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Mach die Kiste auf und füll sie mit Leben

„Unverhofft kommt oft“ oder „hör nur auf dran zu denken, dann wird sich bestimmt alles weisen“ – diese Sätze haben wir alle schon mal gehört oder uns selbst damit versucht wohl gesonnener oder zufriedener zu stimmen.

Schon seit längerem hatte ich das Gefühl aufbrechen zu wollen, den Lebensabschnitt in dieser Wohnung und in diesem Ort beenden zu wollen. Ich fühlte mich fast wie ein Reisender, der bereits Schuhe und Jacke anhat und jederzeit bereit ist, zu neuen Ufern aufzubrechen. In meinem Fall hat er aber beides griffbereit gehabt, es aber nie nach Draußen geschafft 😉

Nun sitze ich hier versteckt zwischen jeder Menge Umzugskartons und bin seit Stunden damit beschäftigt mein Leben der letzten 10 Jahre durchzusehen, viel ist davon geblieben, anders betrachtet, wiederum nicht: Fotos, Deko, Bücher, Kleidung – vieles davon mit emotionalem Wert. Wie viel wir sammeln und jahrelang horten, ohne es je wieder eines Blickes zu würdigen, wie viel passiert ist, von dem uns Erinnerungen geblieben sind, aber natürlich auch der ein oder andere Krimskrams.

Mir wird in diesem Moment bewusst, wie wichtig es ist Erinnerungen zu schaffen, von denen wir zehren können. Der Inhalt der Kiste ist materieller Natur und wird erst zu Leben durch unsere Erinnerungen.

Noch etwas ist mir klar geworden und zwar wie wichtig Geduld im Leben ist. Das Tempo der anderen ist nicht mein Tempo und deren Leben ist  möglicherweise auch nicht die Art von Leben, die mich glücklich macht.

Nach langem Warten hat sich im Januar plötzlich alles verändert und der Wohnungs- und Ortswechsel steht nun bevor. Gerade zu einem Zeitpunkt, als ich versuchen wollte mit weniger Druck an die Sache ranzugehen. Unverhofft kommt also doch oft. Mir gefällt die Vorstellung, dass sich jemand bei Wenden in unserem Leben etwas dabei gedacht hat: „Ja, nun ist sie bereit für eine Veränderung“ oder „Lerne geduldig zu sein und du bekommst was du willst“ oder aber auch „Nur, wenn du konsequent nach einer Sache strebst, ist sie es auch sicher wert für dich“.

Bis bald.

Eure Rox

 

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Das After-Yoga Gefühl

Ich schließe die Tür des Yoga Studios hinter mir, mein Körper fühlt sich fit ein, gedehnt und mein Geist so als wurde er gestreichelt und 90 Minuten gut behütet. Am 45-minütigen Heimweg ärgere ich mich weder über Dinge, die mich davor belastet hatten, noch lass ich mich in negative Spiralen fangen. Müsste ich das Gefühl, das ich nach jeder Stunde habe, mit einem Bild vergleichen, würde ich folgendes sehen: Es ist ein schöner Septembertag, ich bin mit einer leichten Weste bekleidet unterwegs, die Sonne scheint, ich bleibe kurz stehen, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, ich blicke durch die Bäume hindurch, nichts lässt mich abschweifen, an heutige, morgige Pläne  oder an Vergangenes denken. Ich habe das Gefühl im Hier und Jetzt angekommen zu sein.

Ich stelle fest, je mehr um uns herum passiert, je mehr wir unterwegs sind, desto mehr sehnen wir uns nach langweiligen Abenden zu Hause, an denen wir spontan entscheiden können wonach uns ist und selbst wenn wir einfach alleine bleiben, was ist schon dabei? Wir sollten uns auch in unserer eigenen Gesellschaft gut fühlen, diese Beziehung muss aber selbstverständlich auch erst aufgebaut werden und gewissermaßen reifen. Dazu sollten wir auch wissen, was uns glücklich macht, denn womit wollen wir uns unsere kostbare Zeit vertreiben, wenn laut Kalender mal nichts ansteht?

Ich für meinen Teil bin unglaublich froh, dass ich zum Schreiben gekommen bin und liebe diese Art mich auszudrücken. Ich bin auch dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die ab und an diese Zeilen lesen.

Namaste 🙂

Alles Liebe.

Eure Rox

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Persönlicher Jahresrückblick im Schnellraffer

Nicht real, ein wenig wie im Film, als würde der Bösewicht teuflisch zu lachen beginnen, während er mit den Fingern zu schnippen beginnt. Sekunden später wache ich auf und stelle fest, das Jahr ist um. Wo sind die 12 Monate hin und warum geht die Zeit von Jahr zu Jahr schneller um?

Mein Jahr hat begonnen mit meinem 30er, gefolgt von einem persönlichen Schicksalsschlag, der mich nachdenklich stimmte. In den ersten drei Monate lief somit eher das Programm „Einfach funktionieren“ und hoffen, dass die Phase bald wieder vorüber ist.

Ab April gab es einen Höhenflug auf der Arbeit und es begann langsam Spaß zu machen, die ersten Dienstreisen standen an und ich hatte endlich die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln. Privat ging es mir gut, mich zog es in die Natur und das Wandern verschaffte mir schöne Auszeiten.

Ab Mai wurde es wieder schwierig, ich musste mir eingestehen, dass mir die Arbeit keinen Spaß machte und ich die Firmenkultur, wie sie gelebt wurde, nicht für gut empfand. Es dauerte aber bis ich den Entschluss fasste – bereits nach einem Jahr – wieder zu kündigen. Was mir zu dieser Entscheidung verhalf, waren ehrliche Gespräche und auch Feedback von Arbeitskollegen, die ich lieb gewonnen hatte.

Ich kündigte im August und fuhr dann 2 Wochen auf Urlaub, die beste Entscheidung überhaupt, ich hatte die Zusage des neuen Arbeitgebers und bin mit freiem Kopf und mit meiner besten Freundin in den Urlaub geflogen. Ein Kapitel wurde beendet und der Urlaub läutete das neue ein.

Die letzten drei Monate haben mich beruflich wieder wachsen lassen, Aufgaben, die mir Spaß bereiteten und mir auch lagen, verhalfen mir wieder zu mehr Selbstbewusstsein. Ich wurde wieder die Alte. Auch stelle ich fest, dass diese drei Monate gefühlt noch viel schneller vorbei gezogen sind. Wenn ich mir den Beitrag nun so durchlese, realisiere ich, dass mein Jahr 2018 wieder sehr geprägt vom Thema „Job“ war. Fürs nächste Jahr wünsche ich mir in der Hinsicht Ruhe und Stabilität 😀

Ich krame meinen Jahresziele Zettel von 2018 raus, überfliege ihn schnell und komme zum Entschluss, dass viele kleine Dinge im Leben, die Halt geben und auf dies auch ankommt, gut funktioniert haben:

  • Ich habe viel gelesen
  • Ich hatte sehr intensive gute Zeiten mit meinen Lieben
  • Ich war viel in der Natur
  • Ich war regelmäßig laufen, auch wenn der Plan mit den Halbmarathons nicht ganz aufging
  • Ich hab mich im Yoga verbessert
  • Ich habe mich bewusst ernährt und mehr auf das geachtet, was ich esse
  • Ich habe regelmäßig gebloggt und das Texten genutzt um mir selbst zu helfen 😉
  • Ich habe mehr auf mich und mein Bauchgefühl geachtet

Ich hoffe euer Jahr ist gut verlaufen und es gibt viele Dinge, auf die ihr stolz seid. Ich werde mir definitiv wieder grobe Ziele für 2019 setzen.

Alles Gute im neuen Jahr und danke für alle, die ab und an Beiträge von mir lesen.

Eure Rox