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It’s good to be me but…

Versteht mich nicht falsch, ich mag mich und würde mich ohne eingebildet klingen zu wollen, als einen Menschen beschreiben, der gut mit anderen auskommt und dessen Gesellschaft geschätzt wird. In manchen Momenten halte ich mich für langweilig und nicht mutig genug, doch in anderen Situationen bin ich stolz auf mich und überrasche mich auch noch selbst. Da wir alle Menschen sind und nicht unfehlbar, geh ich mal davon aus, dass es nicht nur mir so ergeht und der ein oder andere Leser sich in den Zeilen wiederfindet.

Stellt euch vor, es gäbe eine Version von euch, die einen starken Kontrast zu euch selbst bildet. Diese Zweitversion könnte beispielsweise Trennungen vornehmen, zu Vorstellungsgesprächen gehen oder aber auch einfach einen anstrengenden, nervenaufreibenden Tag für euch meistern. Wir würden uns  jene Tage aussuchen, die wir erleben möchten, für die wir gewissermaßen bereit sind. Das würde wiederum voraussetzen, wir könnten alle Tage immer im Vorhinein planen, daher nicht realistisch und na ja das mit der zweiten Version, dem Kontrast-Klon, wird kurzfristig auch eher nicht umsetzbar sein 😉

Ich mag mich, das hab ich auch eingangs schon erwähnt, aber… Und weil es auf Englisch einfach besser klingt:

  • It’s good to be me but … ich würde den inneren Kritiker, den Diplomaten und den Moralapostel in mir manches Mal gerne knebeln, um meinem Gegenüber die Wahrheit direkt ins Gesicht sagen zu können. Ich hab mich oft ein wenig zu sehr unter Kontrolle und das vermittelt in einigen Situationen vielleicht das Gefühl, mir wären manche Themen nicht wichtig genug
  • It’s good to be me but … ich würde gerne einmal nicht die Weitsicht haben und Konsequenzen nicht in allen Situationen mit bedenken. Das hemmt mich doch manches Mal und es gibt durchaus Momente, in denen man einfach leben kann ohne alles todzudenken.
  • It’s good to be me but … ich möchte mich, meine Wünsche und Bedürfnisse, in den richtigen Momenten an die erste Stelle positionieren und für mich einstehen. Für andere da sein, zu helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen, ist selbstverständlich wichtig. Es passiert aber leider zu oft, dass diese Gutmütigkeit ausgenutzt wird und man plötzlich als egoistisch hingestellt wird, wenn man beginnt das eigene Ich zu schätzen und nicht immer hinten anzustellen.
  • It’s good to be me but … ich möchte meinen Kopf ab un zu leiser stellen, dafür mein Herz auf volle Lautstärke aufdrehen. Es lohnt sich nicht, immer alles in Listen und Pro und Contra durchzudenken, manchmal fühlt es sich einfach falsch an und keine Plus/Minus Liste kann das Ergebnis bzw. was du fühlst, verändern. Es bedarf natürlich viel Erfahrung und Mut, den Kopf in den richtigen Momenten kurz abzustellen und dem Herz die Oberhand zu geben.

Vielleicht käme es einem Experiment gleich, würde ich all die genannten Punkte für mich umsetzen. Was wäre, wenn ein Aha-Erlebnis auf mich warten würde und ich feststelle, dass ich rascher und unbeschadeter zum Ziel komme, wenn ich in gewissen Situationen anders reagiere? Was aber, wenn es gut ist, wie ich handle und sich alles andere für mich falsch anfühlt? Und da ist er wieder der Kopf, der sich meldet 😉

Bis dann, eure Rox

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