Wer hat den Rest des Jahres verschluckt?

Geht es nur mir so oder sind die letzten 3 Monate des Jahres wie im Flug vergangen? Noch trage ich das Gefühl des Sommers mit mir rum und spüre die Sonnenstrahlen auf meiner Haut und im nächsten Moment singen wir mit zu Wham’s „Last Christmas“. Es kommt uns unwirklich vor, dass wir bereits in wenigen Tagen Geschenke verteilen, Kekse essen und Weihnachtslieder singen.

Manchmal frage ich mich, ob sich das Zeitgefühl mit dem zunehmendem Alter verändert. Ich kann mich noch zu gut an den Januar diesen Jahres erinnern, als wir die Pläne fürs Jahr geschmiedet haben und die vollen 365 Tage des Jahres 2022 noch vor uns lagen. Tja, Tatsache ist, dass ich damit zurechtkommen muss und vielleicht sogar mein eigenes Tempo verlangsamen sollte, um mehr vom nächsten Jahr genießen zu können. In 3 Tagen ist es nun so weit: Wir feiern Weihnachten, bereits zu Beginn der Woche hab ich mich dazu entschieden, in diesem Jahr keinen Baum aufzuputzen – wozu? Ich bin über die Feiertage nicht zu Hause und der schöne Baum würde im Wohnzimmer langsam vereinsamen und niemand würde sein Pracht erblicken.

Wie waren sie so meine letzten 355 Tage?

Ein Ritual, das ich mit meiner besten Freundin zusammen geboren habe, ist, dass wir das Jahr gemeinsam bei einem Lauf revue passieren lassen. Die Gedanken und auch die Erinnerungen des Jahres kommen erst so richtig in Fahrt in der Bewegung. Wir erinnern uns daran, was wir alles in dem Jahr geschafft haben, wie wir persönlich gereift sind, aber auch über Stolpersteine und schwierige Zeiten reden wir. Es ist für mich ein reinigendes Ritual, das mir hilft mich von 2022 zu lösen und voller Energie und Zuversicht ins nächste Jahr zu starten.

Schwer ein Jahr in wenigen Worten zu reflektieren und die persönliche Entwicklung auf ein paar Worte zu reduzieren. Ich werde dennoch ein paar Punkte nennen, die mir als erstes in den Kopf kommen:

  • Definitiv ein Jahr, in dem meine Gedanken oft im Zentrum standen – ich habe in 2022 gelernt, meine Gedankenwelt in Frage zu stellen und Dinge nicht bis zur emotionalen Erschöpfung zu zerdenken. Ein großer Schritt in diese Richtung für mich war mich zur Mentaltrainerin Ausbildung anzumelden. Es ist wichtig in uns zu investieren und uns in Richtungen weiterzuentwickeln, die unser Herz zum Klopfen bringen.
  • Das Jahr hat mich spüren lassen, wie wichtig es ist, mehr bei mir zu sein und meine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich habe gelernt, achtsamer mit mir umzugehen und auch mal vom Geplanten abzuweichen, um mir selbst nicht zu schaden. Was nützt es der Seele, wenn der Kopf permanent gewinnt und seine Pläne durchdrückt?
  • Sei du selbst“ – ich weiß wir alle haben diesen Satz schon zig Mal gehört und gelesen, ich selbst konnte damit auch wenig anfangen, er war für mich immer eine der vielen Floskeln, die man eben einfach so sagt. Doch immer öfter hab ich in diesem Jahr diese Wachrüttler erhalten, die mir vor Augen geführt haben, wann ich verstecke wer ich wirklich bin und wann ich Dinge tue, um es anderen recht zu machen und Erwartungen zu erfüllen. Eine meiner engsten Freundinnen hat mir vor ein paar Tagen folgenden Spruch mit ins nächste Jahr gegeben „Do the universe a favor and don’t hide your magic.“ Yung Pueblo – Genau das ist das Ziel – unser authentisches Ich zu zeigen, und zwar ohne Zensur.
  • Gerade, wenn das Leben dich überrascht und etwas passiert, mit dem du nicht gerechnet hast, du am Boden landest und weitermachen wie gewohnt, schwer erscheint, dann sind sie da – deine Lieblingsmenschen, die dein Leben lebenswert machen. Sie sind unser Anker, wenn Wellen und Sturm sich in uns verfangen. (Song: Anker, Julian le Play)

Wie war euer Jahr und habt ihr auch ein besonderes Ritual, um das erlebte Jahr zu reflektieren?

Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: dimitrisvetsikas1969/pixabay

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