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Give me sun

Hattet ihr auch eine Phase in eurem Leben, in der es nicht laut genug sein konnte, am Wochenende konnte nicht genug passieren und unter der Woche – während ihr zur Arbeit gingt – hattet ihr auch noch den Nerv die letzten freien Stunden zuzupflastern indem ihr euch mit euren Freunden verabredet hattet?

Genau so ging es mir. Ich konnte nicht genug erleben und es musste immer etwas los sein. Wie ein Hamster im Rad, immer in Bewegung, dazwischen keine Zeit links und rechts zu schauen, geschweige denn das Erlebte zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, ob es an der magischen Zahl „30“ liegt oder nur Zufall ist, aber es begann Anfang des Jahres, als ich den Drang nach Stille verspürte. Wochenenden sind nun mit viel Natur und Familie geschmückt. Dazwischen versuche ich mir Zeit für mich zu nehmen. Es muss nicht immer der Tag durchgetaktet sein. Mut zur Lücke sagte ich mir – was ist schon dabei, wenn wir ein Wochenende (oder mehrere) „planlos“ sind?

So sitze ich zum Beispiel nach einem meiner Waldläufe auf einer Bank und lasse meine Beine bräunen, so lange, bis es mich nicht mehr freut 😉

Bis bald. Eure Rox.

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Internet aus, Sternenhimmel an

Plötzlich sitzen wir nebeneinander und beobachten den klaren Sternenhimmel. Die Anstrengung der letzten Stunden lässt von uns ab. Auch die Enttäuschung darüber, dass wir auf der Hütte nicht duschen konnten, war bereits verflogen. Kurz bevor wir die Sterne beobachteten, flackerte bei mir der Wunsch auf meine Social Media Apps zu checken. Doch es gab hier keinen Fernseher und kein Internet und das war gut so.

Ich befürchte fast, dass es uns in der schnelllebigen Zeit fast allen ähnlich geht, keine What’s App Chats dürfen wir unbeantwortet lassen, alles und jeden wollen wir unterbringen, in der Arbeit wollen wir uns vierteilen und in der Zeit dazwischen hocken wir am Handy und scrollen durch die ach so tollen News.

  • Wo bleibt denn hier der Mehrwert für uns als Individuen?
  • Wann tun wir was für uns selbst und vor allem wann blocken wir Social Media und all seine Tücken? Die wichtigste aller Fragen ist für mich…
  • Wann hab ich aufgehört im Moment zu leben und selbstverantwortlich zu handeln?

Richtig bewusst ist mir das am Wochenende beim Wandern zu zweit geworden. Endlich hatten wir wieder Zeit für Gespräche, neue Erlebnisse und dazwischen Zeit für unsere Gedanken. An diesem Tag habe ich für mich die Antwort auf viele offene Fragen gefunden und zwar nicht indem ich mir krankhaft vorgenommen habe, darüber nachzudenken und einen Entschluss zu fassen, sondern indem ich nichts vor hatte außer einen Schritt vor den anderen zu setzen und den Antworten den Weg zu mir finden zu lassen.

Was ich auch an diesem Wochenende merkte, der Stress viel ab und ich genoss es regelrecht als ich am Handy das Zeichen sah, dass wir keinen Empfang hatten. Aber um ehrlich zu sein, stellte sich diese Erleichterung erst nach kurzer Zeit ein, nachdem ich panisch an alle Leute dachte, denen ich Bescheid geben musste.

Fazit für mich wiederum: Ich brauche mehr von diesen Wochenenden und sollte lernen das Smartphone gezielt auf Flugmodus zu stellen und mir Auszeiten zu gönnen und nicht darauf warten, dass es mir aufs Aug gedrückt wird.

Bis zum nächsten Mal.

Eure Rox.

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Als ob der Frühling um uns buhlt

Du öffnest die Augen und die Sonne strahlt dir ins Gesicht. Du entscheidest dich spontan, noch zehn Minuten länger im Bett zu bleiben und die Sonnenstrahlen zu genießen. Nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück gehts ab nach Draußen, du brauchst die Kilometer, das Auspowern, die frische Luft und die Natur. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist genau das Futter, das meine Seele aktuell braucht. Ich bin in meinen Gedanken, halte für einen kurzen Moment inne und kann der Natur beim Aufwachen zusehen.

Der Winter hat seine Spuren hinterlassen

Dankend verabschiede ich mich vom Winter, ich werde ihm wohl keine Träne nachweinen und bin froh, dass das Intermezzo vorüber ist. Viel zu lange klebte er an meiner Seite und hat an meinen Nerven gezehrt. Unüberbrückbare Differenzen haben uns auseinandergebracht und ich bin froh darüber. Vieles, das vor dem Winter Spaß gemacht hatte, konnte mir in den letzten Monaten keine Freude mehr verschaffen. Ich war nie jemand, dem der Winter aufs Gemüt schlägt, doch dieses Jahr ist es auch bei mir passiert.

So richtig klar, dass der Bann gebrochen ist, ist es mir erst vor einer Woche geworden. Ich bin die Route gelaufen, die mir im Sommer und im Frühling, wenn die Tage länger waren, immer schon viel Spaß gemacht hat. Ich betrachtete die Blumen, Wiesen und Bäume und wie schön und mächtig sie alle blühten. Plötzlich wurde ich von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl übermannt, das Laufen machte Spaß, die Sonne scheinte, mein Körper fühlte sich fit an und meine Gedanken waren positiv.

Ich hatte das Gefühl, dass ich zurück bin, noch nicht mit der kompletten Stärke, aber nah dran und es ist ja erst April 🙂

Bis bald.

Eure Rox

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Entscheidungen, die sich lohnen

Ihr wisst bereits, dass ich seit einigen Wochen mit mir haderte, einerseits wollte ich mir selbst beweisen, dass ich einen Halbmarathon bereits Anfang April bestreiten kann, andererseits wollte ich nicht teilnehmen ohne mich fit und bereit dafür zu fühlen. Immerhin sollte es ja doch ein klein wenig Spaß machen 😉 Ich wusste nicht warum, aber die Entscheidung mit zu laufen oder nicht, bereitete mir unheimliche Schwierigkeiten, es fühlte sich an, als würde ich mich selbst enttäuschen, als wäre ich zu faul um mein selbst gesetztes Ziel zu erreichen.

Vor zwei Wochen, während eines Trainingslaufs, dann die Entscheidung: Ich laufe mit, reduziere aber die Kilometer der Strecke, das erschien mir als ein gangbarer Weg, bzw.  ein „laufbarer“ Weg für mich in meiner jetzigen körperlichen Verfassung, immerhin habe ich erst vor einigen Wochen wieder begonnen, die Strecken auszudehnen und auch mal 10km plus zu laufen.

Auch der Satz „Es soll ja doch Spaß machen“ hat mich letzten Endes dazu bewegt, meine Meinung zu ändern. Mir zu beweisen, dass ich es schaffe und dabei aber völlig abgekämpft nach über zwei Stunden ins Ziel zu wanken und wochen- oder monatelang mit Muskelbeschwerden zu kämpfen, erschien mir nicht angemessen.

Heute fand der Frühlingslauf in meinem Heimatort statt, wir hatten Sonne, ein paar Wolken und ab und zu Wind – alles in allem aber ein perfektes Wetter für Anfang April. Der Startschuss fiel und die Wettkampfsituation ließ mich das Adrenalin spüren und schon betätigte ich mein innerliches Gaspedal. Ich wollte mein Bestes geben und immerhin meine Zeit vom Vorjahr verbessern. Hier war er wieder, mein lieber Freund der „selbst gemachte Druck“. Vielleicht sollte ich zukünftig einen Weg finden ihn ruhig zu stellen.

Streckenweise genoss ich den Lauf und dann gab es wieder Phasen, in denen ich kämpfte, mir gut zuredete und mich mit positiven Gedanken versorgte. Kurz vorm Ziel noch einmal alles geben, die letzten Meter komplett auspowern und bestehende Energien ausschöpfen, völlig beflügelt überhole ich kurz vor dem Ende der Distanz noch einen der Läufer. Im Zielbereich angelangt muss ich erst einmal ein paar Minuten durchschnaufen, Glücksgefühle machen sich breit. Überrascht stelle ich fest, dass meine Zeit für einen 3. Platz in der Kategorie W30 gereicht hat. Irgendwie fühlt es sich an, als wäre der Pokal eine Belohnung für die getroffene Entscheidung. Ich habe auf mein inneres Ich und meinen Körper gehört, dafür aber kurzzeitig mein Ego verärgert. Tja, ich muss sagen, ich kann damit leben 😉

Wie sieht es mit euren sportlichen Zielen aus, habt ihr euch welche gesetzt?

Bis bald.

Eure Rox