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Sonntagszitat

Solange Unbewusstes nicht bewusst gemacht wird, lenkt es dein Leben und du nennst es Schicksal.

Carl Gustav Jung
Foto Credit: Bessi / Pixabay
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Mein Boss

Meistens erwartet er Disziplin und Sorgfalt. Entspannung gibt es erst, wenn alle Aufgaben, die anstehen, erledigt wurden.

Er ist streng und weiß genau, was er will, passt etwas nicht, sind meistens die anderen schuld.

Mitgefühl? Tja, das gibt es selten, aber es existiert in bestimmten Fällen, aber die sind eher die Ausnahme.

Manchmal erinnert er mich auch an einen Sklaventreiber, der nicht flexibel auf Veränderungen reagieren kann und einfach stur versucht sein Programm zu fahren ohne Wenn und Aber.

Ich habe auch festgestellt, dass es ihn meistens darum geht, die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Meine Arbeit muss diesem Level dann gerecht werden.

Entsteht eine Diskussion, in der ich das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, schenkt er meistens den anderen sein Vertrauen.

Aber dieses Mal habe ich mehr gegeben, als möglich war, ich habe mein Privatleben vernachlässigt um das Konzept, das er verlangte auf die Beine zu stellen.

Ich lege es ihm vor und die darauffolgenden Sekunden erscheinen mir wie eine Ewigkeit. Vorerst verzieht er keine Miene. Doch dann: Er beginnt sich zu räuspern und sagt: „Es ist okay“

Wieder einmal ist es ihm nicht genug, sein enttäuschter Blick lässt darauf schließen.

Habe ich mich wirklich zu 100% ins Zeug gelegt? Schlagartig beginne ich mich und meine Arbeit in Frage zu stellen.

Lange blicke ich in seine Augen, seinen festen Blick, das Gesicht wird immer unklarer und verschwimmt zunehmend vor meinen Augen bis ich langsam aber sicher das Gefühl habe in einen Spiegel zu blicken und mich selbst zu sehen.

Wie lesen sich diese Zeilen für dich? Würdest du dich mit einem Vorgesetzten, wie er beschrieben wurde, zufriedengeben? Würde diese Zusammenarbeit dich glücklich machen?

Ich kann es für mich beantworten, Nein und ehrlich gesagt, bin ich geschockt, wie schlecht wir uns teilweise selbst behandeln und das ohne mit der Wimper zu zucken. Schneller wird es noch bei anderen gemeldet oder aufgezeigt. Kommt das Verhalten jedoch aus unserem Inneren, nehmen wir es nicht aktiv wahr und interpretieren es eher als normal, da es als Teil unserer Persönlichkeit gesehen wird.

Ich nehme mir seit geraumer Zeit vor, auch meinen inneren Boss manches Mal herauszufordern, in Frage zu stellen und auch mal flexibel auf innere oder äußere Veränderungen zu reagieren. Das können die Überstunden sein, die wir machen um unser Projekt erfolgreich abzuschließen, die uns dann dazu veranlassen den Wohnungsputz und Einkauf an diesem Tag sausen zu lassen. Das kann aber wiederum auch mal ein Tag mit Entspannung sein, weil Körper und Seele danach schreien.

Alles Liebe,

Eure Rox

Foto Credit: Larisa-K/Pixabay

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The power of love

When the power of love overcomes the love of power the world will know peace.

Jimi Hendrix
Pixabay/PhotoMIX-Company
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Ein Gespräch ohne Pause

Es fühlt sich schwer an und irgendwie nicht richtig. Immer wieder werfe ich ein „Stöckchen“ um geduldig zu warten, ob es aufgenommen wird und das Gespräch im Fluss bleibt. Tja, wenn doch wenigstens etwas fließen würde. Es fühlt sich eher an wie ein Spaziergang durch die Wüste auf der Suche nach ein wenig Wasser. Irgendwann resigniere auch ich und betrachte das Gespräch als tot und gescheitert. Die Pausen werden immer länger, bis wir uns beide in Stille entfernen.

Dann gibt es jene Gespräche, die regelrecht Endorphine auslösen und manches Mal fühlt es sich für mich an als würden die Geister in diesem Zeitraum verschmelzen. Ein Gedanke fließt in den anderen mühelos über – einfach schön. Man hört dem anderen aufrichtig zu, lässt das Gegenüber ausreden. Es ist keine Selbstbeweihräucherung der eigenen Person und auch kein ständiges Klagen und Jammern bis der Gesprächspartner kraftlos einknickt. Es fühlt sich an als könnte das Gespräch noch endlos andauern und man trennt sich erst dann, um todmüde ins Bett zu fallen.

Dann gibt es jene Gespräche, die irgendwann verstummen. Meist dann, wenn geliebte Menschen von uns gehen. Ich vermisse die ehrlichen Gespräche, den Austausch mit dir und das innige beisammen sein.
Nun sind es bald zwei Jahre und ich hab nur selten zu dir gesprochen, zu schmerzhaft war der Gedanke ins Leere zu sprechen und voller Trauer festzustellen, dass die Stille alles ist, das ich als Antwort erhalte. Heute denke ich, dass unser Gespräch nie verstummt ist – ich sitze noch immer auf der Terrasse neben dir, die Sonne strahlt uns ins Gesicht, wir lachen miteinander bis unsere Bäuche schmerzen. Unsere Blicke treffen sich, in denen pure Verbundenheit liegt. Du bist nie gegangen, im Geiste, in meinen Gedanken und Träumen bist du bei mir geblieben.

Foto Credit: Pixabay/LoggaWiggler

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Wie eine Serpentinenstraße

Ich schaute den Kindern zu, wie sie völlig fasziniert in dem Computerspiel versunken waren. Jeder hatte ein Auto gewählt und es ging nun da drum, wer am schnellsten im Ziel angelangte und das Rennen gewann. Für beide existierte keine Zeit, es ging nur mehr ums stetige Beschleunigen und Sieg Einheimsen.

Daraufhin versuchte ich das Gesehene auf die Realität, auf mein aktuelles Leben umzulegen:


Ich dachte an all jene, die auf der Überholspur unterwegs waren und ungeduldig wurden, sobald sie sich einbremsen mussten.

Mir fielen auch all jene ein, die oft im Nebel unterwegs waren und sich schwer taten, die Spur zu erkennen und einzuhalten.

Besonders ärgerlich fand ich auch all jene, die immer ein Tempo fuhren und es nicht auf die tatsächlichen Fahrbedingungen anpassten. Davon gab es leider auch zu viele.

Natürlich gab es dann noch all jene, die ihr Leben viel zu oft riskierten und den Straßenverkehr als Mutprobe sahen und den Fuß kaum vom Gas nahmen.

Ich überlegte kurz wie ich die Fahrbahn meines Lebens aus jetziger Sicht beschreiben würde? Sie war wohl eher eine Serpentinenstraße, es ging aktuell nur drum:

  • das Tempo zu drosseln
  • auf die nächste Kurve zu achten und
  • für den Gegenverkehr mitzudenken.

Ich wusste nicht so recht wie viele Serpentinen noch auf mich warteten, bevor ich wieder geradeaus unterwegs war. Wann wurde es endlich wieder leichter?

Mit Sicherheit konnte ich es nicht beantworten, aber in Gedanken fühlte ich eine angenehme Entspannung: Ich fuhr die endlos lange Straße entlang, genoss die Aussicht, die Sonne schien, ich hatte gute Musik im Ohr und war voller Zuversicht auf alles, was noch auf mich wartete.

Wie gehts euch aktuell? Auf welcher Fahrbahn seid ihr unterwegs?

Bis dann.

Eure Rox

Foto Credit: Pixabay/Seaq68