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Schreibe dein neues Kapitel…

„Was bisher geschah“… Diesen lästigen Start unserer Lieblingsserie kennen wir wohl alle und spielen wir nur zu gern weiter. Zu sehr möchten wir nach dem Cliffhanger der Folge davor wissen,  was weiter passiert. Ich muss mir gerade vorstellen, dass es möglich wäre, unschöne Szenen unseres Lebens schneller vorzuspulen und jene Momente, die wir  länger genießen mochten, zu  pausieren oder in Zeitlupe ablaufen zu lassen. Kurz kommt mir der Gedanke, wie meine  letzten Jahre dann wohl ausgesehen hätten.

Mein Jahr 2019 endet in der Natur mit einer Wanderung und läutet gleichzeitig die frischen 12 Monate ein:

Ein paar der Vorsätze und Fetzen davon, die mir im Kopf herum schwirren:

Ich werde noch fitter werden

Ich gönne mir mehr Egoismus

Ich mache mehr von den Dingen, die glücklich machen.

Zugegeben hört sich ein wenig nach Einheitsbrei an und klingt nach generischen Vorsätzen, bei denen man ohnehin weiß, man würde sie brechen. Doch ist nicht unser Leben immer eine Mischung aus Planung, Struktur und Willkür? Vielleicht versuche ich stattdessen gelassener zu werden und lasse mein Leben auch mal neue Wege einschlagen?

Das ist das Schöne und Schockierende zugleich: keiner kann uns zu unserem Leben und auch nicht zu den nächsten 12 Monaten spoilern.

Auf ein gutes neues Jahr für uns alle.

Eure Rox

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Auf zur Energietankstelle

Der innere Alarm läuft wohl bei jedem anders ab, bei manchen ist es ein leises Ticken, bei anderen wiederum ist es ein schrilles Kreischen, das binnen Sekunden abgestellt werden sollte, ehe man den Verstand verliert.

Ich nahm weder ein Ticken, noch ein Kreischen wahr, es war eher ich als Person, die aus der Haut fuhr und zu kreischen begann, da meine Geduld am Ende war und ich bemerkte, wie ich emotional wurde und es mir schwer fiel, neutral und sachlich zu bleiben.

Die Beherrschung verlieren ist keineswegs ein schönes Gefühl und ich stellte fest, dass ich Grenzen aufzeigen musste, sich an meiner Energie und an meinen vollen Tanks zu bedienen, das musste aufhören. Ich überlegte, was ich am Wochenende tun könnte, um meine Batterien wieder aufzuladen. Die Entscheidung stand relativ schnell fest, ich plante eine Wanderung inklusive Hüttenübernachtung, mit im Gepäck meine beste Freundin. Kurz vor Jahresende hatten wir es uns zum Ritual gemacht, unser Jahr revue passieren zu lassen, normalerweise war es im Zuge einer Laufrunde, dieses Jahr hatten wir uns für eine ausgedehnte Wanderung entschieden.

Ich merkte, wie sich mein Herzschlag beruhigte und ich ruhiger wurde und ich mein Leben ganz plötzlich wie von Außen betrachten konnte. Jede von uns erzählte ihre Geschichte der letzten 12 Monate und als es zu schneien begann, fand ich es so kitschig schön, dass sich meine Augen mit Tränen füllten.

Ich fasste einen Entschluss, mein Leben gehörte mir und ich sollte mich nicht dauernd nach anderen richten oder mich mit Negativität beeinflussen lassen. Klar, einen Entschluss zu fassen, ging leicht, doch ihn durchzusetzen, verlangte Stärke, Durchsetzungsvermögen und auch regelmäßige Reflexion.

Was mir die Wanderung wieder mal vor Augen geführt hat war: Wir sind keine einsamen Wanderer in unserem Leben und ich bin froh, eine handvoll Wegbegleiter zu haben, die mit mir an meiner Seite gehen, und zwar bei Wind und Wetter.

Bis dann.

Eure Rox

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Sei doch mehr wie …

Als ich die Worte hörte, spüre ich förmlich wie sich meine Stirn in Falten legte und ich begann finster zu schauen. Klar ist es nicht angenehm Kritik zu erhalten und ich versuche mir auch in dem Moment nicht zu sehr anmerken zu lassen, wie unangenehm es mir war. Die Quintessenz hatte ich nach wie vor im Kopf und sie lief in Dauerschleife, an Details konnte ich mich nicht mehr wirklich erinnern: Man wäre mit der Leistung zufrieden, aber ich könne mich doch mehr in den Vordergrund stellen wie diese und jene Person. So, nun war ich wieder an dem Moment angekommen, an dem es um Vergleiche ging und man erreichen wollte, dass alle Mitarbeiter ihr Standardprogramm abspielten.

Ich beginne an mir zu zweifeln, vergrabe mich in Gedanken und zerdenke die letzten Wochen und Monate.

  • Hatte ich mich zu wenig selbst vermarktet?
  • Warum war es falsch, sich auf die Sache an sich zu konzentrieren und Leistung zu erbringen?
  • Warum zog ich immer jene Personen an, die den Wettbewerb mit mir suchten?

Das Gute an meinen Gedankenspiralen ist, dass ich sie irgendwann im Kopf entwirren kann und für mich zu einer Erkenntnis erlange.  So war es auch dieses Mal, ich überwand mein Tief und hörte auf meinen inneren Coach. Die Person in mir, die mir aufbauende Worte zuspricht, die mich anfeuert und mich auf Kurs hält. Immer wieder wispert sie mir folgende Sätze zu: „Bleib am Ball“ „Zieh dein Ding durch“ „Lass dich nicht verunsichern“.

Ich führte mir nochmal vor Augen, dass Feedback immer nur die Sichtweise einer Person sei und ich für mich entscheiden musste, welche Optimierungen ich an mir selbst vornehmen wollte. Was ich nicht wollte, war unauthentisch zu werden und mich jeden Tag zu fühlen als stünde ich auf der Bühne.

Was man definitiv im Arbeitsleben lernen muss und durch diese Schule musste ich auch schon gehen: Wenn es sein muss, zeig deine Ellbogen und lass dich nicht aus der Bahn werfen oder von deinem Kurs abbringen. Es gibt Momente, genau dann, wenn bestimmte Personen merken, dass du kurz vor der Ziellinie bist, an denen sie sich noch dichter an deine Fersen heften, dich verunsichern wollen und dadurch einen Vorteil erhalten möchten. Das funktioniert aber nur, wenn du es zulässt.

Das Traurige daran ist, dass selbst, wenn man für sich entschieden hat, nicht mitspielen zu wollen, man oftmals gezwungen ist, es trotzdem zu tun.

Wie geht es euch mit diesem Thema? Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.

Eure Rox

 

 

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Deine Energie ist ein kostbares Gut

Und wieder sehe ich mich in einer Situation gefangen, in der man rein äußerlich betrachtet Menschen sieht, die miteinander Zeit verbringen, im Gespräch vertieft sind, bzw. wohl eher wild gestikulierend miteinander diskutieren. Was jedoch im Hintergrund passiert und ich stelle es mir gern bildlich vor, die Person hält meine Hand, sieht mich eindringlich an und saugt mir dabei meine Energie aus. Währenddessen werde ich immer bleicher und die Energie, die ich mir mühsam in meinen Körper geladen hatte, entweicht aus meinem Körper.

Vielleicht versetzt es mich nur deshalb in so einen Schock, denke ich über die letzte Woche nach, da im Urlaub vor 14 Tagen meine einzigen Sorgen waren, was wir essen und welche Sehenswürdigkeiten wir uns ansehen würden. Es war eine Pause, eine Pause vom Alltag und von all den Menschen, die sich regelmäßig an unserer Energie bedienen. Natürlich ist es viel einfacher sich die Energie von jenen Menschen zu holen, die regelmäßig gefüllte Tanks haben. Doch wann war es so weit gekommen, dass ich zum Spielball wurde und wann wäre der Zeitpunkt erreicht gewesen, aufzuschreien und mich selbst zu schützen?

Solch Analysen starte ich meistens in der Bewegung, meine liebste Aktivität in mich zu gehen und nachzudenken, ist das Laufen. Die trabende Bewegung und die Natur hilft mir dabei  Antworten zu finden. Folgendes versuche ich mir in Gedanken zu beantworten:

Bin ich zu gut? Lasse ich mich etwa ausnutzen? Warum stelle ich die Harmonie manches Mal über ein klares Nein, das mir lieber über die Lippen kommen würde?

Ein Entschluss lässt sich leicht fassen, schwer ist wie immer die Umsetzung und die Konsequenz im Verfolgen der Ziele. Aktueller Stand ist, dass ich an mir arbeite, ich bastle mir derzeit sozusagen mein eigenes Schutzschild. Herauszufinden, wann ich es einsetze und wann ich es lieber versteckt halte, ist jedoch die große Kunst.

Wie geht es euch damit und wie versucht ihr euch vor solch Energiefressern zu schützen?

Bis bald.

Eure Rox

 

 

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Heute MUSS ich nicht

Struktur gibt uns oft Halt, sei es in der täglichen Routine im Privatleben oder im Job, wir benötigen sie, damit uns der Tagesablauf leichter von der Hand geht. Es gibt uns ein sicheres Gefühl, wenn wir die Kontrolle über das Geschehen behalten und meist zu 80% prophezeien können, was in welcher Form geschehen wird. Auch ich bin hier keine Ausnahme. Die goldene Mitte oder das oft herbei geträumte „Mittelding“ ist wie so oft das Ergebnis, das wir anstreben.

Meine letzten Wochen hatten zu viel von „Du musst“ und zu wenig von „Ich will“. Ich musste in der Arbeit Leistung erbringen, fokussiert sein und von Montag bis Freitag immer dasselbe Level an Qualität abliefern. Auch privat sollte ich verfügbar sein, meine sozialen Kontakte wollten gepflegt werden und zu guter Letzt erfüllten sich auch die lästigen Pflichten noch nicht von selbst. Die Wochenenden wurden dazu genutzt um Freunde und Familie zu besuchen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Die letzten Wochen hatte ich das Gefühl die Arbeitswoche hätte 6 Tage und das Wochenende hielt nur mehr einen Tag zum Abschalten bereit.

Wie ein kleines Kind auf Weihnachten hatte ich mich die letzten Wochen auf 4 Tage Italien gefreut. ENDLICH konnte ich 4 Tage machen, wonach mir der Sinn stand und es existierte kein Plan, keine Uhr und keine Verpflichtungen. Am allermeisten genoss ich, dass ich in den Tag hineinlebte und nicht wusste, wie spät es war und meistens auch nicht, was die nächsten Stunden passieren würde. Der Urlaub endete mit einem Abend, den wir tanzend in einem Club verbrachten – auch hier bemerkte ich, wie entladend und entspannend 3 Stunden tanzen sein können 🙂

Nun bin ich wieder im Alltag angekommen, ich verwende bewusst die Formulierung „stecke fest“ nicht, denn ich habe die letzten Tage reflektiert und festgestellt, wie schnell es geht, dass wir uns in Wochen wiederfinden – die wir zwar selbst gestalten können – die uns aber ziemlich schnell aus dem Ruder laufen können. Ich bin selbst für meine Wochen verantwortlich und wer hindert mich daran „NEIN“ zu sagen? Wer hindert mich daran mir einen entspannten Abend alleine zu gönnen? Niemand. Wir selbst stehen uns viel zu oft im Weg, wir möchten überall dabei sein, es jedem Recht machen und wundern uns, dass Körper und Seele bei dem Tempo irgendwann nicht mehr mithalten können.

Morgen werden ich den Tag mit einer Radrunde starten und danach spontan entscheiden, wonach mir der Sinn steht. 🙂

Bis bald. Eure Rox