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Die Angst vorm Alleinsein und warum wir dadurch viel verpassen

Und wieder hat keiner meiner Freunde Zeit und wieder überkommt mich das schon allzu bekannte Gefühl, ich müsste auf etwas verzichten, was mir eigentlich enorm viel Spaß gemacht hätte. Nur wie sieht denn das aus, alleine unterwegs zu sein? Wie armselig würde ich mich fühlen mit Familien und Pärchen im Bus sitzend, am Weg zu den bekannten Stauseen? Wenn ihr ganz tief in euch hineinfühlt, seid ehrlich zu euch, wie oft habt ihr euch das schon gedacht und den Gedanken ein einen Tag mit euch ganz allein wieder verworfen? Es fühlt sich ein bisschen an, wie einen Teil von mir, der sich gefreut hätte, zu versetzen.

Nein. Dieses Mal würde ich es nicht tun. Ich würde mir beweisen, wie mutig ich war und diesen Ausflug ganz auf mich alleine gestellt, durchziehen. Ich ertappte mich sogar dabei, aufgeregt zu sein, mir Fotos und Routen im Internet rauszusuchen und mir den bevorstehenden Tag in Gedanken auszumalen. Irgendwie hatte es auch etwas, einmal über acht Stunden auf niemanden Rücksicht zu nehmen, außer auf mich. Keine Kompromisse, keine Diskussionen, schlicht und einfach kein In-der-Mitte-treffen, es ging und mich und meine Wünsche. So war es zumindest in meiner Vorstellung – doch traf das auch in der Realität zu? Das werde ich später auflösen 🙂

Als ich den kommenden Tag in Gedanken durchspielte, stelle ich mir auch immer wieder die Frage, warum es heutzutage etwas Außergewöhnliches ist, alleine auf Reisen zu sein. Man wird ein bisschen wie ein Außenseiter behandelt, der keine Freunde hat und diese schönen Erinnerungen nie mit jemandem teilen kann. Von klein auf sind wir es gewohnt: wir haben Geschwister, Freunde, Partner, schlicht weg Wegbegleiter, mit denen wir Neues entdecken, Spaß haben und Abenteuer erleben. Viel zu oft vergessen wir jedoch, auch Schönes mit uns selbst zu entdecken. Immerhin kann einen das auch ganz schön bereichern, die Ruhe zu genießen, mit anzusehen wie ein Konflikt, den man schon seit Tagen mit sich rumschleppt, sich in Luft auflöst, die Schönheit des Gesehenen in sich aufzunehmen und für eine Zeit alles rund um sich zu vergessen.

Ihr möchtet nun bestimmt wissen, wie es mir ergangen ist? War es ein furchtbarer Tag? Ist alles schief gelaufen? Wurde mir langweilig? Ich kann euch entwarnen – es war sogar viel besser als erwartet. Ich hatte meinen Rucksack mit meinem Kindle, Wasser, einer Banane, meinem Mobiltelefon fürs Fotos Schießen und Geld gepackt und mich auf den Weg gemacht. Mein Tag war bestimmt von: ganz kurz Leute beobachten, das macht oft auch wirklich Spaß, gerade wenn man für längere Zeit im Bus sitzt 😉 (es gibt zwar selten jemand zu, aber es tut doch wirklich jeder), bergauf und bergab zu einer Alm zu wandern, gut zu speisen, mir einen gemütlichen Platz zu suchen um zu lesen und ganz viel Staunen und Gespräche mit mir (natürlich in Gedanken ;))

Ich würde es jederzeit wieder mit mir alleine aushalten wollen.

Liebe Grüße und bis bald

Roxy

 

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Der Urlaub in der Ferne als Retter in der Not

Ich blättere meinen Kalender durch und zähle die Woche bis zu unserem Strandurlaub. Drei Wochen sind es noch und die Tage können mir nicht schnell genug vergehen. Ich sehne mich nach In-den-Tag-hineinleben, schick essen, Sonne tanken, Cocktail schlürfen und vielem mehr. Ich rede mir ein, dass mich diese Woche von all meinem Stress befreit und zur selben Zeit auf die kommenden Monate entsprechend vorbereitet.

Kommt euch diese Schilderung bekannt vor? Tun wir das nicht alle ab und zu? Wir leben fürs Wochenende und für den nächsten Urlaub, aber was bedeutet das für die Tage dazwischen? Sind sie sinnlos? Können wir sie überspringen wie eine langweilige Sequenz in einer TV Serie? Schon vor langem habe ich mir diese Frage gestellt und für mich eine Antwort gefunden: Es ist falsch.

Warum?

  • Es ist der Zwang nach dem perfekten Urlaub, so wie ihn andere erleben. Bestes Beispiel dafür: Social Media. Bekannte und Freunde grinsen uns von den unzähligen Fotos entgegen und lassen uns glauben sie hätten die „Time of their lives“. In Wahrheit wird krampfhaft versucht das beste Foto zu schießen, das Instagram und Facebook-tauglich ist und dies soll dann dazu dienen, dass alle anderen sehen wie legendär denn der Urlaub ist. Sie suchen nach Anerkennung & Bewunderung. Das führt aber meistens beim Social-Media Konsumenten zu: Frust & Neid.
  • Weil die kleinen schönen Dinge im Leben vergessen werden und nur mehr verschwommen sichtbar sind. Das erste Mal auf den 2.000er Berg, den man schon seit Monaten bezwingen möchte, ein witziger Abend mit den Freundinnen, das Konzert der Lieblingsband nach dem man heiser ist oder einfach nur die gewöhnliche Sportdosis nach einem anstrengenden Arbeitstag – das sind alles Beispiele für schöne „kleine“ Momente im Leben.

Wenn wir wirklich in uns hinein hören und wir ehrlich zu uns selbst sind, dann ist der Urlaub das Sahnehäubchen auf der Torte aber sollte nicht Monate aufholen, die zu wenig gelebt wurden.

Ich freu mich übrigens wieder auf meine morgige Yoga Stunde und ihr?

Eure

Rox

 

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Das Besondere

Die Feder die umher schwingt

Ist das Besondere dass der Wind bringt

Das Blatt, das sich verfärbt

Ist nicht nur einen kurzen Blick wert

Die Melodie, die plötzlich erklingt

Ist das was dich zum Lauschen zwingt

Das Besondere, an der Musik

Ist das, was sie umgibt

Der Rhythmus, der dich bewegt 

Bewirkt, dass Leidenschaft entsteht

Das Gefühl, welches dich schaudern lässt

Fängt dich ein, und hält dich fest

Das Besondere, an diesen Dingen 

Das Leben wird sie dir umsonst bringen

Denn all das trägt zu deinem Wohle bei

Ohne die kleinen Dinge wirst du nie glücklich sein 

 copyright Ines Huber