Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Selbstliebe Sport

Give me sun

Hattet ihr auch eine Phase in eurem Leben, in der es nicht laut genug sein konnte, am Wochenende konnte nicht genug passieren und unter der Woche – während ihr zur Arbeit gingt – hattet ihr auch noch den Nerv die letzten freien Stunden zuzupflastern indem ihr euch mit euren Freunden verabredet hattet?

Genau so ging es mir. Ich konnte nicht genug erleben und es musste immer etwas los sein. Wie ein Hamster im Rad, immer in Bewegung, dazwischen keine Zeit links und rechts zu schauen, geschweige denn das Erlebte zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, ob es an der magischen Zahl „30“ liegt oder nur Zufall ist, aber es begann Anfang des Jahres, als ich den Drang nach Stille verspürte. Wochenenden sind nun mit viel Natur und Familie geschmückt. Dazwischen versuche ich mir Zeit für mich zu nehmen. Es muss nicht immer der Tag durchgetaktet sein. Mut zur Lücke sagte ich mir – was ist schon dabei, wenn wir ein Wochenende (oder mehrere) „planlos“ sind?

So sitze ich zum Beispiel nach einem meiner Waldläufe auf einer Bank und lasse meine Beine bräunen, so lange, bis es mich nicht mehr freut 😉

Bis bald. Eure Rox.

Kategorien
Allgemein Gesundheit poesie Selbstliebe

Der eigene „Häutungsprozess“

Wir klopfen die letzten Schneeflocken des Winters von unseren Schultern, ein letzter Windstoß lässt uns innerlich frösteln, doch wir spüren es, der Winter ist vorbei und macht Platz für ein neues Kapitel in unserem Leben. Langsam erwachen wir wieder aus unserem Winterschlaf, wischen uns den Schlaf aus den Augen und spüren Stück für Stück die Energie zurückkehren.

Manchmal sehe ich es noch, mein altes Ich, viel zu oft höre ich im Alltag noch die allzu vertraute Stimme der letzten Monate, doch sie wird immer schwächer und innerlich hoffe ich, dass sie bald verstummen wird – sie, die pessimistische, energielose und lustlose Version von mir. Ich hatte eigentlich nicht vor, sie zu besiegen, ich habe die letzten Wochen und Monate gut mit ihr gelebt und habe auch nicht richtig mitbekommen, wie sie sich in mein Leben geschlichen hat. Plötzlich saß sie wohl wie ein ungebetener Gast am Esstisch und tat als wäre sie nie weggewesen. Ich gab ihr mehr oder weniger zu essen und nährte sie, indem ich mich viel zu oft treiben ließ und in negativen Gedanken schwelgte. Doch was ist passiert und wie fand dieser  Häutungsprozess statt?

  • Ich war viel bei mir selbst, auch in Gedanken, die letzten Laufeinheiten taten unheimlich gut und machten aus heiterem Himmel wieder Spaß
  • Ich hatte viele gute Gespräche mit Menschen, die ich nie mehr missen möchte und die mein Leben bereichern
  • In der Natur & in der Stille fand ich wieder mehr zu mir und schwächte somit die Stimme der pessimistischen Version von mir

Ich denke das Stichwort „Entschleunigung“ bringt es auf den Punkt. Viel zu oft sind wir im Alltag gestresst vom Leben, von den vielen Entscheidungen, die wir treffen müssen, von dem Planungs- und Freizeitstress, sowie dem Arbeitsstress, der bei fast allen schon dazu gehört und nicht mehr wegzudenken ist. Wir sind dauer-präsent und das lässt uns von Zeit zu Zeit komplett durchbrennen. Was ich lernen musste, wir müssen unser Leben selbst gestalten und dürfen nicht zulassen, dass andere Faktoren oder schwächere Versionen von uns Selbst am Steuer unseres Wagens sitzen, denn das kann gefährlich werden…

Gutes Gelingen und bis bald – Eure Rox.

Kategorien
Allgemein Gesundheit Natur Philosophie Selbstliebe Sport

Als ob der Frühling um uns buhlt

Du öffnest die Augen und die Sonne strahlt dir ins Gesicht. Du entscheidest dich spontan, noch zehn Minuten länger im Bett zu bleiben und die Sonnenstrahlen zu genießen. Nach einer Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück gehts ab nach Draußen, du brauchst die Kilometer, das Auspowern, die frische Luft und die Natur. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist genau das Futter, das meine Seele aktuell braucht. Ich bin in meinen Gedanken, halte für einen kurzen Moment inne und kann der Natur beim Aufwachen zusehen.

Der Winter hat seine Spuren hinterlassen

Dankend verabschiede ich mich vom Winter, ich werde ihm wohl keine Träne nachweinen und bin froh, dass das Intermezzo vorüber ist. Viel zu lange klebte er an meiner Seite und hat an meinen Nerven gezehrt. Unüberbrückbare Differenzen haben uns auseinandergebracht und ich bin froh darüber. Vieles, das vor dem Winter Spaß gemacht hatte, konnte mir in den letzten Monaten keine Freude mehr verschaffen. Ich war nie jemand, dem der Winter aufs Gemüt schlägt, doch dieses Jahr ist es auch bei mir passiert.

So richtig klar, dass der Bann gebrochen ist, ist es mir erst vor einer Woche geworden. Ich bin die Route gelaufen, die mir im Sommer und im Frühling, wenn die Tage länger waren, immer schon viel Spaß gemacht hat. Ich betrachtete die Blumen, Wiesen und Bäume und wie schön und mächtig sie alle blühten. Plötzlich wurde ich von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl übermannt, das Laufen machte Spaß, die Sonne scheinte, mein Körper fühlte sich fit an und meine Gedanken waren positiv.

Ich hatte das Gefühl, dass ich zurück bin, noch nicht mit der kompletten Stärke, aber nah dran und es ist ja erst April 🙂

Bis bald.

Eure Rox

Kategorien
Gesundheit Selbstliebe

Tick, Tack und wo bleibt die Zeit für mich?

Ich finde sie zum Anbeißen knuffig, daher muss die Katze leider auch dran glauben und sich von mir herumtragen lassen, während ich sie streichle und ohne Punkt und Komma auf sie einrede. Im nächsten Moment hat sie genug davon und fährt ihre Krallen aus, mit einem lauten „Miau“ gibt sie mir auch zu verstehen, dass sie alt genug ist um alleine zu laufen. Ich lasse sie enttäuscht zu Boden sinken.

Katzen sind anmutige Wesen und versprühen den nötigen Egoismus. Sie sind bekannt dafür, sich Streicheleinheiten, Futter und Nähe immer dann zu holen, wenn sie es für notwendig erachten. Ist einmal die Grenze überschritten, zeigt es einem die Katze auch sofort – „Bis hier her Freundchen und nicht weiter“

Egoismus ist ein Wort, das in der heutigen Gesellschaft zu schnell in den Mund genommen wird. „Nein“ zu sagen ist genau so verpönt wie jemanden zu versetzen, um stattdessen dem Hobby nachzugehen, das einen reinigt und in andere Sphären versetzt. Es gehört sich nicht, gerne Zeit mit sich selbst zu verbringen und dafür im Gegenzug auch den notwendigen Egoismus auszuleben.

Ich blicke auf die Uhr während ich aus der Arbeit hetze, innerlich möchte ich mich nur vergewissern, dass ich genug Zeit habe, um alle Punkte meiner To Do Liste abzuarbeiten, dabei geht es keineswegs darum meine Freizeit zu genießen. Ich merke wie ich immer gestresster und innerlich unruhiger werde.

Die Dinge, die man gerne macht, immer aufzuschieben und den Tag so zu verbringen, dass man von A nach B hetzt und sich dazwischen keine Verschnaufpausen gönnt, macht auf Dauer krank und unzufrieden. Es ist schön und es erfüllt für andere da zu sein, für all jene Menschen, die uns die Welt bedeuten. Doch währenddessen dürfen wir nicht auf uns vergessen, wir müssen auf unser Wohl achten und auf unsere Zufriedenheit.

Unsere Liebsten werden es schätzen lernen, dass wir uns um uns selbst kümmern und von nun an werden wir die Zeit, die wir gemeinsam haben, intensiver verbringen.

Achtet auf euer zufriedenes Schnurren und vor allem darauf, dass es regelmäßig stattfindet 🙂

Eure Rox.