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Erzwungene Pause

Wir müssen ständig funktionieren und erreichbar sein, befinden uns kaum im Hier und Jetzt, sondern stecken gedanklich bereits im nächsten Termin oder im Erfüllen der nächsten Aufgabe. Wäre es ein Videospiel, stelle ich mir einen Pacman vor, der Aufgaben frisst – also eine Art „Task Achiever“ der beim Maul Aufreißen, die Aufgabe auf der Liste abhakt und somit erledigt. Am Ende hast du gewonnen, beziehungsweise du kannst dem Pacman zusehen, wie er ins Burnout läuft.

Ich sitze auf der Couch, bei einer Tasse Tee und guter Musik – meine Gedanken sind klar und ich versuche zu ergründen, warum es mich diesmal erwischt hat und ich buchstäblich an die Couch gefesselt bin. Natürlich hab ich mir plausible Antworten dafür gegeben, die sich auch logisch anhörten und sicher auch dazu beigetragen hatten, aber ganz ehrlich war ich wohl doch nicht gewesen.

  • Habe ich zuletzt immer NEIN gesagt, wenn ich eigentlich wollte?
  • Habe ich genügend Erholungen in den Alltag integriert und auf mein Bauchgefühl geachtet?

Ich kann es mit einem klaren „Ich bin mir nicht sicher“ beantworten und gerade, wenn wir Zweifel daran haben, ist meist etwas Wahres dran.

Auch Gedanken können uns schleichend vergiften, haben wir Zukunftsängste oder kreisen unsere Gedanken auch in unserer Freizeit immer um dasselbe Thema ist das auf Dauer energieraubend und kräftezehrend.

Wie geht es mir jetzt?

Ich jammere, weil ich wieder gesund werden möchte und wieder meinen Alltag genießen möchte. Die Zeit der „Nutzlosigkeit“ möchte ich beenden, meine jetzige Situation könnte man mit einem Snackautomaten vergleichen, an dem ein Schild mit „Out of Order“ angebracht ist.

Nein, ganz im Ernst, ich habe aufgehört mich selbst zu bemitleiden – es gibt wahrlich keinen Grund dazu – und begonnen die Pause auszukosten, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mein Netflix Abo voll zu nutzen und meinem Körper und Geist die Erholung zu gönnen.

Ich möchte zwar zukünftig selbst das „Out of Order“ Schild aushängen, aber wenn es zu meinem Besten ist, lass ich es auch einfach geschehen.

Bis bald, eure Rox.

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Mein Blumenstrauß an die „Freundschaft“

Als wir Teenager waren, wählten wir unsere Freunde aufgrund einiger weniger Faktoren aus: welche Musik man hörte, wer einem zuhörte, wenn einen die Eltern mal wieder nervten und mit wem man so richtig Spaß haben konnte. Unser Charakter war zwar grundlegend geformt, doch ging es auch meistens darum, jemanden zu finden, mit dem man sich gemeinsam selbst finden konnte.

Je älter wir werden, desto mehr Freunde verlieren wir, jene, die uns nicht gut tun, in unserer Entwicklung hemmen oder ganz andere Wege einschlagen. Plötzlich gibt es keinen Gesprächsstoff mehr, keine gemeinsamen Lebensziele, andere Prioritäten und Weltanschauungen. Man wird sich fremd und die Zeit gemeinsam fühlt sich fehl am Platz an. Es ist kein schönes Gefühl und man spürt meistens, wann es Zeit ist, sich zu lösen und den weiteren Weg ohne einander zu bestreiten.

Dann gibt es jene, die uns gut tun, die wir uns aus unserem Leben nicht mehr wegdenken können, unsere leuchtenden Laternen am Weg, ohne die wir im Dunkeln tappen und verängstigt und unsicher einen Schritt vor den anderen setzen würden.

Im Laufe der Jahre steht ihr euch in vielen Lebenssituationen bei und stärkt euch gegenseitig. Ihr träumt miteinander, lacht, trauert, feiert, philosophiert bis in die Nacht hinein und am aller wichtigsten ihr begleitet eure Leben.

Auch wenn ihr verschieden seid, ist es umso spannender, von einander zu lernen. Gemeinsam werdet ihr reifer, klüger, selbstbewusster und mutiger. Oft muss man sich zusammenraufen, man verliert sich für kurze Momente am dunklen Weg, muss die  Taschenlampe als Überbrückung einsetzen, aber man findet trotz allem wieder zu einander.

Ich finde es fast ein wenig schade, dass wir nicht einen offiziellen Tag der Freundschaft ernennen, der dazu dient, uns bei all unseren Laternen, zu bedanken, die uns den Weg ausleuchten und zwar bei Wind und Wetter.

Am heutigen Valentinstag denke ich an alle jene Frauen, die mich in meinem Leben mit ihrem Wesen, ihrer Liebe und ihrer Offenheit beeinflusst haben. Danke, dass es euch gibt.

Eure Rox

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Wenn Kapitel leise enden…

In letzter Zeit denke ich öfters über das Älterwerden nach und wie sich unsere Leben ab und an leise und heimlich ändern. Manches Mal passiert das schleichend, ein anderes Mal von heute auf morgen.

In vielen Momenten der Vergangenheit hätte ich gerne zuvor gewusst, dass dies das letzte Mal war, dass ich diesen Moment so erlebt hatte. Eine kurze Durchsage wie am Zugbahnsteig hätte gereicht, um mich kurz zu informieren und auf eine neue Ära vorzubereiten.

Was hätte sich dadurch geändert?

  • Ich hätte den Moment mit Haut und Haaren genossen, voll ausgekostet und an nichts anderes gedacht
  • Alle meine Sinne hätte ich aktiviert, um die Situation als lebendige Erinnerung abzuspeichern, die ich immer wieder aufrufen konnte

Ein wenig wehmütig stelle ich fest, dass beispielsweise die Zeit, vor genau 10 Jahren, die damalige Lebenssituation, die Unbeschwertheit und die Tatsache, dass man all seine Lieben noch beisammen hatte, vorbei war und nie wieder zurückkehrte. Früher floss all unsere Energie in unsere Trotzphasen, in diese oder jene Eifersuchtsattacke oder aber auch in unsere Selbstfindungsphase, die so schnell nicht enden würde. Man besuchte beispielsweise seine Großeltern, doch genoss die Zeit nicht in vollen Zügen, zu verlockend war es, Freunde zu treffen und auszugehen.

Viele im Freundes- und Bekanntenkreis starten ihre eigenen Familien zu gründen und wieder steht die nächste Veränderung vor der Tür. Adieu spontane Treffen, adieu „Wir tun, was uns gefällt und wann wir es möchten“ Attitüde und adieu Kurzurlaube im Süden, bei denen wir ausgelassen mit dem Cocktail am Strand saßen.

Ich werde älter und viele Kapitel gehen zu ende, die Kunst ist es, in jedem Abschnitt authentisch und glücklich zu leben. Ab und zu mit einem lächelnden Auge daran zurück zu denken oder gar melancholisch zu werden, ist denke ich in Ordnung 😉 Leben ist Veränderung und kein Stillstand. Wir sollten uns auch von dem Gedanken verabschieden, dass wir volle Kontrolle über unsere Leben haben. All jenes, das nicht von uns beeinflusst werden kann, sollten wir lernen zu akzeptieren und alles andere haben wir zum Großteil selbst in der Hand: Was wir denken, wie wir handeln und was wir dabei fühlen.

Bis bald.

Eure Rox

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Power of the Pack – die Macht des Frauenrudels

Es ist ein Klischee und dieses bewahrheitet sich leider viel zu oft. Eine Gruppe von Frauen, die die Köpfe zusammenstecken und mit schneidenden Blicken ihr Opfer begutachten und es regelrecht in Gedanken zerfleischen. „Seht euch die an, die denkt doch sie wäre etwas Besseres“, das sind nur wenige der Sätze, die wir oberflächlich vor uns hin denken oder gar oft aussprechen. Warum müssen wir uns immer vergleichen und mit anderen messen? Warum müssen wir immer den Wettbewerbsgedanken mit uns tragen?

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass wir Frauen uns etwas Gutes tun, wenn wir uns gegenseitig ermutigen, Komplimente machen, zuhören und auch die jeweiligen Schwächen annehmen. Doch das war nicht immer so, vor etlichen Jahren hatte ich beruflich mit einer Frau zu tun, die nichts als Neid und Missgunst empfand und bei jeder Gelegenheit versuchte, mich schlecht dastehen zu lassen, wurde ich gelobt oder befördert, fand sie dafür nur abwertende Worte oder versuchte mich bei meinem damaligen Chef schlecht zu machen. Dieses Verhalten hat lange an mir genagt und mich unsicher werden lassen. Die Situation war neu für mich, da ich mich mit meinen Arbeitskollegen gut verstand und bei unterschiedlichen Meinungen immer meine diplomatischen Fähigkeiten anwandt. Ich verstand nicht, was sie gegen mich hatte und noch weniger verstand ich, warum sie nicht damit aufhörte mich fertig zu machen. Irgendwann ging mir ein Licht auf und ich realisierte, dass sie nur mit sich selbst unzufrieden war und unsicher, da war etwas an mir oder in meinem Leben, das sie gerne hätte und so äußerte sie ihren Unmut. Als ich damals gekündigt hatte, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt, mit ihr das Gespräch zu suchen und ihr meine Sicht der Dinge darzulegen, aber so schnell der Gedanke aufkam, so rasant war er auch wieder abgebogen – es hätte ja doch nichts gebracht, sie hätte es nicht verstanden und noch weniger zugegeben, dass ich Recht mit meiner Annahme hatte. Sie lief weiter mit ihrer Fassade durch die Gegend und das würde sie sicher nicht wegen eines Gesprächs mit mir aufgeben.

Heute sehe ich, wie ich mich fühle, wenn ich Lob oder konstruktives Feedback von Kolleginnen erhalte, an dem ich wachsen kann. Ich wiederum versuche es auch gleich zu tun. Auch im Privatleben sollten wir danach streben, die Schwester und die besten Freundinnen dicht bei uns zu halten. Lasst uns von einander lernen und lasst uns gemeinsam besser werden. Es ist doch viel schöner unsere Energie auf schöne Dinge zu richten 🙂

Bis bald.

Eure Rox.

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Wie wir uns wehren abzustumpfen

Je älter wir werden, desto dicker wird die Haut, manch einer hat begonnen sich Stacheln wachsen zu lassen, die sich ab und an zeigen und meistens dann auch jene Menschen verletzen, die oft nur Gutes im Sinn hatten. Je mehr wir enttäuscht werden und Ungerechtes am eigenen Leib erfahren oder um uns herum wahrnehmen, desto abgebrühter werden wir. Unlängst habe ich mich gefragt, ob ich das möchte? Mache ich mir damit selbst einen Gefallen, anderen zu misstrauen und permanent ans Schlechte und Negative im Menschen zu denken?

Mit der Masse oder gegen den Strom?

Ich habe die Antwort auf die Frage für mich gefunden und sie ist – so wie vieles im Leben – eher ein Mittelding zwischen „Ich bin vorsichtig“ und „ich verteufle nicht gleich alles und jeden“. Eine Situation kann nicht immer 1:1 mit einer anderen verglichen werden und muss oft auch erst analysiert werden um angepasst darauf reagieren zu können. Gerade das Leben in der Großstadt lässt einen irgendwann anders werden, man wird zum Großstadtmenschen – eine Spezies, die eher ablehnend und ignorant durchs Leben geht. Menschen, die lächelnd in der U-Bahn stehen, werden als verrückt abgestempelt und gemieden – ja nicht Blickkontakt wechseln und um Himmels Willen schon gar kein Gespräch beginnen.

Seit ich zumindest 5 Tage die Woche in der Großstadt lebe und mir dieses abgebrühte Verhalten eher widerstrebt, kämpfe ich gegen meine schleichende Verwandlung an. Nein, ich möchte nicht schnaubend in der U-Bahn stehen und um mich herum alle mit schneidenden Blicken töten – Nein, das widerstrebt mir und entspricht nicht meinem Wesen. Stattdessen wundere ich mich, warum es komisch oder eigenartig eingestuft wird, wenn man zum Beispiel einer Wildfremden sagt, dass sie eine hübsche Tasche trägt oder ihr die Frisur optimal stehe. Schade, dass sich diese positiven Züge nicht durchgesetzt haben, denn es sind wie immer im Leben die kleinen Dinge, die doppelt geschätzt werden. Ich starte meinen Tag wesentlich fröhlicher und ausgeglichener, wenn ich mir 45 Minuten für einen Pre-Work-Lauf genommen habe oder ich eine humorvolle Unterhaltung in der U-Bahn mitbekommen habe und ich grinsend Blickkontakt wechsle, der dann auch noch in positiver Weise erwidert wird.

Sich über kleine Dinge im Leben freuen zu können, bedarf eigentlich nicht viel aber doch zumindest der Auseinandersetzung mit sehr mächtigen Begriffen (Vergangenheit, Glück, Wer bin ich), der man sich erst einmal stellen muss. Ich selbst habe meine „Schatzkiste“ sozusagen auch erst dann ausgegraben, als ich begonnen habe mehr Bewegung zu machen und mich intensiv mit meinen Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen.

Wie lernst du dich über ein Herz in einer Walnuss zu freuen? 🙂 

  • Lerne für den Moment aufgeschlossen zu sein und verweile nicht zu oft in den Negativ-Spiralen, die sich in deinem Kopf abspielen.
  • Lerne mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, vermeide den Tunnelblick
  • Sei aufgeschlossen, tausche dich mit anderen aus und versuche von anderen zu lernen
  • Sei mutig und entwickle dich stetig weiter; bleibt nicht immer in deiner Komfortzone
  • Sei gut zu dir und pflege die Beziehung zu dir selbst. Tu dir Gutes und achte darauf, dass du glücklich bleibst

Die Liste könnte ich glaube ich ewig weiterführen, dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, denn am Ende sind es immer die kleinen Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder uns mit dem Moment verschmelzen lassen.

Bis bald.

Eure Rox