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Wann finden wir die Balance?

„Balance is not something you find, it is something you create.“ Jana Kingsford

Da stand er, ein simpler Spruch in Verbindung mit einem Foto, das für mich eine große Portion Ruhe ausstrahlte. Mir schien, als hätte er nur darauf gewartet, von mir gelesen zu werden. Manchmal werden wir offenbar doch bewusst gefunden oder aber wir interpretieren die Dinge so, wie sie in unser Leben im aktuellen Moment passen.

Starten wir mal ganz vorne, was bedeutet Balance überhaupt für mich? Man könnte mit dem Wort „Gleichgewicht“ eigentlich die Schnittmenge zwischen dem Zu Viel und dem zu Wenig beschreiben. Somit also kurz gesagt ein Status der Zufriedenheit. Ich möchte sie finden und selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass man das Gefühl des Gleichgewichts nicht erzwingen oder herzaubern kann. Nun denn, dann ist es wohl so ähnlich wie mit der Liebe, die ja auch nicht plötzlich unangemeldet vor unserer Tür steht und uns erklärt, wie beschwerlich es war, uns zu finden. Daraus könnte man nun schließen, dass wir alle aktiv werden müssen. Aber ist es dann nicht doch ein erzwungener Zustand? Sollten wir nicht lieber einmal ein wenig die Kontrolle abgeben, um bei uns selbst ankommen zu können? Theoretisch ja, aber es lässt sich doch nicht so einfach beantworten. Ich möchte ein paar Gedanken mit euch teilen, und zwar jene, die ich als sehr wichtig erachte für ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben:

  • Denke gut. Und zwar über dich und auch über andere. Versuche den Hass hinter dir zu lassen.
  • Achte auf deinen Körper und deinen Geist: Dies beginnt bei dem Treibstoff, den du dir selbst zuführst, den Gedanken, die du dir tagtäglich machst und geht bis hin zu den Dingen, die du tust.
  • Nimm deine Bedürfnisse ernst und höre auf deine innere Stimme.
  • Lerne dich von Negativem zu distanzieren. Alles, was dir kein gutes Gefühl gibt, ist Gift für dich.
  • Stehe zu dir und sage Nein, wenn es das Gefühl ist, das in diesem Moment bei dir aufkommt.
  • Nimm nicht alles zu ernst und bringe Humor in dein Leben.

Wir finden unser Gleichgewicht, wenn wir lernen gut für uns zu sorgen und auf verschiedensten Ebenen für uns selbst Partei zu ergreifen. Lassen wir uns fließen, ohne zu reflektieren und ohne uns weiterzuentwickeln, driften wir oftmals ins Ungewisse ab. Oft ist es dann ein Sumpf aus Selbstmitleid, Neid, Unzufriedenheit und Zorn.

Ihr kennt ihn alle diesen einen Satz, der sich für mich eine Zeit lang sehr gehaltlos angehört hat: „Du bist für dein Leben selbst verantwortlich“ Doch zu verstehen, was diese Verantwortung genau für jeden Einzelnen bedeutet und wie es gelingt sein eigenes Seelenheil aufrechtzuerhalten, ist ein schwieriges Unterfangen.

Nun denn, dann versuchen wir auf der Balance zu reiten, wie ein Surfer, beim umbeständigen Wellengang. Gutes Gelingen 🙂

„Without balance, a life is no longer worth the effort.“ Olen Steinhauer

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/ un-perfekt

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Der Reiz vom spontan Sein

Mal etwas Neues ausprobieren, spontan sein, über seinen Schatten springen, mutig sein und die Komfortzone verlassen. Daraus hat wohl jeder von uns schon gelernt und hätten wir in unserem Leben nicht öfter schon etwas gewagt, wären wir nicht erwachsen geworden. Gerade, wenn man einem Kind beim Aufwachsen zusieht, merkt man, wie oft es etwas Neues lernt und die Komfortzone verlassen MUSS, da gibt es kein Wenn und Aber. Genau deshalb ist es wichtig, im Leben auch verlässliche Eckpfeiler zu haben, an die man sich klammern kann, wenn um einen herum vieles wackelt und man das Gefühl hat, heftig wankend den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Rituale im Leben der Kinder, aber auch in denen der Erwachsenen, sind wichtig. Durch wiederkehrende Handlungen im Alltag wird Heranwachsenden Vertrauen geschenkt, das ihnen zu einer gesunden Entwicklung verhilft. Und uns Erwachsenen gibt es Halt, oft auch Geborgenheit, Freude und Ruhe

Jeder von uns hat welche: Rituale, die wir für uns entdeckt haben oder die über Jahre hinweg, einfach entstanden sind. Rituale, die wir in unser Leben integriert haben, die uns Halt in einer Welt voller Veränderung geben und Freude bereiten. 

Mein Wochenende wird beispielsweise eingeläutet mit einem Vormittagslauf am Samstag. Je älter ich werde, desto besser verstehe ich mich und habe daher auch gelernt, dass ich am besten in der Aktivität denken kann. Mein Samstags-Date mit mir ist deshalb auch von so großer Wichtigkeit für mich. Ich bewege mich in der Natur und habe zugleich Zeit über mein Leben oder wichtige Entscheidungen, die anstehen, nachzudenken. Oft genug passiert es aber auch einfach, dass ich an nichts denke und meinem eigenen Traben lausche und nur das Zwitschern der Vögel wahrnehme.

Es gibt aber auch jene Rituale, die wir mit anderen genießen und automatisch leben, ohne darüber groß nachzudenken: Sei es der Spieleabend mit den besten Freunden, das Kuscheln mit dem Partner oder aber auch jene Rituale, die wir uns für unser Berufsleben angeeignet haben; das Wechseln der Kleidung oder aber der Heimweg, der nochmal genutzt wird, um die Lieblingsmusik zu hören und den Arbeitstag revue passieren zu lassen.

Unsere Rituale verschaffen unserem Geist, Ruhe & Entspannung. Wir sind immer online, immer verfügbar und müssen immer funktionieren. Klar schreit dann auch einmal unser Verstand nach einer Pause. Er ruft nach Tätigkeiten, die er kennt und mit positiven Emotionen verbindet.

Wie überall im Leben ist es das Maß der Dinge. Fahren wir immer die Relax-Schiene, wird unser Gehirn faul und langsam. Lassen wir permanent Reize auf uns niederprasseln und verlangen wir non-stop von unserem Gehirn, Neues zu lernen oder sich in neuen Situationen zurechtzufinden, dann wird der Körper bald die Notbremse ziehen und uns die Ruhe aufdrücken, die er braucht.

Starten wir am besten noch heute damit, uns die notwendige Pause zu gönnen.

Alles Liebe, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay / Free-Photos

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Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg (Zen Buddhismus)

Heute möchte ich diesen Spruch mit euch teilen, der uns daran erinnern soll, wie wichtig es ist, im Alltag inne zu halten.

Hier ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen:

Sei feinfühlig zu dir selbst

Nimm den Fuß vom Gas, wenn die Anforderungen Überhand nehmen

Lerne deine inneren Treiber kennen und bekämpfe sie, wenn sie außer Kontrolle geraten

Enttarne und kontrolliere dein Ego

Denke positiv, analysiere die Situation und bewerte sie neu

Was möchtest du und was fühlt sich gut und richtig für dich an?

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende euch allen 😄 Alles Liebe, eure Rox

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Bist du die richtige Person?

„Leider nein, es gibt passendere Profile als Ihres.“ Diese Aussage ist zwar stark reduziert von meiner Seite, aber der Kern bleibt derselbe. 

Ich frage mich, wem mein Profil gefallen soll? Dem Recruiter? Dem Abteilungsleiter? Dem CEO? 

Was genau soll gefallen? Das Layout? Der Inhalt und die Schreibweise? Die Firmen, die im Lebenslauf angeführt sind? Das Foto? Das Alter? Das Geschlecht? Die Liste ließe sich mit Sicherheit noch um einiges ergänzen.

Wieder am Jobmarkt zu sein, ist schwer und je länger man fern war, umso beschwerlicher wird sie die Umstellung. Zu Beginn gibt es einen sehr wichtigen Schalter, den du lernen musst, zu aktivieren: die Selbstvermarktung und – Darstellung. Dazu fällt mir ein Wort ein, das aktuell in aller Munde ist: „Authentizität“ und ich frage mich, was daran wirklich authentisch ist? Du hast zumeist nicht länger als 60 Minuten, um in den bestmöglichen Worten deinem Gegenüber mitzuteilen, dass du ein absoluter Überflieger bist und sie schlichtweg verrückt wären, dich nicht zu nehmen. Einmal ins Stottern geraten, das falsche Wort gesagt oder vielleicht einfach bei der Wahrheit geblieben? Man kann sich nie 100% sicher sein, wie dies im Nachhinein bewertet wird. 

Nach dem Gespräch beginnt sie die Warterei: 7 Tage, 14 Tage oder du erhältst nie eine Entscheidung. Ist die Rückmeldung positiv, gehts auf in die nächste Runde und dann vergiss nicht, den Schalter wieder umzulegen, Selbstvermarktung an und sei auf keinen Fall zu ehrlich.

Erhältst du eine E-Mail mit einer negativen Rückmeldung, wird dir meistens von Leuten in deinem näheren Umfeld geraten, es nicht zu persönlich zu nehmen und es „einfach“ ad acta zu legen. Das funktioniert in manchen Fällen, aber wenn es eine Position in einer Firma betrifft, die du wirklich gerne angetreten hättest, dann ist es nicht mehr so einfach dem Rat zu folgen. Und wenn du eine bestimmte Anzahl an Absagen erhalten hast, dann ist das gedankliche Archivieren auch nicht mehr möglich, ohne in eine negative Gedankenspirale zu geraten, die deinen Selbstwert betrifft.

Kurz zusammengefasst, geht es also in Bewerbungsprozessen um das ständige Bewerten deiner Person. Es beginnt damit, dass du großen Wert auf die Aufmachung deiner Unterlagen legst, im weiteren Verlauf rückst du dich ins rechte Licht, präsentierst dich am Silbertablet und überlegst dir, was du im Gespräch wie rüberbringen kannst, um einen maximalen Impact zu hinterlassen. Der Wettbewerb ist groß und der potentielle Arbeitgeber hat die Qual der Wahl. Am Ende wird bewertet und rasch entschieden, ob dein Profil passt oder nicht.

Doch die Arbeitswelt hat sich verändert und ich habe in den letzten Wochen auch sehr viel Positives erlebt. Es gibt Firmen, die sich sympathisch und menschlich präsentieren, eine wertschätzende Gesprächsbasis schaffen und für potentielle Mitarbeiter ansprechende Pakete schnüren. Anreize, die weit übers Gehalt hinausgehen, werden geschaffen. Diese neue Denke ist notwendig, denn die Wahl nach einem neuen Arbeitgeber ist viel bewusster geworden. Es zählt mitunter wie nachhaltig die Firma agiert, wie es ums Firmenklima und die Work-Life Balance bestellt ist, wie flexibel gearbeitet werden kann und ob Freizeitaktivitäten geboten werden.

Ich kann jedem, der aktuell Job sucht oder es vorhat, nur dazu raten, sich die Zeit zu nehmen, sich im Klaren über folgendes zu werden:

  • Welches Umfeld brauchst du, um aufblühen und wachsen zu können?
  • Im Hinblick auf deine neue Wunsch-Position: Was sind Tätigkeiten, die dir leicht von der Hand gehen und die dir Spaß bereiten?
  • Wo hast du an dir Stärken festgestellt, die du bei anderen eher vermisst?
  • Was möchtest du zukünftig anders machen?

Die perfekte Herangehensweise für Vorstellungsgespräche ist für mich: zu wissen, was man will, aber auch, welches Umfeld man unbedingt vermeiden möchte, selbstbewusst aufzutreten, ohne arrogant zu wirken und in jedem Fall authentisch zu bleiben. Es ist niemandem damit geholfen, wenn du eine Zusage aufgrund von falschen Aussagen oder Lügen erhältst.

Wenn es dann klappt, kannst du dich aufs neue Kapitel und die neue Chance in einer Firma freuen, die auch du sorgfältig gewählt hast.

Bild: Pixabay/qimono

Alles Liebe.

Eure Rox.

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Level 33

Letztens hab ich einen interessanten Beitrag gelesen, darin handelte es sich ums Alter und dass es besser und passender wäre, sein Alter in Level-Anzahl auszudrücken. Meines wäre Level 33 und das Positive daran: Wir würden uns wohler dabei fühlen, je höher, die Zahl. Seit ich 30 geworden bin, ist das Alter auch für mich ein eher unangenehmes Thema. Werde ich zu schnell gefragt, passiert es auch mir, dass ich oft überlegen muss – viel zu schnell ziehen die 12 Monate Jahr für Jahr an mir vorüber.

Es dürfte ein ungeschriebenes Gesetz in der Gesellschaft sein: Passiert man ein gewisses Alter, wird man schlagartig, still und heimlich als „alt“ abgestempelt. Dieses oder jenes Verhalten ginge dann nicht mehr und man solle sich dem Alter gemäß benehmen. Davon halte ich nichts, ich vertrete die Meinung, man ist so alt wie man sich fühlt und muss keinem vorgegebenem Durchschnitt der Alterskategorie entsprechen.
Doch das Altern geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich gerne noch 27 wäre, so knapp vor den 30, nicht mehr in der Pubertät feststeckend, auf keinem Selbstfindungstrip, aber auch nicht zu alt um den Ernst des Lebens vollständig begriffen zu haben und es nur mehr darum geht, ein Ziel nach dem anderen zu erreichen.

Würd ich tauschen wollen mit meinem jüngeren Ich? Nein, viele Bonuspunkte und viele Level, die ich bereits erfolgreich gemeistert habe, würden verloren gehen und ich müsste mein Glück nochmals von vorne beginnen: Mich erneut Ungeheuern, meinen eigenen Schwächen oder gar der Ungerechtigkeit des Lebens stellen. Tja das Level 33 ist natürlich kein Level, das mich schützt oder behutsamer behandelt. Ich werde mich weiter beweisen müssen und mein Leben erfolgreich bestreiten, um in die nächsten Ebenen hochziehen zu können. Die Level werden auf alle Fälle nicht einfacher, das ist eine Annahme, die ich mit Sicherheit treffen kann.
Was wird sich verändern? Wir haben mehr Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, wir lernen uns besser kennen und wissen, wann und wie wir die erlernten Tools gekonnt einsetzen.

Gerade das Thema „Selbstliebe“ ist ein sehr wichtiges. Vielen geht es speziell in Leveln weiter unten so, dass sie am liebsten auf einen anderen Avatar ausweichen würden. Der Wunsch ist groß, ihn so zu formen, wie man ihn haben möchte oder wie die Gesellschaft uns sehen möchte. Man ist mit dem eigenen Aussehen unzufrieden und fokussiert sich plötzlich nur mehr auf all jenes, das einem selbst nicht gefällt. Je höher das Level, desto mehr lernen wir uns lieben.

Jeder Jahreswechsel leitet bei mir gedanklich auch meinen Geburtstag ein, der im Jänner stattfindet. Ich beginne mich aufs nächste Level vorzubereiten und gehe in mich und fasse die letzten 12 Monate für mich zusammen: Was hat für mich gut funktioniert? Was würde ich im nächsten Level ändern? Was habe ich dazu gelernt?

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber ich werde mir bei allen kommenden Geburtstagen immer vor Augen halten, dass es ein nächstes Level ist und dass ich mit allen erlernten Werkzeugen nur das Beste für mich rausholen werde.

Ich wünsche euch gutes Gelingen dabei 🙂 Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay / GLady