Kategorien
Allgemein Gesundheit Laufen Philosophie poesie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume

Let it go

Bei meinem heutigen Morgenlauf bin ich bei einem Waggon vorbeigelaufen, sofort stach mir die traurige Gestalt im gestreiften Pullover ins Auge. Ich fühlte mich angesprochen und plötzlich machten sich meine Gedanken selbstständig.

Sind wir nicht alle manchmal traurig und suchen wir nicht alle ständig nach dem Sinn des Lebens? Ich hatte keine Antwort auf das Graffiti gesucht, aber plötzlich kam mir das Wort „Loslassen“ in den Kopf.

Lass sie los, die negativen Gedanken.

Lass negative Menschen los, die dir nicht gut tun und nimm deine Hand aus derem festen Griff.

Lass die Zweifel los, die dich immer kleiner reden, als du bist. Du bist einzigartig und keiner kann dich ersetzen.

Lass den Gedanken los, alles müsse weiterlaufen, wie es ist. Fange an Eigenverantwortung für dein Leben zu übernehmen.

Lass sie los die Vergangenheit und gib deinen Wunden Zeit zu heilen, ohne sie andauernd wieder aufzureißen.

Lass sie los die Verpflichtungsgefühle, die du ständig für andere empfindest. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich.

Lass los. Werde frei und lebe dein Leben.

Bis bald

Eure Rox

 

Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Laufen Natur Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Sport Träume

My island of well-being

Bis vor einigen Wochen hab auch ich vieles für selbstverständlich gesehen, ich hatte meine Routinen entwickelt, hab zum Teil in den Tag hinein gelebt und viel zu selten Momente, die es im Nachhinein wert gewesen wären, richtig ausgekostet. Tja und dann kam Corona und Ausgangsbeschränkungen und plötzlich waren wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, durften unsere Liebsten nicht mehr sehen und unser soziales Leben wurde digital. Meine Abende sehen derzeit so aus, dass ich wie belämmert in mein Smartphone hineinlache um mich so mit meinen Freunden und meiner Familie auszutauschen.

Was ich für mich feststelle, ist, ich merke, was mir gut tut, mich bei klarem Verstand bleiben lässt und mich sowohl geistig als auch körperlich fit hält:

  • Die Ruhe der Natur: Ich liebe es am meisten neue Routen zu entdecken und Wälder laufend zu durchforsten
  • Das Laufen und auch die Weiterentwicklung in meinem Lieblingssport. Viele Turniere wurden storniert und das hat mir zum Teil den Ansporn oder kurzzeitig auch die Motivation genommen. Doch es dauerte nicht lange und der Schalter war wie umgedreht, ich möchte nun weitertrainieren und mich so konditionell weiterentwickeln als stünde der nächste Halbmarathon vor der Tür
  • Zeit für mich und für meine Gedanken: Yoga hilft mir abzuschalten und meinen Körper spüren zu lernen. Ich stelle aktuell noch fest, dass ich neue Routinen kreieren sollte, um eine gewisse Leichtigkeit in die Aktivität reinzubringen. Man sollte nicht das Gefühl haben, man müsste es heute machen sondern es ins eigene Leben integrieren
  • Auch das Lesen hilft mir in der jetzigen Zeit. Meine Amazon „Reading List“ wurde schon aufgestockt: um Biographien, Thriller oder auch Ratgeber – ich liebe es meinen Horizont zu erweitern, meine Fantasie mit den Geschichten aufleben zu lassen oder auch Neues zu lernen und mich weiterhin selbst zu „optimieren“

Ich bin der Meinung, dass die Macht der positiven Gedanken sehr unterschätzt wird, oft wird sie abgetan als „zu spirituell“ oder auch einfach nicht ernst genommen und belächelt. Die Situation, in der wir uns aktuell befinden, erleichtern wir uns wesentlich, indem wir eine positive Einstellung bewahren und großteils positive Gedanken hegen.

Ich hoffe, auch ihr entdeckt eure Insel der Glückseligkeit – achtet auf eure mentale Gesundheit.

Bis bald.

Eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit Laufen Natur poesie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Sport Träume

Planung und Kontrolle im Stillstand

Wie mir ging es bestimmt vielen  Menschen so. Zu Beginn des Jahres sind wir voller Tatendrang und sitzen mit offenen Kalendern mit Freunden zusammen und planen unsere nächsten Monate. In meinem Fall waren es Konzerte, Kurzurlaube, Kabaretts, natürlich diverse Feierlichkeiten mit der Familie und die obligatorischen Treffen mit meinen besten Freundinnen. Das ganz normale Leben eben! Tag ein, Tag aus, tun wir alle, was  wir möchten und wir gehen mit der enormen Freiheit um, wie wir es für richtig halten. An andere denken ist eher zur Seltenheit geworden. Mit Ellenbogen drängen wir uns durch die Gesellschaft und möchten immer besser und erfolgreicher als das Gegenüber sein.

Vor einer Woche sollte sich diese Einstellung und Haltung komplett ändern – der Härtefall für unsere Gesellschaft ist eingetreten. Plötzlich trifft es nicht einen anderen Kontinent, plötzlich tritt es in unser Leben und beschneidet auch unsere Freiheit. Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass Menschen beginnen von ihrem hohen Ross abzusteigen, lernen wieder an Andere zu denken und lassen Empathie aufkommen. Uns wird bewusst, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und auch wir nun Stellung zum Virus beziehen sollten. Wie verhalte ich mich? Wie richte ich mein Leben die nächsten Wochen aus? Wie steht es um meine Großeltern, werden sie das durchstehen?

Die derzeitige Situation beeinflusst sowohl unser Privat- als auch unser Berufsleben. Ich habe natürlich begonnen mehr mit meinen Freunden zu telefonieren und das Laufen gibt mir Halt und ein wenig Normalität. Das Laufevent, das in meiner alten Heimat stattgefunden hätte und auf das ich mich die letzten Wochen vorbereitet habe, wurde bereits abgesagt. Davon lasse ich mich nun nicht beirren, ich möchte weiter trainieren, so als würde ich den Halbmarathon doch in 4 Wochen laufen. Realistisch betrachtet, wird es schwache Momente geben, an denen ich mir ins Gewissen rede, dass ohnehin kein Bewerb anstehe und ich mal einen Gang zurückschalten könnte.

Auch mein Berufsleben hat die ersten 3 Tage unter der neuen Situation gelitten, Grenzen zwischen Privat und Beruf sind miteinander verschwommen und hat mir die Freude an meiner Freizeit genommen. Am 4. Tag hab ich mein Büro in ein anderes Zimmer verlegt und mich auch so gekleidet, als würde ich ins Büro fahren. Der Moment am Abend, in dem ich mir meine Jogginghose anwerfe, vermittelt mir nun zusätzlich das Gefühl ab sofort privat zu sein.

So viele Wochen hatte ich im Vorhinein geplant, doch das Leben ist dazwischen gekommen. Niemand hätte solche Einschnitte erwartet. Was diese Krise für Firmen, die Wirtschaft und eine Vielzahl an Menschen bedeutet, möchte ich mir im Detail gar nicht ausmalen.

Einstweilen versuche ich mir das Positive vor Augen zu halten. Indem wir unsere soziale Leben für etliche Wochen opfern, retten wir  Menschenleben. Auch die Umwelt kann wieder aufatmen und sich ein wenig von den Strapazen der letzten Jahrzehnte erholen. Man lernt sich wieder mehr mit sich und seinen Interessen zu beschäftigen.

Ganz spannend zu sehen, was wir machen, wenn wir plötzlich Zeit zu Hause haben und die sozialen Kontakte praktisch gleich 0 sind bzw. sich auf die Menschen beschränken, mit denen man zusammenlebt. Wir widmen uns jenen Dingen, die uns Spaß machen und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Ich habe heute Yoga gemacht, in Ruhe gekocht ohne andauernd auf die Uhr zu schauen, lange mit einer guten Freundin telefoniert und nun auch noch Zeit ein paar Zeilen und Gedanken niederzuschreiben. Wir haben wieder Zeit gewonnen für die nächsten Wochen, wer weiß was noch kommt, vielleicht lernen wir eine Sprache oder beginnen zu zeichnen? Trotz allem hoffe ich, dass sich die Lage in allen Ländern bald beruhigt, unsere Leben sich wieder normalisieren und wir uns danach bewusster durchs Leben bewegen.

Bis bald. Eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume Yoga

Erzwungene Pause

Wir müssen ständig funktionieren und erreichbar sein, befinden uns kaum im Hier und Jetzt, sondern stecken gedanklich bereits im nächsten Termin oder im Erfüllen der nächsten Aufgabe. Wäre es ein Videospiel, stelle ich mir einen Pacman vor, der Aufgaben frisst – also eine Art „Task Achiever“ der beim Maul Aufreißen, die Aufgabe auf der Liste abhakt und somit erledigt. Am Ende hast du gewonnen, beziehungsweise du kannst dem Pacman zusehen, wie er ins Burnout läuft.

Ich sitze auf der Couch, bei einer Tasse Tee und guter Musik – meine Gedanken sind klar und ich versuche zu ergründen, warum es mich diesmal erwischt hat und ich buchstäblich an die Couch gefesselt bin. Natürlich hab ich mir plausible Antworten dafür gegeben, die sich auch logisch anhörten und sicher auch dazu beigetragen hatten, aber ganz ehrlich war ich wohl doch nicht gewesen.

  • Habe ich zuletzt immer NEIN gesagt, wenn ich eigentlich wollte?
  • Habe ich genügend Erholungen in den Alltag integriert und auf mein Bauchgefühl geachtet?

Ich kann es mit einem klaren „Ich bin mir nicht sicher“ beantworten und gerade, wenn wir Zweifel daran haben, ist meist etwas Wahres dran.

Auch Gedanken können uns schleichend vergiften, haben wir Zukunftsängste oder kreisen unsere Gedanken auch in unserer Freizeit immer um dasselbe Thema ist das auf Dauer energieraubend und kräftezehrend.

Wie geht es mir jetzt?

Ich jammere, weil ich wieder gesund werden möchte und wieder meinen Alltag genießen möchte. Die Zeit der „Nutzlosigkeit“ möchte ich beenden, meine jetzige Situation könnte man mit einem Snackautomaten vergleichen, an dem ein Schild mit „Out of Order“ angebracht ist.

Nein, ganz im Ernst, ich habe aufgehört mich selbst zu bemitleiden – es gibt wahrlich keinen Grund dazu – und begonnen die Pause auszukosten, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mein Netflix Abo voll zu nutzen und meinem Körper und Geist die Erholung zu gönnen.

Ich möchte zwar zukünftig selbst das „Out of Order“ Schild aushängen, aber wenn es zu meinem Besten ist, lass ich es auch einfach geschehen.

Bis bald, eure Rox.

Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Philosophie poesie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume

Mein Blumenstrauß an die „Freundschaft“

Als wir Teenager waren, wählten wir unsere Freunde aufgrund einiger weniger Faktoren aus: welche Musik man hörte, wer einem zuhörte, wenn einen die Eltern mal wieder nervten und mit wem man so richtig Spaß haben konnte. Unser Charakter war zwar grundlegend geformt, doch ging es auch meistens darum, jemanden zu finden, mit dem man sich gemeinsam selbst finden konnte.

Je älter wir werden, desto mehr Freunde verlieren wir, jene, die uns nicht gut tun, in unserer Entwicklung hemmen oder ganz andere Wege einschlagen. Plötzlich gibt es keinen Gesprächsstoff mehr, keine gemeinsamen Lebensziele, andere Prioritäten und Weltanschauungen. Man wird sich fremd und die Zeit gemeinsam fühlt sich fehl am Platz an. Es ist kein schönes Gefühl und man spürt meistens, wann es Zeit ist, sich zu lösen und den weiteren Weg ohne einander zu bestreiten.

Dann gibt es jene, die uns gut tun, die wir uns aus unserem Leben nicht mehr wegdenken können, unsere leuchtenden Laternen am Weg, ohne die wir im Dunkeln tappen und verängstigt und unsicher einen Schritt vor den anderen setzen würden.

Im Laufe der Jahre steht ihr euch in vielen Lebenssituationen bei und stärkt euch gegenseitig. Ihr träumt miteinander, lacht, trauert, feiert, philosophiert bis in die Nacht hinein und am aller wichtigsten ihr begleitet eure Leben.

Auch wenn ihr verschieden seid, ist es umso spannender, von einander zu lernen. Gemeinsam werdet ihr reifer, klüger, selbstbewusster und mutiger. Oft muss man sich zusammenraufen, man verliert sich für kurze Momente am dunklen Weg, muss die  Taschenlampe als Überbrückung einsetzen, aber man findet trotz allem wieder zu einander.

Ich finde es fast ein wenig schade, dass wir nicht einen offiziellen Tag der Freundschaft ernennen, der dazu dient, uns bei all unseren Laternen, zu bedanken, die uns den Weg ausleuchten und zwar bei Wind und Wetter.

Am heutigen Valentinstag denke ich an alle jene Frauen, die mich in meinem Leben mit ihrem Wesen, ihrer Liebe und ihrer Offenheit beeinflusst haben. Danke, dass es euch gibt.

Eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume

Schreibe dein neues Kapitel…

„Was bisher geschah“… Diesen lästigen Start unserer Lieblingsserie kennen wir wohl alle und spielen wir nur zu gern weiter. Zu sehr möchten wir nach dem Cliffhanger der Folge davor wissen,  was weiter passiert. Ich muss mir gerade vorstellen, dass es möglich wäre, unschöne Szenen unseres Lebens schneller vorzuspulen und jene Momente, die wir  länger genießen mochten, zu  pausieren oder in Zeitlupe ablaufen zu lassen. Kurz kommt mir der Gedanke, wie meine  letzten Jahre dann wohl ausgesehen hätten.

Mein Jahr 2019 endet in der Natur mit einer Wanderung und läutet gleichzeitig die frischen 12 Monate ein:

Ein paar der Vorsätze und Fetzen davon, die mir im Kopf herum schwirren:

Ich werde noch fitter werden

Ich gönne mir mehr Egoismus

Ich mache mehr von den Dingen, die glücklich machen.

Zugegeben hört sich ein wenig nach Einheitsbrei an und klingt nach generischen Vorsätzen, bei denen man ohnehin weiß, man würde sie brechen. Doch ist nicht unser Leben immer eine Mischung aus Planung, Struktur und Willkür? Vielleicht versuche ich stattdessen gelassener zu werden und lasse mein Leben auch mal neue Wege einschlagen?

Das ist das Schöne und Schockierende zugleich: keiner kann uns zu unserem Leben und auch nicht zu den nächsten 12 Monaten spoilern.

Auf ein gutes neues Jahr für uns alle.

Eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit heimat Natur Philosophie poesie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Sport Träume

Power of the Pack – die Macht des Frauenrudels

Es ist ein Klischee und dieses bewahrheitet sich leider viel zu oft. Eine Gruppe von Frauen, die die Köpfe zusammenstecken und mit schneidenden Blicken ihr Opfer begutachten und es regelrecht in Gedanken zerfleischen. „Seht euch die an, die denkt doch sie wäre etwas Besseres“, das sind nur wenige der Sätze, die wir oberflächlich vor uns hin denken oder gar oft aussprechen. Warum müssen wir uns immer vergleichen und mit anderen messen? Warum müssen wir immer den Wettbewerbsgedanken mit uns tragen?

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass wir Frauen uns etwas Gutes tun, wenn wir uns gegenseitig ermutigen, Komplimente machen, zuhören und auch die jeweiligen Schwächen annehmen. Doch das war nicht immer so, vor etlichen Jahren hatte ich beruflich mit einer Frau zu tun, die nichts als Neid und Missgunst empfand und bei jeder Gelegenheit versuchte, mich schlecht dastehen zu lassen, wurde ich gelobt oder befördert, fand sie dafür nur abwertende Worte oder versuchte mich bei meinem damaligen Chef schlecht zu machen. Dieses Verhalten hat lange an mir genagt und mich unsicher werden lassen. Die Situation war neu für mich, da ich mich mit meinen Arbeitskollegen gut verstand und bei unterschiedlichen Meinungen immer meine diplomatischen Fähigkeiten anwandt. Ich verstand nicht, was sie gegen mich hatte und noch weniger verstand ich, warum sie nicht damit aufhörte mich fertig zu machen. Irgendwann ging mir ein Licht auf und ich realisierte, dass sie nur mit sich selbst unzufrieden war und unsicher, da war etwas an mir oder in meinem Leben, das sie gerne hätte und so äußerte sie ihren Unmut. Als ich damals gekündigt hatte, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt, mit ihr das Gespräch zu suchen und ihr meine Sicht der Dinge darzulegen, aber so schnell der Gedanke aufkam, so rasant war er auch wieder abgebogen – es hätte ja doch nichts gebracht, sie hätte es nicht verstanden und noch weniger zugegeben, dass ich Recht mit meiner Annahme hatte. Sie lief weiter mit ihrer Fassade durch die Gegend und das würde sie sicher nicht wegen eines Gesprächs mit mir aufgeben.

Heute sehe ich, wie ich mich fühle, wenn ich Lob oder konstruktives Feedback von Kolleginnen erhalte, an dem ich wachsen kann. Ich wiederum versuche es auch gleich zu tun. Auch im Privatleben sollten wir danach streben, die Schwester und die besten Freundinnen dicht bei uns zu halten. Lasst uns von einander lernen und lasst uns gemeinsam besser werden. Es ist doch viel schöner unsere Energie auf schöne Dinge zu richten 🙂

Bis bald.

Eure Rox.

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe selbstoptimierung Träume

Wie wir uns wehren abzustumpfen

Je älter wir werden, desto dicker wird die Haut, manch einer hat begonnen sich Stacheln wachsen zu lassen, die sich ab und an zeigen und meistens dann auch jene Menschen verletzen, die oft nur Gutes im Sinn hatten. Je mehr wir enttäuscht werden und Ungerechtes am eigenen Leib erfahren oder um uns herum wahrnehmen, desto abgebrühter werden wir. Unlängst habe ich mich gefragt, ob ich das möchte? Mache ich mir damit selbst einen Gefallen, anderen zu misstrauen und permanent ans Schlechte und Negative im Menschen zu denken?

Mit der Masse oder gegen den Strom?

Ich habe die Antwort auf die Frage für mich gefunden und sie ist – so wie vieles im Leben – eher ein Mittelding zwischen „Ich bin vorsichtig“ und „ich verteufle nicht gleich alles und jeden“. Eine Situation kann nicht immer 1:1 mit einer anderen verglichen werden und muss oft auch erst analysiert werden um angepasst darauf reagieren zu können. Gerade das Leben in der Großstadt lässt einen irgendwann anders werden, man wird zum Großstadtmenschen – eine Spezies, die eher ablehnend und ignorant durchs Leben geht. Menschen, die lächelnd in der U-Bahn stehen, werden als verrückt abgestempelt und gemieden – ja nicht Blickkontakt wechseln und um Himmels Willen schon gar kein Gespräch beginnen.

Seit ich zumindest 5 Tage die Woche in der Großstadt lebe und mir dieses abgebrühte Verhalten eher widerstrebt, kämpfe ich gegen meine schleichende Verwandlung an. Nein, ich möchte nicht schnaubend in der U-Bahn stehen und um mich herum alle mit schneidenden Blicken töten – Nein, das widerstrebt mir und entspricht nicht meinem Wesen. Stattdessen wundere ich mich, warum es komisch oder eigenartig eingestuft wird, wenn man zum Beispiel einer Wildfremden sagt, dass sie eine hübsche Tasche trägt oder ihr die Frisur optimal stehe. Schade, dass sich diese positiven Züge nicht durchgesetzt haben, denn es sind wie immer im Leben die kleinen Dinge, die doppelt geschätzt werden. Ich starte meinen Tag wesentlich fröhlicher und ausgeglichener, wenn ich mir 45 Minuten für einen Pre-Work-Lauf genommen habe oder ich eine humorvolle Unterhaltung in der U-Bahn mitbekommen habe und ich grinsend Blickkontakt wechsle, der dann auch noch in positiver Weise erwidert wird.

Sich über kleine Dinge im Leben freuen zu können, bedarf eigentlich nicht viel aber doch zumindest der Auseinandersetzung mit sehr mächtigen Begriffen (Vergangenheit, Glück, Wer bin ich), der man sich erst einmal stellen muss. Ich selbst habe meine „Schatzkiste“ sozusagen auch erst dann ausgegraben, als ich begonnen habe mehr Bewegung zu machen und mich intensiv mit meinen Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen.

Wie lernst du dich über ein Herz in einer Walnuss zu freuen? 🙂 

  • Lerne für den Moment aufgeschlossen zu sein und verweile nicht zu oft in den Negativ-Spiralen, die sich in deinem Kopf abspielen.
  • Lerne mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, vermeide den Tunnelblick
  • Sei aufgeschlossen, tausche dich mit anderen aus und versuche von anderen zu lernen
  • Sei mutig und entwickle dich stetig weiter; bleibt nicht immer in deiner Komfortzone
  • Sei gut zu dir und pflege die Beziehung zu dir selbst. Tu dir Gutes und achte darauf, dass du glücklich bleibst

Die Liste könnte ich glaube ich ewig weiterführen, dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, denn am Ende sind es immer die kleinen Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder uns mit dem Moment verschmelzen lassen.

Bis bald.

Eure Rox

Kategorien
Allgemein Gesundheit Philosophie selbstbestimmung Selbstliebe Träume

„Focus on how to be social, not on how to do social“ (Jay Baer)

Vielleicht habt ihr den letzten Beitrag gelesen, er diente mir quasi als offizielle Selbsterkenntnis, kein Leugnen mehr und kein Schönreden. Ich hatte vermehrt das Gefühl meine kostbare Zeit mit Social Media zu verschwenden, das mir weder einen schöneren Alltag bereitete, noch mich sonst irgendwie weiterbrachte. Time is running und wir sollten sie besser mit positiven, freudigen Gedanken verbringen.

Mein Fazit war: Es muss sich etwas ändern, ICH muss mich ändern. Kleine Schritte bringen uns ja bekanntlich zum Erfolg und genau das hatte ich vor. What’s App, Facebook etc. zu löschen, erschien mir zu radikal und nicht sinnvoll. Ich wollte einen Weg wählen, der mich auf die Dinge fokussieren lässt, die mir gut tun, trotzdem aber ab und an die Möglichkeit zu haben ein wenig „social zu tun“ und sich nicht komplett auszugrenzen.

Gesagt getan: Den Weg in die Arbeit verbringe ich nun die letzten Tage damit Podcasts zu hören und Bücher zu lesen (dafür dass ich anfangs ein Kindle-Gegner war, hab ich mich ganz schön in dieses Teil verliebt ;)). Podcasts höre ich zu Themen, die mich interessieren und gleichzeitig bilden, meist dreht es sich um Gesundheit, Psychologie oder Sport. Ist es nur eine neue Theorie oder eine Abkürzung, die ich gelernt habe, sogleich fühle ich mich wohl und bin motiviert für den bevorstehenden Büroalltag.

Facebook und Instagram liegen nun nicht mehr auf meiner ersten Seite am Smartphone und siehe da, es hat sich viel gebracht – ab und zu sehe ich was es Neues gibt, aber das Verlangen nach „Frischfleisch“ hat sich enorm verringert. Lediglich What’s App bereitet mir immer wieder Kopfzerbrechen, ein Missverständnis jagt das andere und wir haben irgendwie verlernt zu telefonieren, außer mit den älteren Generationen, die What’s App nicht bedienen können. Viel mehr würde ich mir wieder eine Welt wünschen, in der sich Freunde telefonisch melden und die wilde, teilweise unnötige Schreiberei verschwindet.

Es ist schön, wenn wir die Zeit, die wir mit uns alleine verbringen können, sinnvoll nutzen, dabei geht es darum den Fokus auf unser Innenleben zu richten und Abstand vor dem Vergleichen mit Anderen zu nehmen 🙂

Alles Liebe!

Eure Rox.

 

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Selbstliebe

Wenn deine persönlichen Kraftquellen nach dir rufen

Wieder so ein Morgen, an dem der Wecker zu früh klingelt, ich die Augen öffne und wünschte es würde regnen, um meine morgendliche Laufrunde ausfallen lassen zu können. Ich würde mir sozusagen schön reden, warum ich die Abmachung mit mir selbst nicht einhalte, da das Wetter mir die Entscheidung abnehmen würde. Im Stillen würde ich der Wetterfee danken während ich mich im Bett in die Decke einmurmle und die Augen wieder schließe. Doch leider werden meine Gebete nicht erhört und es ist keine Spur von Regen also beginne ich mich umzuziehen und starte widerwillig meine Laufrunde.

Ich habe mir viel von der Laufrunde vor dem bevorstehenden Arbeitstag erhofft: Sonne, gute Laune, Bewegung und einen freien Kopf. Doch warum kann ich mich um 6 Uhr 30 am nächsten Morgen daran nicht mehr erinnern? Als ich die ersten Schritte draußen mache und die frische Luft einatme, bin ich froh dass ich mich überwunden habe und die Wetterfee mir einen Tritt in den Hintern verpasst hat. Nach 20 Minuten scheint mir die Sonne ins Gesicht und meine Stimmung wird besser, von meiner anfänglichen Schlappheit und Energielosigkeit keine Spur mehr. Nach 50 Minuten beende ich meinen Morgenlauf, denn die Arbeit ruft.

Obwohl sich der Ablauf oft wiederholt und man jedes Mal im Nachhinein froh darüber ist, den Schritt getan zu haben, muss man sich doch jedes Mal überwinden. Ich sollte es doch endlich lernen und „Einfach aufstehen und ohne zu hinterfragen loslegen“ – das soll mein Plan für die Zukunft werden, das Hirn am Morgen erst gar nicht einschalten 🙂

Bewegung, Natur und Sonne – drei meiner Kraftquellen – sie haben am Vorabend erfolgreich nach mir gerufen und am nächsten Morgen bin ich ihrem Ruf zu Beginn sehr widerwillig gefolgt, doch bereits nach den ersten Minuten fühlte ich mich wie ein anderer Mensch, positiv und voller Tatendrang. Das nächste Mal möchte ich meinen Kraftquellen zuvorkommen, das ist zumindest der Plan 🙂

Bis bald,

Eure Rox