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Als ob der Frühling um uns buhlt

Du öffnest die Augen und die Sonne strahlt dir ins Gesicht. Du entscheidest dich spontan, noch zehn Minuten länger im Bett zu bleiben und die Sonnenstrahlen zu genießen. Nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück gehts ab nach Draußen, du brauchst die Kilometer, das Auspowern, die frische Luft und die Natur. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist genau das Futter, das meine Seele aktuell braucht. Ich bin in meinen Gedanken, halte für einen kurzen Moment inne und kann der Natur beim Aufwachen zusehen.

Der Winter hat seine Spuren hinterlassen

Dankend verabschiede ich mich vom Winter, ich werde ihm wohl keine Träne nachweinen und bin froh, dass das Intermezzo vorüber ist. Viel zu lange klebte er an meiner Seite und hat an meinen Nerven gezehrt. Unüberbrückbare Differenzen haben uns auseinandergebracht und ich bin froh darüber. Vieles, das vor dem Winter Spaß gemacht hatte, konnte mir in den letzten Monaten keine Freude mehr verschaffen. Ich war nie jemand, dem der Winter aufs Gemüt schlägt, doch dieses Jahr ist es auch bei mir passiert.

So richtig klar, dass der Bann gebrochen ist, ist es mir erst vor einer Woche geworden. Ich bin die Route gelaufen, die mir im Sommer und im Frühling, wenn die Tage länger waren, immer schon viel Spaß gemacht hat. Ich betrachtete die Blumen, Wiesen und Bäume und wie schön und mächtig sie alle blühten. Plötzlich wurde ich von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl übermannt, das Laufen machte Spaß, die Sonne scheinte, mein Körper fühlte sich fit an und meine Gedanken waren positiv.

Ich hatte das Gefühl, dass ich zurück bin, noch nicht mit der kompletten Stärke, aber nah dran und es ist ja erst April 🙂

Bis bald.

Eure Rox

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Entscheidungen, die sich lohnen

Ihr wisst bereits, dass ich seit einigen Wochen mit mir haderte, einerseits wollte ich mir selbst beweisen, dass ich einen Halbmarathon bereits Anfang April bestreiten kann, andererseits wollte ich nicht teilnehmen ohne mich fit und bereit dafür zu fühlen. Immerhin sollte es ja doch ein klein wenig Spaß machen 😉 Ich wusste nicht warum, aber die Entscheidung mit zu laufen oder nicht, bereitete mir unheimliche Schwierigkeiten, es fühlte sich an, als würde ich mich selbst enttäuschen, als wäre ich zu faul um mein selbst gesetztes Ziel zu erreichen.

Vor zwei Wochen, während eines Trainingslaufs, dann die Entscheidung: Ich laufe mit, reduziere aber die Kilometer der Strecke, das erschien mir als ein gangbarer Weg, bzw.  ein „laufbarer“ Weg für mich in meiner jetzigen körperlichen Verfassung, immerhin habe ich erst vor einigen Wochen wieder begonnen, die Strecken auszudehnen und auch mal 10km plus zu laufen.

Auch der Satz „Es soll ja doch Spaß machen“ hat mich letzten Endes dazu bewegt, meine Meinung zu ändern. Mir zu beweisen, dass ich es schaffe und dabei aber völlig abgekämpft nach über zwei Stunden ins Ziel zu wanken und wochen- oder monatelang mit Muskelbeschwerden zu kämpfen, erschien mir nicht angemessen.

Heute fand der Frühlingslauf in meinem Heimatort statt, wir hatten Sonne, ein paar Wolken und ab und zu Wind – alles in allem aber ein perfektes Wetter für Anfang April. Der Startschuss fiel und die Wettkampfsituation ließ mich das Adrenalin spüren und schon betätigte ich mein innerliches Gaspedal. Ich wollte mein Bestes geben und immerhin meine Zeit vom Vorjahr verbessern. Hier war er wieder, mein lieber Freund der „selbst gemachte Druck“. Vielleicht sollte ich zukünftig einen Weg finden ihn ruhig zu stellen.

Streckenweise genoss ich den Lauf und dann gab es wieder Phasen, in denen ich kämpfte, mir gut zuredete und mich mit positiven Gedanken versorgte. Kurz vorm Ziel noch einmal alles geben, die letzten Meter komplett auspowern und bestehende Energien ausschöpfen, völlig beflügelt überhole ich kurz vor dem Ende der Distanz noch einen der Läufer. Im Zielbereich angelangt muss ich erst einmal ein paar Minuten durchschnaufen, Glücksgefühle machen sich breit. Überrascht stelle ich fest, dass meine Zeit für einen 3. Platz in der Kategorie W30 gereicht hat. Irgendwie fühlt es sich an, als wäre der Pokal eine Belohnung für die getroffene Entscheidung. Ich habe auf mein inneres Ich und meinen Körper gehört, dafür aber kurzzeitig mein Ego verärgert. Tja, ich muss sagen, ich kann damit leben 😉

Wie sieht es mit euren sportlichen Zielen aus, habt ihr euch welche gesetzt?

Bis bald.

Eure Rox

 

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Warum sich selbst Blumen schenken? Sei gut zu dir

Wir erwachen aus dem Winterschlaf, wir spüren uns als Individuen, wir riechen den Frühling, wir sehen wie die Natur langsam aufblüht und oft hat man selbst das Gefühl, als ob man nach 5-6 Monaten schlafen und essen aus seiner Höhle krabbelt. Viele voller Tatendrang, die anderen hinkend und fluchend, da die Bewegung schmerzt und das Licht doch viel zu grell erscheint.

Ich weiß nicht, wer von euch sich in diesen Zeilen wieder findet? Zugegeben, ein wenig überzeichnet dargestellt, aber zumindest ich, hatte diesen Winter das Gefühl, er nähme kein Ende und ich tat mir dieses Mal enorm schwer, den Sprung von der Kälte und Trägheit in das helle Licht und die Agilität zu wagen.

So wie YIN das YANG braucht, braucht auch der Mensch Bewegung im Alltag, Aktivität auf der einen Seite, aber auch Ruhe und Achtsamkeit auf der anderen Seite. Ruhe genießen macht vielen nur dann Spaß, wenn sie sich zuvor ausgepowert haben und an ihre Grenzen gegangen sind. Doch was genau fällt uns daran oft am schwersten? GENAU – die Ausgeglichenheit. An vielen Tagen, hetzt man von Termin zu Termin und lebt nur noch vor sich hin, bzw. schafft es gerade mal den Kalender für den nächsten Tag zu checken, an anderen Tagen, wenn ein Wochenende etwas ruhiger ist, stellt sich augenblicklich das Gefühl ein, man mache ja nichts und führe ein langweiliges Leben. Social Media, Facebook, Instagram und wie sie alle heißen, machen uns das Leben auch nicht gerade einfacher, ständig wird das eigene Leben mit denen der sogenannten „Freunde“ verglichen, fahren die einen übers lange Wochenende weg, müssen wir es ihnen gleich tun, ansonsten ist unser Leben nur „halb so cool“ und actionreich wie das, der Bekannten.

Was möchte ich nun mit der Headline ausdrücken? „Sich selbst Blumen schenken“ – viel zu selten, entscheiden wir uns für Wege, die uns gut tun, die sich tief im Inneren richtig anfühlen, viel zu selten, antworten wir mit einem „NEIN“ – auch wenn es die innere Stimme schon seit langem tut. Was passiert dann? Wir brennen irgendwann aus, wir haben nicht mehr das Gefühl uns selbst treu zu sein, wir entfernen uns letztendlich von uns selbst. Sei gut zu dir.

Gönne dir kostbare Zeit mit dir selbst, schalte dein Smartphone ab, tanze wild zu deinem Lieblingssong in deinen eigenen Vier Wänden, besteige einen Berg, den du schon seit einem Jahr nicht besucht hast oder mach etwas Verrücktes und plane einmal ein komplettes Wochenende gar nichts – geplante Spontanität sozusagen 😉

Und das Wichtigste bei all dem ist, dass du dabei kein schlechtes Gewissen verspürst. Wir sind immer für unsere Freunde und unsere Familie da, dass wir vergessen, dass es auch eine Beziehung zu uns selbst gibt.

Schenk dir selbst Blumen, regelmäßig, in welcher Form darf jeder für sich selbst entscheiden.

Viel Spaß dabei

Eure Roxy