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Sonntags-Gedanke

„Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen: Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.“

Friedrich Rückert
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Orte in mir

Es existieren 8 Orte in mir. Es sind jene Orte, die ich kenne und die ich auch regelmäßig aufsuche.

Sehr früh lernte ich den ersten kennen: Er hat mir bereits im Kindesalter beigebracht, im Kopf stark zu bleiben, lösungsorientiert zu denken und mich auf mich selbst zu verlassen. Ich nenne ihn „Fitnessstudio für den Geist“

Der zweite Ort ist einer, der Wärme ausstrahlt, an dem es sonnig ist und der Hoffnung und positive Energie bereithält. An ihm regiert die Liebe, das Verständnis und auch die Empathie für andere. Ich nenne ihn „Sonnenstudio“

Der nächste Ort ist ein dunkler und wird leider viel zu oft besucht von mir, auch er entstand sehr früh. Dort werden Beurteilungen vorgenommen, auch Qualitätschecks, Kritiken und Bewertungen fliegen mir oft um die Ohren. Auch Ängste und Sorgen begegnen mir an diesem Ort. Nichts ist je gut genug, alles muss und soll perfekt sein. Ich nenne ihn „das Büro des Offiziers“

Auch ein kleiner, dichter Wald befindet sich in mir, der enorm gut duftet, Ruhe ausstrahlt und auch Tiere beheimatet. Hier kann ich entspannen und meine Batterien wieder aufladen. Entschleunigung und Achtsamkeit habe ich hier auch schon des Öfteren getroffen. Ich nenne ihn „Ruhiger Wald“

Ein Ort, den ich täglich besuche und in dem ich mich sehr wohl fühle, ist ein Ort, an dem wie wild evaluiert, auch ausgemistet, strukturiert, geplant und umgesetzt wird. Schon sehr früh habe ich gemerkt, dass meine Stärken Ordnung und Struktur mir Seelenfrieden verschaffen und ich mein Gehirn dadurch auch entspanne. Ich nenne ihn „Planungsfabrik“

Der nächste Ort liegt genau in der entgegengesetzten Richtung von der Planungsfabrik: Dort regiert das Chaos, das Gegenteil von Kontrolle. Ungeordnete Gedanken werden hier zusammengeschmissen und warten bis sie bearbeitet werden. Ich nenne den Ort den „Chaoskasten“

Am Ort Nr. 7 bin ich sehr gerne. Ich verbringe Zeit mit Freunden, lache viel, bin glücklich und empfinde Freude für den Tag und mein Leben. Ich habe Spaß, zerdenke nicht und genieße die schönen Momente und das Glück, das ich empfinde. Ich nenne den Ort Nr. 7 „Dance Floor“

Der letzte Ort ist jener, der sich in den letzten Jahren stärker entwickelt hat, er wurde größer und auch renoviert. Dieser Ort gibt mir Zuspruch, Zuwendung, Aufmerksamkeit, er bestärkt mein Selbstbewusstsein und lehrt mich zu mir zu stehen und meinen Weg zu finden. Ich nenne ihn „Bei Oma“

Wie steht es um eure Orte?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay/MustangJoe

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Märchen oder bloß Geschichte?

Unlängst hab ich über Märchen nachgedacht und welch grausame Geschichten sie doch meistens erzählen. Doch eines haben sie all gemein: Sie schließen mit einem Happy End und lassen die Guten gewinnen. Als Leser freut man sich dann umso mehr über das positive Ende, sah es doch so ganz und gar nicht gut aus im Laufe der Geschichte.

Woher kommt die Faszination?

Das Märchen entführt uns meist in eine andere Welt, in der oft auch Übernatürliches geschieht – in Form von Taten oder Gestalten. Gerade, dass in diesen Erzählungen Magisches, wie zum Beispiel Zauberei vorkommt, macht es auch so faszinierend. Es ist etwas Neues und Spannendes für uns und insgeheim trachten wir auch danach, dass die Guten gewinnen.

Woher jedoch die überwiegend positive Assoziation mit Märchen kommt, verstehe ich nicht. „Ein Leben wie im Märchen“ zu haben, erscheint mir nicht als erstrebenswert 😉 Aber woher kommt die Faszination dafür? Hat es etwa damit zu tun, dass wir das Happy End mehr schätzen, wenn wir zuvor „dem Tode geweiht“ waren oder schwer zu kämpfen hatten? Das wäre die einzige logische Erklärung, die mir dazu einfällt.

Doch wie siehts mit unserer eigenen Geschichte aus? Fühlt auch sie sich zeitweise an wie ein Märchen, das nicht wirklich auf ein Happy End zusteuert?

7 Fragen, die wir uns zu unserer eigenen Geschichte stellen sollten:

  1. Wie oft erzählen wir anderen aus unserem Leben? Erzählen wir gerne davon?
  2. Wie oft lassen wir all das, was passiert ist, revue passieren und nehmen uns genug Zeit um die Handlung zu verstehen?
  3. Wie würde jemand Außenstehendes unsere Geschichte erzählen?
  4. Welch negativen Begebenheiten gab es in unserer Geschichte bisher und wie sind wir damit umgegangen?
  5. Welche schönen Momente haben wir erlebt, die auch in anderen Menschen positive Gefühle hervorrufen, wenn sie sie hören?
  6. Bist du in negativen Gefühlen deines eigenen Märchens gefangen? Willst weder du darüber nachdenken, noch jemand anders daraus „vorlesen“?
  7. Wie oft vergleichst du deine Geschichte mit anderen und stellst fest, dass deine Erlebnisse kaum mit anderen mithalten können?

Für mich ist es wichtig, über diese Fragen nachzudenken und jeder sollte für sich Antworten darauf finden. Jeder von uns hat schon seine eigenen individuellen Horror-Momente oder gar -kapitel erlebt und dann gab es aber auch jene ausgleichenden Momente, die ewig andauern könnten, da wir innerlich in uns ruhen und es uns gut geht. Unser Leben, unsere Geschichte und unser Weg ist völlig individuell. Auch ich hadere immer noch damit, mein Leben und meinen Weg nicht noch ständig zu vergleichen und in Frage zu stellen. Tja, es ist eben ein Prozess. Ich wünsche euch alles Liebe,

eure Rox

Foto Credit: Dlee / Pixabay

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Treiben lassen (zum Teil mit Hund)

Die letzten Wochen war es ein wenig ruhiger was mein Schreiben und den Blog im Allgemeinen betrifft. Langsam aber sicher ging mir die Energie und die Inspiration für neue Beiträge aus. Ruck zuck waren die Sachen gepackt und ab gings für 7 Tage nach Sardinien.

Was ich am allermeisten liebe am Urlauben? Das Treiben Lassen, so auch bei unserer ersten Wanderung. Denn bereits am zweiten Tag schlossen wir Bekanntschaft mit dem – wohl schon recht alten – Kerl auf dem Foto. Er kam gefühlt aus dem Nichts auf uns zu und bereits nach ein paar Streicheleinheiten schloss er sich unserer Wandertour an 🙂 So gesehen unser sehr haariger Tourguide für ein paar Stunden. Das Faszinierende? Er wich nie von unserer Seite, war offenbar taub (oder stur?), die Aufmerksamkeit gefiel ihm sichtlich und so bildete er einen Teil unseres Rudels für ein paar Stunden.

Was ich sonst noch an Urlaub liebe:

  • Das Kennenlernen von neuen Kulturen, Orten, Plätzen, Gerichten, aber auch den eigenen Grenzen
  • Das Essen im Allgemeinen 😉 (am besten in Kombination mit viel Bewegung)
  • Mich ganz nach meinen Bedürfnissen richten zu können. Was Spaß bringt, wird gemacht
  • Das Reisen mit Gleichgesinnten, ob es der Partner ist oder enge Freunde – Das Verbringen schöner Zeit gemeinsam steht an erster Stelle
  • Ist ähnlich zum ersten Punkt, aber ich kanns nicht oft genug betonen: Das entstresste Leben, ohne Termindruck und To-Do-Listen

Was passiert nach unserer Rückkehr?

Tja, zu schnell ist das Urlaubs-Mindset verflogen und wir sind wieder in unserer Realität angekommen. Ich denke es geht nicht nur mir so, wir kommen aus dem Urlaub zurück mit so vielen guten Vorsätzen und voller Energie und Motivation, um etwas zu verändern. Oft saugt uns bereits der erste Arbeitstag mit 1.000 E-Mails und viel zu vielen Status-Meetings unsere gewonnene Energie ab. Wir sind wieder auf dem neuesten Stand bei all unseren Projekten und wurden erfolgreich „abgeholt“. Und unsere Energie und Entspannung? Hmmm, die ist auch dahin… Ich frage wofür wir „abgeholt“ werden? Fürs nächste Burnout? Für einen weiteren stressigen Tag, der nichts als nur Kopfzerbrechen und mittel- und langfristig körperliche Beschwerden mit sich bringt?

Auch ich werde mir bewusst nichts vornehmen, es waren 7 Tage der Entschleunigung – zumindest mental – rein körperlich war es alles anders als entschleunigend 😉

Aber einen Vorsatz gibt es doch…

Das Ego bändigen und nicht zu viel von mir zu verlangen (ich hoffe ich ertappe mich) und mir so lange wie möglich die Entspannung konservieren. Denn in Wahrheit beginnt Stress oft in unserem Kopf, weil wir ihn als solchen interpretieren.

Foto Credit: Rox

Alles Liebe, eure Rox

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Sonntagszitat

Solange Unbewusstes nicht bewusst gemacht wird, lenkt es dein Leben und du nennst es Schicksal.

Carl Gustav Jung
Foto Credit: Bessi / Pixabay