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Don’t be pushed by your problems, be led by your dreams (Ralph Emmerson)

Ich blicke ihnen nach den Hochzeitsluftballons, ich sehe ihnen zu wie sie binnen weniger Sekunden immer höher aufsteigen und die angehängten Schilder mit den Glückwünschen sich immer weiter entfernen. In diesem Moment wir mir bewusst, dass es den meisten Menschen auch mit ihren Träumen so geht. Wenn wir alle kurz inne halten und in uns hinein hören: Wie vielen Luftballons haben wir schon wehmütig nachgesehen?

Ich versuche zu verstehen, aus welchen Gründen uns dies immer wieder passiert?

  • Zum Einen weil wir gewisse Träume nicht genug wollen und die Opfer daher auch nicht bringen möchten
  • Weil wir uns schwer tun zu riskieren und aus unserer Komfortzone heraustreten, wir könnten ja schweitern… Doch der wichtigste Punkte von allen ist meiner Meinung nach:
  • Wir sind im Hamsterrad namens Alltag gefangen und haben gelernt zu funktionieren, wir drehen immer wieder dieselben Runden, ohne zu hinterfragen, wofür.

Ich möchte mich dabei gar nicht selbst ausnehmen. Es ist schwer auszubrechen und auf seine innere Stimme zu hören, doch was wenn sie anfangs flüstert und nach geraumer Zeit immer lauter wird? Wenn wir nur öfter hinterfragen und in uns hinein hören, was könnten wir dann alles bewerkstelligen? Wie würde sich die Veränderung auf unseren Körper und unseren Geist auswirken? Wie können wir es ausprobieren? Gibt es einen harmloseren Weg dazu, sozusagen einen „Schnupperkurs“?

Ich starte klein und beginne mit Stunden, die ich nur mit mir verbringe um zu verstehen, woran ich Spaß habe und was ich so machen möchte, wenn ich einen ganzen Nachmittag einfach nur „frei“ habe.

Also vielleicht sollten wir die Luftballons nicht zu schnell fliegen lassen, bis wir uns im Klaren darüber sind, ob wir ihn wirklich gehen lassen wollen.

Eure Rox.

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Give me sun

Hattet ihr auch eine Phase in eurem Leben, in der es nicht laut genug sein konnte, am Wochenende konnte nicht genug passieren und unter der Woche – während ihr zur Arbeit gingt – hattet ihr auch noch den Nerv die letzten freien Stunden zuzupflastern indem ihr euch mit euren Freunden verabredet hattet?

Genau so ging es mir. Ich konnte nicht genug erleben und es musste immer etwas los sein. Wie ein Hamster im Rad, immer in Bewegung, dazwischen keine Zeit links und rechts zu schauen, geschweige denn das Erlebte zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, ob es an der magischen Zahl „30“ liegt oder nur Zufall ist, aber es begann Anfang des Jahres, als ich den Drang nach Stille verspürte. Wochenenden sind nun mit viel Natur und Familie geschmückt. Dazwischen versuche ich mir Zeit für mich zu nehmen. Es muss nicht immer der Tag durchgetaktet sein. Mut zur Lücke sagte ich mir – was ist schon dabei, wenn wir ein Wochenende (oder mehrere) „planlos“ sind?

So sitze ich zum Beispiel nach einem meiner Waldläufe auf einer Bank und lasse meine Beine bräunen, so lange, bis es mich nicht mehr freut 😉

Bis bald. Eure Rox.

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Der eigene „Häutungsprozess“

Wir klopfen die letzten Schneeflocken des Winters von unseren Schultern, ein letzter Windstoß lässt uns innerlich frösteln, doch wir spüren es, der Winter ist vorbei und macht Platz für ein neues Kapitel in unserem Leben. Langsam erwachen wir wieder aus unserem Winterschlaf, wischen uns den Schlaf aus den Augen und spüren Stück für Stück die Energie zurückkehren.

Manchmal sehe ich es noch, mein altes Ich, viel zu oft höre ich im Alltag noch die allzu vertraute Stimme der letzten Monate, doch sie wird immer schwächer und innerlich hoffe ich, dass sie bald verstummen wird – sie, die pessimistische, energielose und lustlose Version von mir. Ich hatte eigentlich nicht vor, sie zu besiegen, ich habe die letzten Wochen und Monate gut mit ihr gelebt und habe auch nicht richtig mitbekommen, wie sie sich in mein Leben geschlichen hat. Plötzlich saß sie wohl wie ein ungebetener Gast am Esstisch und tat als wäre sie nie weggewesen. Ich gab ihr mehr oder weniger zu essen und nährte sie, indem ich mich viel zu oft treiben ließ und in negativen Gedanken schwelgte. Doch was ist passiert und wie fand dieser  Häutungsprozess statt?

  • Ich war viel bei mir selbst, auch in Gedanken, die letzten Laufeinheiten taten unheimlich gut und machten aus heiterem Himmel wieder Spaß
  • Ich hatte viele gute Gespräche mit Menschen, die ich nie mehr missen möchte und die mein Leben bereichern
  • In der Natur & in der Stille fand ich wieder mehr zu mir und schwächte somit die Stimme der pessimistischen Version von mir

Ich denke das Stichwort „Entschleunigung“ bringt es auf den Punkt. Viel zu oft sind wir im Alltag gestresst vom Leben, von den vielen Entscheidungen, die wir treffen müssen, von dem Planungs- und Freizeitstress, sowie dem Arbeitsstress, der bei fast allen schon dazu gehört und nicht mehr wegzudenken ist. Wir sind dauer-präsent und das lässt uns von Zeit zu Zeit komplett durchbrennen. Was ich lernen musste, wir müssen unser Leben selbst gestalten und dürfen nicht zulassen, dass andere Faktoren oder schwächere Versionen von uns Selbst am Steuer unseres Wagens sitzen, denn das kann gefährlich werden…

Gutes Gelingen und bis bald – Eure Rox.

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Was ich mal werden möchte, wenn ich groß bin…

Mit leuchtenden Augen liefen wir als Kind auf und ab und erzählten jedem, was wir später mal werden möchten. Leicht zu begeistern versetzte uns jede neue Tätigkeit und alles, was wir neu kennen lernten in einen euphorischen Zustand. Heute frage ich mich, wo diese oftmals kindliche Begeisterung bei uns Erwachsenen geblieben ist? Wann sind wir eigentlich so „erwachsen“, unflexibel und abgestumpft geworden?

Zugegeben die Einleitung hört sich ziemlich drastisch an, aber beobachten wir Kinder, wie sie durch die Welt gehen, wünschte ich mir manchmal, ich könnte ab und zu, wenn mir das Erwachsenendasein über den Kopf wächst, für 24 Stunden tauschen. Eine Art Tarnkappe, schnell mal weg und Kraft tanken, Gehirn abschalten und einfach tun, worauf ich Lust habe. Ich steige aus aus den Zwängen und bin einfach nur ICH.

Wann hören wir auf ICH zu sein?

  • Wenn wir anstatt der 40 Stunden plötzlich 50 plus arbeiten und wir auf die subtilen Zeichen unserer Körpers nicht mehr Acht geben
  • Wenn wir andere zufriedenstellen und dabei nicht auf das hören, worauf unser Körper und unsere Seele aktuell Lust haben
  • Wenn wir nicht mehr aus vollem Herzen lachen
  • wenn wir mehr negative als positive Gedanken hegen

Das Leben hat viel zu bieten und es liegt in unseren Händen. Kurz inne halten und reflektieren, das sollten wir uns alle in regelmäßigen Abständen gönnen, denn dann stellen wir eventuell Entwicklungen fest, denen wir besser entgegen wirken.

Mehr „Kind sein“ bedeutet für mich, positiv, ehrlich, neugierig und voller Mut durchs Leben zu gehen. Doch irgendwann auf unserem Weg verlieren wir einiges davon. Ich wäre dafür, dass wir die Eigenschaften nach und nach wieder erlernen und auf unserem Lebensweg einsammeln. Vielleicht ist auch das der Sinn des Lebens, die Grundeigenschaften des Kind-seins nichts verlieren und sie auf unserem Weg durch die Welt zu schützen. Ist auf alle Fälle ein schöner Gedanke 😉

Bis bald. Eure Rox.

 

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Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft (Emil Zatopek)

21,1 km – eine Distanz, die mich vor ca. 2 Jahren in eine Schockstarre versetzt hat.  „Niemals, vergiss es, da können wir ja ewig trainieren“, das ist ein Auszug meiner damaligen Reaktion. Doch langsam haben sich meine Freundin und ich mit der Distanz angefreundet. Zu Beginn war es ein zaghaftes Händeschütteln, danach eine heftige Umarmung gefolgt von Momenten, die wir mit Jubelschreien schmückten.

Durch den ersten Halbmarathon lernt man auf alle Fälle seine Grenzen kennen und es gibt vieles, das man auf die gedankliche To-Do-Liste für den nächsten Anlauf setzt. Wir haben uns gegenseitig motiviert und uns auch mal in den Allerwertesten getreten, wenn es anders nicht ging. Das Laufen hat mich selbstbewusster gemacht und dadurch dass der Kopf oftmals „frei“ gelaufen wird, auch geholfen die ein oder anderen Entscheidungen schneller zu treffen. Doch als es mir die letzten Monate psychisch ein wenig schlechter ging, fehlte mir auch die Motivation genau das zu tun, was mir bisher immer Freude bereitete und ein gutes Gefühl gab.

Warum fällt die Motivation oft so schwer?

Ich denke es hat viel mit Überwindung und Energie zu tun. Gerade die letzten sehr grauen und kalten Winterwochen, wenn die Motivation am absoluten Tiefpunkt liegt, trugen nicht dazu bei, den Schweindehund zu überwinden und bei Minusgraden das Haus zu verlassen, geschweige denn Sport zu treiben. Der Mensch verzieht sich in sein Schneckenhaus.

Hoch gesteckte Ziele, die zum Verhängnis werden

Doch was, wenn man sich voll motiviert Ende des Sommers Ziele fürs neue Jahr steckt?  Tja, ich versuche gerade Worte für meine Situation zu finden, ich bin sozusagen in der Zwickmühle, einerseits möchte ich mir beweisen, dass ich es am 7.4. schaffe einen Halbmarathon trotz mangelden Trainings zu absolvieren, andererseits möchte ich mich nicht zwingen müssen und nicht mit Druck an die Sache rangehen. Doch was ist der richtige Weg? Wo hört der Arschtritt in den eigenen Allerwertesten auf und wo beginnt die Akzeptanz und das Loslassen?

Was nun?

  • Ich laufe längere Strecken, packe meistens gute Musik ein
  • Ich bereite mich gedanklich darauf vor (Strecke begutachten zB)
  • Ich bleibe positiv & selbstbewusst
  • Ich entdecke wieder die Freude am Laufen

Ich halte euch auf alle Fälle am Laufenden, wie meine Entscheidung letztendlich ausfällt.

Eure Rox

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Der Wald als Therapeut

Die Tatsache, dass das Wochenende angebrochen ist, ist eigentlich genug Grund um gut gelaunt zu sein, doch was mich an diesem jenen Samstag noch mehr erfüllt, ist, dass die Sonne scheint und die Vorfreude auf meinen Wochenendlauf durch meinen Lieblingswald ins Unermessliche steigt.

Rasch ziehe ich mir die Laufschuhe an, überlege kurz wie viel Schichten wohl Sinn machen und begebe mich auf den Weg – mit im Gepäck meine neue Polar-Tracking Uhr, die auch zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Es ist kalt, doch die Sonne beginnt langsam stärker zu werden und wärmt auch mich bei meinem 70-minütigen Lauf. Es ist definitiv der erste Lauf seit Langem, der Spaß macht und mich voll und ganz ablenkt und vergessen lässt, was im Alltag so rund um mich passiert.

Ein längerer Abschnitt führt mich durch den Wald und lässt mich kurz in mich hineinlächeln – das Leben macht Spaß und wir sollten den Moment und das Hier und jetzt mehr genießen und schätzen. Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Gedanken habe und so schließe ich mit mir selbst den Pakt, mich weniger zu stressen und wieder mehr das Hier und Jetzt zu schätzen, nicht immer in der Vergangenheit oder Zukunft zu verweilen. Zugegeben ich werde mich oft ermahnen und erinnern müssen, aber Pakt ist Pakt 🙂

Wie gehts mir bisher?

  • Ich fühle mich, als wäre ich an der Abzweigung richtig „abgebogen“
  • Sport tut mir allgemein gut, das körperliche Auspowern hilft in schwierigen Situationen
  • Ich entscheide mich oft bewusst gegen Dinge, die mir aktuell nicht gut tun oder mich eher stressen würden

Wie gehts euch in den Wintermonaten? Kommen euch auch vermehrt Gedanken in den Sinn, die euch durch die lange und kalte Jahreszeit helfen?

Eure Rox

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Weil in der Natur nichts das ganze Jahr über blüht …

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr auf der Suche seid, nach einer Beschreibung für euer aktuelles Seelenleben bzw. nach aufmunternden Worten in einer beschwerlichen Situation und ihr plötzlich genau die Sätze lest, die euch aus der Seele sprechen? Tja, dieses Gefühl hatte ich vergangene Woche als ich dieses Zitat auf Pinterest gefunden habe oder besser gesagt, die passenden Worte meinen Weg gekreuzt haben.

Hätte mich vor einem Jahr jemand zu meinem Befinden befragt, hätte ich gestrahlt und wohl nicht viel mehr erwidern müssen, meine leuchtenden Augen hätten den Rest mitgeteilt. Vor genau 365 Tagen schien mir die Sonne in Thailand ins Gesicht und wir lebten in den Tag hinein, ganz ohne auf die Uhr zu sehen oder irgendwelchen lästigen Verpflichtungen nachzukommen. Wir genossen eine wunderbare Zeit und exakt 365 Tage später dann die Bewährungsprobe, so als würde sich jemand ganz oberflächlich die Frage stellen „Wir wissen sie kann entspannen, doch wie geht sie mit schwierigen Situationen um?“

Und nun steh ich hier und wünschte mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Aktuell fühle ich mich wie ein Baum Anfang Oktober, der im stürmischen Wind all seine Blätter verliert. Doch weil in der Natur nichts das ganze Jahr über blüht, wird meine Zeit bestimmt wieder kommen, in der die leuchtenden Farben meiner Blüten andere blenden.

Bis bald.

Eure Rox.

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Atme tief durch und stell dir eine Blumenwiese vor

Ich brauche ein Mantra, etwas woran ich mich klammern kann. Es sollte leicht zu merken sein und im besten Fall natürlich auch helfen. Das Leben stellt mich seit Ende letzten Jahres auf eine Probe und macht auch vorm Jahre 2018 nicht Halt. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Nachricht erfahren habe, meine Finger begannen zu kribbeln und ich wollte in diesem Moment aus dem Albtraum erwachen. Genau an diesem Punkt stelle ich mir eine Blumenwiese vor, jegliche Arten von Blumen in verschiedensten Farben sind darauf zu finden, der Himmel ist blau und die Sonne blendet, sodass ich meine Augen schließen muss.

Es ist oft ein Leichtes für andere stark zu sein, die richtigen Worte zu finden und Ratschläge zu erteilen, die rein objektiv betrachtet am meisten Sinn ergeben. Sich jedoch plötzlich in der anderen Situation wieder zu finden, nämlich als die Person, die verzweifelt ist und Hilfe braucht, ist schwer und muss auch oftmals erst gelernt werden. In meinen schwächeren Momenten frage ich um Rat, aber immer nur Vertrauenspersonen, das versteht sich von selbst und in meinen starken Momenten, versuche ich alles irgendwie zu schaffen und nur Schritt für Schritt zu denken. Nur nicht schwach werden oder zu weinen beginnen, denn dann könnte die Fassade bröckeln und es wäre schwer, sie wieder so hinzubekommen.

Tod und Krankheit sind Buhwörter, keiner will darüber reden, geschweige denn sich damit beschäftigen. Bis das Leben dir irgendwann keine Möglichkeit mehr lässt und du ohne Wenn und Aber da durch musst. Ich bin gerade mittendrin und ich zähle jeden Tag und hoffe es möge der Tag kommen, an dem Hoffnung aufkommt und alles besser wird. Es muss keine Blumenwiese sein, ich gebe mich auch mit einer lauen Sommernacht, guten Gesprächen und Cocktails zufrieden. Irgendwann wird das Leben wieder schön sein und Spaß machen.

Was mache ich bis dahin? Viel reden, viel Sport und die kleinen, schönen Dinge des Lebens genießen und wenn es dazwischen nicht mehr geht, dann tief durchatmen und auf die gedankliche Blumenwiese zulaufen.

Bis bald.

Eure Rox

 

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Wo ist denn der Knopf für die innere Motivation?

Einmal die Woche ist es mir passiert, ER hat wieder zugeschlagen, der Schweinehund. In letzter Zeit sehe ich ihn öfters, manchmal huscht er an mir vorbei manches Mal macht er sich neben mir breit und weicht nicht von meiner Seite. Ich denke auch er spürt es, wenn jemand besonders empfänglich für ihn ist, reibt sich die „Pfoten“ und freut sich, auf ein gefundenes Fressen. Ich war doch so motiviert am Vorabend. Die Vorstellung vor dem Arbeitstag laufen zu gehen, fand ich schön. Ich dachte an einen sonnigen, zugegeben sehr kühlen Mittwoch Morgen, freute mich aber darauf. Am besten noch neue Musik mit auf die Route nehmen und der Tag kann eigentlich nur gut werden oder?

Als am Mittwoch um 6 Uhr 40 mein Wecker klingelte und ich die Augen öffnete, war nichts von der Motivation vom Vorabend mehr vorhanden. Es war finster und nass draußen und unter meiner Bettdecke war es warm und gemütlich. Ich haderte mit mir, stellte den Wecker 15 Minuter weiter, nur um, als er erneut klingelte, festzustellen, dass sich an meiner Lustlosigkeit nicht viel verändert hatte. Ja, ich gebe es zu, ich hab weiter geschlafen und es auf den nächsten Tag verschoben, da wäre dann auch sicher das Wetter besser. Dicht an mich gekuschelt, der Schweinehund mit einem Grinsen im Gesicht. Er hatte es geschafft, ich war bei ihm geblieben.

Ich versuchte es so hinzunehmen, Donnerstag ist ja auch noch ein Tag. Den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wollte ich nur ungern imitieren, daher lief es am Donnerstag Morgen besser als am Tag davor. Die Sonne empfing mich und ich begann mich langsam umzuziehen und mich gedanklich auf die Laufrunde vorzubereiten, sozusagen einzustimmen. Als ich aus dem Schlafzimmer ging, erhielt ich einen vorwurfsvollen Blick vom Schweinehund. Ich denke, er ist kurz davor, die Beziehung zu beenden, zutiefst enttäuscht ist er von meinem Entschluss.

Ich startete meine Runde und fror mir buchstäblich den Hintern ab. Doch die Sonne begann zu scheinen und mit jedem Meter mehr den ich lief, begann ich innerlich breiter zu lächeln. Langsam wurde mir wärmer und ich konnte auch nicht widerstehen, Fotos zu machen, als hätte ich die Sonne seit Monaten nicht mehr gesehen. Zuhause angekommen, zog ich meine Laufschuhe aus und fühlte mich gut, ich war stolz, mich überwunden zu haben und die Bewegung tat mir gut.

Warum schaffen wir es an manchen Tagen uns zu überwinden und uns stückweit auszutricksen und an manchen wollen wir nicht mal einen Zeh aus dem Bett strecken? Ich denke jeder Mensch hat seine eigenen Motivatoren – meiner war an diesem Morgen die Sonne, ich wollte sie unbedingt wiedersehen und das wars mir wert 🙂

Eure Rox.