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Neuer Job, neues Glück

Für viele unter euch ist es nichts Neues, für mich war es nach fast 4 1/2 Jahren Zeit, mich von meinem alten Job zu trennen. Es kam unerwartet, es kam vor allem schleichend, wie wir es von Beziehungen kennen, deren letztes Stündlein geschlagen hat. Es gibt kein Miteinander mehr, keine Gemeinsamkeiten, kein gemeinsames Lachen, kein Streiten aber auch kein Reden. Jede Partei verfolgt eigene Ziele, abstimmen und Kompromisse ist nur mehr etwas für Weicheier – dieses Stadium ist dann auch zumeist schon das letzte bevor das „Projekt“ scheitert.

Wie ist es nun mir ergangen? Es fühlte sich in der Tat ein klein wenig wie eine Trennung an:

  • die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann bzw. es kein Miteinander mehr gibt, muss geschehen (und dies passiert leider nicht immer so einschneidend wie in den Hollywood Blockbustern)
  • kurzes gedankliches Zurückrudern: es könnte ja doch noch irgendwie klappen. Es war ja doch auch schön und nicht alles zum Scheitern verurteilt
  • das Aufraffen und nach Neuem zu suchen, erwies sich als schwierige Prüfung. Plötzlich ist es wieder Zeit sich selbst ins perfekte Licht zu rücken und sich quasi von seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Das liegt nicht jedem – vor allem fiel es mir schwer, exakt in den 60 Minuten, die man Zeit hatte, zu 100% zu „performen“ und überzeugen.

Nach etlichen Wochen hatte ich bei ca. 10 bis 15 Firmen Platz genommen und gefühlte 15 Mal die selbe Geschichte erzählt, das kann ganz schön anstrengend werden und auch die Ungewissheit macht einem währenddessen zu schaffen. Doch dann passiert es: Man „verliebt“ sich im wahrsten Sinne des Wortes neu. Bereits im Sommer habe ich die Zusage erhalten und konnte somit den heißen Sommer gewissermaßen mit einem erleichterten Gefühl genießen 🙂

Was ich von den letzten Wochen mitnehme:

  • Wenn du nicht mehr glücklich bist, ändere DU selbst etwas dran und warte nicht, bis dir andere die Entscheidung abnehmen
  • Glaub an dich selbst, lass Selbstzweifel nicht aufkommen, niemand ist perfekt und wenn es von dir erwartet wird, dann bist du in diesem Moment, für diese Sache, nicht die richtige Person
  • Mach dich locker und lass gewisse Dinge auch einfach mal auf dich zukommen.

Ein Kapitel ist beendet, ein neues startet. Eine Chance sich neu zu erfinden, das macht doch auch irgendwie Spaß 🙂

PS: Mal schauen, ob sich aus der ersten „Verliebtheit“ mehr entwickelt.

Bis zum nächsten Mal.

Eure Rox

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Die (vorwurfs)volle To Do Liste des Sommers

Ich seh sie vor mir liegen, mein Blick bleibt haften auf ihr, die Liste ist voll mit vielen Abenteuern, Städten, Büchern, aber auch mit vielen nervenaufreibenden Tätigkeiten, für die wir alle unterm Jahr wenig Zeit haben. Was ist das nun für eine Liste? Ich weiß nicht, ob ihr auch so eine habt oder ich nur zu unspontan bin: Ich spreche von meiner Sommer To Do Liste. Gut offen gesprochen, befinde ich mich gerade im Jobwechsel, weshalb die Liste auch heuer ein wenig länger wurde. Ich habe die Aufstellung mit Büchern bestückt, die ich lesen möchte, Städte notiert, die ich mit dem Auto oder Zug erreichen möchte, Spanisch wollte ich lernen, aber auch meine Wohnung sollte ich von unnötigen Dingen bzw. Krümpel befreien.

Die Liste gab mir ein gutes Gefühl, vielleicht kennt ihr das, dieses befreiende Gefühl, so als wären die Dinge schon zu 50% erfüllt, bloß weil sie auf einen Zettel geschrieben stehen und sie aus dem Kopf „verschwunden“ sind.

Was passiert dann? Dann passiert das Leben, mal wird man spontan eingeladen, man bleibt zum Beispiel beim Gucken von Game of Thrones kleben oder man hat einfach keine Lust an den freien Tagen To Do Listen zu sehen. Der Alltag ist ohnehin voll davon, kaum aus der Arbeit rausspaziert, wird die private Liste an Erledigungen aus der Tasche gekramt, kein Raum für Entspannung entsteht.

– Ich denke wir sollten nicht vergessen, wie schön es ist, im Hier und Jetzt zu leben, ohne ständig auf eine Liste blicken zu müssen, die uns daran erinnert was wir tun und lassen sollen.

– Wir sollten uns weniger mit Terminen stressen, mehr Spontanität zulassen

– Wir sollten auch unterm Jahr mal beginnen zu malen oder sonst irgendwas Neues ausprobieren, wer weiß vielleicht entdecken wir ein neues Hobby?

– Wir sollten uns nicht immer zu allem zwingen und überreden, es soll auch noch Tage geben dürfen, an denen wir mit Leggins und Shirt auf der Couch zu Hause rumgammeln 😉

Wie gehts euch damit? Hattet ihr eine Liste? Ist sie Ende des Sommers einfach nur voll oder doch „vorwurfsvoll“? 😉

Bis bald, eure Roxy