Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie Selbstliebe Sport

Als ob der Frühling um uns buhlt

Du öffnest die Augen und die Sonne strahlt dir ins Gesicht. Du entscheidest dich spontan, noch zehn Minuten länger im Bett zu bleiben und die Sonnenstrahlen zu genießen. Nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück gehts ab nach Draußen, du brauchst die Kilometer, das Auspowern, die frische Luft und die Natur. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist genau das Futter, das meine Seele aktuell braucht. Ich bin in meinen Gedanken, halte für einen kurzen Moment inne und kann der Natur beim Aufwachen zusehen.

Der Winter hat seine Spuren hinterlassen

Dankend verabschiede ich mich vom Winter, ich werde ihm wohl keine Träne nachweinen und bin froh, dass das Intermezzo vorüber ist. Viel zu lange klebte er an meiner Seite und hat an meinen Nerven gezehrt. Unüberbrückbare Differenzen haben uns auseinandergebracht und ich bin froh darüber. Vieles, das vor dem Winter Spaß gemacht hatte, konnte mir in den letzten Monaten keine Freude mehr verschaffen. Ich war nie jemand, dem der Winter aufs Gemüt schlägt, doch dieses Jahr ist es auch bei mir passiert.

So richtig klar, dass der Bann gebrochen ist, ist es mir erst vor einer Woche geworden. Ich bin die Route gelaufen, die mir im Sommer und im Frühling, wenn die Tage länger waren, immer schon viel Spaß gemacht hat. Ich betrachtete die Blumen, Wiesen und Bäume und wie schön und mächtig sie alle blühten. Plötzlich wurde ich von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl übermannt, das Laufen machte Spaß, die Sonne scheinte, mein Körper fühlte sich fit an und meine Gedanken waren positiv.

Ich hatte das Gefühl, dass ich zurück bin, noch nicht mit der kompletten Stärke, aber nah dran und es ist ja erst April 🙂

Bis bald.

Eure Rox

Kategorien
Allgemein

Wenn der Herbst dich ausknockt…

Die Sonne scheint seltener, die Tage vergehen zu schnell, die Stimmung rasselt in den Keller und die Reizbarkeit steigt ins Unermessliche. Dieses Jahr stellt mich der Herbst auf eine Probe. Mir schießt dazu ein Bild in den Kopf: ich stehend im Ring, wippend zur Musik, dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich genug trainiert habe und passend gekleidet bin, aber ich nehme die Herausforderung an. Ich höre die Glocken läuten, auf geht’s der Kampf beginnt…

Die Vier Jahreszeiten gibt es aus einem bestimmten Grund: im Sommer sind wir aktiv & unternehmungslustig, während wir uns im Winter zurückziehen, in uns gehen, das Jahr revue passieren lassen und viel Zeit grübelnd verbringen. Der Frühling und Herbst waren wohl dazu gedacht, uns langsam auf den bevorstehenden Wechsel vorzubereiten. Nicht immer gelingt das, vor allem nicht immer können und wollen wir mitspielen, sozusagen ein neues Programm in uns starten.

Da wir wohl erzogen sind und uns zivilisiert verhalten sollten, können wir nicht brüllend und grantig durch die Gegend laufen und andere Menschen für unser Innenleben verantwortlich machen. Zugegebenmaßen ist eben dieses Verhalten oft sehr verlockend, vor allem wenn es einem manche Mitmenschen doch sehr einfach machen.

Ich habe mich innerlich die letzten Wochen damit konfrontiert, mich gefragt, ob ich so sein möchte: ängstlich, wütend, lustlos und motivationslos. Mich erfüllt es natürlich nicht mit Freude, wenn ich mich an manchen Tagen selbst nicht riechen kann, aber was wir wohl alle akzeptieren müssen ist, dass es Zeit benötigt sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Wir sind Menschen und sollten lernen unsere Gefühlsregungen zu akzeptieren, was natürlich nicht bedeutet, dass wir es grundlos an anderen Personen auslassen sollten. Damit meine ich eher, dass wir zulassen sollten, dass wir an manchen Tagen mehr Zeit mit uns selbst verbringen möchten, in uns gehen wollen, möglicherweise einen Tag im Pijama verweilen, während wir an anderen Tagen die Nacht durchtanzen oder wir von Glück erfüllt sind, wenn die Familie zusammen kommt und alle gesund sind.

Das Leben hat viele Facetten, es gibt stürmische, verschneite Abende, aber auch  heiße Sommertage, die wir im Bikini am Pool verbringen.

Bis zum nächsten Mal.

Eure Rox

 

Kategorien
Allgemein

Die Angst vorm Alleinsein und warum wir dadurch viel verpassen

Und wieder hat keiner meiner Freunde Zeit und wieder überkommt mich das schon allzu bekannte Gefühl, ich müsste auf etwas verzichten, was mir eigentlich enorm viel Spaß gemacht hätte. Nur wie sieht denn das aus, alleine unterwegs zu sein? Wie armselig würde ich mich fühlen mit Familien und Pärchen im Bus sitzend, am Weg zu den bekannten Stauseen? Wenn ihr ganz tief in euch hineinfühlt, seid ehrlich zu euch, wie oft habt ihr euch das schon gedacht und den Gedanken ein einen Tag mit euch ganz allein wieder verworfen? Es fühlt sich ein bisschen an, wie einen Teil von mir, der sich gefreut hätte, zu versetzen.

Nein. Dieses Mal würde ich es nicht tun. Ich würde mir beweisen, wie mutig ich war und diesen Ausflug ganz auf mich alleine gestellt, durchziehen. Ich ertappte mich sogar dabei, aufgeregt zu sein, mir Fotos und Routen im Internet rauszusuchen und mir den bevorstehenden Tag in Gedanken auszumalen. Irgendwie hatte es auch etwas, einmal über acht Stunden auf niemanden Rücksicht zu nehmen, außer auf mich. Keine Kompromisse, keine Diskussionen, schlicht und einfach kein In-der-Mitte-treffen, es ging und mich und meine Wünsche. So war es zumindest in meiner Vorstellung – doch traf das auch in der Realität zu? Das werde ich später auflösen 🙂

Als ich den kommenden Tag in Gedanken durchspielte, stelle ich mir auch immer wieder die Frage, warum es heutzutage etwas Außergewöhnliches ist, alleine auf Reisen zu sein. Man wird ein bisschen wie ein Außenseiter behandelt, der keine Freunde hat und diese schönen Erinnerungen nie mit jemandem teilen kann. Von klein auf sind wir es gewohnt: wir haben Geschwister, Freunde, Partner, schlicht weg Wegbegleiter, mit denen wir Neues entdecken, Spaß haben und Abenteuer erleben. Viel zu oft vergessen wir jedoch, auch Schönes mit uns selbst zu entdecken. Immerhin kann einen das auch ganz schön bereichern, die Ruhe zu genießen, mit anzusehen wie ein Konflikt, den man schon seit Tagen mit sich rumschleppt, sich in Luft auflöst, die Schönheit des Gesehenen in sich aufzunehmen und für eine Zeit alles rund um sich zu vergessen.

Ihr möchtet nun bestimmt wissen, wie es mir ergangen ist? War es ein furchtbarer Tag? Ist alles schief gelaufen? Wurde mir langweilig? Ich kann euch entwarnen – es war sogar viel besser als erwartet. Ich hatte meinen Rucksack mit meinem Kindle, Wasser, einer Banane, meinem Mobiltelefon fürs Fotos Schießen und Geld gepackt und mich auf den Weg gemacht. Mein Tag war bestimmt von: ganz kurz Leute beobachten, das macht oft auch wirklich Spaß, gerade wenn man für längere Zeit im Bus sitzt 😉 (es gibt zwar selten jemand zu, aber es tut doch wirklich jeder), bergauf und bergab zu einer Alm zu wandern, gut zu speisen, mir einen gemütlichen Platz zu suchen um zu lesen und ganz viel Staunen und Gespräche mit mir (natürlich in Gedanken ;))

Ich würde es jederzeit wieder mit mir alleine aushalten wollen.

Liebe Grüße und bis bald

Roxy

 

Kategorien
Allgemein

Warum sich selbst Blumen schenken? Sei gut zu dir

Wir erwachen aus dem Winterschlaf, wir spüren uns als Individuen, wir riechen den Frühling, wir sehen wie die Natur langsam aufblüht und oft hat man selbst das Gefühl, als ob man nach 5-6 Monaten schlafen und essen aus seiner Höhle krabbelt. Viele voller Tatendrang, die anderen hinkend und fluchend, da die Bewegung schmerzt und das Licht doch viel zu grell erscheint.

Ich weiß nicht, wer von euch sich in diesen Zeilen wieder findet? Zugegeben, ein wenig überzeichnet dargestellt, aber zumindest ich, hatte diesen Winter das Gefühl, er nähme kein Ende und ich tat mir dieses Mal enorm schwer, den Sprung von der Kälte und Trägheit in das helle Licht und die Agilität zu wagen.

So wie YIN das YANG braucht, braucht auch der Mensch Bewegung im Alltag, Aktivität auf der einen Seite, aber auch Ruhe und Achtsamkeit auf der anderen Seite. Ruhe genießen macht vielen nur dann Spaß, wenn sie sich zuvor ausgepowert haben und an ihre Grenzen gegangen sind. Doch was genau fällt uns daran oft am schwersten? GENAU – die Ausgeglichenheit. An vielen Tagen, hetzt man von Termin zu Termin und lebt nur noch vor sich hin, bzw. schafft es gerade mal den Kalender für den nächsten Tag zu checken, an anderen Tagen, wenn ein Wochenende etwas ruhiger ist, stellt sich augenblicklich das Gefühl ein, man mache ja nichts und führe ein langweiliges Leben. Social Media, Facebook, Instagram und wie sie alle heißen, machen uns das Leben auch nicht gerade einfacher, ständig wird das eigene Leben mit denen der sogenannten „Freunde“ verglichen, fahren die einen übers lange Wochenende weg, müssen wir es ihnen gleich tun, ansonsten ist unser Leben nur „halb so cool“ und actionreich wie das, der Bekannten.

Was möchte ich nun mit der Headline ausdrücken? „Sich selbst Blumen schenken“ – viel zu selten, entscheiden wir uns für Wege, die uns gut tun, die sich tief im Inneren richtig anfühlen, viel zu selten, antworten wir mit einem „NEIN“ – auch wenn es die innere Stimme schon seit langem tut. Was passiert dann? Wir brennen irgendwann aus, wir haben nicht mehr das Gefühl uns selbst treu zu sein, wir entfernen uns letztendlich von uns selbst. Sei gut zu dir.

Gönne dir kostbare Zeit mit dir selbst, schalte dein Smartphone ab, tanze wild zu deinem Lieblingssong in deinen eigenen Vier Wänden, besteige einen Berg, den du schon seit einem Jahr nicht besucht hast oder mach etwas Verrücktes und plane einmal ein komplettes Wochenende gar nichts – geplante Spontanität sozusagen 😉

Und das Wichtigste bei all dem ist, dass du dabei kein schlechtes Gewissen verspürst. Wir sind immer für unsere Freunde und unsere Familie da, dass wir vergessen, dass es auch eine Beziehung zu uns selbst gibt.

Schenk dir selbst Blumen, regelmäßig, in welcher Form darf jeder für sich selbst entscheiden.

Viel Spaß dabei

Eure Roxy

 

Kategorien
Allgemein

Erstes Date mit mir selbst

 

Ich sitze gerade in Restaurant und hatte mein erstes „Essen-gehen“ mit mir alleine 😉 Zugegeben nicht so ganz freiwillig, wäre es doch eigentlich ein erstes Date mit einem mir noch persönlich Unbekannten. Aber mein Date fehlt. Warum? Er schrieb mir verzweifelt er wäre gestern länger unterwegs gewesen spontan und hat nun komplett verschlafen und ist jetzt erst munter geworden (Interessante Info am Rande: Es ist bereits 17 Uhr …). Tja, da ich aber schon am Weg zum besagten Treffpunkt war und dieser eine Stunde von meinem Zuhause entfernt liegt, hab ich mir gedacht, wenn ich nun schon hungrig und hier bin, warum nicht einfach alleine ins Restaurant setzten.

Und??? Ja es war doch gar nicht schlimm 😉 Etwas seltsam schon wenn man die Tür reinkommt und dann man dann sagen muss „Einen Tisch für mich alleine bitte“ und die ersten fünf Minuten sind auch seltsam, wenn man da ganz alleine sitzt. Aber: Wenn man mal den leichten Groll des Versetzt-Werdens hinter sich lässt und sein Essen beginnt zu genießen, erkennt man: Hey, ich tu mir gerade selber was Gutes! Ich gönne mir gerade ein total leckeres Essen, ich lasse mich bedienen, ich habe Zeit für mich, Zeit zum Nachdenken und Zeit um zu Geniessen. Und in meinem Fall: Ich habe endlich den Zeitpunkt gefunden, um meinen ersten Blogeintrag zu tätigen 🙂

Wenn in versprochenen 30 Minuten mein Date dann doch noch auftaucht (er sagte es täte ihm soooo leid und er ist schon am schnellsten Weg in meine Richtung) bin ich schon gespannt, was mich erwartet. Aber eins kann mir an dem Tag keiner mehr nehmen: Ich hatte mein erstes Date mit mir selbst 🙂 Es ist wirklich schön und ich kann es dir tatsächlich empfehlen. Und du brauchst nur ein wenig Mut und ein bisschen Zeit. Gönne dir das und lass dich inspirieren 🙂

Ich trink dann Mal aus, zahle und steck mein Handy an, dass mich mein Date später auch noch erreicht … 😉

Deine Keks