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Plötzlich bebt die Erde

Ich konnte es nicht fassen, wie lange sich diese 60 Sekunden ausdehnten. Die Zeit blieb in meiner Welt kurz stehen, mein Herz klopfte wie wild und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Stressreaktion auf Hochtouren! Kampf oder Flucht war somit die Frage? Mir war nach flüchten zu mute, möglich war es mir jedoch nicht. Nach dieser Minute tickte die Weltuhr zwar weiter, für mich existierte aber in der Blase, in der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand, keine Uhrzeit. Ich wollte die Zeit zurückdrehen, zu dem Moment, in dem alles in Ordnung war. Ich fühlte wie der Stuhl unter mir zu beben begann. Rund um mich herum zitterte und bebte alles. Der Boden unter meinen Füßen brach weg.
Und so entfernte ich mich immer weiter von der Realität – bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich angesprochen wurde, und gezwungen war gesellschaftlich mitzuspielen – „Es geht dir gut, lass dir bloß nichts anmerken und antworte höflich“.

Jede und jeder von uns hat diese niederschmetternden, ja „bebenden“ Situationen schon im Leben erlebt. Für mich kam es letzte Woche sehr unerwartet – nichts kündigt so eine Veränderung an und plötzlich steht sie vor dir und du sollst sie nett grüßen und zum Tee herein bitten? Wollte ich das im ersten Moment? Natürlich nicht! Am besten die Tür vor der Nase zuknallen und Vorhänge zuziehen.
Verschiedene Phasen werden in so einer Situation durchlaufen und meine erste Reaktion war Schock, dicht gefolgt von Trauer und Selbstmitleid.

Natürlich gibt es für die Heilung kein Geheimrezept und in vielen Situationen wird genau dieser Prozess Monate oder Jahre dauern. Gewisse einschneidende Erlebnisse wird man auch sein Leben lang nicht vergessen können, was nicht bedeutet, dass man es nicht verdauen und verarbeiten kann.

Aktuell helfen mir positive Gedanken und der Fokus auf die schönen kleinen Dinge im Alltag. Einen Fuß vor den anderen und in kleinen Schritten wieder meinen Weg aufnehmen. Dankbarkeit ist natürlich im ersten Moment ein konträrer Gedanke – „Warum sollte ich auch noch Danke sagen?“ aber oft hilft es mir aktiv eine andere Perspektive einzunehmen und mich zu fragen, ob es denn auch etwas sehr dick vergrabenes Positives an dieser Situation gab.

Jeden Tag etwas zu tun, das einem Spaß bringt und das eigene Herz höher schlagen lässt, ist auch ein guter Tipp, um sich selbst im Alltag ein wenig zu verwöhnen und aus dem negativen Gedankenkarussell auszubrechen – wenn es auch nicht immer gleich gut funktioniert und lange anhält, aber es wird besser.

Foto Credit: That_Soham/Pixabay

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Urlaubs-Modus on

Kennt ihr eure Urlaubs-Persönlichkeit? Fühlt ihr euch auch meist viel entspannter, flexibler, offener und losgelöster? Eigentlich wollte ich es nicht wahrhaben und auch ich habe oft genug Sätze, wie: „Man muss sich den Alltag auch so gestalten, dass man es zu Hause schön hat“ von mir gegeben. Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass der Alltag sich nicht täglich wie Folterei anfühlen sollte. Nach dem Aufwachen sollten wir uns auch nicht in einer Mini-Sekunde die Frage stellen, ob es sich lohnt aufzustehen, da der Tag ohnehin nichts Tolles für uns bereithält. Doch alles in allem ist der Alltag nun mal eines und zwar: alltäglich.

Klar, gesunde Routinen sind gut für uns und auch unser Gehirn ist ein großer Profiteur von unseren alltäglichen Routinen, da es nicht immer Entscheidungen treffen muss und es in gewohnten Bahnen denken kann. Doch wie so oft im Leben kommt es auch hier auf die Balance an. Ist das Gehirn stets auf Autopilot, wird es zu wenig gefordert und beginnt auch dann langsam zu verkümmern. Ab und an mal etwas machen, das wir selten oder noch nie gemacht haben, oder auch alltägliche Dinge einmal anders tun, setzt wieder neue Reize und holt uns aus dem altbewährten Autopiloten.

Auch aus diesem Grund bin ich anders im Urlaub – ich plane relativ wenig und lasse mich treiben – was passieren soll passiert und es wird kaum etwas erzwungen. Das ist dann doch ein ziemlich krasses Alternativprogramm zum ganz gewöhnlichen Alltag, der von Arbeit und anderen Verpflichtungen geprägt ist.
Ich bin nicht nur anders, ich fühle mich auch anders. Mehr mit mir im Reinen, alles in mir wieder stiller und plötzlich genieße ich Momente viel intensiver und fühle mich in Summe näher bei mir.

Warten auf den nächsten Urlaub möchte ich aber nun doch nicht bis sich mein Alter-Ego wieder zeigt – ich bin zuversichtlich, dass ich ein wenig Urlaubs-Personality auch in meinen Alltag bringen kann:

  • ab und zu mal auszubrechen, etwas Spontanes nach der Arbeit zu tun, was wir immer mal tun wollten
  • ein neues Hobby zu lernen, vielleicht als Gegenstück zu (in meinem Fall) Büroarbeit – etwas mit den Händen zu schaffen
  • den Alltag entschleunigen – ja manches muss sein, aber es muss auch nicht alles immer jetzt und sofort passieren. Auch Acht geben auf das Sozialleben, das wird oft vergessen, da es – wenn ausgelebt im Übermaß – auch zu einem Stressfaktor mutieren kann
  • am Tag ein paar Mal innezuhalten und achtsam den Moment genießen, können natürlich auch gerne Meditationen sein, die dann wiederum zu einer neuen Routine werden

Wie gehts euch damit? Ich bin neugierig, ob ihr noch mehr Tipps habt?

Bis dann, eure Rox

Foto Credit: Rox, Urlaub in Malta 2022

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Das Zitat zum Wochenstart

Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nass.

Bob Marley
Foto Credit: Susnpics/Pixabay
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Wie ein schwerer Rucksack

Ich weiß nicht wie ihr mit der Schwere umgeht, die die aktuelle Zeit mit sich bringt. Ich merke, wie ich mich davor scheue die Schlagzeilen des Tages zu lesen oder zu hören oder bereits instinktiv das Radio zur vollen Stunde abstelle, um nicht damit konfrontiert zu werden, was sich gerade abspielt. Ein Gefühl des Kontrollverlusts und des Ausgeliefert-Sein macht sich breit. Immer öfter frage ich mich, ob mir ein gekünsteltes „positives Denken“ weiterhelfen würde. Mir nur oft genug einen hoffnungsvollen Satz vorzusagen, der dann langsam aber sicher tiefe Muster in mein Gehirn gräbt und die Ängste und Sorgen lindert. Würde das funktionieren?

Es fällt mir schwer als zumeist positiv denkender Mensch nach und nach den festen Glauben an eine bessere Welt zu verlieren. Ich möchte ehrlich zu euch sein und mich auch nicht selbst belügen, daher habe ich mich auch dagegen entschieden einen Text zu verfassen, der meine wahren, aktuellen Gefühle nicht widerspiegelt. Die Gedanken zur Welt haben bereits in den letzten Wochen in mir geschlummert und ich habe gemerkt, wie ich mich davor drücken wollte sie in die Freiheit zu entlassen, zumal ich auf meinen Blog auch keine Negativität teilen möchte.
Nichtsdestotrotz hat der Blog und das Schreiben für mich eine heilende Wirkung, aber eben nur, wenn ich sowohl zu mir als auch zu euch ehrlich bin. Vielleicht geht es euch ja auch ähnlich? Ich fühle mich derzeit, als hätte ich einen Rucksack umgeschnallt, der Woche für Woche schwerer wird. Der Nacken, der Rücken – alles schmerzt und ich konzentriere mich permanent darauf nicht nach hinten zu kippen und hinzufallen.

Trotz allem versuche ich aber auch mir selbst zu sagen, dass das die Natur der Medien ist, uns Angst zu bereiten und dass es auch eine Verkaufstaktik ist, die Schlagzeilen bedrohlich klingen zu lassen. Es ist daher meine bewusste Entscheidung, die negativen Informationen derzeit von mir fernzuhalten, da ich merke, dass es mir erstens nicht gut tut und zweitens nur dazu führt, dass ich noch mehr nachdenke und grüble. Laufe ich davon frage ich mich?

Nein, was hätte ich davon, mich bewusst allen negativen Nachrichten auszusetzen und mir in meinem Kopf schreckliche Szenarien auszumalen, die vielleicht passieren könnten? Nichts – genau! Außer, dass ich in diesem Moment, in dem ich es tue, mir genau diese Emotionen bereits in meinen Körper und in mein System hole.

Was nun? Einfach weitermachen, als wäre nichts?

All jene Dinge, die nicht in meiner Macht stehen, kann ich ohnehin nicht ändern, daher heißt es hier – so schwer es mir auch fällt – abwarten und darauf hoffen, dass wir aus dem freien Fall rasch wieder empor steigen. Einstweilen versuche ich bewusst Freude zu empfinden und schöne Dinge in mein Leben zu holen. Damit geht es mir auch seelisch besser. Wenn es dann in naher Zukunft Themen gibt, mit denen ich mich befassen muss, dann bringt es mir jetzt in diesem Moment auch nichts, die Eventualitäten durchzukauen und mich selbst in Aufruhr zu versetzen.

Wie gehts euch damit und wie sehen eure Strategien aus?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pexels/Pixabay

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Sonntags-Gedanke

„Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen: Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.“

Friedrich Rückert