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Anti-Stress Notizen: #4 Clean your soul

Wer den Start der Anti-Stress Notizen verpasst hat, kann die Idee und Gedanken hier nochmal nachlesen. Das Thema der Woche ist für mich ein sehr spannendes und zugleich vernachlässigtes Thema – unsere Seele.

Wie oft ist es dir schon so ergangen? Du bist bei jemandem zu Besuch und die Person ist sichtlich stolz dich rumzuführen, das neue Haus oder die schöne neue Wohnung, alles ist blitz und blank und du hast augenblicklich das Gefühl in einem Einrichtungshaus zu stehen.

Doch vielleicht ist dir das Verhalten auch an dir selbst aufgefallen? Wie viele Stunden verbringst du in der Woche damit, deine Wohnräume zu putzen und alles auf Vordermann zu bringen? Fühlst du dich danach besser? Wie gehts dir damit, wenn Unordnung herrscht?

Ich staune immer wieder – einerseits über mich selbst, aber auch über andere – wie selbstverständlich wir die Sauberkeit und Reinigung unserer Wohnung über unser eigenes Wohlbefinden stellen.

Wie wichtig ist es dir, deine Seele nach der anstrengenden Woche zu reinigen und dich in erster Linie um dich zu sorgen?

Wahrscheinlich nicht wichtig genug, dieses Verhalten stelle ich auch an mir selbst fest. Oftmals sind wir so programmiert, dass wir uns erst Zeit für uns selbst gönnen, wenn alles andere auf unserer To Do Liste bereits abgehakt wurde.

Wie gelingt denn jetzt so eine Reinigung der Seele und was ist dafür nötig?

  • Lerne dich kennen und verstehen, wann du Zeit für dich brauchst und vor allem, was du brauchst.
  • Stelle dich in deinen Aufgabenlisten an die erste Stelle. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, aber wie sollst du Energie für Tätigkeiten aufbringen, wenn du tief in deinem Inneren Ruhe und Zeit für dich brauchst?
  • Reflektiere und mache das, was dich die Zeit vergessen lässt, ob es ein Spaziergang ist, eine Laufrunde, ein gutes Buch oder ein Bad, kümmer dich um dich selbst. Reinige deine Seele!

Auch mir gelingt es nicht immer, man möchte alles erledigen und sich natürlich auch in den eigenen 4 Wänden wohlfühlen. Ich frage mich nur, ob die Prioritäten so richtig gesetzt sind.

Wenn wir beim nächsten Mal, den Staubwedel oder den Staubsauger wie automatisch in die Hand nehmen, sollten wir lediglich kurz innehalten und uns fragen, ob es das ist, was wir jetzt wirklich wollen und brauchen.

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/Monfocus

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An wen hast du deine Seele verkauft?

Was ist unser Wert? Ist der Wert der Seele denn nicht unbezahlbar? Und noch viel wichtiger, was sind wir uns selbst wert? Das sind essenzielle Fragen für mich. Viel zu oft im Leben hab ich mich selbst nicht so behandelt, als würde ich mich als etwas Wertvolles einstufen. Und das Schlimme daran, wir merken es nicht: Oft ist es eine Stimme von Außen, ein negativer Schlüsselmoment oder ein paar Kabeln in unserem Kopf fügen sich endlich zusammen und lassen uns die Wahrheit erkennen.

  • Wir arbeiten für Arbeitgeber, die uns ungerecht und respektlos behandeln. 
  • Wir treffen uns mit Personen, die uns Energie stehlen und davon ihre eigenen Akku laden.
  • Wir leugnen, was wir möchten, um es anderen recht zu machen. Ein leise gedachtes Nein, wird dann schnell ein ausgesprochenes, gequältes „Na gut.“

Gerade der letzte Punkt, das Helfergen kann eine sehr positive Sache sein, doch benimmt es sich wie ein nimmersattes Monster und irgendwann gibt es kein Ende und es kennt keine Grenze mehr. Immer mehr geben und Recht machen und immer weniger selbstbestimmt leben, um den Erwartungen und Wünschen unserer Mitmenschen zu entsprechen.

Lange Zeit hab auch ich es nicht eingesehen. Ich hab doch – wie immer alles unter Kontrolle – und tue ja im Endeffekt nichts, was ich nicht auch möchte. Aber ist das denn so oder belüge ich mich nicht eher selbst? Die Tatsache, dass wir tun, was andere wollen und sie damit glücklich machen, verhilft uns noch lange nicht zu einem zufriedenen Leben und einer friedvollen Seele.

Auch ich hatte meine Seele verkauft, wenn man so möchte. Ich wusste es nicht, vielmehr war es wohl eine stillschweigende Zustimmung und nun steckte ich fest?

Es gab Schlupflöcher, so wie in vielen Verträgen. Mühsam kämpfte ich mich raus, denn der Preis, den ich dafür bezahlte, schien mir schlichtweg nicht fair zu sein. Meine Seele ist mein ein und alles. Sie ist ein Unikat.

Versteht mich nicht falsch, ich bin schon der Meinung, dass wir Pakte im Laufe unseres Lebens schließen und unsere Seele hängt da immer ein stückweit drinnen. Die Frage ist nur, was erhalten wir im Gegenzug? Ist es Verständnis? Liebe? Glück? Geld? Es muss sich für uns gerecht anfühlen und die Waage halten. Es ist ein Geschäft, bei dem beide Parteien profitieren sollten. Entdeckst du ein Ungleichgewicht bedeutet das nicht sofort, dass du den Vertrag auflösen musst, ein Anfang könnte sein, das Gespräch zu suchen und ggf nachzuverhandeln.

Wie viele stillschweigende Pakte habt ihr geschlossen?

Alles Liebe, eure Rox