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Das passende Bild zum Kapitelende

Gerade im Nachhinein kristallisiert sich ein gewisses Bild, ein Song oder ein bestimmter Geruch oft bei mir als Symbol für ein bestimmtes Ereignis heraus. Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich zum bunten Blumenstrauß, der den Jobwechsel symbolisiert. Er wurde mir am letzten Tag überreicht und fasst für mich dieses sehr durchwachsene Jahr zusammen.

Wir kennen das ja alle, wenn wir einen bestimmten Song hören, denken wir an eine gewisse Zeit in unserem Leben zurück, seien es jetzt positive Erinnerungen, die sich breit machen oder eher finstere Gedanken, die uns den Radio abschalten lassen. Dasselbe geschieht mit bestimmten Gerüchen: die Vanillekipferl der Oma lassen uns an unbeschwerte Zeiten denken, das Parfum des Ex eher an Zeiten, an die wir uns nicht mehr so gern erinnern möchten. Dieses Verankern geschieht im Unterbewusstsein und holt uns oft Jahre später wieder ein, wenn wir dies mit folgenden Worten kundtun: „Der Geruch erinnert mich an meine Kindheit, mir fällts nur gerade nicht ein.“ Was für eine wichtige Rolle unsere fünf Sinne spielen, bemerkt man meistens erst dann.

In letzter Zeit ertappe ich mich dabei mir bewusst positive Erinnerungen ins Hier und Jetzt zu holen. Es hilft mir manches Mal für wenige Minuten aus dem Alltag zu entfliehen und lässt mich an die „gute alte Zeit“ zurück denken. Aber ist früher wirklich alles besser gewesen? Das hört sich immer sehr dramatisch an, wenn ich Leute höre, die dieser Meinung sind. Ich für meinen Teil kann sagen:

  • Ja, Kind bzw. Teenager sein, hatte Vorteile, wie keine Rechnungen zahlen, keinen harten Alltag erleben, man lebte schlichtweg im Hier und Jetzt, ohne sich den Kopf zu zerbrechen und voraus zu planen.
  • Doch: ich bin froh für meine Entwicklung, möchte nicht mehr tauschen und auch im Großen und Ganzen nichts anders machen. Schön, dass wir die Möglichkeit haben auf schöne Momente zurückgreifen zu können und dass es uns möglich ist unser Kopfkino hin und wieder zu aktivieren.

Das Memo, das ich an mich selbst schreibe, lautet einfach nur: lebe im Hier und Jetzt (Handy zur Seite, offline oder lautlos), nimm dir Zeit für Dinge, die dich innerlich zum Tanzen bringen und vor allem: umgieb dich mit Menschen, die dich zum Lachen bringen und in deren Anwesenheit du dich wohl fühlst. Nur dann stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft viele Erinnerungen haben werden, in denen wir schwelgen können.

Bis bald. Eure Rox

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Don’t be pushed by your problems, be led by your dreams (Ralph Emmerson)

Ich blicke ihnen nach den Hochzeitsluftballons, ich sehe ihnen zu wie sie binnen weniger Sekunden immer höher aufsteigen und die angehängten Schilder mit den Glückwünschen sich immer weiter entfernen. In diesem Moment wir mir bewusst, dass es den meisten Menschen auch mit ihren Träumen so geht. Wenn wir alle kurz inne halten und in uns hinein hören: Wie vielen Luftballons haben wir schon wehmütig nachgesehen?

Ich versuche zu verstehen, aus welchen Gründen uns dies immer wieder passiert?

  • Zum Einen weil wir gewisse Träume nicht genug wollen und die Opfer daher auch nicht bringen möchten
  • Weil wir uns schwer tun zu riskieren und aus unserer Komfortzone heraustreten, wir könnten ja schweitern… Doch der wichtigste Punkte von allen ist meiner Meinung nach:
  • Wir sind im Hamsterrad namens Alltag gefangen und haben gelernt zu funktionieren, wir drehen immer wieder dieselben Runden, ohne zu hinterfragen, wofür.

Ich möchte mich dabei gar nicht selbst ausnehmen. Es ist schwer auszubrechen und auf seine innere Stimme zu hören, doch was wenn sie anfangs flüstert und nach geraumer Zeit immer lauter wird? Wenn wir nur öfter hinterfragen und in uns hinein hören, was könnten wir dann alles bewerkstelligen? Wie würde sich die Veränderung auf unseren Körper und unseren Geist auswirken? Wie können wir es ausprobieren? Gibt es einen harmloseren Weg dazu, sozusagen einen „Schnupperkurs“?

Ich starte klein und beginne mit Stunden, die ich nur mit mir verbringe um zu verstehen, woran ich Spaß habe und was ich so machen möchte, wenn ich einen ganzen Nachmittag einfach nur „frei“ habe.

Also vielleicht sollten wir die Luftballons nicht zu schnell fliegen lassen, bis wir uns im Klaren darüber sind, ob wir ihn wirklich gehen lassen wollen.

Eure Rox.