bedeutung hat.

  • Für mich bedeutet das Schreiben Magie, es sind nicht nur irgendwelche bedeutungslosen Wörter aneinandergereiht und auf ein Blatt Papier gekritzelt. Meist sind es Gefühle aus meinem tiefsten Inneren, oft sind es Zeilen oder Emotionen, derer ich mir noch gar nicht richtig bewusst gewesen bin und die erst durchs Niederschreiben für mich zur Realität werden. Es ist die Magie, meinen Geist zu reinigen.
  • Was für mich einerseits Magie bedeutet, bedeutet auf der anderen Seite – harte Realität. Oft stelle ich während ich schreibe fest, dass mich ein Thema nach wie vor belastet oder ich in Wahrheit auf meinem Weg gar noch nicht weiter bin und immer noch feststecke, verwirrt und ohne zu wissen, wo der Pfad für mich weiter verläuft.
  • Ich reflektiere sehr viel und bin mir höchstwahrscheinlich schon vielen Themen bewusst, bevor ich sie in einen Blogbeitrag verfasse. Dennoch tue ich das nicht mehr nur für mich. Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen Leser da draußen, zum Denken anrege oder inspiriere – es reicht mir aber auch vollkommen, wenn meine Beiträge einfach nur gerne gelesen werden.

Was bedeutet für euch das Schreiben und wie fühlt ihr euch währenddessen oder danach?

„Ich schreibe, weil ich nicht weiß, was ich denke, bis ich lese, was ich zu sagen habe.“ Flannery O’Connor

Bis dann, eure Rox

Bild: SamuelFrancisJohnson /pixabay

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Blau + Gelb = Grün

In der Farblehre ist es eindeutig, mischt man beispielsweise Blau mit Gelb erhält man Grün. Es gibt kein Ausdiskutieren oder Hinausreden auf Ansichtssache. Mischt du bestimmte Farben miteinander erhältst du ein gewisses, sehr vorhersehbares Resultat – es ist wie das Amen im Gebet.

Der Gedankengang kam mir, als ich mich letzte Woche darüber geärgert hatte, wie sehr ich dieses Jahr überrascht wurde und wie schön es gewesen wäre, Vorwarnungen zu erhalten. Wie dem auch sei, vielleicht gab es sie und ich hab sie nicht bemerkt.

  • Warum kämpfen wir des Öfteren mit unserem sehr unvorhersehbarem Leben?
  • Warum kreuzen immer wieder Menschen unser Leben, die offenbar ihre eigene verdrehte Logik besitzen und uns mit ihren „interessanten“ Sichtweisen überraschen?

Wir lieben unsere Gewohnheiten und unsere Routine und genießen es auch bei all diesen Themen Herr oder Frau der Lage zu sein. Es gibt Momente, in denen wir ausbrechen möchten: einfach mal nichts planen und vorausdenken, einfach mal nicht zuallererst an andere denken und mal ruhigen Gewissens egoistisch sein zu können. Doch im Prinzip sind wir Gewohnheitstiere und werden ziemlich verärgert, wenn das Leben seinen eigenen individuellen Plan mit uns hat. Wie Spielfiguren werden wir oft „genötigt“ und in komplett neue Umgebungen gesetzt, ab und an dürfen wir unseren eigenen Kopf durchsetzen und uns selbst verwirklichen, aber bei vielen Themen wird plötzlich – wie von Geisterhand – eingegriffen. Es sind oft Wege, die wir bestimmt nie eingeschlagen hätten, die uns zu unserem wahren Ich oder näher an unsere Mitte heranführen. Gerade in diesem Jahr muss ich mich – auch jetzt noch beim Schreiben dieser Zeilen – davon überzeugen. Ich bin noch immer innerlich gekränkt und traurig, dass ich einige Prüfungen im Jahr 2020 absolvieren musste, deren Resultate mich sehr überrascht hatten.

Jeder von uns ist einzigartig – keiner gleicht dem anderen. Im Laufe unseres Lebens werden wir viele Gleichgesinnte treffen, aber auch Personen, die uns enttäuschen, verletzen und uns letztendlich zu einem anderen Menschen machen. Zu akzeptieren, dass mein Blau in den Augen jemand anderes ein Grün ist, ist nicht immer einfach.

  • Warum ist dein Glas halb leer während meines halb voll ist?
  • Warum bist du voller Hass und Neid gegen alles und jeden während ich mit offenen Armen und voller Erwartung im Leben stehe?
  • Warum ist deine Realität eine so kalte und von Egoismus geprägte während meine eine harmonische und barmherzige ist?

Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch Abzweigungen im Leben nimmt und damit auch Entscheidungen fällt. Wir können uns aktiv dafür entscheiden, sie zu akzeptieren, auch wenn sie uns missfallen. Oder doch stehen bleiben und die Menschen davon überzeugen, dass die von dir gewählte Abzweigung die richtige ist? Nein, denn sonst schreiten wir auf unserem Weg nicht voran und dort gibt es doch noch so viel zu entdecken.

Bis dann. Eure Rox!

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Was du mich gelehrt hast

Diesen Samstag hättest du Geburtstag. Der erste, an dem ich dir nicht gratulieren kann. In Gedanken stoße ich mit dir an und diese Zeilen richte ich im Stillen an dich. Was du mich gelehrt hast, lässt sich schwer in einem Blog Post ausdrücken, zumindest Ansätze kann ich versuchen, unterzubringen.

Durch dich habe ich gelernt:

Egal was sich mir im Leben in den Weg stellt, ich mache zuallererst einen Schritt zurück und atme tief durch. Du hast mir mit auf den Weg gegeben, dass ich unglaublich stark und einzigartig in meinem Wesen bin und ich ohnehin die richtigen Entscheidungen im Leben – mit Entschlossenheit -treffen werde. Ich hatte immer das Gefühl, egal was passiert, du stündest hinter mir. Dieses Vertrauen, das wir uns geschenkt haben, spüre ich auch jetzt noch.

Gefühlvoll zu sein, auch mal Schwäche zu zeigen, du hast mich gelehrt, dass es kein Fehler ist und es einen am Ende nur weiterwachsen lässt. Zu seinen Gefühlen zu stehen und sie zuzulassen, das habe ich von dir gelernt. Nicht ein einziges Mal habe ich dadurch an deiner Stärke gezweifelt.

Als Frau unabhängig zu sein, mit beiden Beinen im Leben stehen – du warst der Inbegriff der Unabhängigkeit für mich. Plötzlich warst du alleine, als Frau mit Haus und Garten, allen Verpflichtungen, deinen Emotionen und zu guter Letzt mit deinen Enkelkindern, die du mit all deiner Hingabe aufgezogen hast.

In vielen Situationen einfach den Humor walten zu lassen, nicht alles muss immer ernst und verbohrt sein, auch das hast du mich gelehrt. In Gedanken höre ich auch jetzt noch dein Lachen. Vieles im Leben geht uns leichter von der Hand mit einem Zwinkern und einem Lächeln im Gesicht, bis zum bitteren Ende hast du nach der Einstellung gelebt.

An dich zu denken erfüllt mein Herz, auch jetzt lasse ich den Tränen freien Lauf.

Indem ich dir für all die Punkte danke, bin ich dir wieder ein Stück näher.

Ich vermisse dich!

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Wann wurdest du zuletzt umgetopft?

Als hätten sie plötzlich zu schreien begonnen, so hatte ich den Anschein Sonntagmorgen. Meine Yucca stand schief und hielt sich nur noch schwer auf den „Beinen“. Auch der Glücksfeder wurde es immer enger in dem ihr vorgesehenen Topf, die Wurzeln ragten schon aus der Erde hervor und sie hatte keine Ahnung mehr, wie sie sich ausreichend Platz machen konnte. Mir schien, sie lebte zwar in der Umgebung, die ich für sie vorgesehen hatte, doch mehr schlecht als recht und es war es ihr unmöglich mich wissen zu lassen, dass sie bereit war. Sie war bereit für mehr Raum, mehr Freiheit – die Wurzeln waren gewachsen, sie war stark genug einen größeren Topf zu füllen.

So begann ich Schritt für Schritt den Umtopf-Prozess in Gang zu setzen. Als ich mit der Yucca begann, war ich verblüfft, wie stark die Wurzeln gewachsen waren. Sie war bereit für das nächste Level und ich hatte es ihr nicht zugestanden. Sie wollte weiterwachsen, doch wurde sie daran gehindert. Auch bei der Glücksfeder war es ähnlich, ich musste sie wortwörtlich aus dem Topf schneiden, die Wurzeln steckten so massiv fest, dass es unmöglich war, mit bloßen Händen die Pflanze zu befreien.

Des Öfteren bringen mich die alltäglichen Dinge des Lebens dazu, über das Leben an sich nachzudenken.

  1. Welche Zeiten lassen unsere Wurzeln wachsen?
  2. In welchen Zeiten werden wir stärker?
  3. Und wann wird es wiederum Zeit ans Umtopfen zu denken?

Es gibt Momente, in denen unsere Umgebung nicht mehr zu unserem Ich passt. Wir wachsen und unsere Umgebung lernt nicht damit umzugehen oder wir möchten uns nicht mehr anpassen und sehnen uns nach Freiheit.

Ich habe versucht die 3 Fragen für mich zu beantworten. Gerade dieses Jahr hat mir geholfen zu wachsen. Klar, es war ein sehr nervenaufreibendes und emotionales Jahr für mich, aber es hat mich ein stückweit mehr zu mir geführt und ich habe gelernt mir und meinen Entscheidungen Vertrauen zu schenken. Und ja, es sind leider wirklich die harten Momente und Situationen im Leben, die uns zu mehr Wachstum verhelfen und uns stärker werden lassen. Damit meine ich nicht, dass wir zermürben und resignieren, sondern stärker werden. Es hängt immer davon ab, wie wir mit den Situationen umgehen, die uns geboten werden und zwar den Teil davon, den wir auch selbst beeinflussen und steuern können.

Ich möchte den bildlichen Vergleich gern für mich zu Ende führen: Ich bin in das Jahr 2020 eingestiegen, in einen mir vertrauten Übertopf, er passte zu mir und meine Wurzeln hatten genug Platz. An ein Umtopfen wollte und musste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht denken. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers habe ich begonnen meine Stabilität zu verlieren, ich fühlte mich in meiner Umgebung nicht mehr wohl. Ich begann im Stillen zu schreien und um Hilfe zu flehen. Bald stellte ich fest, dass ich mir in dieser Situation nur selbst helfen konnte. Lebensentscheidungen, die mein Leben betreffen und mit meinem Seelenheil zu tun haben, können nicht abgegeben werden. So begann ich meinen Umtopf-Prozess und ich würde noch nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich mich in meinem neuen Topf schon sehr wohl fühle, er ist mir gefühlt noch immer zu groß, aber es wird passieren und zwar ohne dass ich es bemerke und der Topf wird mein Zuhause – bis es wieder Zeit wird, weiterzuziehen.

Eure Rox ❤

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Schätzt du auch den Wert?

Du kannst den Wert eines kostbaren Gegenstandes schätzen. Viele Faktoren würdest du dazu heranziehen, um einen möglichst realistischen Wert nennen zu können. Den Wert eines Menschen zu bestimmen, ist schier unmöglich, wir bestehen aus Fleisch und Blut, tragen eine Seele in uns, uns eine Preismarke umzuhängen, erinnert an Sklaverei und ist kurzgesagt unmenschlich.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie oft du Menschen zeigst, wie wertvoll sie für dich sind? In welcher Form schätzt du den Wert deiner Liebsten?

Je älter ich werde, umso wichtiger ist mir Verständnis, aktives Zuhören und Kommunikation. In der heutigen Zeit, bei deinem Gegenüber voll da zu sein, ohne Ablenkungen ist sehr kostbar und selten geworden. Jemandem volle Aufmerksamkeit zu schenken und respektvoll miteinander umzugehen – das bedeutet für mich pure Wertschätzung.

Eine Blume muss gegossen werden und so sehe ich meine Liebsten – wie mein ganz persönliches Blumenbeet, an dem ich mich Tag ein Tag aus erfreue. Doch ohne Pflege nimmt die Freude ab und das Beet schrumpft nach und nach.

Hast du dir auch umgekehrt schon einmal die Frage gestellt, wie du von deinen Mitmenschen behandelt wirst? Wie viel bist du jedem Einzelnen wert? Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken – wo begegnet dir Respektlosigkeit oder gar Unverschämtheit? Wer behandelt dich unter deinem Wert und wer erhält von dir regelmäßig Freikarten, um dich wie einen Spielball behandeln zu können? Ich reflektiere in letzter Zeit viel und achte auf das richtige Maß an Balance. Gibst du Wertschätzung und Liebe und bekommst im Gegenzug negative Gefühle oder gar weitere Forderungen retour, dann schätze dich und deinen Wert, indem du dem Verhalten Einhalt gebietest und klare Grenzen setzt.

Bis bald.

Eure Rox

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Andere Art der Realität

Ich schließe meine Augen, kehre in mich und spüre, wie die Sonnenstrahlen mein Gesicht erwärmen. Meine normale Reaktion darauf, sind meistens Gefühle der Glückseligkeit und Dankbarkeit. Doch dieses Mal ist es anders. Das Gefühl bleibt aus.

Ich umgebe mich mit meinen Liebsten, die es zumeist im Handumdrehen schaffen mich zum Lachen zu bringen. Es gelingt auch dieses Mal, nur dass mich das Lachen nicht im Herzen erreicht.

Der Wald beruhigt und das saftige Grün lässt mich innehalten. Der Wind fährt durch die Blätter und das leise Rascheln wirkt meditativ, während ich mich auf die Trabgeräusche meiner Füße konzentriere. Die Endorphine wollen emporsteigen, doch am halben Weg überlegen sie es sich nochmal anders.

Meine Realität ist eine andere seit du weg bist. Ich stelle mir gern vor, es gäbe dich noch und ich müsste die Tür finden, die mich zu dir führt.

Meine Welt ist eine dünklere und trostlose ohne dich. Ich stelle mir gern vor, wie wir miteinander sprechen und ich dir von meiner Woche erzähle, während ich dir beim Kochen zusehe.

Die Welt ohne dich ist nun real und nur in Gedanken kann ich dich weiterhin besuchen. Ich stelle mir gern vor, du wärst bei mir und würdest schimpfen bei jeder Träne, die ich vergieße. Du würdest wollen, dass ich glücklich bin, nur fühlt es sich nicht richtig an.

Die Welt ohne dich ist nun real.

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Der perfekte Mensch

[Achtung: Text mit Sarkasmus geschmückt]

Der perfekte Mensch verschwendet keine Zeit, er holt sich was er braucht und von wem er möchte. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse stehen jederzeit im Vordergrund und werden mit höchster Priorität verfolgt. An andere zu denken, wird als Zeitverschwendung angesehen und davon wird Abstand genommen. Schließlich möchte man doch effizient bleiben.

Der perfekte Mensch hat sich sein Urteil über die Welt gebildet, jeder der sein Weltbild nicht teilt, ist nicht intelligent genug, um die weisen Ansichten zu teilen und zu verstehen.

Der perfekte Mensch hält sich nicht oft mit Emotionen auf, am ehesten noch dann, wenn es um die eigenen geht. Sobald ihn jemand konfrontiert, schlägt er zurück, immerhin hat er sich nichts vorzuwerfen, die anderen Menschen müssten endlich lernen, sich zu beherrschen und ihre Gefühle zu kontrollieren.

Dem perfekten Menschen wird des Öfteren vorgeworfen, er hätte jemanden beleidigt, dieser Vorwurf wird sofort entkräftet, die Menschen müssten endlich lernen stärker zu werden, sie waren viel zu sensibel und zu schwach. Zudem ist es doch in Ordnung seine Meinung zu sagen und die Wahrheit ist eben nicht immer schön, das musste man als erwachsener Mensch schon wegstecken können.

Der perfekte Mensch hält sich nicht mit Reflexion auf, das ist ein Wort für Spirituelle, die sich ihr ganzes Leben nicht finden und permanent mit Selbstoptimierung beschäftigt sind. Jeder Mensch hat seinen bestimmten Charakter und das viele Grübeln und Nachdenken war die Zeit und Energie nicht wert.

Ist perfekt sein ein Ideal? Bin ich traurig darüber, nur „halbfertig“ zu sein und meine Schwächen zu haben? Nein.

Stört es mich, dass ich über jegliche Themen in meinem Leben grüble und mein Handeln zu oft kritisch hinterfrage? Ja, es ist nicht immer in jeder Lebenslage angemessen und man muss achtsam mit dem inneren Kritiker umgehen und wissen, wann man ihn wie im Zaun hält.

Aber mit einem dieser perfekten Menschen möchte ich nicht tauschen.

Bis bald, eure Rox

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Überrollt

Es passiert mir in letzter Zeit öfters, dass ich in einer bestimmten Handlung innehalte, mir eine Erinnerung in den Kopf schießt und ich einen Stich ins Herz bekomme. Dann überrollt mich der Schmerz lawinenartig und ich kann nicht mehr atmen. Von einer Sekunde auf die andere fühle ich mich wie in einem Albtraum gefangen, eine Welt, in der es dich nicht mehr gibt.

Du besuchst mich regelmäßig in meinen Träumen und das sind die einzigen Treffen, die ich mit dir habe. Die einzige Möglichkeit, dich zu sehen. Der Nebel der letzten 2 ½ Monate löst sich schön langsam auf und auch die Erinnerungen der letzten fast 2 Jahre, die du trotz deiner Krankheit gut gemeistert hast, treten in den Hintergrund.

Immer öfter sehe ich dich gesund und lächelnd vor mir stehen.

Ich höre deine fröhliche Stimme, als wir telefoniert haben und du dich über meinen Anruf gefreut hast.

Ich spüre deine herzliche und warme Umarmung, die ich zur Begrüßung immer erhalten habe.

Ich fühle mich unbeholfen und kann mit der Situation nicht umgehen. Als ich im Nebel stand und nur wie ein Roboter funktioniert habe, ging mir alles leichter von der Hand. An vielen Tagen versuche ich mich abzulenken und ertappe mich dabei, dass ich es für kurze Zeit vergesse. Dann rollt die Welle an. Ich entscheide, dann je nach Gefühl, ob ich sie zulasse oder die Erinnerungen versuche wegzuschieben.

Was mir bleibt sind die positiven Erinnerungen an dich und mir hilft es, die Momente der Trauer zuzulassen und an dich zu denken. Ich weiß tief im Inneren, dass es dir jetzt besser geht und du nicht mehr leiden musst. Es mag wie eine Floskel klingen, aber das Leben, das du zuletzt gelebt hast, hast du erduldet, aber du warst sehr traurig und um deine Unabhängigkeit komplett beschnitten.

Danke, dass du immer ein Vorbild warst und ich durch dich zu einem besseren Menschen geworden bin. Vieles verstehe ich erst jetzt und es hilft mir, dir auf diese Weise zu danken.