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Kein Stop, eine Pause

Da prasseln sie auf uns ein, eine Erwartung folgt der nächsten. Ganz schön lange ist sie, die Erwartungsschlange. Jeder zieht ein Ticket und wartet ungeduldig auf den Moment endlich an der Reihe zu sein und angehört zu werden.

Eine Gruppe der Wartenden sind jene Erwartungen, die wir an uns selbst stellen und das sind oft jene, die am lautesten schreien. „Ich warte schon länger, ich möchte sofort angehört werden!“

Auch die Informationsflut möchte sich in die Schlange eingliedern, der Mangel und das zu erfüllende Bedürfnis der wartenden Gruppe wird zunehmend kräftiger, während wir schwächer werden. Bloß keinen Jammerer und Forderer mehr, bitte niemanden mehr, der evaluiert und dessen Bedürfnis jetzt sofort erfüllt werden möchte!

Die letzte Gruppe, die auch einen Platz in der Schlange finden möchte, ist die, der To Dos, die uns Tag ein und Tag aus begleiten und schwer auf uns lasten, sie werden immer mehr zur Last und rauben uns unsere kostbare Zeit.

Ich halte einen Moment inne und blicke zu all jenen, die von mir „bedient“ werden möchten. Die Schlange der Erwartungen reicht kilometerweit und die fordernden und ungeduldigen Gesichter brennen sich ein.

Ich merke wie ich gestresst werde und mein Puls steigt, ich muss sie alle anhören und rasch fertig werden. Viele von ihnen warten schon seit Tagen oder gar Wochen. Hauptsache die Schlange wird kürzer! Ich beginne mit der Beratung und merke wie ich abdrifte, ich bin nicht bei der Sache und möchte irgendwo anders sein. Ich verstumme bei der aktuell stattfindenden Beratung und blicke in verblüffte und überrasche Gesichter. Ich wende mich ab. Ich räuspere mich und rufe so laut, dass es bestimmt jeder hören kann: „Pause! Ich brauche eine Pause.“

Der Alltag trifft uns alle, umso wichtiger, werden kleine Momente, in denen es uns möglich ist, den PAUSE Knopf zu drücken. Pause von uns, den anderen und allem, was auf uns einprasselt. Uns zu spüren und zu wissen, was wir jetzt im Moment benötigen, ist ein Gefühl, das uns oft abhanden gekommen ist. Wir sollten es alle wiederbeleben und unsere inneren Stimmen – vor allem den Kritiker und Diktator in uns – ab und an mal die Stirn bieten 😉

Wann merkt ihr, dass ihr eine Pause braucht und was ist es, das eure Tanks wieder volllädt?

Eure Rox

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Der Reiz vom spontan Sein

Mal etwas Neues ausprobieren, spontan sein, über seinen Schatten springen, mutig sein und die Komfortzone verlassen. Daraus hat wohl jeder von uns schon gelernt und hätten wir in unserem Leben nicht öfter schon etwas gewagt, wären wir nicht erwachsen geworden. Gerade, wenn man einem Kind beim Aufwachsen zusieht, merkt man, wie oft es etwas Neues lernt und die Komfortzone verlassen MUSS, da gibt es kein Wenn und Aber. Genau deshalb ist es wichtig, im Leben auch verlässliche Eckpfeiler zu haben, an die man sich klammern kann, wenn um einen herum vieles wackelt und man das Gefühl hat, heftig wankend den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Rituale im Leben der Kinder, aber auch in denen der Erwachsenen, sind wichtig. Durch wiederkehrende Handlungen im Alltag wird Heranwachsenden Vertrauen geschenkt, das ihnen zu einer gesunden Entwicklung verhilft. Und uns Erwachsenen gibt es Halt, oft auch Geborgenheit, Freude und Ruhe

Jeder von uns hat welche: Rituale, die wir für uns entdeckt haben oder die über Jahre hinweg, einfach entstanden sind. Rituale, die wir in unser Leben integriert haben, die uns Halt in einer Welt voller Veränderung geben und Freude bereiten. 

Mein Wochenende wird beispielsweise eingeläutet mit einem Vormittagslauf am Samstag. Je älter ich werde, desto besser verstehe ich mich und habe daher auch gelernt, dass ich am besten in der Aktivität denken kann. Mein Samstags-Date mit mir ist deshalb auch von so großer Wichtigkeit für mich. Ich bewege mich in der Natur und habe zugleich Zeit über mein Leben oder wichtige Entscheidungen, die anstehen, nachzudenken. Oft genug passiert es aber auch einfach, dass ich an nichts denke und meinem eigenen Traben lausche und nur das Zwitschern der Vögel wahrnehme.

Es gibt aber auch jene Rituale, die wir mit anderen genießen und automatisch leben, ohne darüber groß nachzudenken: Sei es der Spieleabend mit den besten Freunden, das Kuscheln mit dem Partner oder aber auch jene Rituale, die wir uns für unser Berufsleben angeeignet haben; das Wechseln der Kleidung oder aber der Heimweg, der nochmal genutzt wird, um die Lieblingsmusik zu hören und den Arbeitstag revue passieren zu lassen.

Unsere Rituale verschaffen unserem Geist, Ruhe & Entspannung. Wir sind immer online, immer verfügbar und müssen immer funktionieren. Klar schreit dann auch einmal unser Verstand nach einer Pause. Er ruft nach Tätigkeiten, die er kennt und mit positiven Emotionen verbindet.

Wie überall im Leben ist es das Maß der Dinge. Fahren wir immer die Relax-Schiene, wird unser Gehirn faul und langsam. Lassen wir permanent Reize auf uns niederprasseln und verlangen wir non-stop von unserem Gehirn, Neues zu lernen oder sich in neuen Situationen zurechtzufinden, dann wird der Körper bald die Notbremse ziehen und uns die Ruhe aufdrücken, die er braucht.

Starten wir am besten noch heute damit, uns die notwendige Pause zu gönnen.

Alles Liebe, eure Rox.

Foto Credit: Pixabay / Free-Photos

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Konsequenz? Eine Freundschaft beginnt.

~Entweder man lebt,
oder man ist kosequent.~
Erich Kästner

Hm, ja mit der Kosequenz bzw. mit Beständigkeit ist es so eine Sache. Diesem Zitat stimme ich aus gegebenen Anlass nicht 100%ig zu. Ich habe ja grundsätzlich genau so eine Natur. Spontan wandern gehen am Montag nach der Arbeit, dann mal zu einem Tennistraining, wenn es gerade hineinpasst und Luft da ist, schreiben.

Gestern bin ich endlich dazugekommen: Ich habe nach fast 2 Jahren endlich meine Vorhänge gewaschen und nach, ich denke, zirka einem Jahr wieder meine Fenster geputzt. Das habe ich mir schon so ewig lange vorgenommen. Natürlich habe ich dann auch noch Wäsche gewaschen, Boden gesaugt und aufgewaschen und sonst noch diverse Dinge aufgeräumt. Nach dem Saugen, dem Abziehen der Vorhänge und drei Fenster später war ich müde und die Motivation weiterzumachen war vollkommen verschwunden. Warum lasse ich immer alles so zusammenkommen? Warum kann ich die Hausarbeit denn nicht REGELMÄSSIGER machen, also konsequent alle paar Tage ein bisschen was erledigen? In mitten meiner schon fast grantigen Unlust weiterzumachen, läutete es an der Tür, meine Mama. „Komm ich helfe dir, das eine Fenster putze ich dir“. Ich habe ein Goldjuwel an Mama. Obwohl ich noch immer nicht weitermachen wollte, ging es gleich um so Vieles schneller und einfacher. Und heute sind mir zwei Dinge bewusst:

  • Konsequent sein bringts
  • Zusammen ist alles einfacher
  • Man muss nicht alles 100% genau machen

Egal in welchem Bereich, ob es nun das Ordnung-halten oder das Abnehmen ist: Es ist immer besser kleine, regelmäßige Schritte/Dinge zu machen, als alles schleifen zu lassen und dann von 0 auf 100 Wunder zu erwarten. Gestern hätte ich am Liebsten in 3 Stunden alles bis ins letzte Detail blitzeblank gesehen. Aber das geht halt leider nicht. Da gehen sich eben nur 3-4 Fenster, 2 Waschgänge und Staubsaugen aus. Und nicht auch noch alle Möbel staubwischen, Kasten ordnen und dann vielleicht auch noch Zeit für andere Dinge wie Laufen zu haben. Das geht leider nicht. Würde ich jedoch jeden Tag einen Punkt erledigen, z.B. ein einziges Fenster putzen, dann würde mich das auf einmal nicht überfordern oder grantig machen. Dann hätte ich vielleicht auch noch Spaß dabei. Außerdem verfalle ich dann, auch wenn ich noch so viel zu tun habe, den Details. Als ich beim ersten Fenster beim Rahmen noch immer herunstocherte um den einen Fleck auch noch wegzubekommen, fragte mich meine Mama ob das denn jetzt wirklich notwendig sei. Es würde nichts bringen, da es doch eh bald wieder dreckig werden würde und ich würde mich nur unnötig aufhalten und mich von solchen Details fertig machen lassen. Sie hatte Recht. Ich sollte wohl öfters an die Pareto-Regel – 80-20% denken.

Und ja, zu guter Letzt: Was würden wir ohne unsere Mami’s, Papa’s oder Freunde machen, die dann da sind, wenn wir zwar zuerst glauben, wir kommen alleine klar, und sie uns dann aber zeigen, wie schön oder einfach es doch zusammen sein kann. Wie hilfreich der eine oder andere Tipp von außen sein kann und dass eine kleine Aufmunterung zwischendurch ein wahrer Motivationsschub sein kann.

Zurück zur Einleitung: Ich werde meine Spontanität behalten, jedoch ist es wirklich hilfreich konsequent zu sein. Jeden Tag einen kleinen Schritt setzen. Bei der Hausarbeit, beim Da sein für Freunde, beim Sport oder Abnehmen, beim Gitarre lernen. Regelmäßig einen Schritt nach vorne und irgendwann wird man am Gipfel stehen und sich wundern, wie man jetzt so schnell da hoch gekommen ist.

Einen wundervollen Samstag wünsch ich dir,

Deine Keks