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Wie eine Serpentinenstraße

Ich schaute den Kindern zu, wie sie völlig fasziniert in dem Computerspiel versunken waren. Jeder hatte ein Auto gewählt und es ging nun da drum, wer am schnellsten im Ziel angelangte und das Rennen gewann. Für beide existierte keine Zeit, es ging nur mehr ums stetige Beschleunigen und Sieg Einheimsen.

Daraufhin versuchte ich das Gesehene auf die Realität, auf mein aktuelles Leben umzulegen:


Ich dachte an all jene, die auf der Überholspur unterwegs waren und ungeduldig wurden, sobald sie sich einbremsen mussten.

Mir fielen auch all jene ein, die oft im Nebel unterwegs waren und sich schwer taten, die Spur zu erkennen und einzuhalten.

Besonders ärgerlich fand ich auch all jene, die immer ein Tempo fuhren und es nicht auf die tatsächlichen Fahrbedingungen anpassten. Davon gab es leider auch zu viele.

Natürlich gab es dann noch all jene, die ihr Leben viel zu oft riskierten und den Straßenverkehr als Mutprobe sahen und den Fuß kaum vom Gas nahmen.

Ich überlegte kurz wie ich die Fahrbahn meines Lebens aus jetziger Sicht beschreiben würde? Sie war wohl eher eine Serpentinenstraße, es ging aktuell nur drum:

  • das Tempo zu drosseln
  • auf die nächste Kurve zu achten und
  • für den Gegenverkehr mitzudenken.

Ich wusste nicht so recht wie viele Serpentinen noch auf mich warteten, bevor ich wieder geradeaus unterwegs war. Wann wurde es endlich wieder leichter?

Mit Sicherheit konnte ich es nicht beantworten, aber in Gedanken fühlte ich eine angenehme Entspannung: Ich fuhr die endlos lange Straße entlang, genoss die Aussicht, die Sonne schien, ich hatte gute Musik im Ohr und war voller Zuversicht auf alles, was noch auf mich wartete.

Wie gehts euch aktuell? Auf welcher Fahrbahn seid ihr unterwegs?

Bis dann.

Eure Rox

Foto Credit: Pixabay/Seaq68

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5 Tipps um dein Stressmonster zu bändigen

Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, dann könnt ihr euch bestimmt noch an meine Anti-Stress Notizen erinnern. In diesen 5 Kurz-Zusammenfassung zu bestimmten Themen wollte ich Wichtiges – einerseits für mich zusammenfassen, um es tiefer zu verankern und andererseits – meine Erkenntnisse mit euch teilen. Hier könnt ihr den letzten Beitrag dazu nochmal nachlesen.

Bereits während aber auch nach meiner Ausbildung wurde ich des Öfteren zum Geheimrezept befragt, um Stress erfolgreich zu managen. Eine weitere Annahme, die auch zig Mal getroffen wurde – „Du musst ja nun eine Expertin auf diesem Gebiet sein, komm erzähl mir alles, was du weißt.“ Meine nächsten Zeilen sind mit Sicherheit sehr enttäuschend und desillusionierend 😉 Es gibt weder ein Geheimrezept, da Stress-Management ein sehr individuelles Thema ist, noch gibt es einen Zeitpunkt im Leben, an dem das Level „Expertentum“ erreicht wird. Ich bin der Meinung, dass wir unser Leben lang auf die Probe gestellt werden und daran arbeiten sollten, unser Stressmonster nicht zu überfüttern und je nach Situation die Entscheidung zwischen langer und kurzer Leine gefällt werden sollte. Trotz alledem hab ich mir 5 Tipps überlegt, die in jedem Fall helfen, um die Wahrnehmung dafür zu schärfen, wie man mit Stress umgeht.

  1. Lerne dich als Person kennen, was beschäftigt dich? Was treibt dich in den Wahnsinn? Worin bist du besonders gut? Welchen Themen versuchst du immer auszuweichen? Blühst du im Chaos so richtig auf oder bevorzugst du eine strikte To-Do Liste, die dir hilft, deinen Alltag zu managen? Welche Glaubenssätze schlummern tief in dir und motivieren, hemmen, aktivieren oder zerstören dich?
  2. Wovon lebt dein innerer Kritiker und welche Sätze musst du dir von ihm/ihr täglich anhören? Versuche dem gegenzuwirken und sie in etwas Positives zu verwandeln.
  3. Kenne deine Leistungskurve – wichtig ist zu verstehen, wann du konzentriert und fokussiert arbeitest, wann dir Dinge leicht von der Hand gehen, aber auch, wann dein Konzentrationslevel stark absinkt und du kaum mehr leistungsfähig bist. Es macht wenig Sinn, zu viele Aufgaben, privat oder beruflich, in einen Zeitraum zu drücken, in dem du weder produktiv noch aufnahmefähig bist.
  4. Achte auf deine Bedürfnisse und fahre nicht stur ein Programm, das du dir vorgenommen hast – das richtet sich speziell an die Planer:innen oder euch. Lass Spontanität auch mal zu, vieles im Leben kann und sollte nicht geplant werden.
  5. Stell dir die Frage: „Warum“ – ich selbst praktiziere das nun auch schon seit einigen Wochen, wobei es mir nicht immer gelingt und ich es dann oftmals auch wieder vergesse. Hinterfrage Dinge, die du tust. „Warum ist es wichtig, dass es genau jetzt passiert?“ Du fühlst dich heute nicht gut – du würdest lieber den Abend mit dir und einem guten Film verbringen? Warum dann zu einer Aktivität zwingen? Warum muss der Haushalt genau heute in 3 Stunden erledigt werden? Warum ist es wichtig, dass du jetzt noch eine Stunde in der Arbeit dranhängst, wenn du die Aufgabe morgen Früh in 30 Minuten erledigen kannst? Lerne zu hinterfragen und vergeude nicht im Autopiloten Zeit, die nicht mehr wieder kommt. Zeit ist so unendlich kostbar und wir verschenken sie oft ohne nachzudenken.

Wie du wahrscheinlich schon bemerkt hast, das Stressmonster, das uns beherrscht, sind wir selbst. Es gibt zwar äußere Stressoren, die wir nicht eliminieren können, aber der meiste Stress, den wir uns machen, machen, ist hausgemacht. Wir lassen Menschen zu oft, ungefragt unsere Grenzen überschreiten. Wir sagen viel zu selten Nein, wenn wir möchten, wir achten nicht auf unsere Bedürfnisse und unterwerfen uns unseren Glaubenssätzen, als wären sie unsere einzig wahre Religion. Meine Formel oder mein Geheimrezept ist daher: Jeden Tag daran zu arbeiten und uns immer wieder bewusst aus unserem Autopiloten zu holen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen.

Bis bald. Eure Rox

Foto Credit: StockSnap / Pixabay

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Meine Anti-Stress Notizen

Es war eine Entscheidung, die ich im letzten Jahr aus dem Bauch getroffen habe. Rückblickend betrachtet, waren es wahnsinnig bereichernde 6 Monate, die mich enorm reifen haben lassen, mir zu verstehen gegeben haben, wer ich bin, was mich ausmacht und wie wichtig meine Bedürfnisse sind.

Im März hat sie begonnen, die Ausbildung zur Expertin für Stressmanagement und Burnout-Prävention. Wie sahen meine Erfahrungen mit Stress damals aus? Ich kannte ihn als ein Gefühl, das Besitz von einem ergreift, das meinen Pulsschlag beschleunigt, meine Gedanken wirr werden und mich schwer fokussieren lässt. Sozusagen als Draufgabe beginnen die Emotionen Überhand zu nehmen und kontrollieren in diesem Moment mein Verhalten.

Kam ich gut mit Stress klar?

Großteils gelang es mir gut die verschiedensten Bereiche zu jonglieren und Aufgaben „abzuhaken“ – die Zeit, die ich dafür opferte, war jedoch meine Freizeit und meine Bedürfnisse wurden selbstverständlich hinten angestellt.

Mir kommt es nicht vor als wäre Stress ein Tabuthema, trotz alledem wird immer wieder so getan, als gehöre er fortan zum Leben dazu und als sei es normal jeden Tag gestresst und überarbeitet zu sein.

Was passiert jetzt mit den vielen Informationen, die ich aufgesogen habe?

Ich möchte ab sofort wöchentlich eine meiner Erkenntnisse mit euch teilen. Es wird nicht immer was Neues sein, aber mir reicht es schon, wenn ich eventuell den Einen oder die Andere daran erinnere 😉

Wie geht‘s euch mit Stress und wie geht ihr damit um?

Alles Liebe, Rox

Foto Credit: Rox, Korfu 2021

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Samstagsweisheit

Mach das Beste aus Pechsträhnen 🙃

Mit diesem Gedanken geht‘s ins Wochenende. Alles Liebe, Rox

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Wann wurdest du zuletzt umgetopft?

Als hätten sie plötzlich zu schreien begonnen, so hatte ich den Anschein Sonntagmorgen. Meine Yucca stand schief und hielt sich nur noch schwer auf den „Beinen“. Auch der Glücksfeder wurde es immer enger in dem ihr vorgesehenen Topf, die Wurzeln ragten schon aus der Erde hervor und sie hatte keine Ahnung mehr, wie sie sich ausreichend Platz machen konnte. Mir schien, sie lebte zwar in der Umgebung, die ich für sie vorgesehen hatte, doch mehr schlecht als recht und es war es ihr unmöglich mich wissen zu lassen, dass sie bereit war. Sie war bereit für mehr Raum, mehr Freiheit – die Wurzeln waren gewachsen, sie war stark genug einen größeren Topf zu füllen.

So begann ich Schritt für Schritt den Umtopf-Prozess in Gang zu setzen. Als ich mit der Yucca begann, war ich verblüfft, wie stark die Wurzeln gewachsen waren. Sie war bereit für das nächste Level und ich hatte es ihr nicht zugestanden. Sie wollte weiterwachsen, doch wurde sie daran gehindert. Auch bei der Glücksfeder war es ähnlich, ich musste sie wortwörtlich aus dem Topf schneiden, die Wurzeln steckten so massiv fest, dass es unmöglich war, mit bloßen Händen die Pflanze zu befreien.

Des Öfteren bringen mich die alltäglichen Dinge des Lebens dazu, über das Leben an sich nachzudenken.

  1. Welche Zeiten lassen unsere Wurzeln wachsen?
  2. In welchen Zeiten werden wir stärker?
  3. Und wann wird es wiederum Zeit ans Umtopfen zu denken?

Es gibt Momente, in denen unsere Umgebung nicht mehr zu unserem Ich passt. Wir wachsen und unsere Umgebung lernt nicht damit umzugehen oder wir möchten uns nicht mehr anpassen und sehnen uns nach Freiheit.

Ich habe versucht die 3 Fragen für mich zu beantworten. Gerade dieses Jahr hat mir geholfen zu wachsen. Klar, es war ein sehr nervenaufreibendes und emotionales Jahr für mich, aber es hat mich ein stückweit mehr zu mir geführt und ich habe gelernt mir und meinen Entscheidungen Vertrauen zu schenken. Und ja, es sind leider wirklich die harten Momente und Situationen im Leben, die uns zu mehr Wachstum verhelfen und uns stärker werden lassen. Damit meine ich nicht, dass wir zermürben und resignieren, sondern stärker werden. Es hängt immer davon ab, wie wir mit den Situationen umgehen, die uns geboten werden und zwar den Teil davon, den wir auch selbst beeinflussen und steuern können.

Ich möchte den bildlichen Vergleich gern für mich zu Ende führen: Ich bin in das Jahr 2020 eingestiegen, in einen mir vertrauten Übertopf, er passte zu mir und meine Wurzeln hatten genug Platz. An ein Umtopfen wollte und musste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht denken. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers habe ich begonnen meine Stabilität zu verlieren, ich fühlte mich in meiner Umgebung nicht mehr wohl. Ich begann im Stillen zu schreien und um Hilfe zu flehen. Bald stellte ich fest, dass ich mir in dieser Situation nur selbst helfen konnte. Lebensentscheidungen, die mein Leben betreffen und mit meinem Seelenheil zu tun haben, können nicht abgegeben werden. So begann ich meinen Umtopf-Prozess und ich würde noch nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich mich in meinem neuen Topf schon sehr wohl fühle, er ist mir gefühlt noch immer zu groß, aber es wird passieren und zwar ohne dass ich es bemerke und der Topf wird mein Zuhause – bis es wieder Zeit wird, weiterzuziehen.

Eure Rox ❤