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Willkommen und hereinspaziert?

Erst gestern, da war er bei mir und hat mich besucht. Und die woche davor, war er still und heimlich bei dir und du hast geflucht.

Unangekündigt und unhöflich empfand ich sein Kommen. Und fast unmöglich fand ich es ihm zu entkommen.

Als er seine Forderungen und Urteile los wurde, ist es unser Innerstes, das wir aufbäumen. Warum nicht ehrlich und direkt sein, reinen Tisch machen und mehr träumen?

Wenn wir verstehen und realisieren, wer oder was Stress ist, dann wird es uns möglich, ihm zu entrinnen. Haben wir verstanden, dass wir ihn oft selbst heraufbeschwören und zusätzlich nähren, dann können wir nur gewinnen.

Beim nächsten Mal, wenn er zu dir kommt, möchte ich, dass auch du ihn bemerkst und bekämpfst. Dein Lohn sind die Gelassenheit und die Ruhe, die du dadurch empfängst.

Alles Liebe wünsch ich euch ❤️ Rox

Foto Credit: Fam. Linsenbolz

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Wann finden wir die Balance?

„Balance is not something you find, it is something you create.“ Jana Kingsford

Da stand er, ein simpler Spruch in Verbindung mit einem Foto, das für mich eine große Portion Ruhe ausstrahlte. Mir schien, als hätte er nur darauf gewartet, von mir gelesen zu werden. Manchmal werden wir offenbar doch bewusst gefunden oder aber wir interpretieren die Dinge so, wie sie in unser Leben im aktuellen Moment passen.

Starten wir mal ganz vorne, was bedeutet Balance überhaupt für mich? Man könnte mit dem Wort „Gleichgewicht“ eigentlich die Schnittmenge zwischen dem Zu Viel und dem zu Wenig beschreiben. Somit also kurz gesagt ein Status der Zufriedenheit. Ich möchte sie finden und selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass man das Gefühl des Gleichgewichts nicht erzwingen oder herzaubern kann. Nun denn, dann ist es wohl so ähnlich wie mit der Liebe, die ja auch nicht plötzlich unangemeldet vor unserer Tür steht und uns erklärt, wie beschwerlich es war, uns zu finden. Daraus könnte man nun schließen, dass wir alle aktiv werden müssen. Aber ist es dann nicht doch ein erzwungener Zustand? Sollten wir nicht lieber einmal ein wenig die Kontrolle abgeben, um bei uns selbst ankommen zu können? Theoretisch ja, aber es lässt sich doch nicht so einfach beantworten. Ich möchte ein paar Gedanken mit euch teilen, und zwar jene, die ich als sehr wichtig erachte für ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben:

  • Denke gut. Und zwar über dich und auch über andere. Versuche den Hass hinter dir zu lassen.
  • Achte auf deinen Körper und deinen Geist: Dies beginnt bei dem Treibstoff, den du dir selbst zuführst, den Gedanken, die du dir tagtäglich machst und geht bis hin zu den Dingen, die du tust.
  • Nimm deine Bedürfnisse ernst und höre auf deine innere Stimme.
  • Lerne dich von Negativem zu distanzieren. Alles, was dir kein gutes Gefühl gibt, ist Gift für dich.
  • Stehe zu dir und sage Nein, wenn es das Gefühl ist, das in diesem Moment bei dir aufkommt.
  • Nimm nicht alles zu ernst und bringe Humor in dein Leben.

Wir finden unser Gleichgewicht, wenn wir lernen gut für uns zu sorgen und auf verschiedensten Ebenen für uns selbst Partei zu ergreifen. Lassen wir uns fließen, ohne zu reflektieren und ohne uns weiterzuentwickeln, driften wir oftmals ins Ungewisse ab. Oft ist es dann ein Sumpf aus Selbstmitleid, Neid, Unzufriedenheit und Zorn.

Ihr kennt ihn alle diesen einen Satz, der sich für mich eine Zeit lang sehr gehaltlos angehört hat: „Du bist für dein Leben selbst verantwortlich“ Doch zu verstehen, was diese Verantwortung genau für jeden Einzelnen bedeutet und wie es gelingt sein eigenes Seelenheil aufrechtzuerhalten, ist ein schwieriges Unterfangen.

Nun denn, dann versuchen wir auf der Balance zu reiten, wie ein Surfer, beim umbeständigen Wellengang. Gutes Gelingen 🙂

„Without balance, a life is no longer worth the effort.“ Olen Steinhauer

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/ un-perfekt

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Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg (Zen Buddhismus)

Heute möchte ich diesen Spruch mit euch teilen, der uns daran erinnern soll, wie wichtig es ist, im Alltag inne zu halten.

Hier ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen:

Sei feinfühlig zu dir selbst

Nimm den Fuß vom Gas, wenn die Anforderungen Überhand nehmen

Lerne deine inneren Treiber kennen und bekämpfe sie, wenn sie außer Kontrolle geraten

Enttarne und kontrolliere dein Ego

Denke positiv, analysiere die Situation und bewerte sie neu

Was möchtest du und was fühlt sich gut und richtig für dich an?

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende euch allen 😄 Alles Liebe, eure Rox

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Hier kommt die Sonne

Über Monate vermehren sie sich, die dunklen Wolken, die deinen Himmel düster erscheinen lassen. Augenblicklich fühlst du dich in einer aussichtslosen Welt gefangen, in der du dich alleine gelassen fühlst. Für dich ist es unvorstellbar, dass die Sonne mit ihren starken, hellen Strahlen dabei behilflich sein könnte, die dunklen Wolken für dich zu beseitigen. Warum sollte gerade sie für dich kämpfen?

Und da passiert es, schleichend hilft sie dir, deinen Himmel neu zu sortieren. Eine Reinigung von all der Negativität, den schlechten Schwingungen und den hemmenden Gedanken, die dich im Kreis drehen lassen und dich am Weiterziehen hindern, passiert und plötzlich strahlt die Sonne so stark, dass du geblendet wirst und nichts anderes mehr wahrnehmen kannst.

Du gehst in dich und fühlst eine wohltuende Dankbarkeit aufsteigen, du bist dankbar für all die Menschen, die dir geholfen haben die Kraft deiner Sonne zu mobilisieren und stolz auf dich, dass du trotz der schweren Zeit stark und geduldig geblieben bist. Es ist okay, sich oftmals verloren oder schwach und ausgelaugt zu fühlen. Wir dürfen das Vertrauen in uns und unsere Sonne nicht verlieren, die oft ungeplant erscheint und uns zur Seite steht.

Bis bald,

Eure Rox

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Planung und Kontrolle im Stillstand

Wie mir ging es bestimmt vielen  Menschen so. Zu Beginn des Jahres sind wir voller Tatendrang und sitzen mit offenen Kalendern mit Freunden zusammen und planen unsere nächsten Monate. In meinem Fall waren es Konzerte, Kurzurlaube, Kabaretts, natürlich diverse Feierlichkeiten mit der Familie und die obligatorischen Treffen mit meinen besten Freundinnen. Das ganz normale Leben eben! Tag ein, Tag aus, tun wir alle, was  wir möchten und wir gehen mit der enormen Freiheit um, wie wir es für richtig halten. An andere denken ist eher zur Seltenheit geworden. Mit Ellenbogen drängen wir uns durch die Gesellschaft und möchten immer besser und erfolgreicher als das Gegenüber sein.

Vor einer Woche sollte sich diese Einstellung und Haltung komplett ändern – der Härtefall für unsere Gesellschaft ist eingetreten. Plötzlich trifft es nicht einen anderen Kontinent, plötzlich tritt es in unser Leben und beschneidet auch unsere Freiheit. Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass Menschen beginnen von ihrem hohen Ross abzusteigen, lernen wieder an Andere zu denken und lassen Empathie aufkommen. Uns wird bewusst, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und auch wir nun Stellung zum Virus beziehen sollten. Wie verhalte ich mich? Wie richte ich mein Leben die nächsten Wochen aus? Wie steht es um meine Großeltern, werden sie das durchstehen?

Die derzeitige Situation beeinflusst sowohl unser Privat- als auch unser Berufsleben. Ich habe natürlich begonnen mehr mit meinen Freunden zu telefonieren und das Laufen gibt mir Halt und ein wenig Normalität. Das Laufevent, das in meiner alten Heimat stattgefunden hätte und auf das ich mich die letzten Wochen vorbereitet habe, wurde bereits abgesagt. Davon lasse ich mich nun nicht beirren, ich möchte weiter trainieren, so als würde ich den Halbmarathon doch in 4 Wochen laufen. Realistisch betrachtet, wird es schwache Momente geben, an denen ich mir ins Gewissen rede, dass ohnehin kein Bewerb anstehe und ich mal einen Gang zurückschalten könnte.

Auch mein Berufsleben hat die ersten 3 Tage unter der neuen Situation gelitten, Grenzen zwischen Privat und Beruf sind miteinander verschwommen und hat mir die Freude an meiner Freizeit genommen. Am 4. Tag hab ich mein Büro in ein anderes Zimmer verlegt und mich auch so gekleidet, als würde ich ins Büro fahren. Der Moment am Abend, in dem ich mir meine Jogginghose anwerfe, vermittelt mir nun zusätzlich das Gefühl ab sofort privat zu sein.

So viele Wochen hatte ich im Vorhinein geplant, doch das Leben ist dazwischen gekommen. Niemand hätte solche Einschnitte erwartet. Was diese Krise für Firmen, die Wirtschaft und eine Vielzahl an Menschen bedeutet, möchte ich mir im Detail gar nicht ausmalen.

Einstweilen versuche ich mir das Positive vor Augen zu halten. Indem wir unsere soziale Leben für etliche Wochen opfern, retten wir  Menschenleben. Auch die Umwelt kann wieder aufatmen und sich ein wenig von den Strapazen der letzten Jahrzehnte erholen. Man lernt sich wieder mehr mit sich und seinen Interessen zu beschäftigen.

Ganz spannend zu sehen, was wir machen, wenn wir plötzlich Zeit zu Hause haben und die sozialen Kontakte praktisch gleich 0 sind bzw. sich auf die Menschen beschränken, mit denen man zusammenlebt. Wir widmen uns jenen Dingen, die uns Spaß machen und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Ich habe heute Yoga gemacht, in Ruhe gekocht ohne andauernd auf die Uhr zu schauen, lange mit einer guten Freundin telefoniert und nun auch noch Zeit ein paar Zeilen und Gedanken niederzuschreiben. Wir haben wieder Zeit gewonnen für die nächsten Wochen, wer weiß was noch kommt, vielleicht lernen wir eine Sprache oder beginnen zu zeichnen? Trotz allem hoffe ich, dass sich die Lage in allen Ländern bald beruhigt, unsere Leben sich wieder normalisieren und wir uns danach bewusster durchs Leben bewegen.

Bis bald. Eure Rox