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Power of the Pack – die Macht des Frauenrudels

Es ist ein Klischee und dieses bewahrheitet sich leider viel zu oft. Eine Gruppe von Frauen, die die Köpfe zusammenstecken und mit schneidenden Blicken ihr Opfer begutachten und es regelrecht in Gedanken zerfleischen. „Seht euch die an, die denkt doch sie wäre etwas Besseres“, das sind nur wenige der Sätze, die wir oberflächlich vor uns hin denken oder gar oft aussprechen. Warum müssen wir uns immer vergleichen und mit anderen messen? Warum müssen wir immer den Wettbewerbsgedanken mit uns tragen?

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass wir Frauen uns etwas Gutes tun, wenn wir uns gegenseitig ermutigen, Komplimente machen, zuhören und auch die jeweiligen Schwächen annehmen. Doch das war nicht immer so, vor etlichen Jahren hatte ich beruflich mit einer Frau zu tun, die nichts als Neid und Missgunst empfand und bei jeder Gelegenheit versuchte, mich schlecht dastehen zu lassen, wurde ich gelobt oder befördert, fand sie dafür nur abwertende Worte oder versuchte mich bei meinem damaligen Chef schlecht zu machen. Dieses Verhalten hat lange an mir genagt und mich unsicher werden lassen. Die Situation war neu für mich, da ich mich mit meinen Arbeitskollegen gut verstand und bei unterschiedlichen Meinungen immer meine diplomatischen Fähigkeiten anwandt. Ich verstand nicht, was sie gegen mich hatte und noch weniger verstand ich, warum sie nicht damit aufhörte mich fertig zu machen. Irgendwann ging mir ein Licht auf und ich realisierte, dass sie nur mit sich selbst unzufrieden war und unsicher, da war etwas an mir oder in meinem Leben, das sie gerne hätte und so äußerte sie ihren Unmut. Als ich damals gekündigt hatte, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt, mit ihr das Gespräch zu suchen und ihr meine Sicht der Dinge darzulegen, aber so schnell der Gedanke aufkam, so rasant war er auch wieder abgebogen – es hätte ja doch nichts gebracht, sie hätte es nicht verstanden und noch weniger zugegeben, dass ich Recht mit meiner Annahme hatte. Sie lief weiter mit ihrer Fassade durch die Gegend und das würde sie sicher nicht wegen eines Gesprächs mit mir aufgeben.

Heute sehe ich, wie ich mich fühle, wenn ich Lob oder konstruktives Feedback von Kolleginnen erhalte, an dem ich wachsen kann. Ich wiederum versuche es auch gleich zu tun. Auch im Privatleben sollten wir danach streben, die Schwester und die besten Freundinnen dicht bei uns zu halten. Lasst uns von einander lernen und lasst uns gemeinsam besser werden. Es ist doch viel schöner unsere Energie auf schöne Dinge zu richten 🙂

Bis bald.

Eure Rox.

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Stell dich schon ein Heimatgefühl

Wir drehen bereits die fünfte Runde und mein Blick schweift immer wieder ab, ich kann mich auf die einzelnen Dekogegenstände und Möbel kaum mehr konzentrieren, alles wimmelt nur so von grinsenden, zufrieden aussehenden Buddha Figuren in allen möglichen Varianten, überall glitzert es und eine breite Palette an Farben prasselt auf uns nieder. Ich gehe immer wieder die Einkaufsliste durch und mir ist bereits jetzt die Lust vergangen krampfhaft nach Gegenständen zu suchen, die unser neues Heimat verschönern sollten und uns helfen, der fremden Wohnungen unseren Stempel aufzudrücken.

Nach etlichen Stunden sind wir daheim angekommen und ich bin schon dabei die neuen Errungenschaften perfekt in Szene zu setzen. Zögernd trete ich ein paar Schritte zurück und lasse die neuen Möbelstücke auf mich wirken. Wir verbringen weitere Stunden damit alles so zu drapieren, dass wir uns wiederfinden. Intuitiv gefällt mir dann so manches doch an einem anderen Ort besser, als ich es mir in meinem Kopf ausgemalt hatte.

Warum aber verbringen wir Stunden über Stunden damit, uns die Wohnung so zu schmücken und mit Gegenständen zu versehen, dass sie uns ein Gefühl von Heimat und ein „Das-bin-Ich“ vermitteln? Ich sinke geschafft auf die Couch und stelle mir bewusst die Frage nach dem Warum? Wäre es nicht für uns beide entspannter gewesen, wir hätten den Stress sein lassen und hätten gemeinsam gekocht und einen der ersten gemeinsamen Abende zwar in einer kahlen Wohnung, aber dafür zufrieden und entspannt verbracht?

Ich denke an meine letzte Wohnung und es überkommt mich doch ein wenig Wehmut, viele Erinnerungen und fast zwei Jahrzehnte meines Lebens hatte ich an diesem Ort und in der Wohnung verbracht. Es trudeln nach und nach Erinnerungen bei mir ein, ich erkenne bekannte Gesichter, Menschen, die ich liebe, mit denen ich wunderbare Momente erlebt habe, ob es die ersten Parties waren oder gemeinsame Abende, die von guten Gesprächen geprägt waren. Ich erinnere mich aber auch an Momente, die ich für mich hatte, in denen ich mich rundum glücklich und wohl fühlte. Ich beende den Tagtraum und verspreche mir in Gedanken Besserung 🙂

Bereits am nächsten Tag stoppe ich es und nehme mir selbst den Druck. Ich möchte nun, alles bis zu einem gewissen Grad „geschehen“ lassen. Ich ziehe meine Laufschuhe an und rücke damit dem Heimatgefühl bereits ein großes Stück näher.

Bis bald,

Eure Rox

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Wie wir uns wehren abzustumpfen

Je älter wir werden, desto dicker wird die Haut, manch einer hat begonnen sich Stacheln wachsen zu lassen, die sich ab und an zeigen und meistens dann auch jene Menschen verletzen, die oft nur Gutes im Sinn hatten. Je mehr wir enttäuscht werden und Ungerechtes am eigenen Leib erfahren oder um uns herum wahrnehmen, desto abgebrühter werden wir. Unlängst habe ich mich gefragt, ob ich das möchte? Mache ich mir damit selbst einen Gefallen, anderen zu misstrauen und permanent ans Schlechte und Negative im Menschen zu denken?

Mit der Masse oder gegen den Strom?

Ich habe die Antwort auf die Frage für mich gefunden und sie ist – so wie vieles im Leben – eher ein Mittelding zwischen „Ich bin vorsichtig“ und „ich verteufle nicht gleich alles und jeden“. Eine Situation kann nicht immer 1:1 mit einer anderen verglichen werden und muss oft auch erst analysiert werden um angepasst darauf reagieren zu können. Gerade das Leben in der Großstadt lässt einen irgendwann anders werden, man wird zum Großstadtmenschen – eine Spezies, die eher ablehnend und ignorant durchs Leben geht. Menschen, die lächelnd in der U-Bahn stehen, werden als verrückt abgestempelt und gemieden – ja nicht Blickkontakt wechseln und um Himmels Willen schon gar kein Gespräch beginnen.

Seit ich zumindest 5 Tage die Woche in der Großstadt lebe und mir dieses abgebrühte Verhalten eher widerstrebt, kämpfe ich gegen meine schleichende Verwandlung an. Nein, ich möchte nicht schnaubend in der U-Bahn stehen und um mich herum alle mit schneidenden Blicken töten – Nein, das widerstrebt mir und entspricht nicht meinem Wesen. Stattdessen wundere ich mich, warum es komisch oder eigenartig eingestuft wird, wenn man zum Beispiel einer Wildfremden sagt, dass sie eine hübsche Tasche trägt oder ihr die Frisur optimal stehe. Schade, dass sich diese positiven Züge nicht durchgesetzt haben, denn es sind wie immer im Leben die kleinen Dinge, die doppelt geschätzt werden. Ich starte meinen Tag wesentlich fröhlicher und ausgeglichener, wenn ich mir 45 Minuten für einen Pre-Work-Lauf genommen habe oder ich eine humorvolle Unterhaltung in der U-Bahn mitbekommen habe und ich grinsend Blickkontakt wechsle, der dann auch noch in positiver Weise erwidert wird.

Sich über kleine Dinge im Leben freuen zu können, bedarf eigentlich nicht viel aber doch zumindest der Auseinandersetzung mit sehr mächtigen Begriffen (Vergangenheit, Glück, Wer bin ich), der man sich erst einmal stellen muss. Ich selbst habe meine „Schatzkiste“ sozusagen auch erst dann ausgegraben, als ich begonnen habe mehr Bewegung zu machen und mich intensiv mit meinen Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen.

Wie lernst du dich über ein Herz in einer Walnuss zu freuen? 🙂 

  • Lerne für den Moment aufgeschlossen zu sein und verweile nicht zu oft in den Negativ-Spiralen, die sich in deinem Kopf abspielen.
  • Lerne mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, vermeide den Tunnelblick
  • Sei aufgeschlossen, tausche dich mit anderen aus und versuche von anderen zu lernen
  • Sei mutig und entwickle dich stetig weiter; bleibt nicht immer in deiner Komfortzone
  • Sei gut zu dir und pflege die Beziehung zu dir selbst. Tu dir Gutes und achte darauf, dass du glücklich bleibst

Die Liste könnte ich glaube ich ewig weiterführen, dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, denn am Ende sind es immer die kleinen Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder uns mit dem Moment verschmelzen lassen.

Bis bald.

Eure Rox

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Mach die Kiste auf und füll sie mit Leben

„Unverhofft kommt oft“ oder „hör nur auf dran zu denken, dann wird sich bestimmt alles weisen“ – diese Sätze haben wir alle schon mal gehört oder uns selbst damit versucht wohl gesonnener oder zufriedener zu stimmen.

Schon seit längerem hatte ich das Gefühl aufbrechen zu wollen, den Lebensabschnitt in dieser Wohnung und in diesem Ort beenden zu wollen. Ich fühlte mich fast wie ein Reisender, der bereits Schuhe und Jacke anhat und jederzeit bereit ist, zu neuen Ufern aufzubrechen. In meinem Fall hat er aber beides griffbereit gehabt, es aber nie nach Draußen geschafft 😉

Nun sitze ich hier versteckt zwischen jeder Menge Umzugskartons und bin seit Stunden damit beschäftigt mein Leben der letzten 10 Jahre durchzusehen, viel ist davon geblieben, anders betrachtet, wiederum nicht: Fotos, Deko, Bücher, Kleidung – vieles davon mit emotionalem Wert. Wie viel wir sammeln und jahrelang horten, ohne es je wieder eines Blickes zu würdigen, wie viel passiert ist, von dem uns Erinnerungen geblieben sind, aber natürlich auch der ein oder andere Krimskrams.

Mir wird in diesem Moment bewusst, wie wichtig es ist Erinnerungen zu schaffen, von denen wir zehren können. Der Inhalt der Kiste ist materieller Natur und wird erst zu Leben durch unsere Erinnerungen.

Noch etwas ist mir klar geworden und zwar wie wichtig Geduld im Leben ist. Das Tempo der anderen ist nicht mein Tempo und deren Leben ist  möglicherweise auch nicht die Art von Leben, die mich glücklich macht.

Nach langem Warten hat sich im Januar plötzlich alles verändert und der Wohnungs- und Ortswechsel steht nun bevor. Gerade zu einem Zeitpunkt, als ich versuchen wollte mit weniger Druck an die Sache ranzugehen. Unverhofft kommt also doch oft. Mir gefällt die Vorstellung, dass sich jemand bei Wenden in unserem Leben etwas dabei gedacht hat: „Ja, nun ist sie bereit für eine Veränderung“ oder „Lerne geduldig zu sein und du bekommst was du willst“ oder aber auch „Nur, wenn du konsequent nach einer Sache strebst, ist sie es auch sicher wert für dich“.

Bis bald.

Eure Rox

 

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Das After-Yoga Gefühl

Ich schließe die Tür des Yoga Studios hinter mir, mein Körper fühlt sich fit ein, gedehnt und mein Geist so als wurde er gestreichelt und 90 Minuten gut behütet. Am 45-minütigen Heimweg ärgere ich mich weder über Dinge, die mich davor belastet hatten, noch lass ich mich in negative Spiralen fangen. Müsste ich das Gefühl, das ich nach jeder Stunde habe, mit einem Bild vergleichen, würde ich folgendes sehen: Es ist ein schöner Septembertag, ich bin mit einer leichten Weste bekleidet unterwegs, die Sonne scheint, ich bleibe kurz stehen, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, ich blicke durch die Bäume hindurch, nichts lässt mich abschweifen, an heutige, morgige Pläne  oder an Vergangenes denken. Ich habe das Gefühl im Hier und Jetzt angekommen zu sein.

Ich stelle fest, je mehr um uns herum passiert, je mehr wir unterwegs sind, desto mehr sehnen wir uns nach langweiligen Abenden zu Hause, an denen wir spontan entscheiden können wonach uns ist und selbst wenn wir einfach alleine bleiben, was ist schon dabei? Wir sollten uns auch in unserer eigenen Gesellschaft gut fühlen, diese Beziehung muss aber selbstverständlich auch erst aufgebaut werden und gewissermaßen reifen. Dazu sollten wir auch wissen, was uns glücklich macht, denn womit wollen wir uns unsere kostbare Zeit vertreiben, wenn laut Kalender mal nichts ansteht?

Ich für meinen Teil bin unglaublich froh, dass ich zum Schreiben gekommen bin und liebe diese Art mich auszudrücken. Ich bin auch dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die ab und an diese Zeilen lesen.

Namaste 🙂

Alles Liebe.

Eure Rox