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Persönlicher Jahresrückblick im Schnellraffer

Nicht real, ein wenig wie im Film, als würde der Bösewicht teuflisch zu lachen beginnen, während er mit den Fingern zu schnippen beginnt. Sekunden später wache ich auf und stelle fest, das Jahr ist um. Wo sind die 12 Monate hin und warum geht die Zeit von Jahr zu Jahr schneller um?

Mein Jahr hat begonnen mit meinem 30er, gefolgt von einem persönlichen Schicksalsschlag, der mich nachdenklich stimmte. In den ersten drei Monate lief somit eher das Programm „Einfach funktionieren“ und hoffen, dass die Phase bald wieder vorüber ist.

Ab April gab es einen Höhenflug auf der Arbeit und es begann langsam Spaß zu machen, die ersten Dienstreisen standen an und ich hatte endlich die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln. Privat ging es mir gut, mich zog es in die Natur und das Wandern verschaffte mir schöne Auszeiten.

Ab Mai wurde es wieder schwierig, ich musste mir eingestehen, dass mir die Arbeit keinen Spaß machte und ich die Firmenkultur, wie sie gelebt wurde, nicht für gut empfand. Es dauerte aber bis ich den Entschluss fasste – bereits nach einem Jahr – wieder zu kündigen. Was mir zu dieser Entscheidung verhalf, waren ehrliche Gespräche und auch Feedback von Arbeitskollegen, die ich lieb gewonnen hatte.

Ich kündigte im August und fuhr dann 2 Wochen auf Urlaub, die beste Entscheidung überhaupt, ich hatte die Zusage des neuen Arbeitgebers und bin mit freiem Kopf und mit meiner besten Freundin in den Urlaub geflogen. Ein Kapitel wurde beendet und der Urlaub läutete das neue ein.

Die letzten drei Monate haben mich beruflich wieder wachsen lassen, Aufgaben, die mir Spaß bereiteten und mir auch lagen, verhalfen mir wieder zu mehr Selbstbewusstsein. Ich wurde wieder die Alte. Auch stelle ich fest, dass diese drei Monate gefühlt noch viel schneller vorbei gezogen sind. Wenn ich mir den Beitrag nun so durchlese, realisiere ich, dass mein Jahr 2018 wieder sehr geprägt vom Thema „Job“ war. Fürs nächste Jahr wünsche ich mir in der Hinsicht Ruhe und Stabilität 😀

Ich krame meinen Jahresziele Zettel von 2018 raus, überfliege ihn schnell und komme zum Entschluss, dass viele kleine Dinge im Leben, die Halt geben und auf dies auch ankommt, gut funktioniert haben:

  • Ich habe viel gelesen
  • Ich hatte sehr intensive gute Zeiten mit meinen Lieben
  • Ich war viel in der Natur
  • Ich war regelmäßig laufen, auch wenn der Plan mit den Halbmarathons nicht ganz aufging
  • Ich hab mich im Yoga verbessert
  • Ich habe mich bewusst ernährt und mehr auf das geachtet, was ich esse
  • Ich habe regelmäßig gebloggt und das Texten genutzt um mir selbst zu helfen 😉
  • Ich habe mehr auf mich und mein Bauchgefühl geachtet

Ich hoffe euer Jahr ist gut verlaufen und es gibt viele Dinge, auf die ihr stolz seid. Ich werde mir definitiv wieder grobe Ziele für 2019 setzen.

Alles Gute im neuen Jahr und danke für alle, die ab und an Beiträge von mir lesen.

Eure Rox

 

 

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Abhaken und gut fühlen

Es ist Freitag 15 Uhr, das letzte Häkchen auf der To Do Liste wurde gemacht, du fühlst dich gut, das Wochenende hast du dir verdient. Kurzer Blick auf deinen privaten Kalender, mal gucken was so ansteht die nächsten 48 Stunden Freiheit.

Du hetzt dich zum Weihnachtsshopping, kramst nach der Liste auf der sich alle Wünsche befinden und hakst sie gedanklich nach und nach ab. Anschließend erledigst du den Einkauf damit du die nächsten 48 Stunden keine Gedanken an lästige Pflichten wie Lebensmitteleinkäufe verschwenden musst.

Nach 2 Stunden kommst du kaputt zu Hause an wo die Haushalts-To-Do Liste auf dich wartet. Genau hier ist der Punkt wo ich mich frage ob es überhaupt ein Leben ohne diese lästigen Aufgabenlisten gibt. Mir scheint wir finden sie in jedem Bereich wieder und wir sind gewohnt sie abzuarbeiten wie wir es auch als anständige Angestellte gelernt haben. Ich hab ein wenig gemischte Gefühle, einerseits brauche ich diese Ordnung und Struktur so habe ich das Gefühl ich behalte die Kontrolle und andererseits fühle ich mich gefangen und ständig getrieben. Wo bleibt die Flexibilität und Spontanität? Wo bleibt das im Hier und Jetzt Leben, wenn alles immer geplant ist und sogar oft mit Dauer versehen weil man sonst zum nächsten Termin zu spät erscheinen würde?

Wäre ein Leben ohne To Do Listen Anarchie oder fahrlässig oder gar chaotisch und kopflos? Vielleicht macht es uns auch glücklicher? Ich spiele mit dem Gedanken es mal wieder für ein Wochenende auszuprobieren so ganz ohne Pläne und Verpflichtungen.

Es ist Arbeit und gar nicht so einfach sich nicht von der erlebnissüchtigen und leistungsgetriebenen Gesellschaft mitreißen zu lassen. Sich zu beugen ist jedoch für mich auch keine passable Alternative, man brennt auf kurz oder lange aus. Wir müssen nichts was wir nicht möchten und sich nicht richtig anfühlt. „It’s ok to not do it all“

Eure Rox

Foto: Stacie Swift (instagram @stacieswift)

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„Be a good person but don’t waste time to prove it“ (Manas Disoriya)

Haben wir es nicht alle schon mal erlebt? Wir blicken in enttäuschte Gesichter, wir werden mit Distanz bestraft oder mit schnippischen Aussagen beworfen? Instinktiv kommen bei uns Selbstzweifel auf, wir haben das Gefühl etwas Falsches getan zu haben. Daraus wird oft schlussgefolgert: „Ich bin kein guter Mensch.“ Manch einer reflektiert, andere wiederum haben wohl bei der Geburt ein bisschen zu viel Selbstvertrauen in die Wiege gelegt bekommen und stellen nicht einmal annähernd das eigene Verhalten in Frage. Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wollen wir uns selbst als eine gute Person betrachten oder dass unsere Mitmenschen uns für eine halten?

Der Mensch sehnt sich nach Bestätigung und Wertschätzung. Ist uns jemand wohlgesonnen, könnte es im weitesten Sinne bedeuten, dass wir als guter Mensch gesehen werden. Sätze wie: Ich bin okay, ich bin ein guter Mensch“ fühlen sich für uns gut an und für viele Menschen ist es das Non-Plus-Ultra ein guter Mensch zu sein und sich am Ende des Tages im Spiegel betrachten zu können und sich nicht zu wünschen jemand anders zu sein.

  • Warum reicht uns oftmals nicht unsere eigene Beurteilung aus, um uns innerlich zu loben oder uns im geistigen Auge einen Orden zu verleihen für eine spezielle Handlung?
  • Warum ist es nicht „gut“ und nicht gern gesehen, natürlichen Egoismus anzuwenden und sich bewusst Zeit für sich selbst zu gönnen und andere hinten anzustellen?
  • Warum fühlt es sich für uns oft nicht „gut“ an Entscheidungen zu treffen, die unserem seelischen Gleichgewicht gut tun? Warum wird dieses Verhalten oft als egoistisch und schlecht dargestellt? Für mich wird die Zeit mit mir selbst immer knapper und gleichzeitig immer wertvoller.

Die Antwort auf meine Fragen ist eigentlich ganz simpel: Weil wir der Bestätigung von Außen mehr Gewicht geben, wir harmoniebedürftig sind, nicht anecken wollen und als „gut“ betrachtet werden wollen, koste es was es wolle, selbst, wenn wir uns selbst hinten anstellen und unsere seelische Balance gefährden.

Je älter ich werde, desto mehr beschäftige ich mich mit dem Thema ‚Selbstreflexion‘, dabei stelle ich auch immer wieder fest, dass diejenigen, die es bitter notwendig hätten ihr Verhalten zu hinterfragen, meist die Menschen sind, die mit Scheuklappen herumlaufen und sich wundern, warum die Welt voller Idioten ist.

Bis bald,

Eure Rox.

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Give me sun

Hattet ihr auch eine Phase in eurem Leben, in der es nicht laut genug sein konnte, am Wochenende konnte nicht genug passieren und unter der Woche – während ihr zur Arbeit gingt – hattet ihr auch noch den Nerv die letzten freien Stunden zuzupflastern indem ihr euch mit euren Freunden verabredet hattet?

Genau so ging es mir. Ich konnte nicht genug erleben und es musste immer etwas los sein. Wie ein Hamster im Rad, immer in Bewegung, dazwischen keine Zeit links und rechts zu schauen, geschweige denn das Erlebte zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, ob es an der magischen Zahl „30“ liegt oder nur Zufall ist, aber es begann Anfang des Jahres, als ich den Drang nach Stille verspürte. Wochenenden sind nun mit viel Natur und Familie geschmückt. Dazwischen versuche ich mir Zeit für mich zu nehmen. Es muss nicht immer der Tag durchgetaktet sein. Mut zur Lücke sagte ich mir – was ist schon dabei, wenn wir ein Wochenende (oder mehrere) „planlos“ sind?

So sitze ich zum Beispiel nach einem meiner Waldläufe auf einer Bank und lasse meine Beine bräunen, so lange, bis es mich nicht mehr freut 😉

Bis bald. Eure Rox.

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Der Wald als Therapeut

Die Tatsache, dass das Wochenende angebrochen ist, ist eigentlich genug Grund um gut gelaunt zu sein, doch was mich an diesem jenen Samstag noch mehr erfüllt, ist, dass die Sonne scheint und die Vorfreude auf meinen Wochenendlauf durch meinen Lieblingswald ins Unermessliche steigt.

Rasch ziehe ich mir die Laufschuhe an, überlege kurz wie viel Schichten wohl Sinn machen und begebe mich auf den Weg – mit im Gepäck meine neue Polar-Tracking Uhr, die auch zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Es ist kalt, doch die Sonne beginnt langsam stärker zu werden und wärmt auch mich bei meinem 70-minütigen Lauf. Es ist definitiv der erste Lauf seit Langem, der Spaß macht und mich voll und ganz ablenkt und vergessen lässt, was im Alltag so rund um mich passiert.

Ein längerer Abschnitt führt mich durch den Wald und lässt mich kurz in mich hineinlächeln – das Leben macht Spaß und wir sollten den Moment und das Hier und jetzt mehr genießen und schätzen. Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Gedanken habe und so schließe ich mit mir selbst den Pakt, mich weniger zu stressen und wieder mehr das Hier und Jetzt zu schätzen, nicht immer in der Vergangenheit oder Zukunft zu verweilen. Zugegeben ich werde mich oft ermahnen und erinnern müssen, aber Pakt ist Pakt 🙂

Wie gehts mir bisher?

  • Ich fühle mich, als wäre ich an der Abzweigung richtig „abgebogen“
  • Sport tut mir allgemein gut, das körperliche Auspowern hilft in schwierigen Situationen
  • Ich entscheide mich oft bewusst gegen Dinge, die mir aktuell nicht gut tun oder mich eher stressen würden

Wie gehts euch in den Wintermonaten? Kommen euch auch vermehrt Gedanken in den Sinn, die euch durch die lange und kalte Jahreszeit helfen?

Eure Rox