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Zu dir finden

Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.

Seneca

Viel zu lange hatte sie sich blind durch die Welt geschlichen, auf Zehenspitzen, leise und vorsichtig war sie – im Getümmel dieser chaotischen Zeit – auf der Suche nach ihrem Augenlicht.

Da gab es eine Zeit, an die sie sich ziemlich gut erinnern konnte: „Sei still“, „sei leise“, „falle nicht auf“ und achte darauf, welche Meinung du wo vertrittst. Sie dachte viel nach und in Gedanken führte sie Gespräche fort oder beendete sie zu ihren Gunsten. Oft schmerzte am Ende des Tages ihr Kopf, von den vielen Gedanken, die sie nicht mit der Welt teilen konnte.

Je älter sie wurde, desto selbstbewusster, und selbstsicherer wurde sie. Was konnte denn schon passieren? Tja, Menschen konnten sich von dir abwenden, weil sie dich nicht mehr verstanden. Wie würde es dir damit ergehen? Sie dachte nach, das war bei Gott keine leichte Frage.

Dann gab es in ihrem Leben eine Art Übergangszeit, in der sie versuchte mit der Masse zu schwimmen. Wenn die Mehrheit einer Meinung war, dann musste doch was dran sein oder etwa nicht? Die Diplomatie wurde ihr fester Freund und sie konnte sich auf ihn verlassen. Die Partnerschaft war harmonisch und funktionierte gut. Sie merkte, dass sie bei anderen gut ankam und man sie gern mochte.

Eines Tages, sie konnte sich an diesen Moment erinnern, als wäre er gestern gewesen. Obwohl sie stark kurzsichtig war, war es, als hätte sie ihr Augenlicht zurückerhalten, ihr Blick wurde gestochen scharf. Die Stimmen ihrer Gesprächspartner wurden immer lauter und der Klang immer unerträglicher für sie. Je lauter sie wurden, desto stärker wurde ihre innere Stimme und ihr Verlangen zu widersprechen, stieg ins Unermessliche. Sie wurde ungeduldig und begann hin und her zu zappeln. Als beobachtete sie sich selbst von Außen, hörte sie sich das Wort „Nein“ aussprechen – ihr Blick war fest und entschlossen. Sie widersprach – klar und deutlich und führte ihr Nein weiter aus. Nicht noch einen Tag wollte sie gegen ihre Wahrheit sprechen, indem sie schwieg.

Alles Liebe, Eure Rox

Foto Credit: Monsterkoi/Pixabay

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Samstagsweisheit

Fear is like fire, you can warm your hands on it.
Fear is like fire, you can burn your house down with it.

Fink, „Fear is like fire“
Foto Credit: Pixabay / 12019
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Fauxpas 2021

Es lag mir immer fern, mich politisch zu äußern, denn dieses Thema wollte ich von meinen Gedanken und Beiträgen fernhalten, doch das war bevor die Politik mit psychischer Gewalt in unser aller Leben vorgedrungen ist. Was aktuell passiert, ist für mich kein Fauxpas – also kein „falscher Schritt“ sondern eine falsche Richtung, in der man seit geraumer Zeit unterwegs ist.

Seit zwei Jahren wird unter der Gürtellinie kommuniziert, nichts als Angst verbreitet, Personen, die anderer Meinung sind, werden diffamiert, die neutrale Berichterstattung wurde abgeschafft und all jene Meldungen, die nicht die Ansicht der Bundesregierung vertreten, werden gelöscht!

Was ist aus der Welt geworden? Das Leben, mein Leben hat für mich an Logik verloren. Die Realität, in der wir aktuell leben, fühlt sich an wie ein schlechter Film. In letzter Zeit stelle ich mir viele Fragen:

  • Warum wird diese Art von Propaganda von der breiten Maße akzeptiert und befürwortet?
  • Wie konnte es passieren, dass der selbst denkende und selbst entscheidende Mensch zu einem dummen Verschwörungstheoretiker degradiert wurde?
  • Seit wann gehört es nicht mehr zum guten Ton objektiv zu bleiben, Verständnis zu zeigen und anderen Menschen zuzuhören? Es gibt keinen offenen Diskurs mehr, der wurde mit der Pandemie abgeschafft.
  • Wie konnte es so einfach passieren, dass unsere Demokratie und das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmtheit abgeschafft wurde?
  • Seit wann ist es in Ordnung, Menschen vorschnell in Schubladen zu stecken und sie bestimmten Lagern zuzuordnen? Erinnert mich stark an eine Zeit, die wir schon sehr lange zurückgelassen haben.
  • Seit wann darf es eine Regierung geben, die mit menschenverachtender Kommunikation dazu beiträgt, dass sich eine Gesellschaft spaltet?

Ich rufe all jene auf, denen es derzeit ähnlich wie mir geht: Bleibt standhaft! Lasst euch zu nichts zwingen, das ihr nicht selbst wollt und für richtig haltet. Mit dem Einführen des Mundschutzes, wurden wir nicht zu mundtoten Marionetten gemacht, vergesst das nicht.

Alles Liebe und bleibt stark,

Eure Rox

Foto: Gesichtet im August auf Korfu (2021) und für sehr passend befunden

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Komm, Unikat

Ich schätze du bist mutig und ich könnte Gesellschaft brauchen. Begleite mich in eine Welt, in der Kompromisslosigkeit und Unverständnis regiert – das Reich des Zer.

Dort zerbrechen jeden Tag Millionen von Träumen und Herzen.

Menschen zerstreiten sich aufgrund von Nichtigkeiten, anstelle zu lernen dem Gegenüber zuzuhören. 

Wie wäre wohl eine Welt, in der Gesagtes nicht augenblicklich bewertet wird und die eigenen Emotionen besser in Schach gehalten werden?

Du fragst mich, warum der Ort ist, wie er ist? Ich denke, wir haben nie gelernt adäquat zu kommunizieren. Gespräche finden nicht miteinander statt, sondern unsere inneren, kindlichen Begleiter werfen sich ungefiltert Dinge an den Kopf, um den eigenen Selbstwert zu schützen. Oft versprechen wir uns, in dem wir uns nicht angemessen ausdrücken. Zersprochen haben wir uns wiederum dann, wenn alle verbindenden Brücken für immer gekappt werden.

Millionen von Paare zerlieben sich jeden Tag. Noch vor kurzem war ein Leben ohne den anderen kaum vorstellbar, mittlerweile wird jeder Kontakt vermieden und bereits die bloße Anwesenheit des anderen lässt einen erschaudern. Emotionen bleiben auf jeder Seite zurück: Unverständnis, Enttäuschung, Trauer und oft sogar Hass.

Vielleicht hast du es bereits bemerkt, aber Zer’s Regime ist uneinsichtig und die Interessen jedes Einzelnen zählen mehr, als die Gemeinschaft und das große Ganze. Trostlos ist sie, diese Welt. 

Wie wäre es, wenn wir die alte Gedankenwelt zersprengen und eine neue aufbauen? Ich träume von einem Ort, der bereits sehr bald Wirklichkeit werden könnte.

Komm, Unikat folge mir in eine Welt, in der Über regiert.

Menschen überleben nicht nur, sie sind glücklich und zufrieden.

Es wird übergeliebt und mehr gegeben als genommen. ÜBER-geben nicht aus Schock und Panik, sondern aus Nächstenliebe und Verständnis. Jeder Einzelne wird geschätzt und als Individuum respektiert. 

Millionen von Übereinkünften werden fast täglich getroffen. Es wird wertschätzend miteinander kommuniziert und Kompromisse werden geschlossen.

Liebe und Verständnis regieren an diesem Ort.

Die Bewohner in Über haben gelernt, einander zuzuhören, für sich einzustehen, aber auch auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen Rücksicht zu nehmen. 

Kommt Unikate, lasst uns mutig sein und für eine bessere Welt einstehen. Bauen wir uns die Welt, widde widde wie sie uns gefällt.

Foto Credit: bertvthul/Pixabay

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Funktionieren

So einfach, klar und deutlich, standen sie in großen schwarzen Buchstaben auf dem DIN A4 Blatt geschrieben – „Out of Order“. Enttäuscht wendeten wir uns ab, jeder wusste, was gemeint war, musste es akzeptieren und nach alternativen Lösungen suchen. Wie sehr es einem auch gegen den Strich ging, die Maschine war kaputt und unsere Sehnsucht nach einem Stück Schokolade konnte in diesem Moment nicht gestillt werden.

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie wir Menschen am besten signalisieren, dass wir uns ein paar Tage den Luxus gönnen, einmal nicht wie gewohnt zu funktionieren? Wann und vor allem wie können wir unseren Mitmenschen klar und deutlich und ohne Widerrede mitteilen, dass wir gerade weder aufnahmefähig sind, noch wie erwartet funktionieren?

  • Oftmals, gar nicht. Es wäre ja ein Zugeständnis an uns selbst, dass wir nicht stark genug sind und wir würden vor den anderen Schwäche zeigen, was wir tunlichst vermeiden möchten.
  • Wir sind oft auch sehr weit davon entfernt unsere eigenen Bedürfnisse zu spüren und ernst zu nehmen. Dann kann es zum Beispiel auch passieren, dass uns jemand aus dem engeren Umfeld darauf anspricht und uns rät einen Gang runter zu schalten.
  • Wenn wir den Mut haben es auszusprechen und wenn nötig um Hilfe zu bitten, dann wird der Akt an sich oft von unserem schlechten Gewissen überschattet.

Die wahre Kunst ist, es nicht so weit kommen zu lassen, bis wir „außer Betrieb“ sind und uns nicht mehr so verhalten, wie wir es immer tun und es von uns erwartet wird. Ich lege im Alltag seit Beginn des Jahres öfter Pausen ein und achte mehr darauf, wie es mir in gewissen Momenten geht. Es gelingt mir aber nicht immer. Deshalb wird es mir – je älter ich werde – umso wichtiger, mich mit Menschen zu umgeben, die meine Akkus füllen, anstelle sie zu leeren.

Wie gehts euch damit? Spürt ihr es rechtzeitig, bevor ihr euren Out-of-Order Status erreicht habt?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: pixabay / elke_hildebrandt