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Blumiger Duft sagt Hallo

Kennst du das Gefühl, langsam kriecht dir ein betörender, frischer und blumiger Duft in die Nase, der sich vertraut anfühlt und dir ein gutes Gefühl vermittelt? Die letzten Wochen habe ich ihn immer mal wieder wahrgenommen, doch so schnell er da war, entwich er mir auch wieder.

Bereits im Frühling und im Sommer letzten Jahres begann ich sensibel auf den Duft zu werden. Ich wusste nicht, wie ich ihn einordnen soll, nicht was er zu bedeuten hatte, noch wie ich angemessen darauf reagieren konnte. Wurde ich aufgefordert zu handeln? Als ich mich langsam an den Geruch gewöhnte, entschwand er mir wieder.

10 Tage ist es nun her, dass er permanent an mir klebt, ich rieche gut und mein Umfeld stellt dies ebenso fest. „Du wirkst verändert und glücklich“ Ja das bin ich und ich bin froh, dass ich das auch ausstrahle.

Der Duft der Veränderung hatte mich besucht, kroch durch die Nase in mein Innerstes und begann dort die Chemie wirken zu lassen. Wie ein Zauber wirkt er und sortiert vieles in uns neu.

Wann hast du diesen Duft zuletzt aktiv wahrgenommen? Hast du ihn ernst genommen und an dir gehalten oder ihn wieder verloren?

Alles Liebe, eure Rox ❤

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1x Schnupper-Tauchen bitte

Ich hab mir gerade meinen ersten Blogbeitrag nochmals durchgelesen – das war der mit dem ersten Date mit mir selbst vor anderthalb Monaten, wo ich ja nach langem wieder mal ein richtiges Date gehabt hätte sollen, was ich dann im Anschluss ja auch hatte aber es davor noch nicht so sicher wusste 😉

Tja, ein Monat später und tschibumm: Date Nummer 8 steht vor der Tür und ich überlege ob „Date“ eigentlich noch die richtige Bezeichnung dafür ist. Denn es ist so schöööööön und so waaaauuuuuu und so wahhhhhhhh. Ja, genau in dieser Phase befinde ich mich gerade 🙂 Ich mag es wirklich nicht verschreien oder besser gesagt verschreiben aber: Ich glaub das wäre dann jetzt der Mann. DER Mann, der’s kann. Und zwar so ziemlich alles. Alles, was ich mir immer so ein bisschen gewunschen habe, solche Dinge, die man oft nur aus Kitschfilmen kennt. Wo du und ich davor sitzen, gaffen, seufzen und wir uns denken, ja GENAU das wärs. Aber: Klar, das ist ja ein Film, sowas passiert leider im echten Leben nicht. Solche unrealistischen Dinge wie ein Mann schreibt dir einen Liebesbrief, ein Mann spielt dir auf der Gitarre ein Lied, ein Mann zaubert dir ein Abendmenü wo du mit Schauen mit offenem Mund nicht fertig wirst.

Irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich das jetzt so rausposaune, weil ich weiß, dass das jetzt zirka vergleichbar ist mit einem Jackpot, den leider nicht jeder knacken wird können. Aber ich glaube, bei mir klingelt gerade der Hauptgewinn. Im Casino wär ich gerade die Person, auf der die Kameras gesichtet wird, weil der Automat gerade wie wild leuchtet und raschelt, die Million abwirft und die Portiere mit schwarzer Sonnenbrille und Aktenkoffer schon am Weg zu mir sind.

Ich drifte ab ;-). Zurück zur Überschrift: Abtauchen, genau. An unserem 6. Date (bleiben wir bei dieser Bezeichnung) war es dann soweit – wir trafen uns zum Schnupper-Tauchen. Es war auch nur eine Frage der Zeit, denn der liebe, besagte Anti-Langweiler ist noch dazu ein schnuckeliger Tauchlehrer.

Wie ist das nun so, wenn man zum ersten Mal abtaucht? Vielleicht gehörst du ja auch zu denen, die das zuvor noch nicht ausprobiert haben und Tauchen Neuland bedeutet. Für mich war es jedenfalls so (Ich zähle die 5 Minuten „Schnuppertauchen“ im All inclusiv-Urlaubsclub jetzt mal nicht dazu). Erstens: Es war wieder total schnuckelig, dass ich die letzte war, die mit ihm an diesem Tag abtauchen durfte. Jetzt konnte ich schon von den (Schnupper)tauchern davor ein paar Eindrücke sammeln und die Vorfreude wuchs ganz automatisch ständig an. Und die Blicke, die er mir zwischen den Tauchgängen und Einschulungen zuwarf … mmm. Abdriften, genau, NICHT abdriften.

Ein paar Stunden Sonne genießen am See und mich dabei mit lieben Tauchinteressenten unterhalten und natürlich einer kurzen Einweisung später war es dann wirklich so weit: Ich war dran. Rainer (Name von der Redaktion geändert 😉 ) machte mich tauchfertig. Sprich: Neben dem Tauchanzug, in den ich mich schon zuvor hineingequetscht hatte, wurde ich dann noch mit Taucherbrille, Flossen und dem Herzstück – dem dicken Taucherrucksack mit Flasche und Schläuchen – ausgestattet. Schwer bepackt (sowas hat wirklich Gewicht), gings dann von der Tauchbasis ein paar Stufen hinunter zum See. Nachdem ich auf einer der rutschigen Waschbetonplatten ausgerutscht bin, war ich dann auch schon im Wasser und es konnte los gehn. Zu Beginn gabs mal einen unwiderstehlichen Blick seinerseits, gefolgt von einem lieben Bussi (angeblich gabs das bei den anderen Schülern/Schülerinnen nicht 😉 ). Dann überprüfte er nochmal meine Schläuche und Ventile und wir gingen nochmal die wichtigsten Handzeichen durch. Dabei bedeutet das mit Daumen und Zeigefinger geformte „O“, dass alles in Ordnung ist, Daumen hoch hingegen dass man gerne auftauchen will oder muss. Daumen hinunter zeigt hingegen an, dass man noch tiefer gehen will.

Er drückte bei meinem Rucksack (Luft hinaus) und schon gings abwärts und ich atmete nur mehr „künstlich“ über Schlauch ein und aus und nahm dieses Geräuch wahr. Der Druck vor allem an den Ohren änderte sich wie auch die gesamte Körperwahrnehmung. Die Bewegungen waren langsam, es wurde abgesehen vom Atem- und Wassergeräusch still und die Konzentration richtete sich auf seine unmittelbare Umgebung. Was da für Leben unter Wasser herrscht! Ich glaube ich konnte 20 Fische sehen. Von klein bis riesengroß. Fragt mich bitte nicht, welche, dann ich habe KEINE Ahnung. Aber die großen waren wirklich groß. Und waren zum Teil ganz schon nahe. Ich berührte Seegras und ich sah ein Gitter und ein rundes Betonteil. Ich berührte den Boden (wir bewegten uns entlang des Seerands und da war es nicht zu weit zum Boden) und dessen Muscheln.

Gabs einen Zwischenfall? Ja, ich gebs zu, ich musste einmal auftauchen, weil ich kurz Panik bekam. Aus zwei Gründen: Erstens hatte ich das Gefühl ich bekam zu langsam zu wenig Luft über den Schlauch, zweitens hatte ich trotz ständiger Kontrolle meines schnuckeligen Tauchlehrers Probleme mit dem Druckausgleich. Außerdem kam dann gegen Ende etwas Wasser in meine Tauchbrille und meine Sicht wurde dezent verschwommen. Aber: Das waren alles Kleinigkeiten. Sonst war es ein super Gefühl. Ein komplett anderes Gefühl, als man es aus dem Alltag kennt. Du atmest bewusster, du siehst bewusster, du fühlst bewusster. Du nimmst Details wahr, du vergisst Raum und Zeit, du bist einfach nur da unten. Und aus meiner Perspektive: Ich hatte wirklich keinen blassen Schimmer wo wir da unten genau waren, ob es 5 Meter Tiefe waren oder nur 2, ob wir 3 Meter vom Rand entfernt waren oder nur 1. Null Orienterung, dafür aber 100% Erlebnis. Und das Schönste: Die Blicke, die er mir zuwarf, sein Lächeln durch die Taucherbrille hindurch, seine Berührungen und sein durchgängiges hohes Bemühen um mich, als er mir die Fische zeigte oder mich ständig per Handzeichen fragte ob alles ok ist. Ich fühlte mich so sicher, obwohl ich in dieser neuen, für mich fremden Umgebung eigentlich ohne ihn sonst sehr hilflos gewesen wäre.

Um ein Resümé meines ersten Tauchgangs zu ziehen: Von mir gibt’s zwei Daumen nach unten. Was in der Tauchersprache so viel bedeutet wie: Tiefer! Ich möchte noch tiefer gehen. Beim Abtauchen. Und nicht nur dort …

Wer weiß, vielleicht tauchst du ja auch schon bald in eine neue Welt ab. Wenn du noch einen guten Tauchlehrer suchst, ich weiß, wo es die besten gibt 🙂 Ich halte dich jedenfalls am Laufenden, wie es mit meinen Taucherfahrungen & Co 😉 so weiter geht 🙂

Deine Keks

Erster Tauchgang Keks Rene

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Ich bin dann mal … offline (oder so)

Voller Tatendrang packe ich am Mittwoch im Büro meine Tasche, schon mit den Gedanken beim verlängerten Wochenende. Ich habe zwei Tage mehr Zeit als gewohnt, davon erhoffe ich mir: Wochenende hoch 2 – sprich doppelte Entspannung. Ich schwanke zwischen vollbepacktem Kalender, immerhin möchte man ja was erleben, und gähnender Leere, was mir endlich Zeit für Spontanität verschaffen würde. Immerhin habe ich auch noch eine leere Leinwand rumstehen, die nur darauf wartet, meine Kreativität kennenzulernen.

Im Auto wird die neue CD eingelegt, mit neuen Songs & Geschichten fahren sich die 70 Minuten normalerweise in gefühlten 50 Minuten. Doch diesmal ist es anders, kurz vorm Feiertag bin ich natürlich nicht die einzige Person, die die Natur und das Landleben sucht. Das bedeutet im Klartext, dass ich knappe 120 Minuten im Auto hocke und ich innerlich schon mit dem Kopf an die Hupe knalle und wild aus dem Autofenster brülle. So habe ich mich zumindest  in diesem Moment im tiefsten Innersten gefühlt.

Zu Hause angekommen, wird das Smartphone zur Hand genommen und ein kurzer Blick auf die ungelesenen What’s App Nachrichten lässt Stress aufkommen. Die Pflicht ruft, Fragen beantworten, Termine ausmachen und Status zu verschiedenen Dingen absenden. Doch will ich das? Möchte ich das jetzt tun? Immerhin verbringen wir wahrscheinlich täglich viel zu viel Zeit mit dem Beantworten von Nachrichten anstatt zu telefonieren, zu lachen oder einfach nur Zeit mit unseren Lieben zu verbringen.

Wie wäre es das Handy auf Flugmodus zu schalten und dies 24h lang auszuhalten? Wäre es ein kalter Entzug? Würde ich zu zittern beginnen und mir der Speichel aus dem Mund laufen? 😉 Zu neugierig ist man auf zukünftige Nachrichten, die kommen könnten, auf Facebook Posts, die man verpassen könnte und Instagram Bilder, über die man natürlich auch mitreden möchte. Doch ist es das? Unser Leben? Sich ständig anzusehen, was andere erleben, Neid verspüren oder sich gar unter Druck gesetzt zu fühlen, nicht am selben Tag zu antworten?

Ich deaktiviere die mobilen Daten bei meinem Handy (ja ich weiß, für Flugmodus reicht meine Verrücktheit nicht) – möchte mir selbst etwas beweisen und am nächsten Morgen eine Wanderung auf meinen Hausberg antreten. Das Smartphone soll weiterhin offline sein und keine ach so dringenden Nachrichten empfangen. Vielleicht lernen die Leute dann auch mal wieder anzurufen oder SMS zu senden. Da ich gerne fotografiere, fällt es mir leider zu schwer, ganz ohne Kamera, das Haus zu verlassen, so muss die Digitalkamera herhalten, die ich in den Rucksack packe.

Ich erklimme den Berg, lasse die Stille auf mich wirken und dort angekommen, setze ich mich in die kleine Kapelle. Es ist Samstag, 10 Uhr 30 und ich bin alleine. Ich öffne das Gästebuch und mir stechen die wunderschönen Zeichnungen und Zitate, der ein und derselben Frau ins Auge. In regelmäßigen Abständen findet sie ihren Weg auf den Berg und teilt mit den Wanderern ihre Weisheiten und Kunst. Vielleicht ist es das – das moderne Facebook? Leute kommentieren mit Sternchen ihre Einträge und sie wiederum bedankt sich und antwortet, wenn sie das nächste Mal das Buch in den Händen hält. Ich bin erstaunt und zugleich inspiriert von der Konstanz und Kreativität dieser Person. Und irgendwie erblicke ich dieses eine Zitat, das wie die Faust aufs Auge auf meine gegenwärtige Situation passt:

„Nichts besitzen, keine Menschen, keine Dinge. Und auch nicht besessen werden. Von den Dingen, von den Menschen, sondern Menschen nur begegnen, ihnen Bruder, Schwester, Freund, Gefährte sein, ihnen zugetan, ja sie zu lieben, aber nicht besitzen.“ (Hanna Miriam Cavin)

Und schon versuche ich mir folgende Fragen zu beantworten:

  • Besitzt mich Facebook?
  • Bin ich von What’s App besessen?
  • Kontrolliere ich Personen in meinem Umfeld?
  • Gebe ich ohne im Gegenzug etwas dafür zu verlangen?

Versucht diese Fragen für euch zu beantworten, ich bin ehrlich gesagt auch noch nicht ganz durch 🙂

Ich habe durch diese spontane Wanderung gelernt, dass es so viel Schönes gibt, wenn wir uns nur nach Draußen begeben, auf uns hören und uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren.

Eventuell bin ich beim nächsten Mal auch so mutig, dass das Smartphone – mein treuer Begleiter – 24h lang im Flugmodus verweilt und ich mich auch noch daran erfreue – man darf ja noch hoffen 🙂

Eure Roxy

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Erstes Date mit mir selbst

 

Ich sitze gerade in Restaurant und hatte mein erstes „Essen-gehen“ mit mir alleine 😉 Zugegeben nicht so ganz freiwillig, wäre es doch eigentlich ein erstes Date mit einem mir noch persönlich Unbekannten. Aber mein Date fehlt. Warum? Er schrieb mir verzweifelt er wäre gestern länger unterwegs gewesen spontan und hat nun komplett verschlafen und ist jetzt erst munter geworden (Interessante Info am Rande: Es ist bereits 17 Uhr …). Tja, da ich aber schon am Weg zum besagten Treffpunkt war und dieser eine Stunde von meinem Zuhause entfernt liegt, hab ich mir gedacht, wenn ich nun schon hungrig und hier bin, warum nicht einfach alleine ins Restaurant setzten.

Und??? Ja es war doch gar nicht schlimm 😉 Etwas seltsam schon wenn man die Tür reinkommt und dann man dann sagen muss „Einen Tisch für mich alleine bitte“ und die ersten fünf Minuten sind auch seltsam, wenn man da ganz alleine sitzt. Aber: Wenn man mal den leichten Groll des Versetzt-Werdens hinter sich lässt und sein Essen beginnt zu genießen, erkennt man: Hey, ich tu mir gerade selber was Gutes! Ich gönne mir gerade ein total leckeres Essen, ich lasse mich bedienen, ich habe Zeit für mich, Zeit zum Nachdenken und Zeit um zu Geniessen. Und in meinem Fall: Ich habe endlich den Zeitpunkt gefunden, um meinen ersten Blogeintrag zu tätigen 🙂

Wenn in versprochenen 30 Minuten mein Date dann doch noch auftaucht (er sagte es täte ihm soooo leid und er ist schon am schnellsten Weg in meine Richtung) bin ich schon gespannt, was mich erwartet. Aber eins kann mir an dem Tag keiner mehr nehmen: Ich hatte mein erstes Date mit mir selbst 🙂 Es ist wirklich schön und ich kann es dir tatsächlich empfehlen. Und du brauchst nur ein wenig Mut und ein bisschen Zeit. Gönne dir das und lass dich inspirieren 🙂

Ich trink dann Mal aus, zahle und steck mein Handy an, dass mich mein Date später auch noch erreicht … 😉

Deine Keks