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„Be a good person but don’t waste time to prove it“ (Manas Disoriya)

Haben wir es nicht alle schon mal erlebt? Wir blicken in enttäuschte Gesichter, wir werden mit Distanz bestraft oder mit schnippischen Aussagen beworfen? Instinktiv kommen bei uns Selbstzweifel auf, wir haben das Gefühl etwas Falsches getan zu haben. Daraus wird oft schlussgefolgert: „Ich bin kein guter Mensch.“ Manch einer reflektiert, andere wiederum haben wohl bei der Geburt ein bisschen zu viel Selbstvertrauen in die Wiege gelegt bekommen und stellen nicht einmal annähernd das eigene Verhalten in Frage. Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wollen wir uns selbst als eine gute Person betrachten oder dass unsere Mitmenschen uns für eine halten?

Der Mensch sehnt sich nach Bestätigung und Wertschätzung. Ist uns jemand wohlgesonnen, könnte es im weitesten Sinne bedeuten, dass wir als guter Mensch gesehen werden. Sätze wie: Ich bin okay, ich bin ein guter Mensch“ fühlen sich für uns gut an und für viele Menschen ist es das Non-Plus-Ultra ein guter Mensch zu sein und sich am Ende des Tages im Spiegel betrachten zu können und sich nicht zu wünschen jemand anders zu sein.

  • Warum reicht uns oftmals nicht unsere eigene Beurteilung aus, um uns innerlich zu loben oder uns im geistigen Auge einen Orden zu verleihen für eine spezielle Handlung?
  • Warum ist es nicht „gut“ und nicht gern gesehen, natürlichen Egoismus anzuwenden und sich bewusst Zeit für sich selbst zu gönnen und andere hinten anzustellen?
  • Warum fühlt es sich für uns oft nicht „gut“ an Entscheidungen zu treffen, die unserem seelischen Gleichgewicht gut tun? Warum wird dieses Verhalten oft als egoistisch und schlecht dargestellt? Für mich wird die Zeit mit mir selbst immer knapper und gleichzeitig immer wertvoller.

Die Antwort auf meine Fragen ist eigentlich ganz simpel: Weil wir der Bestätigung von Außen mehr Gewicht geben, wir harmoniebedürftig sind, nicht anecken wollen und als „gut“ betrachtet werden wollen, koste es was es wolle, selbst, wenn wir uns selbst hinten anstellen und unsere seelische Balance gefährden.

Je älter ich werde, desto mehr beschäftige ich mich mit dem Thema ‚Selbstreflexion‘, dabei stelle ich auch immer wieder fest, dass diejenigen, die es bitter notwendig hätten ihr Verhalten zu hinterfragen, meist die Menschen sind, die mit Scheuklappen herumlaufen und sich wundern, warum die Welt voller Idioten ist.

Bis bald,

Eure Rox.

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Neuer Job, neues Glück

Für viele unter euch ist es nichts Neues, für mich war es nach fast 4 1/2 Jahren Zeit, mich von meinem alten Job zu trennen. Es kam unerwartet, es kam vor allem schleichend, wie wir es von Beziehungen kennen, deren letztes Stündlein geschlagen hat. Es gibt kein Miteinander mehr, keine Gemeinsamkeiten, kein gemeinsames Lachen, kein Streiten aber auch kein Reden. Jede Partei verfolgt eigene Ziele, abstimmen und Kompromisse ist nur mehr etwas für Weicheier – dieses Stadium ist dann auch zumeist schon das letzte bevor das „Projekt“ scheitert.

Wie ist es nun mir ergangen? Es fühlte sich in der Tat ein klein wenig wie eine Trennung an:

  • die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann bzw. es kein Miteinander mehr gibt, muss geschehen (und dies passiert leider nicht immer so einschneidend wie in den Hollywood Blockbustern)
  • kurzes gedankliches Zurückrudern: es könnte ja doch noch irgendwie klappen. Es war ja doch auch schön und nicht alles zum Scheitern verurteilt
  • das Aufraffen und nach Neuem zu suchen, erwies sich als schwierige Prüfung. Plötzlich ist es wieder Zeit sich selbst ins perfekte Licht zu rücken und sich quasi von seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Das liegt nicht jedem – vor allem fiel es mir schwer, exakt in den 60 Minuten, die man Zeit hatte, zu 100% zu „performen“ und überzeugen.

Nach etlichen Wochen hatte ich bei ca. 10 bis 15 Firmen Platz genommen und gefühlte 15 Mal die selbe Geschichte erzählt, das kann ganz schön anstrengend werden und auch die Ungewissheit macht einem währenddessen zu schaffen. Doch dann passiert es: Man „verliebt“ sich im wahrsten Sinne des Wortes neu. Bereits im Sommer habe ich die Zusage erhalten und konnte somit den heißen Sommer gewissermaßen mit einem erleichterten Gefühl genießen 🙂

Was ich von den letzten Wochen mitnehme:

  • Wenn du nicht mehr glücklich bist, ändere DU selbst etwas dran und warte nicht, bis dir andere die Entscheidung abnehmen
  • Glaub an dich selbst, lass Selbstzweifel nicht aufkommen, niemand ist perfekt und wenn es von dir erwartet wird, dann bist du in diesem Moment, für diese Sache, nicht die richtige Person
  • Mach dich locker und lass gewisse Dinge auch einfach mal auf dich zukommen.

Ein Kapitel ist beendet, ein neues startet. Eine Chance sich neu zu erfinden, das macht doch auch irgendwie Spaß 🙂

PS: Mal schauen, ob sich aus der ersten „Verliebtheit“ mehr entwickelt.

Bis zum nächsten Mal.

Eure Rox