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Wann wurdest du zuletzt umgetopft?

Als hätten sie plötzlich zu schreien begonnen, so hatte ich den Anschein Sonntagmorgen. Meine Yucca stand schief und hielt sich nur noch schwer auf den „Beinen“. Auch der Glücksfeder wurde es immer enger in dem ihr vorgesehenen Topf, die Wurzeln ragten schon aus der Erde hervor und sie hatte keine Ahnung mehr, wie sie sich ausreichend Platz machen konnte. Mir schien, sie lebte zwar in der Umgebung, die ich für sie vorgesehen hatte, doch mehr schlecht als recht und es war es ihr unmöglich mich wissen zu lassen, dass sie bereit war. Sie war bereit für mehr Raum, mehr Freiheit – die Wurzeln waren gewachsen, sie war stark genug einen größeren Topf zu füllen.

So begann ich Schritt für Schritt den Umtopf-Prozess in Gang zu setzen. Als ich mit der Yucca begann, war ich verblüfft, wie stark die Wurzeln gewachsen waren. Sie war bereit für das nächste Level und ich hatte es ihr nicht zugestanden. Sie wollte weiterwachsen, doch wurde sie daran gehindert. Auch bei der Glücksfeder war es ähnlich, ich musste sie wortwörtlich aus dem Topf schneiden, die Wurzeln steckten so massiv fest, dass es unmöglich war, mit bloßen Händen die Pflanze zu befreien.

Des Öfteren bringen mich die alltäglichen Dinge des Lebens dazu, über das Leben an sich nachzudenken.

  1. Welche Zeiten lassen unsere Wurzeln wachsen?
  2. In welchen Zeiten werden wir stärker?
  3. Und wann wird es wiederum Zeit ans Umtopfen zu denken?

Es gibt Momente, in denen unsere Umgebung nicht mehr zu unserem Ich passt. Wir wachsen und unsere Umgebung lernt nicht damit umzugehen oder wir möchten uns nicht mehr anpassen und sehnen uns nach Freiheit.

Ich habe versucht die 3 Fragen für mich zu beantworten. Gerade dieses Jahr hat mir geholfen zu wachsen. Klar, es war ein sehr nervenaufreibendes und emotionales Jahr für mich, aber es hat mich ein stückweit mehr zu mir geführt und ich habe gelernt mir und meinen Entscheidungen Vertrauen zu schenken. Und ja, es sind leider wirklich die harten Momente und Situationen im Leben, die uns zu mehr Wachstum verhelfen und uns stärker werden lassen. Damit meine ich nicht, dass wir zermürben und resignieren, sondern stärker werden. Es hängt immer davon ab, wie wir mit den Situationen umgehen, die uns geboten werden und zwar den Teil davon, den wir auch selbst beeinflussen und steuern können.

Ich möchte den bildlichen Vergleich gern für mich zu Ende führen: Ich bin in das Jahr 2020 eingestiegen, in einen mir vertrauten Übertopf, er passte zu mir und meine Wurzeln hatten genug Platz. An ein Umtopfen wollte und musste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht denken. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers habe ich begonnen meine Stabilität zu verlieren, ich fühlte mich in meiner Umgebung nicht mehr wohl. Ich begann im Stillen zu schreien und um Hilfe zu flehen. Bald stellte ich fest, dass ich mir in dieser Situation nur selbst helfen konnte. Lebensentscheidungen, die mein Leben betreffen und mit meinem Seelenheil zu tun haben, können nicht abgegeben werden. So begann ich meinen Umtopf-Prozess und ich würde noch nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich mich in meinem neuen Topf schon sehr wohl fühle, er ist mir gefühlt noch immer zu groß, aber es wird passieren und zwar ohne dass ich es bemerke und der Topf wird mein Zuhause – bis es wieder Zeit wird, weiterzuziehen.

Eure Rox ❤

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Sei doch mehr wie …

Als ich die Worte hörte, spüre ich förmlich wie sich meine Stirn in Falten legte und ich begann finster zu schauen. Klar ist es nicht angenehm Kritik zu erhalten und ich versuche mir auch in dem Moment nicht zu sehr anmerken zu lassen, wie unangenehm es mir war. Die Quintessenz hatte ich nach wie vor im Kopf und sie lief in Dauerschleife, an Details konnte ich mich nicht mehr wirklich erinnern: Man wäre mit der Leistung zufrieden, aber ich könne mich doch mehr in den Vordergrund stellen wie diese und jene Person. So, nun war ich wieder an dem Moment angekommen, an dem es um Vergleiche ging und man erreichen wollte, dass alle Mitarbeiter ihr Standardprogramm abspielten.

Ich beginne an mir zu zweifeln, vergrabe mich in Gedanken und zerdenke die letzten Wochen und Monate.

  • Hatte ich mich zu wenig selbst vermarktet?
  • Warum war es falsch, sich auf die Sache an sich zu konzentrieren und Leistung zu erbringen?
  • Warum zog ich immer jene Personen an, die den Wettbewerb mit mir suchten?

Das Gute an meinen Gedankenspiralen ist, dass ich sie irgendwann im Kopf entwirren kann und für mich zu einer Erkenntnis erlange.  So war es auch dieses Mal, ich überwand mein Tief und hörte auf meinen inneren Coach. Die Person in mir, die mir aufbauende Worte zuspricht, die mich anfeuert und mich auf Kurs hält. Immer wieder wispert sie mir folgende Sätze zu: „Bleib am Ball“ „Zieh dein Ding durch“ „Lass dich nicht verunsichern“.

Ich führte mir nochmal vor Augen, dass Feedback immer nur die Sichtweise einer Person sei und ich für mich entscheiden musste, welche Optimierungen ich an mir selbst vornehmen wollte. Was ich nicht wollte, war unauthentisch zu werden und mich jeden Tag zu fühlen als stünde ich auf der Bühne.

Was man definitiv im Arbeitsleben lernen muss und durch diese Schule musste ich auch schon gehen: Wenn es sein muss, zeig deine Ellbogen und lass dich nicht aus der Bahn werfen oder von deinem Kurs abbringen. Es gibt Momente, genau dann, wenn bestimmte Personen merken, dass du kurz vor der Ziellinie bist, an denen sie sich noch dichter an deine Fersen heften, dich verunsichern wollen und dadurch einen Vorteil erhalten möchten. Das funktioniert aber nur, wenn du es zulässt.

Das Traurige daran ist, dass selbst, wenn man für sich entschieden hat, nicht mitspielen zu wollen, man oftmals gezwungen ist, es trotzdem zu tun.

Wie geht es euch mit diesem Thema? Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.

Eure Rox

 

 

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Dankesrede ans Laufen

Im Winter finden ja bekannterweise immer die Golden Globes und auch die Oscar Verleihung statt, bei meiner letzten Laufrunde am Wochenende kam mir der Gedanke, wie sehr ich dem Laufen dankbar bin und in Gedanken begann ich bereits eine Rede zu formulieren:

Vor 3 Jahren haben wir uns getroffen, davor war ich es satt, mich gestresst und träge zu fühlen. Ich wusste, ich brauchte ein Hobby, eines bei dem ich dem Körper Kondition beibrachte, bzw begann sie aufzubauen. Unser Techtelmechtel startete langsam, anfangs trafen wir uns nur 30 Minuten, danach war ich meistens fix und fertig, bis wir schlussendlich 3 Stunden miteinander verbrachten. Nach diesen intensiven Stunden war ich den restlichen Tag verzaubert von der Leistung, die wir gemeinsam – im wahrsten Sinne – auf die Strecke gebracht haben.

Ich danke dir – dem Laufen für:

  • Das Schärfen meines Bewusstseins für die Themen Ernährung und Bewegung, denn was wir essen ist der Treibstoff, den wir in uns tanken
  • Eine überdurchschnittliche Kondition, die mich selbst in der Arbeit zum Liftverweigerer macht
  • Eine bessere Körperhaltung und definiertere Muskeln (überwiegend im Beinbereich ;-))
  • Eine gesteigerte Konzentration, sowohl während als auch nach dem Laufen, währenddessen löse ich oft die ein oder anderen inneren Konflikte.
  • Mehr Selbstbewusstsein – dieses Hobby in Verbindung mit der Natur und persönlichen Zielen macht uns zu stärkeren Menschen
  • Stressabbau – du hilfst mir den aufgestauten Stress in regelmäßigen Abständen abzuschütteln
  • Eine psychische Gesundheit, die ein oder andere Laufrunde war für mich sehr stark therapeutischer Natur, vor allem in Verbindung mit meiner Freundin
  • Mehr Disziplin – ich trete mir öfter in den Allerwertesten und zwar, weil ich unrund werde, sobald ich keine Bewegung mache.

Um es zusammenzufassen: Danke, dass du aus mir eine bessere Version geschaffen hast. Auf weitere fitte Lebensjahre 🙂

Alles Liebe

Eure Rox

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Wie wir aufhören unsere Gedankenwelt zu vergiften

Manches Mal fühle ich mich wie ein Masochist, kaum im Strudel der negativen Gedanken drinnen, wird es schier unmöglich den Fängen zu entkommen. Genau in diesen Momenten macht es den Anschein, als würde es einem Teil in mir Spaß machen, sich über Stunden in negativen Gedanken zu wälzen.

So ein Tag – und es gibt zum Glück nicht viele davon – startet meist damit, dass ich schlecht geträumt habe oder etwas passiert, das meine Stimmung beeinträchtigt und mich so in die negative Ecke meines Kopfes drängt. Ich beginne Angst zu spüren und mir auszumalen, was nicht alles passieren könnte bzw. mir Sorgen um all jene Menschen zu machen, die ich liebe. Meistens ziehe ich mich nach einer bestimmten Zeit wieder selbst aus dem Strudel, in dem ich mich ablenke und mich mehr oder weniger selbst ermahne. Es gibt dann oft einen Zeitpunkt an diesem speziellen Tag, an dem es dem pragmatischen Ich in mir zu viel wird, da gibt es dann einen kurzen Wirbel und danach gehts besser.

Wie kann man diese Entwicklung abfangen und sich davor schützen?

  • Dinge tun, die man gerne macht mit Menschen, die man liebt, denn das Leben ist zu kurz um Zeit zu verschenken 🙂
  • Auf sich selbst achten, sich Zeit und Raum für Hobbies und Dinge nehmen, die einem Spaß machen. Mir macht es momentan viel Freude, neues zu lernen und meinen Horizont zu erweitern.
  • Sich Rituale schaffen und daran festhalten, denn sie geben Halt
  • Sich vor Augen halten, dass man vieles im Leben nicht beeinflussen kann. Wichtig ist, dass wir verstehen, dass wir das Leben nicht dadurch verbessern, dass wir ängstlich und voller Sorgen sind. Spinne ich immer wieder dieselben traurigen und trostlosen Gedanken, vergifte ich mein Hier und Jetzt. Zudem ändert es nichts daran, dass ich die Gedanken habe, da ich den weiteren Ausgang meines Lebens zu einem Teil zwar beeinflussen kann, zu einem anderen aber leider nicht.

Ich weiß nicht, wie es euch mit eurer Gedankenwelt momentan so geht, ich merke, dass sich die Stimmungslage mit dem Frühling verbessert hat. Je mehr ich mich um mich selbst kümmere und darauf achte, dass ich Dinge, tu, die Spaß machen, ob es eine neue Musik ist, die ich entdecke oder ein Buch, das mich fesselt oder aber einfach ein netter Abend im Garten bei einem Kaffee mit der Familie, desto besser und ausgeglichener fühle ich mich.

Bis bald.

Eure Rox.