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Give me sun

Hattet ihr auch eine Phase in eurem Leben, in der es nicht laut genug sein konnte, am Wochenende konnte nicht genug passieren und unter der Woche – während ihr zur Arbeit gingt – hattet ihr auch noch den Nerv die letzten freien Stunden zuzupflastern indem ihr euch mit euren Freunden verabredet hattet?

Genau so ging es mir. Ich konnte nicht genug erleben und es musste immer etwas los sein. Wie ein Hamster im Rad, immer in Bewegung, dazwischen keine Zeit links und rechts zu schauen, geschweige denn das Erlebte zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, ob es an der magischen Zahl „30“ liegt oder nur Zufall ist, aber es begann Anfang des Jahres, als ich den Drang nach Stille verspürte. Wochenenden sind nun mit viel Natur und Familie geschmückt. Dazwischen versuche ich mir Zeit für mich zu nehmen. Es muss nicht immer der Tag durchgetaktet sein. Mut zur Lücke sagte ich mir – was ist schon dabei, wenn wir ein Wochenende (oder mehrere) „planlos“ sind?

So sitze ich zum Beispiel nach einem meiner Waldläufe auf einer Bank und lasse meine Beine bräunen, so lange, bis es mich nicht mehr freut 😉

Bis bald. Eure Rox.

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Die Zeit nach Weihnachten geprägt von Stille & Bewegung

Wie jedes Jahr plane ich am 24.12. am Vormittag eine Laufrunde durch meinen Heimatort ein. Die obligatorische „Weihnachtsrunde“ hat viele Gründe, zum einen kann ich mit reinerem Gewissen über 7 Stunden hinweg schlemmen und es schmeckt besser, zum anderen tut es gut den Tag in Ruhe mit eigenen Gedanken zu starten. Begleitet werde ich von meiner besten Freundin. Es ist unser Ritual und wir sind stolz darauf, dass wir es jedes Jahr irgendwie doch gemeinsam bewerkstelligen.

Bereits nach vier Stunden, die wir sitzen und essen, während immer wieder ein neues Teller mit neuen Inhalten auf den Tisch gestellt wird, fühle ich mich kugelrund und zum aus der Haut Fahren. Mir gefällt die Zeit mit der Familie und auch das Schenken hat seine Berechtigung, wenn es nicht zu übertrieben praktiziert wird. Unterm Jahr sind wir oft zu gestresst, um die Menschen, die wir lieben einfach so mit kleinen Aufmerksamkeiten zu überraschen. Doch an den Weihnachtsfeiertagen wollen wir alles wettmachen und aufholen, was wir die letzten Monate im Jahr nicht geschafft oder gemacht haben. Das führt dazu, dass zumindest ich meistens am 25.12. komplett überladen bin mit Eindrücken, Essen, Geschenken, geschmückten Bäumen und Gesprächen.

Da die meisten Familien nicht an einem Ort und Tisch zusammenkommen, kommt man auch in den Genuss nach Stunden der Völlerei den Ort des Geschehens zu wechseln. So war es auch bei mir am 24.12. – Nach fünf Stunden ziehen wir uns an und brechen zum nächsten Schauplatz auf, an dem gegessen, getrunken und geschenkt wird. Ich tu mal so, als wäre mein Magen nicht schon gefüllt und bereits übersättigt.

Was genau brauche ich jetzt die Tage danach?

Zeit für mich, für meine Hobbies und für meine Gedanken. Es ist schön viel Zeit mit der Familie zu verbringen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch wertvoll und wichtig ist uns Zeit mit uns selbst zu schenken. Wie immer im Leben geht es um den Ausgleich. Mir gefällt es die letzten Tage zu lesen und Sport zu treiben und viel zu schlafen. Wie erholt ihr euch von den stressigen Feiertagen?

Bis bald,

Eure Rox

 

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Pendel

~ Dein Herz ist ein Pendel, es schlägt und schlägt aus. Solang’s sich bewegt, bewegst du dich auch. Dein Herz ist im Wandel, wann immer du glaubst, du wärst am Boden, zieht’s dich nach oben. Lass es noch weiterschwingen, es wird dich weiterbringen. Das Herz ist ein Pendel. Es schlägt und schlägt aus.~

(Yvonne Catterfeld)

Bist du mutig genug, um dich auf den Wandel einzulassen? Das Pendel loszulassen? Damit es schwingen kann, und noch höher schwingt?

Kogong. Kogong. Ich lass jetzt los …

Deine Keks

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Sind wir gelassen genug für Veränderungen?

Worte, die wir immer lesen, die uns auch immer gepredigt werden: „Veränderung gehört zum Leben dazu“ – „klar, das versteht sich dich von selbst“, war auch immer meine erste, vorschnelle Reaktion auf diesen Satz. Doch irgendwann, wenn es einen wirklich trifft und zwar hart trifft, wenn es um eine einschneidende Veränderung im Leben geht, dann wünscht man sich oftmals die Leichtigkeit des Kindseins zurück. Zurücksinken in Mamas Schoß, kein Zahlen von Rechnungen, keine Kredite, keine Jobwechsel, schlicht weg kein Grübeln über Zukunft und Vergangenheit.

Akzeptieren, dass gewisse Abschnitte im Leben vorbei sind und für Neues weichen ist schwer, aber warum genau und was können wir tun, um stärker und gelassener zu werden?

Wenn Grundpfeiler unseres Lebens zu schwanken beginnen und gar einbrechen, dann trifft es uns meistens wie ein Schlag ins Gesicht, ob das nun ein Ortswechsel ist, ein Partnerwechsel, ein Jobwechsel oder gar eine geliebte Person, von der wir uns verabschieden müssen. Der Boden unter unseren Füßen wird uns entrissen und wir landen am Boden, es kann Tage, Monate oder länger dauern, bis wir uns entschieden haben, wieder aufzustehen oder aber auch fort an das Minimalste liegend zu erledigen. Dieses Jahr ist nicht mein Jahr, das hat sich auch in den letzten Wochen stark herauskristallisiert, aber was genau soll man dagegen tun? Sich schmollend in die Ecke stellen, seines Lebens nicht mehr froh sein und warten bis das Jahr vorüber ist? Nein, das kann auf alle Fälle keine Lösung sein, obwohl es oftmals, rein aus unserem Bauchgefühl heraus, der einfachste Weg wäre.

Die Frage, die ich mir stelle: Warum fällt mir momentan alles so schwer? Eigentlich dachte ich, ich wäre stark und mutig genug. Lange habe ich darüber nachgedacht, bis ich erkannt habe, dass es nichts mit Stärke zu tun hat. Wenn wir tief in uns hineinhören, dann gibt es vieles, was passieren kann, was uns treffen würde und auf alle Fälle auch ins Wanken bringt. Das ist menschlich, wir lieben, wir haben ein Herz, wir sind aus Fleisch und Blut. Der Mensch braucht aber auch seine Gewohnheiten, da sie uns Sicherheit geben: da wären die Laufstrecken, die wir gerne laufen, um den Stress des Tages los zu werden, das obligatorische Kaffeetrinken mit der Oma, die abendliche Kuschelroutine mit dem Partner oder die fixen Freitage mit unseren Freundinnen. Das sind alles schöne Dinge, an die wir gewöhnt sind und die wir auch irgendwann für selbstverständlich ansehen. Doch unser Leben und auch das der anderen steht nicht still, alles dreht sich weiter, der Kreislauf des Lebens macht nicht halt. Das Kind ins uns möchte es jedoch nicht wahrhaben, bis zuletzt nicht.

Was kann ich tun, um mich dagegen zu wehren?

Ich wünschte, ich hätte einen Rat, sozusagen ein Geheimrezept, aber die Antwort ist schlichtweg: Nichts. Immer wieder wird das Leben seinen eigenen Kopf haben, immer wieder wird uns die Kontrolle abhanden kommen aber vielleicht haben wir irgendwann gelernt, schneller aufzustehen und vielleicht gelingt es uns auch irgendwann alle schönen Momente bis in die letzte Sekunde aufzusaugen und länger davon zu zehren.

Eure Rox

 

 

 

 

 

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Die Angst vorm Alleinsein und warum wir dadurch viel verpassen

Und wieder hat keiner meiner Freunde Zeit und wieder überkommt mich das schon allzu bekannte Gefühl, ich müsste auf etwas verzichten, was mir eigentlich enorm viel Spaß gemacht hätte. Nur wie sieht denn das aus, alleine unterwegs zu sein? Wie armselig würde ich mich fühlen mit Familien und Pärchen im Bus sitzend, am Weg zu den bekannten Stauseen? Wenn ihr ganz tief in euch hineinfühlt, seid ehrlich zu euch, wie oft habt ihr euch das schon gedacht und den Gedanken ein einen Tag mit euch ganz allein wieder verworfen? Es fühlt sich ein bisschen an, wie einen Teil von mir, der sich gefreut hätte, zu versetzen.

Nein. Dieses Mal würde ich es nicht tun. Ich würde mir beweisen, wie mutig ich war und diesen Ausflug ganz auf mich alleine gestellt, durchziehen. Ich ertappte mich sogar dabei, aufgeregt zu sein, mir Fotos und Routen im Internet rauszusuchen und mir den bevorstehenden Tag in Gedanken auszumalen. Irgendwie hatte es auch etwas, einmal über acht Stunden auf niemanden Rücksicht zu nehmen, außer auf mich. Keine Kompromisse, keine Diskussionen, schlicht und einfach kein In-der-Mitte-treffen, es ging und mich und meine Wünsche. So war es zumindest in meiner Vorstellung – doch traf das auch in der Realität zu? Das werde ich später auflösen 🙂

Als ich den kommenden Tag in Gedanken durchspielte, stelle ich mir auch immer wieder die Frage, warum es heutzutage etwas Außergewöhnliches ist, alleine auf Reisen zu sein. Man wird ein bisschen wie ein Außenseiter behandelt, der keine Freunde hat und diese schönen Erinnerungen nie mit jemandem teilen kann. Von klein auf sind wir es gewohnt: wir haben Geschwister, Freunde, Partner, schlicht weg Wegbegleiter, mit denen wir Neues entdecken, Spaß haben und Abenteuer erleben. Viel zu oft vergessen wir jedoch, auch Schönes mit uns selbst zu entdecken. Immerhin kann einen das auch ganz schön bereichern, die Ruhe zu genießen, mit anzusehen wie ein Konflikt, den man schon seit Tagen mit sich rumschleppt, sich in Luft auflöst, die Schönheit des Gesehenen in sich aufzunehmen und für eine Zeit alles rund um sich zu vergessen.

Ihr möchtet nun bestimmt wissen, wie es mir ergangen ist? War es ein furchtbarer Tag? Ist alles schief gelaufen? Wurde mir langweilig? Ich kann euch entwarnen – es war sogar viel besser als erwartet. Ich hatte meinen Rucksack mit meinem Kindle, Wasser, einer Banane, meinem Mobiltelefon fürs Fotos Schießen und Geld gepackt und mich auf den Weg gemacht. Mein Tag war bestimmt von: ganz kurz Leute beobachten, das macht oft auch wirklich Spaß, gerade wenn man für längere Zeit im Bus sitzt 😉 (es gibt zwar selten jemand zu, aber es tut doch wirklich jeder), bergauf und bergab zu einer Alm zu wandern, gut zu speisen, mir einen gemütlichen Platz zu suchen um zu lesen und ganz viel Staunen und Gespräche mit mir (natürlich in Gedanken ;))

Ich würde es jederzeit wieder mit mir alleine aushalten wollen.

Liebe Grüße und bis bald

Roxy